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Kanada

"Barfuß" durch Kanada
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  • Day275

    Grouse grind & BCMC / Larsen

    November 7 in Canada ⋅ ☁️ 6 °C

    Grouse Grind Trail ist ein 3,5 km stark begangener Wanderweg in der Nähe von North Vancouver, BC, Kanada und wird nur für sehr erfahrene Abenteurer empfohlen. Der Weg wird am besten von April bis September benutzt.

    Distanz: ca. 18-20 km
    Höhenmeter: 735 (nur Grouse Grind)
    Zeit: 4 Stunden (inkl. 0,5 h Pause)
    Anreise: joggen: je etwa 7km (bergauf, dann -ab)

    Heute habe ich einen Tag frei und nutze diesen und  das schöne Wetter, um den Grouse Grind zu machen. Das ist eine Wanderung hier in North Vancouver auf den Grouse Mountain. Einmal jährlich wird dieser Weg für einen Wettbewerb genutzt. Es geht 3,5 km steil bergauf. Die Wanderung ist wahnsinnig stark frequentiert, weswegen heute, an einem Donnerstag im November der perfekte Tag dafür ist. Für eine Woche ist die Seilbahn außer Betrieb und man darf den Grouse Grind nur hinauf laufen, ein Abstieg hier ist verboten. Was für mich nicht weiter relevant ist, da ich ohnehin einen anderen Abstieg gewählt hätte, ist für viele umständlich, da sie mit dem Auto oder Bus anreisen und an ihren Ausgangspunkt zurück müssen. Ich hingegen will die ca. 6,5 km zum Ausgangspunkt laufen. Von meiner Haustür aus.

    Ich checke google maps und maps.me und beide sagen mir einfach etwa 4 Stunden voraus. Ich selbst plane 4 Stunden für die komplette Tour ein. Den Grouse Grind will ich in unter einer Stunde schaffen (am liebsten in 40 Minuten, wenn ich allerdings davor ne Stunde bergauf jogge, stehen meine Chancen vielleicht nicht mehr sooooo gut).

    Auf dem Weg zum Grouse Mountain komme ich durch den Murdo Fraser Park. Hier steht Jack's Cabin, die den Drehort für die Hütte der Hauptdarstellerin aus 'Men in Trees' stellt (falls das noch jemand gern angesehen hat ;-) ). Vancouver ist einfach eine Filmstadt.

    Die Tour ist wundervoll!! Wahnsinnig anstrengend, da es in 2,13 km unendlich viele Treppen 724 Höhenmeter steil nach oben geht. Ich überhole lediglich etwa 10 Leute auf dem gesamten Weg nach oben (2 davon rauchen Gras - ob die das bis oben schaffen, bezweifel ich. Es ist bereits 12:20 als ich die Tour starte und ich überhole noch vor der 1/4-Markierung) und oben sind nochmal etwa 10, was für diese Tour ziemlich wenig ist. Soweit ich das mitbekommen hab, geht hier normalerweise eine Ameisenstraße aus Menschen rauf. Ich stelle mir das in etwa so vor wir am 3. Oktober hinauf auf den Brocken bzw. im Sommer auf die Zugspitze übers Höllental.

    Als ich um 14:20 über den BCMC bzw Larsen Trail wieder zurück bin, hab ich eine Nachricht von meinem neuen Chef. Er hätte Hilfe brauchen können. Ääähm. Naja. Das schaff ich heute wohl nicht mehr. Erst mal heim joggen, duschen, kurz Pause machen und am Abend ist ein Geburtstagsessen.

    Tatsächlich schaffe ich es, Punkt 15 Uhr daheim zu sein. Das nenne ich mal gute Planung!

    Das Geburtstagsessen in einem Sushi-Restaurant kann ich kaum abwarten. Sushi in Vancouver ist einfach traumhaft!
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  • Day274

    Erster Arbeitstag - VCM 2019

    November 6 in Canada ⋅ ☁️ 11 °C

    Dienstag Morgen um 10:40 trete ich die Reise zurück nach Vancouver an. Das Wetter ist mittelmäßig uns ich verbringe die Zeit mit Audiodateien. In Horseshoe Bay, dem Ankunftshafen in West Vancouver schnappe ich mir einen Bus Richtung Downtown Vancouver. Tags zuvor mache ich ein Treffen mit einem Mädel klar, das seine Sicherheitsschuhe verkauft. Sie ist so nett und trifft sich mit mir an der Waterfront Station. Von hier aus kann ich mit dem Seabus nach North Vancouver übersetzen und von dort sind es noch etwa 15 Minuten Busfahrt. Die Schuhe passen wie angegossen und nach einem netten Gespräch übergebe ich der Studentin die 45$ ohne langes verhandeln.

    Als ich in m einem neuen Zuhause ankomme, treffe ich noch kurz auf Teri, schnappe mir Halo und spaziere durch die dunkle Nachbarschaft. North Van hält wohl nicht viel von Straßenbeleuchtung. Die Halloween-Deko ist bereits komplett aus den Gärten verschwunden. Sicherlich werden aber bald die Weihnachtslichter aufgehängt werden. Und der Blick auf die Skyline von Vancouver ist immer ein Spaziergang wert.

    Mittwoch ist dann endlich mein erster Arbeitstag. Teri und ihre Freundinnen nehmen mich bereits um 10:30 mit in die Stadt und so schlender ich über die Robsen Street und schwelge in Erinnerungen an die Zeit von vor 15 Jahren. Ich esse Sushi in einem kleinen Lokal, in dem ich damals so gerne war und es ist immer noch extremst köstlich.

    Überpünktlich wie es sich für eine Deutsche gehört, stehe ich um 12:20 (12:30 ist mein Arbeitsbeginn) vor dem bereits abgesperrten Areal. Tags zuvor bin ich noch über den Platz, auf dem zu den Olympischen Winterspielen 2010 das Olympische Feuer gebrannt hat marschiert. Hier wird ab dem 20. November der 10. Vancouver Christmas Market stattfinden.

    Die Sicherheitsbeamten wollen mich weiterscheuchen (wow, es gibt auch unfreundliche Kanadier??), aber ich lass mich nicht aus dem Konzept bringen, ich hab Adam, meinen Teamleader bereits gesehen und laufe zielstrebig in seine Richtung. Dort lerne ich gleich noch zwei aus der Führungsriege kennen. Alles nette Leute wie es scheint. Adam zeigt mir kurz das Lager und kurz darauf helfe ich einem Deutschen und einem Franzosen dabei, die Zäune mit weihnachtlichem Sichtschutz abzuhängen. Dann verlegen wir den Boden in einem Zelt, das gerade aufgebaut wurde und 3 Stunden später ist schon wieder Feierabend. Ich glaub, mir taugts hier!
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  • Day271

    Hundefutterlieferung nach Van Island

    November 3 in Canada ⋅ ☁️ 9 °C

    Zwischenzeitlich befinde ich mich in Victoria, der Hauptstadt von Vancouver Island. Ich bin hier auf ein Konzert eingeladen, den East Pointers, einer Band aus PEI (Prince Edward Island), die hier ihre Tour durch Kanada starten. Eingeladen wurde ich von Alan, einem mid 60er, den ich zusammen mit seinem Hund Ziggy in Courtenay auf dem Parkplatz kennengelernt hatte (sh. Post vom 21. Oktober, "Barfuß auf Jobsuche". Er hatte mich gefragt, ob ich ihm Hundefutter, das es auf Van Island nicht gibt besorgen und mitbringen kann. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch, dass ich lieber auf Van Island als Van City überwintern wollte und "sicherlich in ein paar Tagen zurück auf der Insel bin" (haha).

    Gesagt, getan, nach einigem hin und her (natürlich gibt es in BC nicht das gleiche Hundefutter wie auf PEI) besorge ich für Ziggy eine riesen Packung (13 kg) Trockenfutter, hiefe es es mein Auto und entscheide mich kurz darauf, doch in Vancouver zu bleiben. Nun ja, da war das Konzert. Aber muss ich dafür mit dem Auto reisen? Das sind wieder 100 C$ unnütz ausgegebenes Geld. Und so steht die Kathi am 28.10. mit einem Rucksack voll Klamotten, Äpfeln und Karotten (die waren noch in meinem Van versteckt) und einer Tasche mit Hundefutter auf der Fähre.

    Die Überfahrt ist unspektakulär, ich laufe ein paar Runden, da es aber unglaublich windet an Deck, lümmel ich mich nach einer halben Stunde auf einem Sessel zusammen und höre ein Hörbuch.

    Etwa 3 Stunden später hiefe ich das Hundefutter von meiner linken zurück auf die rechte Schulter, auf dem Weg zur 'White Sails Brewery', in der ich mit Jer verabredet bin, der ebenfalls heute auf der Insel landet, allerdings per Flieger. Da ich etwas früher dran bin, setze ich mich in einem kleinen Park ans Wasser und schaue den Möven zu, wie sie übers Meer ziehen.

    Das war also Tag 1 meines Kurztripps nach Vancouver Island. Tag 2 besteht aus einem Strandspaziergang - Jeremys Eltern haben ein wunderschönes Haus in Parksville, mitten am Strand und ich habe das Glück, dort mit wohnen zu dürfen - Brunch und langen Gesprächen.

    Und nun zurück nach Victoria. Wir arbeiten uns langsam dorthin vor. Vanocuver Island hat den Vorteil, dass es relativ klein ist, nämlich lediglich 31.285 km²umfasst (Deutschland 357.578 km²). In 2 Stunden kann man daher einige Ortschaften hinter sich lassen. Und ich bin auf der Suche nach Schuhen. Für meinen Job auf dem Christkindelmarkt brauch ich Sicherheitsschuhe. Da ich diese nur für 10 Tage brauche, will ich nicht unnötig viel Geld ausgeben und wir klappern ein paar 2nd-Hand-Läden ab - leider ohne Erfolg.

    Wir treffen Alan am Samstag um 19 Uhr vor dem Veranstaltungsort, erleben ein tolles Konzert irisch angehauchter Musik in einer super Location (ähnlich dem Stomp in München) und können Nachts in einem bereits gebuchten Hotelzimmer mit einchecken.

    Tags darauf geht es dann nach einer kleinen Sightseeingrunde durch Victoria nach Sook, Freunde von Jeremy besuchen und zurück nach Parksville.

    Nach all der Fahrerei und den vielen Gesprächen legen wir einen entspannten Montag ein. Das Wetter lädt ein zu Buch und Kaminfeuer (auch wenn es am Ende eine Serie ohne Feuer wird - "Carnival Row", eine komplette Staffel geht schon mal an einem Tag :-D)

    Und schon sind die 5 Tage auf Vancouver Island wieder rum...
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  • Day269

    Mt. Arrowsmith

    November 1 in Canada ⋅ ⛅ 6 °C

    Was für eine Wanderung!!

    Mount Arrowsmith via Judges Route ist eine 6,0 km wenig begangene Wanderung in der Nähe von Port Alberni, BC, Kanada und ist nur für sehr erfahrene Bergsteiger empfohlen. Der Weg ist am besten von März bis September gegangen.

    Distanz: 12 km (nach meiner App 12,5)
    Höhenmeter: 1.006 (meine App sagt 1.032)
    Zeit: 4,5 Stunden (inkl. 1,5 h Pause)
    Anreise: Auto

    Nach einem relativ faulen Vortag beschließen Jer und ch trotz des nicht ganz so vielversprechend aussehenden Wetters, eine Wandertour in Angriff zu nehmen. Jer sucht die Wanderung auf den Mt. Arrowsmith raus, die bereits auf meiner to-do-Liste steht. Nach einem späten Frühstück sind wir gegen 12:45 am Ausgangspunkt der Wanderung.

    Kurz geht es auf einer Forststraße entlang, dann - wie von der AllTrails App versprochen - steil bergauf. Und so soll es bleiben für mindestens 2 Stunden. Wir überholen nach kurzer Zeit ein Pärchen, das mir gar nicht wie fitte Bergsteiger aussieht.  Auf etwa halbem Weg nach oben kommt uns ein weiteres Pärchen entgegen und kurz darauf noch ein Mann - und das wars. Wir werden vor der Hitze gewarnt, die dort oben vorherrscht (???) und der ältere Herr meint, im Moment wäre es perfekt auf dem Gipfel, am Morgen war das ganze Tal voller Wolken. Nun ja, ich mag Wolken, solange ich nicht mittendrin stehe. Weit ist es nicht mehr, aber eine wilde Kraxelei. Noch weiß ich nicht, dass es vielleicht eine meiner Lieblingswanderungen werden wird: steil bergauf, Handarbeit an den Felswänden und ein 360° Blick über die komplette Insel, zur Ost- und Westküste.

    Als ich auf dem Gipfel ankomme, weiß ich gar nicht, was ich als erstes machen soll. Fotos? Bier? Apfel? Hinsetzen? Rumspringen? Auf jeden Fall ist es atemberaubend schön. Es ist nicht heiß, wie das Pärchen vorausgesagt hat. Ganz im Gegenteil, es ist windig und ziemlich zapfig, auch wenn die Sonne eine wunderschöne Nachmittagsstimmung zaubert.

    1 Stunde 50 ist - nach Gaia App - unsere reine Gehzeit. die restlichen 10 Minuten verquatschen wir anscheinend, denn eine Pause legen wir nicht ein.
    Nach etwa 1,5 Stunden Yogaposen, Bier & Pizza machen wir uns auf den Rückweg. Anfangs noch etwas langsam, da es ziemlich steil und voll Geröll ist, dann geht es etwas schneller. Und prompt holen wir das erste Pärchen wieder ein, die es leider nicht bis zum Gipfel geschafft haben (und sicher noch mindestens ne Stunde länger als wir für den Abstieg gebraucht haben).

    Daheim gönnen wir uns Burger und landen dann entspannt vor der Flimmerkiste (vor der ich allerdings in sekundenschnelle einschlafe).
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  • Day266

    Halo-ween

    October 29 in Canada ⋅ ⛅ 5 °C

    Ein kleiner Nachtspaziergang mit Halo durch die Nachbarschaft. Irgendwie schon toll, wie alle ihre Häuser für Halloween schmücken (mein Faiphone gibt leider nicht viel her).

    Und noch ein paar Bilder von heute: Cypress Provincial Park, Aussichtspunkt auf dem Weg dorthin, Vancouver Skyline.

    Vancouver ist schon echt toll!
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  • Day266

    Mt Strachan & Hollyburn Mt

    October 29 in Canada ⋅ ⛅ 2 °C

    Bevor ich zum Bericht des heutigen Tages übergehe, möchte ich auf diesem Wege meine herzlichsten Geburtstags-Glückwünsche an den Werner aussprechen (Conny, du musst es ihm vielleicht vorlesen). Wahrscheinlich seid ihr immer noch am Feiern und endet damit erst am 1. November, soweit ich das mitbekommen habe. ;-) Also lasst euch nicht lange stören und macht gleich weiter.
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    Mount Strachan Loop ist ein 6,9 km schwerer, wenig begangener Rundweg in der Nähe von West Vancouver, BC, Canada mit tollen Ausblicken, der am besten von Juli bis November begangen wird.

    Distanz: etwa
    Höhenmeter: etwa 600-700
    Zeit: Strachan (1.454): 1 Std, Hollyburn (1.325): 40 min, Abstieg: 20 min
    Anreise: Auto

    Und nun zu meinem hervorragenden Tag (fühlt sich auch fast an wie Geburtstag. Oder Weihnachten. Oder beides.)

    Als ich Morgens meine Nachrichten checke, erfahre ich, dass ich das Zimmer gegenüber nicht bekommen werde. Ich hatte alle meine Hoffnungen in dieses Zimmer gesteckt. Es steht leer und wäre einfach perfekt. Sie wollen es aber nicht vermieten. Das Haus ist dann zu voll meinen sie.

    Eigentlich bin ich früh aufgwacht um zum Garibaldi Lake zu fahren. Das lasse ich nun sausen und schaue in Windeseile auf ein paar Seiten nach Unterkünften. Ein paar relativ bezahlbare entdecke ich und schreibe Nachrichten an die Vermieter. Bei einer Tasse Kaffee mit Teri meint sie, sie schreibt einfach mal einen Facebook Post. Gesagt getan. Ich packe derweil meine Sachen und mache mich auf in den Cypress Provincial Park. Falls mich jemand wegen Besichtigungen anruft, kann ich von hier aus schnell hindüsen.

    Nach 20 Minuten angekommen am Parkplatz sehe ich eine SMS von Teri: sie hat eine Housesitting-Möglichkeit für mich. Vom 1. Dezember bis 3. Januar. Ich kann mein Glück kaum fassen. Im November kann ich dann noch bei Teri bleiben. Vor lauter Freude renne ich auf den Mt. Strachan. Ein kurzer Abstecher zum Bowen Lookout ist auch noch drin. Die Wanderung ist anfangs sehr Trailrunning geeignet und so lasse ich meinen Beinen freien Lauf. Dann geht es steil nach oben, teils ist es spiegelglatt. Kurz vor dem Gipfel muss ich ein kleines Schnee- und Eisfeld überqueren. Ist man abenteuerlustig wie ich, ist das kein Problem. Oben treffe ich dann auf eine Reisegruppe bestehend aus 6 Personen. Endlich mal kein Selfie, sondern eine Person, die ein Foto machen kann ;-) Als die Gruppe weg ist, ist es muxmäuschenstill. Nur der Hubschrauber, der hin- und herfliegt stört immer wieder die Ruhe. Die Aussicht ist atemberaubend schön.

    Nach einer Stunde mache ich mich an den Abstieg. Auf halbem Weg liegt ein Flugzeugwrack. Die Maschine ist einen Tag nach Kennedy's Ermordung abgestürzt. Zumindest erzählt mir das einer aus der Gruppe.

    Als ich an eine Weggabelung komme, nehme ich den kleinen Waldweg statt die Straße, die zur Skipiste werden wird. Der Akku meines Handys hat mittlerweile durch die Kälte und Höhe aufgegeben, so dass ich nicht nachschauen kann, wo ich mich genau befinde. Und so folge ich einfach dem Schild zum nächsten Gipfel, dem Hollyburn Mountain. Es ist erst halb drei, dunkel wird es erst um sechs.

    So mag ich das Wandern, ohne Ziel, einfach nach Lust und Laune. Mt. Strachan war schon nicht geplant. Ich hab einfach auf die Karte im Park geschaut und mich für diese Tour entschieden. Oft verlasse ich mich auf Empfehlungen oder die Bewertungen auf Alltrails. Aber das ist alles subjektiv. Und manchmal möchte ich einfach was ausprobieren, ohne irgendwelche Info zu haben. Wenn es nicht geht, dreh ich eben um. Und oft finde ich Juwele wie dieses.
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  • Day265

    Eagle Bluffs - Cypress Mountain

    October 28 in Canada ⋅ ⛅ 3 °C

    Eagleridge Bluffs ist ein 8,2 km langer, stark begangener Wanderweg in der Nähe von West Vancouver, BC, Kanada, der als schwierig eingestuft wird. Es gibt viele Seen und wunderschöne Aussichten

    Distanz: 8,2 km
    Höhenmeter: 435
    Zeit: ???
    Anreise: Auto

    Ein neuer Tag, eine neue Wanderung. Nach 15 Minuten Autofahrt stehen wir schon am Ausgangspunkt unserer Wanderung. Hier wird gerade ein Film gedreht mit brennenden Autos und Holztransportern. Vancouver, die Filmstadt.

    Die Tour ist m.E. super leicht, dass sie als schwierig eingestuft wird, kann ich nicht nachvollziehen. Der Blick über Vancouver und hinüber auf Vancouver Island ist atemberaubend.

    Ich bin mit Teri und einer ihrer Freundinnen unterwegs. 2 Hunde haben wir auch dabei, Velvet & Nutmeg (Muskatnuss - dieser Wurf wurde nach Halloween benannt; der gestern geborene hat mit Bier zu tun, einer der Welpen heißt Craft. Ich würde hier auf jeden Fall Ale nehmen, denn "Ale on Trail", das ist spitze 😂 )

    Ich weiss schon, warum ich Vancouver so toll toll finde.
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  • Day264

    Reiten in Pemberton

    October 27 in Canada ⋅ ☀️ 5 °C

    Das Glück dieser Erde leigt auf dem Rücken der Pferde

    Heute habe ich das Glück, auf einem wundervollen Pferd zu reiten. Teri nimmt mich mit zu ihren Pferden nach Pemberton. Wir machen einen langen Spaziergang mit den Hunden, Essen auf der sonnigen Terasse des riesigen Anwesens unsere Thunfischbrote und Brownies aus der Whistler Bakery und satteln dann die Pferde. Teri selbst reitet nicht und beaufsichtigt mich und unseren Begleiter George. Die Pferde sind lange nicht geritten worden - hoffentlich sind sie nicht zu genervt von uns.

    Ich freunde mich gleich mit Juniper an, als ich sie putze. Sie genießt es sichtlich und vielleicht liegt es an der Kopf- und Nackenmassage, dass sie so toll pariert auf der Koppel. Nur muss ich sie zurückhalten, da sie gerne einfach losdüsen würde. Wir reiten im Westernstil und es ist so komplett anders als alles, was ich bisher bei uns daheim, auf Island und in Irland gelernt habe. Ich stelle mich trotzdem nicht ganz doof an und kann über eine Stunde mit Juniper genießen, mit herrlichem Blick auf die Berge rundherum.

    Auf dem Heimweg halten wir auf einer Farm, um Bioeier zu kaufen. Dort haben sie auch wundervolle Pferde. BC ist einfach so unglaublich schön!
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  • Day263

    Stawamus Chief Provincial Park

    October 26 in Canada ⋅ ☀️ 8 °C

    Stawamus Chief Trail ist ein 6,1 km langer, stark frequentierter Rundwanderweg in der Nähe von Squamish, BC, Kanada. Die Wanderung wird als schwierig eingstuft und wird am Besten zwischen März und November begangen.

    Distanz: 6,1 km (vielleicht weniger, wir haben 2 Gipfel erklommen)
    Höhenmeter: um die 770
    Zeit: 1 h auf den ersten Gipfel
    Anreise: Auto

    Oh Mann, wie froh bin ich, zurück in Vancouver zu sein! Es ist einfach herrlich!! Ja, das Wetter spielt eine große Rolle. Seit ich die Fähre in Nanaimo betreten habe scheint nur die Sonne. Und sogar der Tag, an dem Schauer angesagt sind ist es herrlich sonnig und warm!

    Die Überfahrt mit der Fähre war im Übrigen spektakulär. Ich weiß schon, warum ich so gerne mit dem Schiff fahre. Und hier, zwischen all den Inselchen, die zwischen Vancouver Island und dem Festland sind ist die Landschaft einfach atemberaubend - vor allem Morgens zum Sonnenaufgang. Ich drehe an Deck meine Runden, wie ein paar andere auch. So hat man immer wieder einen neuen Blick. Eine Delfine-Schule schwimmt ein Weilchen mit der Fähre mit. 

    Aber davon möchte ich eigentlich nicht berichten, sondern von meiner Tour auf den Stawamus Chief in Squamish. 3 Gipfel gibt es hier zu erklimmen, alle so zwischen 550 und 772 Meter hoch. Ich gehe mit Kai, ich sage mal einem Freund der Familie. Ich lerne Kai einen Tag vorher auf einem kleinen Spaziergang mit dem Hundepack kennen. Er hat Zeit und hat bisher nur den ersten Gipfel erklommen. Wir wollen Nr. 2+3 machen. Am Ende landen wir auf dem ersten, allerdings klettern wir von hinten hinauf, und dem zweiten. Als wir unser Versehen bemerken, hatten wir schon beschlossen, in eine der Craft Breweries zu gehen. Da kann der dritte Gipfel dann nicht mithalten ;-)

    Die Tour ist super, mit tollen Blicken zum Diamond Mountain und Richtung Garibaldi. Der Weg ist in der Tag viel begangen und an einem sonnigen Samstag wie heute auch kein Wunder. Ich möchte nicht wissen, was hier im Sommer los ist. Die Tour ist bestimmt relativ anstrengend: der Aufstieg besteht etwa zu einem Drittel aus Stufen, die auch noch ziemlich hoch sind. Auf die Gipfel selbst klettert man über Eisenstufen und Felsen, die mit Eisenketten ausgestattet sind. Eine tolle Kraxelei und für mich das Paradies.

    Die Brauerei ist auch ziemlich cool, die Pizza überraschend gut. Alles in allem also ein toller Ausflug.

    Dann zurück nach Vancouver. Etwa eine Stunde Fahrt auf einer kurvigen Küstenstraße mit bester Sicht aufs Meer und die Berge. Einfach toll!!

    Fast rechtzeitig um 17 Uhr bin ich zurück. Ich muss dingend Tanken. Ich hatte darauf spekuliert, dass die Benzinpreise, wenn auch schon wieder gefallen, in Squamisch etwas niedriger sind als in Vancouver. Aber nein. Während ich in Vancouver bei 1,48$ gestartet bin, liegt der Preis in Squamish bei 1,55$! Zurück in Vancouver tanke ich dann für 1,43 - also alles richtig gemacht.

    Wir sind zum Abendessen zu Teris Schwester eingeladen (ich wohne bei Teri). Sie wohnt in Yaletown, einer sehr hippen Gegend in Vancouver. Hier hab ich 2011, als wir auf unserer US-Tour hier gelandet sind bei meiner Freundin gewohnt. Ich hab die Gegend kaum wiedererkannt, so viele riesige Wolkenkratzer sind dazugekommen. Trotzdem ist es irgendwie toll hier. Diese Stadt ist einfach wunderschön, vor allem in der Sonne und noch schöner in der Abendsonne.
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  • Day260

    North Van - Tag der Entscheidung

    October 23 in Canada ⋅ ⛅ 7 °C

    Soooo, da liege ich nun, im flauschig warmen Bett der Verwandten meines Freundes Jeremy und schicke eine Zusage. Wie ich hierher komme? Das ist Teil der Geschichte eines extrem ereignisreichen Tages. In dieser Geschichte startet Jer (natürlich über Facebook) eine Gruppe mit seinen Verwandten in North Van mit der Frage nach einer Unterkunft. Kurzerhand habe ich eine Einladung zum Übernachten. Verrückt, die Kanadier!

    Mit einer Flasche Wein und Hundeleckerlis für die beiden Labradore stehe ich um viertel vor sieben etwas ausgelaugt vor der Tür, zu der mich Google Maps lotst. Ein Mann mit Tochter öffnet und mein Gefühl sagt mir, dass das nicht das richtige Haus ist. "Erwarten Sie Besuch?" frage ich. Er ist verwirrt. Als ich ihm sage zu wem ich will meint er "Ah, 2 Häuser weiter, das sind die einzigen, die immer socializen" Aha. Beim zweiten Versuch klappts dann auch. Kurz darauf sitze ich in einem tollen Haus bei einem Glas Wein in der Küche wildfremder Leute und berichte von meinen Vorstellungsgesprächen.

    4 Vorstellungsgespräche hatte ich heute davon 3 Zusagen und eine "melden uns spätestens bis nächsten Mittwoch".

    Zuerst das mit der Wohnung in Burnaby. Julio - der Vermittler - ist am Telefon total aufgeregt, da sein Freund dringend jemanden braucht. Ich telefoniere mit meinen potenziellen zukünftigen Boss und fahr daraufhin gleich los, um 20 Minuten später festzustellen, dass der Typ, wie von Julio angedeutet, tatsächlich etwas verrückt ist. Der Job hört sich stressig und sehr unorganisiert an. Zudem ist der Stundenlohn 16$ und das mit der Wohnung geht auch erst, wenn er mich kennt.

    Gespräch Nummer 2, 3 & 4 ist für 'Canyon Lights', das Winterfestival im Capilano Park in North Van, witzigerweise 4 Minuten entfernt von meinem heutigen Schlafquartier.

    Das erste Gespräch ist sehr steif (guest services), das zweite nett, aber nicht mein Ding (food & beverage). Das dritte (Parks Maintenance Ambassador) ist super und würde mich tatsächlich interessieren. Allerdings werden auch hier nur 14$ gezahlt und vor Antritt der Stelle müsste ich noch ne Präsi machen.

    Im Grunde hatte ich mich schon heute Morgen, vielleicht gestern schon für die Stelle auf dem Christkindlmarkt entschieden.

    Bevor sich der Tag dem Ende neigt, besichtige ich noch ein Zimmer im Haus gegenüber meiner Gastgeber. Einer der Mitbewohner kommt nach Hause, als wir grad auf dem Balkon stehen und so fragen wir, ob ich einen Blick hinein werfen kann. Es gibt kein Licht im Zimmer - Loch ist voraussichtlich eine treffendere Beschreiung - bzw. ist es kaputt, das Haus an sich ist etwas heruntergekommen. Dennoch hat es einen gewissen Charme. Wir tauschen Nummern aus. Vielleicht klappts ja.

    Zurück im Haus schicke ich meine Zusage. Ab 6.11. gehts also los. Die Kathi als Hausmeister in Vancouver :-D
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