• Tag 8 - Lissabon

    March 13 in Portugal ⋅ ⛅ 15 °C

    Unser letzter ganzer Tag in Lissabon begann ganz entspannt. Morgen geht es schon wieder zurück – also wollten wir den Tag noch einmal bewusst genießen. Zum Frühstück gingen wir zu Chez Croissant, einem kleinen Café mit einer Auslage voller wunderschöner Croissants im Schaufenster. Die Entscheidung fiel uns schwer, deshalb nahmen wir einfach eins herzhaft und eins süß. Gute Entscheidung – beide waren lecker.
    Anschließend setzten wir uns noch mit Kaffee und frisch gepresstem Orangensaft an einen der vielen Aussichtspunkte der Stadt, den Miradouro de Alcântara. Von dort hat man einen tollen Blick über die Dächer von Lissabon.
    Gut gestärkt nahmen wir danach ein Uber zum Castelo de São Jorge, der berühmten Burg hoch über der Stadt.
    Die Festung stammt ursprünglich aus der maurischen Zeit im 11. Jahrhundert und war später lange Zeit königliche Residenz. Durch ihre Lage auf dem höchsten Hügel der Altstadt hat man von dort einen fantastischen Panoramablick über Lissabon, den Tejo und die roten Dächer der Stadt. Wir schlenderten durch die alten Mauern, liefen über die Aussichtspunkte und hörten nebenbei den Audio-Guide, der ein bisschen über die Geschichte der Burg erzählte. Mindestens genauso auffällig wie die Architektur waren allerdings die Pfauen, die frei über das Gelände laufen. Und die machten sich auch lautstark bemerkbar. Ihr Kreischen klingt erstaunlich ähnlich wie eine Katze, der jemand auf den Schwanz getreten ist – ziemlich skurril, aber auch irgendwie beeindruckend. Und schön sind sie natürlich sowieso. Nach dem Besuch liefen wir hinunter durch Alfama, eines der ältesten Viertel von Lissabon. Enge Gassen, kleine Treppen, Wäscheleinen zwischen den Häusern – genau das Postkarten-Lissabon. Natürlich brauchten wir unterwegs wieder eine kleine Stärkung. Also stoppten wir für ein Pastel de Nata, die 2019 angeblich das beste Pastel de Nata der Stadt gewesen sein sollen. Und ja – es war wirklich sehr gut. Unser eigentliches kulinarisches Ziel war aber ein anderes: Bifana. Das ist ein klassisches portugiesisches Sandwich mit mariniertem Schweinefleisch, meist in einem einfachen Brötchen serviert. Vor ein paar Tagen hatten von einen Laden berichtet, vor dem eine riesige Schlange stand – damals hatten wir noch gelacht, dass manche Leute über 30 Minuten für ein Sandwich warten. Heute waren wir dann selbst die Dödel, die sich dort anstellten. Um die Wartezeit zu überbrücken, holten wir uns schon einmal Pommes bei „The Potato Project“. Die waren wirklich hervorragend – knusprig, gut gewürzt, richtig gut. Und das Bifana?
    Naja…Okay lecker. Sagen wir so: Die Pommes waren besser. Danach spazierten wir weiter zum berühmten Elevador de Santa Justa. Der historische Aufzug aus dem frühen 20. Jahrhundert verbindet die Unterstadt mit einem höher gelegenen Viertel und sieht mit seiner filigranen Eisenkonstruktion ein bisschen aus wie ein kleiner Eiffelturm. Leider war er gerade gesperrt, sodass wir nur von unten schauen konnten. Zur Aufmunterung gab es deshalb – natürlich – noch ein Pastel de Nata, diesmal von Castro. Unser nächstes Ziel war eine schöne Dachterrasse, von der man noch einmal über die Stadt schauen konnte. Der Blick war großartig, aber der Wind inzwischen ziemlich kühl und der DJ eine Katastrophe. Nach einem Drink beschlossen wir daher, kurz in der Unterkunft vorbeizuschauen, um uns etwas aufzuwärmen. Am Abend gingen wir noch einmal durch unsere Nachbarschaft rund um die Praça das Flores. Dieser kleine Platz ist jeden Abend voller Leben: Menschen sitzen draußen, trinken Wein, unterhalten sich – eine richtig schöne Atmosphäre. Zum Abschluss unserer Reise gingen wir noch Pizza essen und ließen den Abend anschließend mit ein paar Cocktails ausklingen. Ein ziemlich perfekter letzter Abend.
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