Kathi.

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern dem Tag mehr Leben! Ganz nach diesem Motto reise ich vergnügt durch die Welt. :-)
Living in: München, Deutschland
  • Day346

    Dahoam is Dahoam

    January 17 in Canada ⋅ ⛅ 2 °C

    Es ist soweit. Immer häufiger vermisse ich daheim und gleich Morgens früh als ich aufwache, buche ich meinen Rückflug nach München - von Nicaragua aus.

    Grad als ich meine Bestätigung überprüfen möchte und mich deswegen in meinem E-Mailkonto anmelde, sehe ich, dass Ferdinand Schmid-Modrow am Mittwoch überraschend gestorben ist. Mit 34. Seit einiger Zeit schaue ich Dahoam is Dahoam. Einfach deswegen, weil es mich an daheim erinnert. Ferdinand spielt den Pfarrer in der Serie. Irgendwie ein komisches Gefühl, auch wenn ich ihn gar nicht kannte. Schon seit Jahren freue ich mich jedes Jahr, wenn ich Geburtstag habe. Viele Menschen haben Angst davor, älter zu werden. Ich dagegen freue mich darüber. Es bedeutet, ich durfte ein weiteres Jahr auf dieser Erde verbringen, neue Erfahrungen machen, schöne Stunden verbringen. Und auch wenn ich mal eine schwierige Zeit durchlebe heißt es doch, dass ich sie verbringen durfte, hier und jetzt.

    Im hier und jetzt bereite ich mich auf meine Abreise am Montag vor. Wer es nicht weiß, oder es vergessen hat: Ich fliege nach Costa Rica. Von dort geht es nach etwa einer Woche weiter nach Nicaragua. Das Ganze ist ein Firmenausflug. Wir sind Anfangs zu sechst und sind alle gespannt, was sich Fraser - the Chief - alles für uns ausgedacht hat. Anfang Februar fliegen dann vier der Truppe wieder nach Hause, während ich mich mit Hilfe von Fraser, Sean und Luis Escobar - einem der Charaktäre aus dem Buch 'Born to Run' - auf meinen ersten 50 km Ultramarathon-Trailrun vorbereite. Also nicht ganz der erste, ich bin ja schon mal in Neuseeland den Keppler Trek gelaufen, der ist auch etwas über 50km. Aber diesmal trainiere ich vielleicht ein bißchen 😉 Gestern Abend war ich mit den Hausmeisterjungs Jo und Antoine beim Bouldern. Es ist erschreckend, wie viele Muskeln eingeschlafen sind in den letzten Monaten des Nichtstuns. Wird Zeit, dass diese wieder aktiviert werden. Heute Morgen hab ich schon Schnee geschippt in der Nachbarschaft - Armtraining schadet nie. Und das Wetter ist toll, blauer Himmel und viel Schnee.
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day343

    Van life

    January 14 in Canada ⋅ ⛅ -5 °C

    Nach einem schönen langen Wochenende in Pemberton sitze ich nun bei Canadian Tire. 2-3 Stunden wird es wohl dauern, bis ich meinen Van in Van wieder habe. Ölwechsel und Out of Province Inspection. Will ich das Auto in einer anderen Provinz als der zugelassenen verkaufen, brauch ich diese Untersuchung. Zudem hab ich ja ein kleines Ölleck. Mal sehen, ob sie das heute finden und gleich reparieren können. Und mal sehen, wie viel mich das Ganze dann kosten wird.

    Hier im Aufenthaltsraum von Canadian Tire kann ich entspannt schreiben und nebenher Nachrichten verfolgen. Gerade wird Kanada von einer Eisfront heimgesucht. Vancouver hat Schnee. Das passiert nicht ganz so häufig, daher sind alle aus dem Häuschen. Zumindest fahren alle entsprechend auf dem Highway.

    In Pemberton fallen die Temperaturen bis -19°C und es weht ein eisiger Wind, der uns gefühlte -35°C bringt. Und einmal sogar einen Blackout. Wie gut, dass ich hier in Kanada immer meine Stirnlampe und mein externes Ladegerät dabei habe. Wir finden aber auch schnell Kerzen, haben bereits ein Feuer im Kamin brennen und glücklicherweise sind unsere Hähnchenschenkel und der Blumenkohl just im Moment des Stromausfalls durch. Ich erkundige mich, wie lange so ein Stromausfall hier draußen durchschnittlich dauert. "Nicht länger als 8 Tage" meint Teri. Ich lache und hoffe, dass sie das nicht ernst meint. Eine Stunde später haben springt das Licht wieder an und wir schauen den Film "Wild". Am liebsten möchte ich gleich meine Wanderstiefel schnüren und loswandern. Naja, meine Barfußschuhe anziehen, ich besitze ja keine Wanderstiefel mehr. Und bei den Temeraturen dann doch auch wieder nicht.

    Die Farm, auf der wir nach den Pferden schauen sollen bietet ein tolles Wochenendhaus. Nach unserer Schneeschuhwanderung, die alle Muskeln in den Beinen fordert verbringen wir den Montag hauptsächlich im heimeligen Haus. Eigentlich wollen wir reiten gehen. Aber sogar in der Reithalle ist es zu kalt, so dass wir stattdessen im "The Pony" in Pemberton einen extrem guten Burger essen, einen Freundin von Teri besuchen und Abends bei Chilli zusammensitzen. Ein wirklich gelungenes faules Wochenende auf einer wunderschönen riesigen Farm in einem Winterwunderland mit netten Menschen, Hunden und Pferden. Schöner kann ich mir meine letzten Tage in Kanada kaum vorstellen.
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  • Day341

    Ausflug nach Pemberton

    January 12 in Canada ⋅ ☁️ -10 °C

    Es ist 9:30, ich wache auf und blicke in die verschneite Winterlandschaft. Es ist traumhaft schön. So viel Schnee hab ich bisher noch nicht in Kanada gesehen, nicht mal im Yukon.

    Samstag Mittag eröffnet Teri, dass sie am Nachmittag nach Pemberton aufbrechen will. Das Wetter soll umschlagen, Schneeverwehungen und Eis - keine gute Kombi, um sich durch die Berge zu schlängeln. Ich will unbedingt mit nach Pemberton. Dort bin ich vor 2 Monaten geritten und wenn es dort Schneemassen hat, umso besser.

    Nach unserem Sushi, das wir unterwegs in der Stadt besorgen, toben Teri, Jer, Velvet, Halo und ich wie kleine Kinder durch den Schnee - gut, dass wir die Hunde haben, dann komme ich mir nicht ganz so albern vor 🤪. Es ist herrlich! Wir statten den Pferden Juniper (auf dem ich damals geritten bin), Pedro, Saphire und Grace einen Besuch ab. Trotz des hüfttiefen Schnees stehen die 4 draußen auf der Weide.

    Nach unserem Schneeerlebnis genießen wir Glühwein, einem Überbleibsel vom Vancouver Christmas Market vor dem Feuer. Das Anwesen ist atemberaubend. Die Betten hab ich nicht gezählt, es sind sicher 30 Schlafplätze hier.

    Den folgenden Vormittag verbringen wir entspannt im Haus. Gegen Mittag machen wir uns dann auf zum Fluss. Ein einfaches Unterfangen ist das nicht. Gott sei Dank hat Teri Schneeschuhe für uns mitgebracht. Trotzdem kämpfen wir uns durch den Tiefschnee. Es ist jedoch wunderschön, blauer Himmel, die Bergketten, ein Weißkopfseeadler. Und ich bin einfach froh, raus aus der Stadt zu sein.

    Am Nachmittag machen wir es uns nochmal vor dem Kamin gemütlich, kochen zusammen und plaudern.
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  • Day335

    Bye bye Yukon

    January 6 in Canada ⋅ 🌧 4 °C

    Es ist traurig aber wahr: unser Kurztripp ist vorbei. Nach einem leckeren Brunch im "Burnt Toast Café" machen wir uns auf zum Flughafen. Es hat mittlerweile -29° und das ist wirklich ziemlich kalt. Die kurze Strecke vom Café zu Tim Hortens - eigentlich wollten wir uns ein IPA im "Woodcutters Blanket" gönnen, aber das hat Sonntags geschlossen - frieren die Mädels ohne Merino-Sachen ziemlich. Mit 2 Icebreakerschichten und dem Buff vor dem Gesicht lässt es sich schon aushalten. Lange Wanderungen würde ich aber sicher nicht machen. Es war also gut, dass wir nicht die ganze Woche bei solchen Temperaturen hier verbracht haben.

    Mein Handy ist nicht wieder aufgetaucht. Das heißt ich teste im neuen Jahr für zwei Monate, wie es sich ohne Handy lebt. Es fängt bereits mit der Uhrzeit an. Ich habe keine Uhr und auch keinen Wecker. Ob das lange gutgeht?

    Wir haben uns eigentlich alle in den Yukon verliebt und wer weiß, vielleicht komme ich später im Jahr nochmal her. Dann kann ich nochmal nach meinem Handy suchen 😉
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  • Day333

    Hair Freezing im Yukon

    January 4 in Canada ⋅ ⛅ -22 °C

    Heute war ein fauler Tag. Eine kurze Wanderung zum See ist drin. Auf dem Hügel sehen wir ein schönes Naturspektakel, voraussichtlich einen sogenannten Sundog (Nebensonne). Auf den Fotos kommt das nicht so gut rüber. Die beiden Regenbogen neben der Sonne sind atemberaubend schön - vielleicht raubt auch die kalte Luft den Atem, oder beides - und auch der Schnee, wie er in der Sonne glitzert, als er langsam vom Himmel herabrieselt.

    Den Rest des Tages verbringen wir in unserer Hütte. Ich plane etwas meine letzten beiden Wochen in Vancouver. Mein Auto muss in die Werkstatt. Ölwechsel und Reparatur. Es verliert doch einiges an Öl. Außerdem brauche ich den Out of Province Check, wenn ich es verkaufen will. Den benötigt man, wenn man ein Auto außerhalb der Provinz verkauft, in der es zugelassen ist. Mein Auto hat immer noch ein Kennzeichen aus Nova Scotia. Nun muss es in BC zugelassen werden. Mit Führerschein, Auto, Taxwesen und Bären in Kanada hab ich mich jetzt lange und viel befasst, sollte mal jemand was wissen wollen 😉

    Am Abend gehen wir nochmal in die Takhini Hot Pools. Es hat etwa -20°. Wir möchten versuchen, am Hair Freezing Contest teilzunehmen. Man kann immerhin 2000$ gewinnen. Allerdings sind die veröffentlichten Bilder (sh. Foto) schon ziemlich spektakulär und der Herr am Tresen macht uns keine Hoffnung. Es ist noch nicht kalt genug.

    Dennoch haben wir nach einiger Zeit Reisnudln auf dem Kopf - zumindest finde ich, dass es bei den meisten so aussieht. Die Pools sind relativ voll heute und nicht so warm wie die letzten beiden Male. Ich tauche wieder meine Bahnen im kühleren Becken und entspanne dann im Mineralbad. Es ist wirklich sehr erholsam hier.

    Auf dem Heimweg werden unsere noch nassen Haare dann richtig schön weiß. Und die Wimpern auch.
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    Hier die Regeln für den Hair Freezing Contest:

    How do I properly freeze my hair?

    The most important part of this contest is having hair. Lots of it. Then it's only a small exercise in patience before you have a nice frozen hairdo.

    Step 1: Come to the hot springs when it is cold. Preferably -20 or colder. If it is warmer than that it may take longer for desired frozen results.
    Step 2: Dip your head in the hot springs and wet your hair.
    Step 3: Take your head out of the water and allow the cold air to slowly freeze your hair. All wet hair will eventually freeze, this includes eyebrows and even eyelashes.If you have very long hair, a good method to freeze it is to lay it down on the sides of the pool so it may freeze in single, long strands. Later, it can propped up and it will stick straight up.
    Step 4: Keep your ears warm. Periodically dip each ear into the hot springs water and be careful not to let your hair touch the water. If that cannot be done, then be tough.
    Step 5: Wait.
    Step 6: Wait some more.
    Step 7: When the hair begins to freeze, slowly mold the hair into the desired shape. For example, one could gather all their hair into a point.
    Step 8: Let the hair completely freeze. It will become pure white with frost and ice. Don't worry, your hair won't break or snap off.
    Step 9: Take a picture and send it to the front desk, our Facebook page, or our email.
    Step 10: Dunk your head in the water. Your hair will instantly unfreeze and your head will be nice and warm again.
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  • Day332

    Wie wir übers Wasser waten

    January 3 in Canada ⋅ ☁️ -15 °C

    Heute machen Helena und ich uns auf, den See zu suchen, von dem uns James, unser Vermieter am Tag zuvor erzählt hat. "Habt ihr schon die Trails ausprobiert, die hinter dem Haus entlang laufen?" fragt er uns tags zuvor und macht uns zudem mit Misty bekannt, dem Husky der Nachbarn, der uns gerade besucht.

    Etwa um 11 Uhr brechen wir auf. Lucy wartet schon ungeduldig. Kurz darauf stößt Misty zu uns und unser 4-köpfiges Rudel wandert den Berg hinauf. Der Schnee knarzt unter unseren Füßen, unsere Wimpern und Haare sind nach kurzer Zeit weiß gefrohren.

    Wir stoßen auf ein Schild 'SkiTrail since 1984'. Wir sind also richtig. Es geht lange durch den Wald und - weil wir gerne etwas Aussicht hätten - laufen wir auf einen kleinen Hügel. Nicht, dass es viel bringen würde. Kurz darauf kommen wir am See an. Er ist natürlich komplett zugefrohren. Eine kleine Eisstockschießbahn bzw. eine kleine Eislaufbahn sind auf dem See angelegt. Ich frage mich, für wen. Wirkliche viele Menschen gibt es hier ja nicht.

    Wir folgen dem Weg, wollen auf einen umliegenden Hügel klettern, um etwas Aussicht zu haben. Also geht es querfeldein den Hügel hoch. Die Hunde lieben unsere kleinen Abstecher, wir alle sind voll in unserem Element, auch wenn Helena meine Bemerkung "Hoffentlich wecken wir jetzt keine Bären" nicht so gut findet 😉 Es ist einfach atemberaubend schön und ich glaube, sogar Misty genießt die Aussicht. Der Schnee glitzert und man kann die Weiten des Yukons erahnen.

    Wir folgen dem Weg, der eine kleine Runde bis an das Wildgehege und zurück zum See zieht. 1,5 - 2 Stunden später sind wir zurück in unserem kleinen Heim. Fast gabeln wir noch einen dritten Hund auf, der kurz darauf Lucy und Misty besucht.

    Wir Frühstücken / Brunchen, bevor wir 2 Stunden später in die nahegelegene Kaffeerösterei laufen. Freitag bis Sonntag kann man hier fair trade Kaffee trinken und Kleinigkeiten essen. Die Rösterei liegt zischen dem Wildpark und den Hot Springs. Lucy folgt unserer Aufforderung, nach Hause zu gehen, Misty scheint das Kommando "Go home" nicht zu kennen, oder aber es interessiert sie nicht, was wir zu sagen haben. Sie wartete geduldig vor unserer Tür, bis wir aufbrechen und trottet gemütlich voraus. Eigentlich darf sie nicht ohne Leine vor dem Kaffee herumlungern, aber als wir erklären, dass Misty nicht unser Hund ist, darf sie auf der Terasse auf uns warten. Der Kaffee und die Brownies sind übrigens vorzüglich und das Café super-schnuckelig. Aufgrund der raren Öffnungszeiten - Freitag bis Sonntag 11-17 Uhr - ist das Café komplett voll.

    Auf dem Heimweg kreieren wir ein paar Schneeengel. Dann machen wir es uns mit Glühwein vor dem Monopoly gemütlich. Spieleabend ist angesagt - 6 nimmt (Hornochsen) wird gezockt.

    So neigt sich ein entspannter Tag dem Ende.

    Im übrigen halten mich meine Icebreaker Merino-Klamotten super-warm. Auch bei -17° reicht eine Merino-Leggings und auch die Jacke, die jeder belächelt hält mich schön warm. Auf der Wanderung hatte ich sicherheitshalber eine Leggings und meine Jogginghose an. Im Schnee sitzen kein Problem und auch die Schneeengel schaffen es nicht, mir nasse oder kalte Glieder zu bescheren.
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  • Day331

    Wildlife Reserve

    January 2 in Canada ⋅ ☀️ -15 °C

    Der zweite Tag des Jahres beschert uns eine internetfreie Zone. Als ich mich um 9:30 aus dem Bett schäle dämmert es gerade. Möchte man sich erholen und lange ausschlafen ist der Winter hier ideal. Als ich das letzte Mal im Yukon war, es war Sommer 2004, hatten wir fast 24 Stunden Licht. Nun erfahren ich die lange Dunkelheit, die allerdings nicht so lang ist, wie ich es mir vorgestellt hatte. So gegen 8 wird es langsam hell, ab 16 Uhr dämmert es. Eigentlich nicht so viel Unterschied zu Vancouver, oder daheim. In meiner letzten Arbeitswoche musste ich um 7:30 auf der Matte stehen, da war es noch finster, um 8 Uhr dann mehr oder weniger hell. Vancouver liegt auf dem Breitengrad von Wiesbaden.

    Ich mache Kaffee und setzte mich an den Computer. Kein Internet. Wohl schon seit dem Vorabend. Es ist eine Herausforderung ohne Internet. Gerade schreibe ich meinen Blog. Etwas Musik wäre nett. Mist, Internet geht nicht. Egal, ich kann meine Spotify-Playlist hören, die ich heruntergeladen hab. Ach nein, mein Handy ist ja weg.

    Zwei Bücher habe ich dabei, Polar Dreams, ein Bericht der ersten Frau, die alleine den Nordpol bereist hat und Bergsommer ein Aussteigerbericht. Bisher bin ich noch nicht dazu gekommen. Mit 4 Mädels auf einer Hütte ist halt immer was los 😉

    Der Plan für heute: Wildpark. Etwa 10 Minuten laufen wir dorthin zu Fuß. Morgens begrüßt uns wie immer Lucy. Ich spiele ein paar Minuten mit ihr im Schnee. Kurz darauf kommt ein zweiter, wolfartiger Husky vorbei. Sie wirft sich vor Tea in den Schnee und will gekrault werden. Beide, Lucy und Misty, wie wir von unserem Vermieter erfahren, folgen dem Menschenpack zum Wildlife Park. Hunde sind hier natürlich nicht erlaubt, wir werden die beiden aber nicht mehr los. Lucy läuft gleich vor Freude Richtung Cariboo-Gehege, Misty wirft sich jedes Mal vor mir in den Schnee, wenn ich ihr sage, nach Hause zu gehen. Gott, haben wir eine Autorität! 😁Am Ende rufen wir Lucy's Besitzer an, die beide Ausbüchser abholen.

    1,5-2 Stunden läuft man so in etwa durch den Park. Leider sind die Gehege relativ klein, ich hatte mir das anders vorgestellt. Totzdem ist es eine schöne Wanderung und wir sehen Bisons, Rehe, einen Moose-Bullen, Schneeziegen, Füchse, Luchse, Polarfüchse. Fast alles hab ich schon mal "in echt" gesehen, wie ich zu Helena sage, also in freier Wildbahn - das ist schon irgendwie schöner.

    Temperaturen hat es heute um die -17°. Ist schon frisch, aber meine 250er Merinoleggins hält die Beine warm und die Icebreaker-Jacke lässt auch nix durch. Teri hat mir dazu schöne warme Stiefel geliehen.

    Nach einer heißen Schokolade daheim laufen geht es nochmal in die Hotsprings! Da waren wir tags zuvor schon und es war super! 9 C$ kostet es von Montag bis Donnerstag. In etwa 25 Minuten laufen wir von unserer Hütte dorthin. Das Wasser soll 42° haben. Uns kommt es allerdings etwas kühler vor. Ich erinnere mich an die Fairmont Hot Springs und die Radium und Miette Hot Springs. Es dauerte damals ne halbe Stunde, bis ich im Wasser war, so heiß war das (gut, Flo war in weniger als 10 Sekunden drin 😉 ) Hier kann ich einfach reinlaufen. Es gibt zwei Pools, einer ist etwas kühler. Hier tauche ich meine Bahnen. 10 Züge und man ist durch (Helena braucht etwa 20, also scheinbar 10 lange oder 20 kurze Züge 😁). Dann relaxen. Es ist wundervoll!

    Wir lernen einen Einheimischen kennen, der uns auf dem Heimweg ein Stück mitnimmt, so dass wir nur noch 5 Minuten die Straße hoch zu unserem Haus laufen müssen. Da wir alle aufgeheizt sind, setzen wir uns noch mit einem Glühwein auf die Terasse. Die Sterne sind zwar schön, mit Neuseeland können sie allerdings nicht mithalten. Sorry Kanada.
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  • Day330

    Neujahr im Yukon

    January 1 in Canada ⋅ ⛅ -2 °C

    Ich befinde mich derzeit, um genau zu sein seit 2 Tagen im Yukon und ich bin begeistert! Raus aus der Stadt, rein in die Einsamkeit und den Schnee. Es ist warm für diese Jahreszeit, heute hatten wir -10° C, als wir am 30.12. ankamen, hatte es tagsüber +6°. Bis zum Ende der Woche soll es dann aber doch -18° haben.

    Wir verbringen heute einen gemütlichen Tag in unserer kleinen Hütte. Vormittags (und am Nachmittag) ein kleiner Schneespaziergang zum Quarry. Der Steinbruch ist für alle zugänglich, mit einer entsprechenden Genehmigung darf man sich hier anscheinend Geröll abholen. Am Vortag haben wir hier ins neue Jahr angestoßen. 2 Stunden standen wir hier im Schnee, mit Glühwein und Sekt, in der Hoffnung, dass Nordlichter uns einen Besuch abstatten. Wir haben kein Glück. Außer einem schönen Sternenhimmel - der Gürtel des Orion thront direkt vor unserer Nase - und einem Feuerwerk bleibt der Himmel schwarz.

    Lucy begleitet uns auf unserem Vormittagsspaziergang. Der kleine braune Australian Shepherd, der dem Besitzer des AirBnB gehört, das wir uns gemietet haben, steht Morgens auf unserer Terasse, schaut zum Fenster herein und versucht uns davon zu überzeugen, die Tür zu öffnen. Sie hat wohl Gefallen an uns gefunden. Tags zuvor kam sie von ihrem Zuhause herunter gelaufen um uns zu begrüßen und hat Helena und mich auf unserem Spaziergang und mich später beim Joggen begleitet.

    Unser Plan für den Yukon ist einfach: nichtstun ist angesagt, ein Buch lesen, im Schnee spazieren, in den heißen Quellen relaxen, den Wildpark besuchen und Nordlichter schauen. Die Quellen und der Wildpark sind beide in Laufnähe, daher haben wir beschlossen, keinen Mietwagen zu organisieren und uns bei Bedarf mit dem Taxi über die verschneiten Strassen schippern zu lassen.

    Genau das tun wir 4 (Tea, Helena, Céline und ich) am 31.12. Für 70 C$ einfache Fahrt fahren wir nach Whitehorse, Einkäufe erledigen. Wir finden dort eine süße Bäckerei in der es super leckeres deutsches Brot gibt. Helena und ich gönnen uns noch ein IPA in der Woodcutter's Blanket Bar, einer urigen Bar, die schon in den 30er Jahren gebaut wurde.

    Abends wollen wir in den Hotsprings chillen, bevor wir das neue Jahr begrüßen. Leider sind die Tahini Hot Springs aber am 31.12. geschlossen. Dafür verliere ich mein Handy, voraussichtlich auf dem Weg zum Steinbruch, bei dem man eine tolle Sicht auf den Himmel hat. 3 Spaziergänge später ist es immer noch nicht gefunden. Das erleichtert mein Leben in Kanada nicht gerade. Navigation, online banking, Kontakte - ohne Handy geht heutzutage nichts mehr. Die Hoffnung stirbt zuletzt und ich hoffe immer noch, dass sich das Handy irgendwo im Haus versteckt hat. Andererseits kann ich diese Gelegenheit nutzen, meine Heimreise zu planen. Da meine deutschen Konten an mein Fairphone gekoppelt sind, habe ich darauf keinen Zugriff mehr. Ich hoffe einfach, dass die schweißtreibende Arbeit auf dem Weihnachtsmarkt genug Geld eingebracht hat für die nächsten zwei Monate.

    In der Zwischenzeit genieße ich die handyfreie Zeit hier am gefühlten Ende der Welt. Der Schnee, die Luft, das Licht, die Menschen - beklagen kann ich mich nicht!
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  • Day329

    Alles Gute für 2020

    December 31, 2019 in Canada ⋅ ⛅ -6 °C

    Hallo zusammen,

    ich wünsche auf diesem Weg allen Lesern ein wunderschönes, glückliches Jahr 2020, vor allem Gesundheit und Zeit für die schönen Dinge im Leben.

    Bei uns ist es noch 2,5 Stunden hin, gleich werden wir dick eingepackt mit Glühwein in der Thermoskanne auf Nordlichterjagd hier im Yukon gehen. 😊🍾🥳Read more

  • Day323

    Weihnachten in Vancouver

    December 25, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 6 °C

    Wie verbringe ich Weihnachten weit weg von daheim?

    1) Der heilige Abend

    Ich arbeite heute, und zwar bis mindestens 20 Uhr, vielleicht bis 22 Uhr. Wir sind zu Freunden von Teri eingeladen. Allerdings würde mir das zu viel werden, nach der Arbeit und so planen Tea, Helena und ich ein ruhiges Weihnachtsfest. Naja, nicht ganz ruhig. Als wir an meinen freien Abend auf dem Weihnachtsmarkt mit einem Glühwein herumlaufen, lade ich ein paar Leute zu uns ein. Am Ende sind wir 15 Leute für die Helena Chilli kocht. Wir bekommen 20 l Feuerzangenbowle gesponsort, spielen Billiard, Karten und tauschen Reiseplanungen aus. Die letzten gehen um etwa 4 Uhr morgens. Alle sind einfach froh, dass der Weihnachtsmarkt nun vorbei ist. Die letzten Tage waren ziemlich anstrengend und ich bemerke, wie wenig ich mich mit dem Stadtleben identifizieren kann. Vor allem hier in Vancouver: 2 Tage haben wir strömenden Regen. Ich zähle 10 Leute mit Gummistiefeln - mich eingeschlossen. Alle anderen kommen in Sneakers, Stilettos oder anderen unpassenden Fußbekleidungen. Dafür haben sie Schirme dabei und ich weiche ständig aus, damit mir die Augen nicht ausgestochen werden. 15.000 Menschen tümmeln sich auf dem kleinen Jack Poole Plaza, die Schlange zum Haxenhaus kennt kein Ende. Ich versuche, die Massen einigermaßen in eine geordnete Linie zu bewegen bevor ich mich ins Warehouse zurückziehe, um vor der nächsten Welle an Getränkelieferungen ein paarmal tief durchzuatmen.

    Meine Hausmeisterkollegen gehen Abends oft weg, manchmal bis 4 Uhr Morgens. Ich will nach meiner Schicht einfach nur nach Hause, auf die super-bequeme Ledercouch in "meinem" Haus in North Vancouver. Helena macht derweil Sightseeing-Touren.

    2) 1. Weihnachtsfeiertag

    Es ist sonnig als ich Morgens aufwache. Ich kann mich aber nicht aufraffen, aufzustehen. Der erste Tag, an dem ich nichts zu tun habe. Tea & Helena machen sich nach dem Frühstück auf eine kleine Wandertour, ich gehe zurück ins Bett. Um 16 Uhr brechen wir auf zu Teri. Wir wollen einen Spaziergang mit den Hunden machen, bevor wir zu Alana, Teri's Tochter zum Weihnachtsessen eingeladen sind.
    Die Nachbarn hier in North Van haben teilweise ziemlich krasse Weihnachtsbeleuchtung à la Christmas Vacation und man muss fast befürchten, dass das gesamte Stromnetz zusammenbrechen wird.

    8 Leute sind wir, Teri's 4-köpfige Familie, Jeremy und wir 3 Deutschen. Es gibt Truthahn. Und der ist Alana und Jennine super gelungen! Wir steuern Stollen, Plätzchen und Lebkuchen aus Deutschland und Glühwein und Wein vom Weihnachtsmarkt bei. Es ist ein gemütlicher Abend und sehr weihnachtlich. Da ich am nächsten Morgen, also am 2. Weihnachtsfeiertag bereits um 6:30 wieder auf dem Jack Poole Plaza antreten muss, fahren wir gegen 22 Uhr zurück zu Teri. Hier übernachte ich auch, während Helena & Tea zurück in "unser" Haus fahren. Noch ein Tee, bevor ich mich zurück in mein Zimmer ziehe. Eine wirklich wundervolle Familie habe ich hier gefunden.
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