Tag 9 - Lissabon
March 16 in Germany ⋅ ⛅ 3 °C
Heute klingelte der Wecker leider wieder – Abreisetag. Unser letzter Morgen in Lissabon begann also mit dem weniger romantischen Teil des Reisens: packen und auschecken. Bevor wir Richtung Flughafen mussten, wollten wir uns aber noch einmal ein richtig gutes Frühstück gönnen. Also gingen wir noch einmal zu unserem Lieblingsbäcker aus den letzten Tagen – einem kleinen Handwerksladen mit wirklich großartigen Croissants.
Unser Favorit: Croissant mit Schinken, Käse, Senf und sauren Gurken.
Klingt erstmal etwas ungewöhnlich – ist aber überraschend richtig lecker.
Damit setzten wir uns in den Park nebenan. Dort waren wir allerdings nicht allein: ungefähr 100 Tauben hatten offensichtlich gelernt, dass Menschen mit Croissants potenzielle Essensquellen sind. Entsprechend zutraulich waren sie und beobachteten uns sehr aufmerksam.
Nach dem Frühstück machten wir noch einen letzten kleinen Ausflug zum Mosteiro dos Jerónimos – dem berühmten Hieronymitenkloster im Stadtteil Belém. Das Kloster wurde im 16. Jahrhundert zur Zeit der portugiesischen Entdeckungsreisen gebaut und gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke im sogenannten manuelinischen Stil, einer besonders prunkvollen portugiesischen Variante der Spätgotik. Viele Ornamente erinnern an die Seefahrt – Seile, Muscheln und maritime Motive tauchen überall in der Architektur auf. Die Anlage ist ohne Frage beeindruckend: der große Innenhof, die Steinbögen und die langen, eleganten Kreuzgänge sind wirklich wunderschön.
Trotzdem waren wir ein kleines bisschen oder sogar ein bisschen mehr enttäuscht.
Außer dem Innenhof und den Gängen gab es leider nicht viel mehr zu besichtigen, sodass der Besuch schneller vorbei war als gedacht. Danach stand noch eine sehr wichtige Mission auf dem Programm: ein letzter Pastel-de-Nata-Vergleich.
Wir probierten noch einmal die zwei berühmtesten Varianten der Stadt direkt hintereinander – ein kleines persönliches Finale unserer inoffiziellen Pastel-de-Nata-Tour durch Lissabon. Anschließend schlenderten wir noch ein letztes Mal durch die Innenstadt, bevor es Zeit für unser „letztes Abendmahl“ der Reise wurde. Dieses Mal entschieden wir uns bewusst für traditionelle portugiesische Küche – und das war definitiv eine gute Entscheidung. Kurz gesagt: yummy.
Danach holten wir unsere Koffer ab und machten uns auf den Weg zum Flughafen.
Und plötzlich war die Woche auch schon vorbei. Aber eines steht fest: Schön war’s.Read more














