• Kathi.
syysk. 2009 – maalisk. 2010

South America

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  • Matkan aloitus
    7. syyskuuta 2009

    Südamerika - Die Planung

    30. heinäkuuta 2009, Saksa ⋅ ⛅ 22 °C

    So, jetzt werd ich mich mal an meinen ersten Blog-(oder Block??-) Eintrag machen. Ihr sollt ja wissen, wo ich so unterwegs bin ab September. Es sieht vielleicht ein bißchen chaotisch aus, aber ich gehe schließlich nach Südamerika. :-)

    Start: 6.9.2009 München
    Ziel: 4.3.2010 München

    Klingt simple, oder? Und hier die Zwischenstopps, wie sie derzeit in Planung sind (da wird sich aber bestimmt das eine oder andere noch ändern)

    6.9.-13.10. Surinam
    14.10.-31.10. Argentinien
    1.11.-26.12. Chile
    27.12.-13.1. Columbien
    14.1.-30.1. Peru
    31.1.-4.3. Equador
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  • Endlich ist er wieder da!

    25. elokuuta 2009, Saksa ⋅ ⛅ 26 °C

    Mein Reisepass. Ich dachte schon, ich müsste ihn auf dem Schwarzmarkt neu erwerben.

    Als Entschädigung hab ich einen netten Aufkleber in meinen Pass bekommen -> mein Visum.

    Vor über zwei Wochen hatte ich den Pass an die Botschaft geschickt - Gott sei Dank nur nach Belgien und nicht bis nach Surinam. Ich hatte so schon genug Bammel, dass ich das Ding rechtzeitig wiederbekomme.

    Nun ist also auch diese Hürde gemeistert und der Countdown läuft...

    Was ich überhaupt mache in Surinam? Das werde ich dann feststellen, wenn ich dort bin. Aber hier bin ich erstmal gut aufgehoben und werde auf einer Art "Freizeitpark" für Kinder arbeiten. Natürlich möchte ich Zeuge des friedlichen Zusammenlebens verschiedenster Religionen werden - hierauf sind die Bewohner Surinams sehr stolz. Und natürlich möchte ich einen Ausflug in den Amazonas machen. Moskitos hin oder her. Zur Not spanne ich eben mein Moskitonetz über meinen Schirm!

    Warum ich mir gerade Surinam ausgesucht habe? Nun ja, zum einen hat mich das Land irgendwie gleich interessiert, als ich das erste Mal (im Juni 2009) davon gehört habe ;-) Zum anderen wollte ich Kultur- und Sprachschock trennen. In Surinam ist Holländisch Amtssprache und das spreche ich bekanntlich fließend [hust] All Jokes aside: hier komm ich mit Englisch über die Runden. 2-Fliegen-1-Klappe-System eben.

    Ach ja, klimamäßig gehts erst mal weiter mit dem Sommer: Die durchschnittliche Temperatur schwankt zwischen 24 und 36 Grad Celsius.
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  • Ankunft in einer anderen Welt

    8. syyskuuta 2009, Suriname ⋅ 32 °C

    Hallo zusammen! Ich kann es kaum fassen, ich bin hier! Endlich! Also nicht, dass ich mich beschweren möchte, dass ich aus dem Flugzeug wieder raus musste, nachdem wir schon kurz vor dem Start waren – immerhin MÖCHTE ich ja ANKOMMEN und besser spät als nie, wie es so schön heißt....

    Der Flug war dann soweit OK. Ich hatte ursprünglich einen mittleren Platz in einer 3er-Reihe :-( Aber dann wollte jmd. mit mir tauschen, damit seine Frau neben ihm sitzen kann. Juchu! Ich bin doch vom Glück gesegnet. (Oder der arme Mensch neben mir, den ich sonst ständig genervt hätte. Ich bin ja nicht unbedingt fürs Stillsitzen bekannt). Neben mir saß dann ein netter redseliger Mensch, der mich um mindestens 5 Filme gebracht hat. Aber ich will mich nicht beschweren, immerhin hat er mir viele Tips für Surinam gegeben und mich zur Hochzeit seiner Nichte eingeladen. Eine traditionelle indische Hochzeit. Mal sehen, ob das was wird. Meine(n?) Sari hab ich natürlich nicht eingepackt.

    Aber nun zum eigentlich spannenden Teil: Wie ist denn eigentlich jetzt in Surinam? Also alle, die schon mal in der Sauna waren, können sich ein ganz gutes Bild machen – es ist eben genau so. Trocken und SEHR HEISS. Ich hab fast einen Herzstillstand erlitten, als ich aus dem KLM-Kühlschrank ausgestiegen bin. Das war so der erste Eindruck. Auf dem kurzen Fußmarsch vom Flugzeug zur Abfertigungshalle konnte ich mich dann bereits an die Hitze gewöhnen. Der Flughafen ist übrigens kein wirklicher Flughafen. Eine Landebahn, auf der 1 Flugzeug (nämlich unseres) stand, welches alles irgendwie sehr winzig hat aussehen lassen. Die Maschine kam mir doppelt so groß vor wie die Abfertigungshalle.

    Durch den Zoll gings dann ganz schnell, noch kurz Geld holen (118 SRD für 30 €) und mit meinem Gepäck hatte ich auch keine Probleme. Draußen standen dann ca. 100 Leute, die mich alle abholen wollten. Und ich wusste gar nicht, ob ich abgeholt werde. Immerhin hatten wir 3 Stunden Verspätung. Und ich wusste auch nicht wirklich, wohin ich eigentlich muss. Und der Flughafen ist mit unseren natürlich nicht zu vergleichen, so mit Schildern, wo drauf steht in welche Richtung was ist. Busse und gekennzeichnete Taxis gibt es auch nicht, man steht einfach auf einem Parkplatz mitten im Nirgendwo.
    Aber irgendwann kam ein junges Mädel auf mich zu mit einem Pappkarton in der Hand, auf den mein Name gekrakelt war. Sie und 2 Jungs brachten mich zu einem alten Toyota (Camry! Was für ein Zufall!! Genau so einen hatte ich in Kanada (nun ja, also etwas besser erhalten, auch wenn man die Fahrt von Alaska zurück einbezieht, auf der mein Auto einiges erleiden musste. Aber immerhin hatte mein Auto noch ein Radio und die Sitze waren noch erkennbar schwarz und nicht gänzlich mit Staub übersät, wie diese)! Ich hab mich trotzdem gleich wohl gefühlt! ;-)) Zwei der 3 netten Menschen haben mich dann kreuz und quer, hin und her gefahren. Den Gedanken, dass ich gleich irgendwo im Busch ausgeraubt werde hab ich einfach mal verdrängt. Aber Angelita (Ana) war krank (zur Beruhigung: Kopfschmerzen) und musste sich noch kurz Medikamente holen, wie sie mir erklärte. Also alles in Ordnung. Als sie beim Arzt war, was ein einfaches Haus mitten im Nichts von Staub war, versuchte ich, ein Gespräch mit Mau (Maurits) anzufangen. Aber richtig drauf eingegangen ist er nicht (und kann auch nicht so gut englisch) und so hab ich es sein lassen und weiter ins Nichts geglotzt.

    Dann fuhren wir zu dem Hof, auf dem ich arbeiten werde. Die Straßen waren der Hit! Und der Verkehr! Ich dachte, die hätten hier Linksverkehr, aber nein, die haben Zickzackverkehr! ;-) Ich bin ja von Cuba einiges gewöhnt, aber diese Schlaglöcher übertreffen alles, was ich bisher an Straßen gesehen habe! Sorry, Anja und Andi, aber eure Feldwege in Kroatien waren bestimmt ein Dreck dagegen!

    Fotos gibt es noch nicht. Ich muss erst mal abchecken, wie die Leute hier so drauf sind. Die Kamera werd ich also nochmal in meiner Unterkunft lassen (obwohl ich bezweifle, dass sie hier sicherer ist...) Ich wohne jetzt auch erst mal hier in der Unterkunft. Das Boerenhuishotel muss ich noch ausfindig machen, in dem ich laut Plan untergebracht werde sollte. Es würde im Westen Paramaribos liegen.

    Da ich gleich gehen muss noch kurz ein paar meiner Eindrücke (wer sich gerne Sorgen macht, bitte jetzt nicht weiterlesen!!):

    Leute: super-nett! Die meisten sprechen auch echt super englisch! Ich hab mich noch ewig mit den Leuten von hier unterhalten und fern gesehen. Ich hab auch schon Besucher des Hofes getroffen, die sehr nett waren, auch die Kinder. (Simona, du hast es ja kurz vor Abflug im 089 mitbekommen: Ich bin eine totale Labertasche und keiner ist vor mir sicher. Auch nicht Surinamer (oder waren es doch Surinamesen?? *g*)

    Meine Unterkunft: Sauber, aber natürlich Schlicht (KEIN Kleiderschrank! Ich hätte doch meinen mitnehmen sollen!! ;-))

    Erste Nacht: Wie fühlt man sich, wenn man mitten im nirgendwo wohnt, die Tür zwar verschlossen, aber leicht aufzubrechen ist, man keinen Safe für seine Unterlagen hat und nicht genau weiß, was alles so um einen herum kreucht und fleucht?? Genau so gut hab ich auch geschlafen! Wenn man dann noch die Hitze dazunimmt... Puh! (ok, ich habe einen Ventilator, der aber der Geschichte die Dramatik etwas entzieht)
    Dazu kommt, dass ich etwas Halskratzen habe. Das werde ich aber gleich mit Aspirin bekämpfen. Krank ist glaub ich das letzte, was ich hier sein will (das Klo ist auf der anderen Seite des Hofes – und öffentlich! Jippiee! Die erste Magendarmverstimmung wird lustig werden...) (PS, später hinzugefügt: ich hab doch kein Aspirin geschluckt. Bin aber nicht krank geworden.)

    Jetzt geht es erst mal nach Paramaribo, wo ich vielleicht auch ein Internetcafé finde. Und wenn ich ganz viel Glück hab, ist mein Laptop dann nachher auch noch in meiner Unterkunft...

    Bis zum nächsten Mal!
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  • Sightseeing

    10. syyskuuta 2009, Suriname ⋅ 32 °C

    So, wieder ein Tag rum! Und endlich konnte ich mich mal in mein Häuschen verziehen. Hier ist immer was los und ich bin so froh, endlich mal meine Ruhe zu haben – und das schon nach 2 Tagen. Wie das wohl noch wird??

    Auf jeden Fall war heute nun endlich die Sightseeingtour angesagt. Heute hatte ich meine Kamera auch dabei. Als ich aber das erste Foto machen wollte, wurde ich entäuscht: Speicher voll. Na toll, ich hatte vergessen, die SD-Karte reinzutun... Anfängerfehler. Und so werdet ihr nie sehen, wie es in Paramaribo aussieht! Mal sehen, was mir bei der Dschungeltour passiert. Wahrscheinlich ist da dann der Akku leer...

    Aber erst mal zurück nach Paramaribo. Eine wirklich schöne Stadt ist das nicht, aber für das was man sonst hier so zu Gesicht bekommt, sind Teile der Stadt eine regelrechte Oase. Und einige alte Bauten hat es schon hier. Was aber wirklich der Knaller ist, ist die Synagoge neben der Moschee. Wie unser Tourguide erzählt hat, werden zu großen Festen der Glaubensgemeinschaften die Parkplätze des jeweils nebenstehenden Gotteshauses mitbenutzt!! Wie schon mal erwähnt, die Surinamer sind stolz darauf, im friedlichen Miteinander zu leben. Das witzige: sie reden offen „abfällig“ übereinander, nehmen es sich aber nicht krumm.

    Was gibt es sonst zu berichten. Also, Werner, es gibt einen Burger King UND einen McDonalds! D.h. Surinam ist auf dem aufsteigenden Ast. Klamotten und Autos sind hier total billig (auch für die Einheimischen), es gibt SEHR viele Verkehrstote. Was mich bei dem Verkehr überhaupt nicht wundert. Hier wird ja kreuz und quer gefahren, wie schon berichtet. Und Zebrastreifen sind zwar aufgemalt, wofür die da sind, weiß aber wohl keiner so recht. Und der Typ, der da seit Stunden blinkend an der Querstraße steht, will bestimmt nicht weiterfahren und parkt da. Warum sollte man den auch reinlassen? Und warum ist die Linie an manchen Stellen gestrichelt und an manchen durchgezogen? Da ist denen wohl die Farbe ausgegangen... Diese und viele andere Themen müssen in der noch sehr jungen Geschichte Surinams näher behandelt werden. Potential gäbe es hier allemal, was aus dem Land zu machen. Anfangen könnten die Leute, indem sie einfach mal nicht die Bierdose aus dem fahrenden Auto in die Gegend zu werfen. Aber warum? Da liegt doch eh schon so viel Zeug... Und wer weiß, vielleicht gefällt es den Leuten ja sogar??

    Am Ende der Tour durch die Stadt haben wir den Surinamesischen Straßenverkauf getestet. Bakabana (gebackene Banane – wer hätte es gedacht) und wer hat schon mal pinken Pfannkuchen mit Kokosfüllung gegessen und dazu giftgrünes Zuckerzeug getrunken? ICH! Bis auf das grüne Gift wars recht lecker. Einen Schweinebraten hätte ich trotzdem vorgezogen. ;-)

    PS: Hatte ich schon geschrieben, dass ich 1,5 Stunden in die Stadt brauche? Und dass mich immer jemand fahren muss? Und dass der Fahrer dann die Zeit totschlagen muss, bis ich mit meinen jeweiligen Tätigkeiten fertig bin? Das ist echt unentspannt!! Ansonsten alles Bakabanane! :-)
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  • LOKA LOKA

    15. syyskuuta 2009, Suriname ⋅ 31 °C

    So, nun endlich der große Trip in den Dschungel. Und es ist wirklich toll. Ihr kennt alle die Krombacherwerbung?! So, nur besser :-)

    Die Anreise ist zwar beschwerlich, erst 3 Stunden Busfahrt, dann 4 ½ Stunden mit dem Boot (Nein, kein Boot, Nussschale trifft es besser), aber es lohnt sich. Die Straßen könnten besser sein; nach Ankunft in Albina hatte ich total Kopfschmerzen, so arg wurden wir durchgeschüttelt. Und danach in der prallen Sonne per Boot. Hut und Sonnenbrille waren Gott sei Dank im Gepäck. Und die Fahrt entschädigt für den Rest. Man fährt auf dem „Marowijne River“, der die natürliche Grenze zwischen Surinam und Französisch Guyana bildet. VERY NICE! Ich war super müde, weil ich um 5.30 bereits aufstehen musste. Aber Augen zu geht nicht, bei dem Panorama. Auf der Fahrt haben wir auch gleich einen der berüchtigten tropischen Regenschauer erleben dürfen. Nass bis auf die Haut, so saß sie da – Katha. Aber Merino und H&M sei Dank. War schon wieder trocken, als wir in „Loka Loka“, unserem Ziel ankommen. (Die Hitze tut natürlich ihr übriges.)

    Untergebracht sind wir in Hütten. Entweder zu zweit oder zu dritt. Ich teile mir die Unterkunft mit Chantal und Marloes, den beiden Mädels vom Kochkurs. Alles sehr nett hier, nur kein Strom nach 23 Uhr. Ab 19 Uhr ist es bereits stockfinster und Millionen (!) Fliegen tummeln sich um die Glühbirnen. Darunter hocken fette Kröten und warten, dass die Viecher abstürzen. Komischerweise gibt es aber fast keine Moskitos. Also sind die Malaronetabletten doch überflüssig, die die meisten hier schlucken.
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  • Loka Loka

    16. syyskuuta 2009, Suriname ⋅ 32 °C

    Den heutigen Tag haben wir sehr ruhig angehen lassen. Anfangs hieß es, wir müssen um 7 Uhr auf der Matte stehen. Aber die Tour zum Wasserfall, was das Ziel unserer Reise ist, musste wegen irgendwelcher Komplikationen rechtlicher Art verschoben werden. Und so haben wir erst dem „Zentrum“ von Loka Loka einen Besuch abgestattet. Die Bewohner haben uns gezeigt, wie gekocht wird, voll Stolz berichtet, wie ein Boot gebaut wird und uns Ihre Kirche und den Opferaltar gezeigt. Haustiere haben die hier auch: Kapuzineräffchen und Vögel. Es gibt sogar einen Fernseher und Kühlschränke bzw. Gefriertruhen. Ist aber derzeit alles weggesperrt, weil dem Dorf das Gas ausgegangen ist. Von der Regierung bekommt das Dorf eine gewissen Menge. Wenn alles aufgebraucht ist: Pech gehabt. Fotos von Loka Loka folgen, sobald ich Bloototh in Gang gebracht habe und die Bilder von meinem Handy runterbekomme.

    Hier nun die versprochenen Bilder:

    Weiter gings dann natürlich wieder per Boot, stromaufwärts bis zu einer kleinen Bucht, wo wir baden konnten. Hier haben wir es uns auf den Steinen soweit es ging bequem gemacht und haben uns in die Fluten gestürzt. Dass es in dem Wasser Piranhas gibt, ist zwar irgendwie beunruhigend, aber die machen ja angeblich nichts. Wir sind auch alle heile wieder an Land gegangen. Unser Führer, Kumalu, packte dann sein Keyboard aus und spielte wirres Zeug. Schwarzer Mann mit Keyboard im Busch – ist das nicht, was man sich immer so vorstellt? ;-) Auf der Rückfahrt hat uns Kumalu auch mit seiner Musik beglückt. Aber seht selbst...
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  • Ab in den Dschungel

    17. syyskuuta 2009, Suriname ⋅ 32 °C

    Was für ein schöner Tag! Heute haben wir die 3stündige Wanderug zum vor 1 Jahr entdeckten Wasserfall „Minafall“ gemacht. Eigentlich war die Tour bereits für gestern geplant gewesen. Es gab aber Probleme mit einigen der Dorfoberhäupte bezüglich der Rechte über die Wasserfälle. Und so musste einige Male getagt werden, bis wir ungehindert zu den „Minafalls“ aufbrechen durften. Die Kommunikation ist hier sehr interessant. Es gibt für jeden Flussabschnitt einen „Captain“, darunter zwei weitere „Berichterstatter“ und ganz unten in der Kette der Bootsmann. Bis die Informationen bei allen ganz oben angekommen sind, dauert es manchmal etwas. Das gute und wie ich finde witzige: hier gibt es fast überall Handyempfang! Also nicht auf jeder Insel, aber man muss nur etwa 10 Minuten mit dem Boot in eine Richtung fahren und schon kann man telefonieren. Überall Masten! Also nicht auf jeder Insel, aber man muss nur etwa 10 Minuten mit dem Boot in eine Richtung fahren und schon kann man telefonieren.

    Zurück zur Tour, die uns quer durch den Dschungel führte, Anreise natürlich per Boot. Da das Wasser sehr niedrig steht (so wenig Wasser hatte der Fluss nicht seit 2005) musste uns unser Führer, Kumalu, und seine beiden Helfer, die natürlich beide Familienmitglieder von Kumalu waren, durch das Kiesbett schleifen. Die Mühe hat sich (hoffentlich auch für die Helfer) gelohnt! Das tollste: das Wasser war kalt! Vollkommen verschwitzt angekommen (nicht nur 3 Stunden im Eiltempo durch den Dschungel, sondern das Ganze auch noch bei 40°, wenigstens aber im Schatten) haben wir uns alle die Klamotten vom Leib gerissen und uns in das Becken gestürzt. Sooo toll erfrischend! Sonst ist es ja immer wie in eine Badewanne zu steigen, sogar in dem großen „Marowije River“. Am Wasserfall gab es zwei Becken, ein unteres und geübte Kletterer und Neugierige durften auch in dem oberen Becken baden, dass nur während der Trockenzeit zugänglich ist. Von hier hat man einen wundervollen Ausblick auf den Wasserfall.
    Wer allerdings die Niagarafälle oder andere derartige Wasserfälle kennt, könnte dennoch etwas enttäuscht sein. Ich bin auf jeden Fall schon mal gespannt auf die Wasserfälle von Iguazu!

    Nach zwei Stunden ging es dann zurück auf dem endlos scheinenden Pfad durchs Dickicht. Die Hälfte der Gruppe haben wir fast verloren, weil sie nicht so schnell und dann auch noch ohne Pause mithalten konnten. Aber im Dunkeln über den Fluss ist bestimmt auch nicht lustig. Am Ende der Tour wurden wir dann noch von einem Cayman-Alligator für unsere Mühe belohnt! Der „badete“ gleich neben unserem Boot. Ansonsten haben wir leider nur schwarz-rote Frösche, blaue und gelbe riesige Schmetterlinge, eklige und bunte Spinne und Heuschrecken und viele nützliche Bäume gesehen. Die Pflanzenwelt hier hat wirklich jede Menge Medizin vor Ort zu bieten: Jod zur Desinfektion von Wunden, Arznei gegen Malaria, Magenbeschwerden etc. und vieles mehr. Das tollste jedoch: KEINE MOSKITOS! Es lebe die Trockenzeit!

    Ansonsten haben wir leider nur schwarz-rote Frösche, blaue und gelbe riesige Schmetterlinge, eklige und bunte Spinnen und Heuschrecken und viele nützliche Bäume gesehen. Die Pflanzenwelt hier hat wirklich jede Menge Medizin vor Ort zu bieten: Jod zur Desinfektion von Wunden, Arznei gegen Malaria, Magenbeschwerden etc. und vieles mehr. Das tollste jedoch: KEINE MOSKITOS! Es lebe die Trockenzeit! Hier noch einige Bilder, was meine Kamera noch mitgemacht hat. Leider hab ich tatsächlich mein Ladegerät nicht dabei. Also GAR NICHT dabei, liegt noch in Göttingen...
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  • Französisch Guayana

    18. syyskuuta 2009, Ranskan Guayana

    Heute stand uns die beschwerliche Rückfahrt bevor. Wieder eine Hinterntortour. Wir haben aber mehrere Stopps eingelegt, unter anderem auch in Französisch Guayana. Ist schon irgendwie komisch, plötzlich alles auf französisch zu sehen und hören. Ist ja eh schon seltsam, nach Südamerika zu reisen, und dann erst mal holländisch zu hören. Und einige der Arbeiter hier in der „Kinderboerderij“ kommen aus Guayana – Amtssprache englisch. Und nun noch französisch?! Aber so krame ich mein fast schon vergessenes Französisch wieder raus um 2 Colas zu bestellen und sie mit Euro zu bezahlen! Und überall französische Nummernschilder. Echt witzig!Lue lisää

  • Zurück "daheim"

    19. syyskuuta 2009, Suriname ⋅ 31 °C

    So, endlich wieder „zu Hause“! Es war ein toller Trip, aber es ist auch schön, wieder hier zu sein. Insgesamt möchte ich aber Surinam so bald wie möglich den Rücken kehren. Ich hoffe, einen Flug eine Woche früher nach Buenos Aires, oder gleich nach Iguazu zu bekommen. Mit der Zeit ist es doch etwas öde hier. Das Problem ist nicht, dass ich nicht auch mal entspannen könnte, aber ich verpasse dadurch einfach zu viel. Für Argentinien hab ich ohnehin viel zu wenig Zeit eingeplant und eine zusätzliche Woche würde mir 3 Tage mehr in Buenos Aires ermöglichen. Die Arbeit ist leider auch nicht das, was ich mir erhofft hatte. Ich helfe zwar gerne mit aber da der Aufenthalt in der „Kinderboerderij“ kostet, kann sich die Familie Angestellte leisten, die durch meine Hilfe noch langsamer arbeiten können, als sie es ohnehin schon tun. Ich dachte, dass ich insgesamt mehr Kontakt mit den Kindern habe und die meisten öfter herkommen. In Wirklichkeit ist es aber wirklich „nur“ ein Freizeitpark für (kleine) Kinder und die meisten Leute sind nur für einen Tag hier um zu picknicken und zu schwimmen. Nichtsdestotrotz profitiere ich von meinem Aufenthalt hier. Wenn ich mit verzogenen Kindern fertig werde, deren Sprache ich nicht spreche, werde ich bestimmt auch mit deutschen Kindern fertig, oder?! Meine Arbeit beschränkt sich im Großen und Ganzen also auf „Bademeister“-Tätigkeit und Instandhaltung der Anlage, manchmal auch Gespenst im Geisterhaus spielen. Sowas gibt es hier nämlich auch. Einen kleinen Park, in dem einige Märchen der Gebrüder Grimm dargestellt sind und erzählt werden. Den Abschluss bildet dann ein Labyrinth, durch dass man in das Geisterhaus kommt. Und da sind lebende Geister. Es macht total Spaß, die Kinder so zu erschrecken, dass sie schreiend abhauen. :) Die Menschen hier sind aber wirklich sehr nett und ich bin froh, dass ich den ersten Stopp in Surinam eingelegt habe. Ich finde das Land super interessant und bin immer wieder von neuem fasziniert von der Großzügigkeit der Menschen und dem Zusammenleben der Kulturen. Gerade haben meine neuen Nachbarn mir angeboten, mit Ihnen zu essen. Aber ich bekomme gleich eine Suppe. Die Rückfahrt in der prallen Sonne hat mich doch etwas mitgenommen und das Essen am letzten Tag war nach 5 Stunden in der prallen Sonne wohl nicht mehr ganz unbedenklich zu essen, so dass ich mich gestern, als ich um 24 Uhr endlich zurück war, gar nicht so gut gefühlt habe. (Später hinzugefügt: Mindestens 4 weitere Teilnehmer der Tour haben auch 4 Tage mit Bauchkrämpfen zu kämpfen gehabt. War nicht lustig, aber man gewöhnt sich mit der Zeit an die halbstündlichen Attacken in der Magengegend. Nach 2 Tagen hab ich einfach wieder normal gegessen und getrunken. Viel schlimmer ist es dadurch nicht geworden, nur hatte ich dann wenigstens keinen Hunger mehr ;-) ) Wasser habe ich zu allem übel auch keines mehr. Dank „Micropur“ kann ich mir aber Leitungswasser verchloren, denn hier auf dem Hof gibt es gerade nichts mehr. Das Geld ist mir auch ausgegangen und der Automat, an dem wir auf der Rückfahrt aus Paramaribo angehalten haben, war kaputt. Nun ja, normalerweise brauche ich kaum Geld hier.Lue lisää

  • Es lebe die Zivilisation!

    21. syyskuuta 2009, Suriname ⋅ 22 °C

    Ihr glaubt ja gar nicht, wie schön es ist, endlich mal wieder EISkalt zu duschen!!!

    Aber jetzt gehts gleich ans eingemachte: spontan bin ich mit einer Freundin, die heute einen Ausflug zur Kinderboerderij, wo ich lebe und arbeite, gemacht hat, mit in die Stadt gefahren. Ich werde heute bei ihr übernachten und gleich mal ein paar Einträge loswerden. Es gibt wireless LAN! Hoffentlich hält der Akku...

    Wie ihr seht, bin ich also gut angekommen. Also bis gleich! :-)

    PS: Ich war auf den Trip jetzt leider gar nicht vorbereitet, drum ist viel noch nicht im Computer. Bitte habt Nachsicht!
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  • Paramaribo

    21. syyskuuta 2009, Suriname ⋅ 31 °C

    So, das wars erstmal fürs erste. Jetzt brauch ich erst mal ein kühles ParboBier! Es hat immerhin immer noch 30°.

    Ach ja, Jule und Chris: Merino hält was es verspricht. Eines der Shirts hatte ich jeden Tag zu den Wanderungen an (und man schwitzt hier ja schon ohne dass man sich bewegt). Alle waren durchgeschwitzt und haben gestunken, bis auf eine: ICH! Und das noch tollere: Am nächsten Tag hätte ich das Shirt schon wieder anziehen können, nachdem ich es über Nacht habe lüften lassen. Aber was hätten die Leute von mir gedacht??? ;-)

    Also, machts gut! Grüße nach Deutschland aus dem wundervollen Surinam!

    Hier wohne ich übrigens in Parbo, bei Chantal:
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  • Und schon wieder ich...

    22. syyskuuta 2009, Suriname

    Jetzt in ich es schon wieder! Heute Mittag hatte ich leider keine Zeit mehr, ein Internetcafé ausfindig zu machen. So gibt es eben auf einmal viel zu lesen.

    Als erstes möchte ich euch mein neues Haustier vorstellen. Ich hab noch keinen Namen gefunden aber der oder die Kleine turnt jetzt immer an meinem Moskitonetz herum. Sehr beruhigend!

    Aber zurück zum Wesentlichen: Heute war ein sehr schöner Tag. Wie schon erwähnt sind wir heute nach Paramaribo reingefahren. Ich dachte eigentlich, es gäbe eine Sightseeingtour. Stattdessen erfahre ich bei der Ankunft, dass wir einen Kochkurs haben! 2 weitere Mädels aus Holland waren mit von der Partie. Es war sehr lecker: Hänchenschenkel, Reis mit Fisch und Gemüse, Salat, frittierte Bananen (Bakakabana). Fotos folgen evtl. noch. Ich hatte meine Kamera nicht dabei und so müssen mir die Mädels aus Holland aushelfen, was etwas dauern kann. Hier nun ein kleiner Einblick in die Küche.

    Abends zurück im Camp habe ich mein erstes Parbobeer getrunken. Es schmeckt erstaunlich lecker. Lonely Planet hatte das auch schon erwähnt. Auf der Dose wird es unter Pilsener Bier bezeichnet. Es konnte mir aber keiner sagen, ob das auch holländisch ist, oder deutschen Einfluss hat.

    Die Leute hier sind nach wie vor total nett. Es hat allerdings den Anschein, als würde es helfen, weißhäutig und, vor allem, eine Frau zu sein. Wobei ich betonen muss, dass auch die Frauen sehr nett und hilfsbereit sind und auch die Kinder.
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  • Alltag auf der Kinderboerderij

    25. syyskuuta 2009, Suriname ⋅ 33 °C

    Oh Gott, was für ein langweiliger Tag! Heute musste ich noch weniger tun als sonst. Die „Kinderboerderij“ war von einer Firma gebucht und die haben sich eigentlich um alles selbst gekümmert. So mussten wir nur früh aufstehen, um alles sauber zu machen und dann lief alles von selbst. Ein kleiner Teil des Anwesens wurde trotzdem an "Normalsterbliche" vergeben und so saß ich am Straßenrand und hab Leute abgefangen, die nicht zur Firma gehören, um sie auf den richtigen Platz zu leiten und abzukassieren. Ab 15 Uhr hab ich mich aber dann aus dem Staub gemacht. Es müssen nun wirklich nicht 3 Leute aufpassen, dass das eine Auto, das stündlich kommt, auf den rechten Weg kommt. Bei der Firma war es auch viel lustiger. Die haben einen DJ bestellt, der echt gute Musik gespielt hat und so konnten wir wenigstens ein bißchen tanzen, mit einem kühlen Drink in der Hand (den die Enkel von Mareijke von der Firma ergaunert haben). Es hat weiterhin zwischen 30 und 40°C und kühle Getränke sind auf der Farm rar. Meistens trinke ich den ganzen Tag Wasser, mit dem ich auch Tee oder Kaffee machen könnte. Beim Duschen ist es nicht besser.

    Noch kurz zu den Enkeln von Mareijke: 4 Stück leben gerade auf dem Hof hier. Ab 1. Oktober geht die Schule wieder los und sie werden hier im nächsten Ort zur Schule gehen. Sie sind zwischen 4 und 8 Jahre alt und sehr süß!! Vielleicht bring ich eines der 4 Kinder mit, wenn ich wiederkomme. Den kleinen Colvin hab ich ins Herz geschlossen. Und er steht auch sehr auf weiße Mädels. Mal sehen, was Mareijke dazu sagt, wenn ihr Enkel plötzlich fehlt. Aber sie hat ja sehr viele.

    Die Firma, die die „Kinderboerderij“ gemietet hat, feiert 45 Jahre Family Day und da gabs dann als Highlight noch einen Lifeact: Damaru. Kennt ihr nicht? Das ist ein ganz arg angesagter Musiker hier. Ana, die Tochter, ist total abgeflippt und die übrigen Leute auch. Ein Lied von ihm, "Mi Rowsu" wird hier überall rauf und runter gespielt. Hier könnt ihr es hören http://www.youtube.com/watch?v=QZ1AtwR-Qqw und ein paar Bilder von Damaru sind natürlich auch dabei. Leider habe ich kein Bild mit ihm zusammen, er wurde irgendwann dann doch von seinen Bodyguards aus der Menge befreit... (Also Menge ist etwas übertrieben, war ja nur eine Firmenfeier).

    Nun ja, das war auf jeden Fall dann das Highlight des Tages. Danach gabs ein weiteres für mich: Mareijke ist zum Supermarkt gefahren - und ich durfte mit! :-) D.h. Wasser für die nächsten Tage ist gesichert! Und ein Parbobier konnte ich auch gleich kaufen. Essen gabs genug von der Firma *g* Mehr gibts von heute eigentlich nicht zu erzählen.
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  • Night Life in Suriname

    28. syyskuuta 2009, Suriname ⋅ 31 °C

    Heute war wieder mal ein sehr langweiliger Tag. Aber ich hab ihn dennoch genossen, gelesen und etwas gearbeitet. Es waren relativ viele Leute hier heute, was für einen Montag seltsam ist. Aber da am Mittwoch die Schule wieder beginnt scheinen alle noch schnell ein wenig Erholung zu suchen.

    Gestern Abend war ich dann das erste Mal weg hier in Surinam. Nicht lang und nur in „Cola Creek“, was ebenso wie die „Kinderboerderij“ ein Erholungsort ist, aber viel, viel größer und nicht spezialisiert auf Kinder. Aber sonst ähnlich, mit Sand und Strohhütten und colafarbenem Wasser zum Schwimmen. Dort war also eine „Back to school“-Party. Es ist nicht weit bis dahin, 10 Minuten, schnell über den Zaun geklettert, das spart schon mal die 15 SRD (aber nicht weitersagen!).
    Leider haben mich die Mädels von hier versetzt. Alleine durfte ich nicht gehen und so hat Mareijke Marvin, einen jungen Mann, der hier ebenfalls arbeitet, gebeten, mich zu begleiten und auf mich aufzupassen. (Er darf aber nichts trinken, hat sie gesagt, sonst verkauft er mich!) Ich fand das natürlich übertrieben, dass ich einen Bodyguard dabei haben muss, war aber am Ende doch sehr dankbar. So wohl behütet und ab vom Schuss hab ich einfach vergessen, auf welchem Kontinent ich mich befinde. Und das, obwohl ich auch hier in der „Kinderboerderej“ jeden Tag Heiratsanträge ablehnen und Männer abwimmeln muss, ohne ihnen meine Nummer zu geben. Und jetzt das ganze noch auf einer Party!
    Die Musik war toll, es war eine sehr gute Liveband aus Guyana da. Die Location war auch sehr schön, wenn auch schon ziemlich vermüllt. Mit einem völlig überteuerten Parbobier (für umgerechnet € 2 *g*) haben wir uns ins Getümmel gestürzt. Viele waren schon jetzt (um 18 Uhr) total betrunken. Egal, jetzt einfach tanzen! Marvin musste aber sehr viele Männer warnen, dass sie mich in Ruhe lassen sollen. Und gegen später haben ihm ein paar Männer sogar Geld geboten. Nun ja, als einzige weiße Person fällt man halt doch etwas auf. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte ich nicht meinen „Bodyguard“ dabeigehabt. Ich war froh, dass das ganze um 21 Uhr schon wieder vorbei war, auch wenn ich es sehr genossen habe, mal wieder zu tanzen. Ich glaube, es ist zum eingewöhnen wirklich gut, dass ich als erstes hierher gekommen bin.

    Die Nacht hab ich dann im Freien geschlafen. Die 3 Häuser, die hier zur Vermietung angeboten werden waren belegt und im Mückenzimmer, (ich nenne das so, weil außer einem Bett noch 1000000 Mücken dort Platz finden) wollte ich nicht schlafen. Draußen verteilen sie sich wenigstens. Ana, eine vom Hof, hat mit mir draußen gepennt: Liegestuhl aufgeklappt, Matratze drauf und ab in den Schlafsack. So gut hab ich lange nicht geschlafen!
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  • Zusammenfassung Surinam

    29. syyskuuta 2009, Suriname ⋅ 30 °C

    So, nach dem Wirrwarr von vorhin jetzt noch eine kurze Zusammenfassung. Sorry, dass die Einträge so kreuz und quer sind. Ich passe mich einfach zu gut an die Gewohnheiten hier an. *g*

    Aber ich werde schon noch rausfinden, wie man die Einträge verschieben kann.

    Später oder morgen werde ich auch die alten Einträge noch überarbeiten bzw. mit neuen Fotos aufpeppen. Immerhin habe ich gestern bis 2 Uhr Nachts alles auf Vordermann gebracht. Jetz hab ich hoffentlich mehr System in meine Unordnung gebracht und kann ab Argentinien geordneter arbeiten. Wenn alles gut geht, werde ich bereits am 5.10. Richtung Iguazu aufbrechen!!

    Aber nun zu Surinam:
    Ein super interessantes Land mit noch interessanteren Menschen! Problemzone Tourismus: Es muss noch viel gemacht werden aber für Abenteurer ideal. Doch wie schon gesagt: was das Land ausmacht sind die Menschen. Ich kann mir hier auf dem Hof ein sehr gutes Bild machen. Ich lebe bei einer Großfamilie ständig sind irgendwelche Tanten, Onkel, Cousinen etc. da oder wir besuchen welche. Auf der "Kinderjoerderij" leben 10 Personen, zum Arbeiten kommen immer 3-6 dazu, am Wochenende mehr. Die meisten sind „Rastas“, der Ehemann von Mareijke ist Holländer, die Köchin ist Asiatin, Marvin ist indisch-stämmig.

    Die Gäste sind kunterbunt gemischt. Die Kinder der asiatischen Leute (aus Java) sind am einfachsten zu überwachen und können am besten englisch. Sie machen, was man ihnen sagt und sind fast immer freundlich. Die Inder kommen danach und am schlimmsten sind die Negro-Kinder. Wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel. Gestern haben mir zum Beispiel 4 halbstarke Javaner das Leben schwer machen wollen – waren natürlich super-cool. Aber die Herausforderung habe ich gerne angenommen und musste noch nicht mal die Wasserrutschen schließen. ;-) Ich muss sagen, es macht schon Spaß mit den Kindern, vor allem, wenn man die Kleinsten von ihnen sieht, wie dankbar sie sind, dass man aufpasst, dass ihnen nichts passiert. Und auch die Eltern sind dankbar, dass noch jemand auf ihre Kleinen aufpasst und ich bekomme ganz oft Drinks oder Einladungen mitzuessen. Sehr viele hier haben ihren Barbecue dabei, grillen oder haben Salate, Chips, getrocknete Bananen etc.

    Moslems, Hindus, Juden, Christen... Alles Freunde hier und es funktioniert. Das beeindruckt mich immer wieder aufs neue. Und es ist einfach ein wunderschönes Land! Wem aber Bequemlichkeit wichtig ist, der sollte noch ein paar Jahre warten, bevor er die Reise nach Surinam antritt.
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  • Fa a e go? - Wie gehts?

    30. syyskuuta 2009, Suriname ⋅ 31 °C

    Bun morgu! Fa waka? - Goede morgen! Hoe gaat het? - Guten Morgen! Wie gehts?

    Mi nen na Katharina. Mi habi tu tin nanga siksi jari. Mi na foe Doisi kondre. - Alles klar?!

    Gestern hatte ich endlich meinen Kurs in der inoffizielen Sprache hier, Sranan Tongo bzw. Taki Taki, wie sie hier sagen http://de.wikipedia.org/wiki/Sranan_Tongo War schon sehr interessant, vor allem, weil ich hier viersprachig tätig bin: Holländisch, Taki Taki, Englisch, Deutsch. An manchen Abenden explodiert mein Kopf fast, weil ich den ganzen Tag konzentriert sein muss. Ich erwarte natürlich von niemandem, dass er wegen mir englisch sprechen muss und so versuche ich, das holländische zu verstehen. Ist meistens gar nicht schwer, aber sobald man mal kurz mit den Gedanken abschweift, ist es vorbei und man verliert den Anschluss. Und nebenher versuche ich auch, Spanisch zu lernen, dass ich für den Rest von Südamerika gewappnet bin. Also Jule, Chris, Flo: vielleicht komm ich wirklich in 5 Teilen wieder, weil ich explodiert bin und jedes Teil spricht dann eine andere Sprache. ;-)

    Anyway... Nach dem Kurs waren wir dann mit "unserem" Taxifahrer noch was Essen und ein Bier trinken. "Unser" Taxifahrer schreibe ich deswegen, weil man hier nicht in irgendein Taxi steigt, sondern die Nummern von einigen Fahrern hat, damit man nicht irgendwo ausgeraubt wird. Wie das dann so ist, sitzt man da und trinkt und unterhält sich und es ist nett und es kommen weitere Leute dazu und man zieht weiter und irgendwann schaut man auf die Uhr, merkt, dass man in einer Stunde schon wieder aufstehen muss und fährt schließlich nach Hause. Es war aber sehr lustig und unser Fahrer hat mit uns eine extra-Tour durch die eleganten Gegenden Paramaribos gemacht. Gar nicht übel! Und wer grade über Immobilien nachdenkt: Hier günstig abzugeben: Traumvilla für schlappe € 200.000. Wer denkt denn da noch über ein 1-Zimmer-Appartment in München nach?? ;-)
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  • Bye Paramaribo

    1. lokakuuta 2009, Suriname ⋅ 32 °C

    Die letzte Stunde in Paramaribo ist angebrochen. Ich fahre heute zurück zur "Kinderboerdereij" und von dort aus gehts dann, voraussichtlich am Montag, gleich nach Iguazu. :-)

    Das Wochenende wird bestimmt nochmal witzig werden: Chantal wird da sein und am Sonntag ist eine Gay-Party in der "Kinderboerderij". Außerdem ist mal wieder packen angesagt. Hoffentlich vergess ich diesmal nichts!

    Also, machts gut und bis in Argentinien dann!
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  • Bye bye Surinam

    5. lokakuuta 2009, Suriname ⋅ 23 °C

    So, nun sitzte ich am Flughafen. Es ist 6.35 und immer noch kein check-in. Aber das ist Surinam. ;-) Um 9 solls dann losgehen. Ich wurde früh zum Flughafen gebracht, weil Ann(gelita) zum Bus musste - sie hat heute wieder ihren ersten Schultag.

    Aber ich bin froh, zu gehen bevor alle Leute von der "Kinderboerderij" wach sind. So spare ich mir viel "Goodbye's". Und ich bin froh, jetzt weg zu kommen. Es wurde mir am Ende doch "zu viel zu wenig". Ich hab zu den Leuten irgendwie keinen richtigen Draht gehabt, was u.a. an der Sprache lag, zumindest bei Mareijke, meiner "Gastgeberin".

    Die Arbeit war, wie schon geschrieben, auch nicht so befriedigend und jetzt, nachdem die Schule wieder angefangen hat, kommen unter der Woche kaum mehr Leute. An den Wochenenden ist aber auch nicht so viel los gewesen. In letzter Zeit waren auch mehr Erwachsene als Kinder da. Dafür fallen ab jetzt aber die Hilfskräfte weg, die nur während der Ferien da sind. Meine Hilfe würde also jetzt mehr gebraucht werden.

    Aber die Einöde wurde mir einfach zu viel. Ich habe die Zeit in Paramaribo immer so sehr genossen! Ich bin halt ein Stadtmensch!

    Also auf nach Buenos Aires zum Tango tanzen, nach Rosario, Che Gueavaras Geburtsort erkunden, die Iguacu-Wasserfälle bestaunen und in Bariloche, Patagonien, Spanisch lernen und die Natur erkunden. Auf ins Abenteuer!
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  • Abreise aus Suriname - Belem

    5. lokakuuta 2009, Brasilia ⋅ 31 °C

    Hallo zusammen,

    melde mich gehorsamst aus Brasilien! :-) War ein langer Tag heute, aber irgendwann bin ich dann doch in meinem Best Western Hotel angekommen. Ist das nicht toll? Zwei Betten, mein eigenes Klo, Swimmingpool, FRÜHSTÜCK!! Und trotzdem noch 30°C :-) (Natürlich nicht in meinem Zimmer, da läuft die Klimaanlage...) Nur komisch reden tun die alle hier. Und praktischerweise hab ich aus meinem Reiseführer Brasilien rausgerissen. Schließlich wollte ich ja nicht nach Brasilien... Man sollte eben eine Reise durch Südamerika auch in Südamerika planen, nicht in Deutschland. Aber ich werd das schon irgendwie hinkriegen.

    Nun zu meiner langen Reise heute. Um 4.30 wurde ich aus den Federn geworfen. Um 9 ging dann der erste Flug, nach Belem mit Zwischenstopp in irgendeinem anderen Kaff (also Kaff kann man hier in Brasilien gar nicht sagen. Da ist ein Kaff ja so groß wie bei uns eine Großstadt).

    Belem ist ein Nadelöhr von Brasilien. Von hier gehen Flüge nach überall in Brasilien.
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  • Belem - Sao Paulo

    5. lokakuuta 2009, Brasilia ⋅ 26 °C

    Für mich gings nach 3 Stunden Aufenthalt erst mal weiter nach Sao Paulo, mit Zwischenstopp in Curitiba und in noch so einem Kaff. Das ist wie U-Bahnfahren hier, nur eben fliegen - starten landen, Leute steigen aus, andere ein. Nur gibt es jedes Mal wieder einen Snack, Saft, Cola, Wasser, ...

    Und die Städte sind groß!! Ein Wahnsinn!! Ich habe aber außer Regenwald alles nur Nachts gesehen. Ab 7 ist es ja stockfinster. War trotzdem richtig genial. Wie sich der Mond im Amazonas spiegelt, in der Ferne sieht man ein Gewitter zwischen tief liegenden Wolken und dann das Lichtermeer, das sich wie ein Teppich über das Land ziegt - fantastisch!! (Natürlich genieße ich alles und denke nicht daran, wieviel Energie dabei verbraucht wird. Das mache ich, wenn ich zurück bin...hehe...) Die Bilder, die ich euch reinstelle stellen natürlich nicht mal 1% von dem dar, was man wirklich sieht, wenn man aus dem Fenster guckt.

    Das Geld hier ist übrigens sehr hübsch, hier zwei Beispiele:

    Jetzt bin ich schon total gespannt auf die Wasserfälle! 1.5 mal so hoch wie die Niagarafälle! Und die waren ja schon so toll!!
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  • Iguaçu Falls kommen bis vors Hotel

    6. lokakuuta 2009, Brasilia ⋅ 18 °C

    Oh je, was fuer `n Mist! Grade will ich aufbrechen, da faengt es an in Stroemen zu regnen. Die Iguaçu-Falls sind nun praktisch zu mir gekommen. Muesste ich nicht ohnehin in die "Innenstadt" um die Einreise nach Argentinien klar zu machen, koennte ich mir das glatt sparen.

    Meine Regenjacke hab ich natuerlich ganz tief unten in meinem Rucksack vergraben. Und da ich es heute geschafft hab, ALLES in den Rucksack zu bekommen (es hat irre Spass gemacht, auf dem Rucksack rumzuhuepfen, bis alles platt gepresst war) wollte ich nicht nochmal anfangen zu wuehlen. Tja, jetzt hab ich das Nachsehen... Aber ich bin ja nicht aus Zucker und es ist immerhin warmer Regen.

    Vielleicht muss ich noch eine Nacht hier bleiben. Ich habe gelesen, das die Argentinier 24 Stunden fuer die Bearbeitung des Visums brauchen. Mal sehen, vielleicht gehts ja bei mir schneller. Ansonsten explodiert auch irgendwann meine Reisekasse. Hotel ist zwar schoen und es hat sooo gut getan, mal wieder richtig zu fruehstuecken (ich kann mich kaum ruehren, so viel hab ich gegessen), aber backpacken ist glaub ich anders gedacht. In Argentinien hab ich schon ein nettes Hostel gefunden. Und in Buenos Aires werde ich das erste mal Couchsurfen!
    Die Brasilianer haben uebrigens komische Essgewohnheiten. Fast alles ist mit Kaese. In jedem zweiten Teil, das ich heute morgen auf dem Teller hatte war Kaese drauf oder drin oder sostwo versteckt.

    In der Stadt (Iguaçu) bekomme ich hoffentlich auch endlich ein Ladekabel! Die Fotos werden wohl nicht so toll werden mit meiner Handykamera :-( Im Internet hab ich schon nach einem Shop gesucht, und es gibt wohl einen Laden in einem Shoppingcenter. Ist bei dem Wetter ja auch mal ganz nett sich irgendwo drinnen aufhalten zu koennen.

    So, jetzt stuerze ich mich in die Fluten! Bis demnaechst dann!
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  • Die Wahrheit über den 6. Oktober

    6. lokakuuta 2009, Paraguay ⋅ 19 °C

    So, sitze gerade im Bus nach "Cordoba" und hab etwas Zeit zu schreiben. Landschaftlich ist es hier ganz anders als in Surinam. Ungefähr so, wie man es sich vorstellt: Weite grüne Weideflächen. Nur die Kühe fehlen irgendwie. In Surinam ist es landschaftlich eher wie in Afrika würde ich sagen: zerfallene Häuser aus zusammengenagelten Brettern mit unheimlich vielen Menschen davor und drumherum. In Argentinien hingegen gibt es keine Menschen. Nur Gras. Also nicht solches Gras, sondern Wiese. ;-)

    Darüber wollte ich aber eigentlich nicht schreiben, sondern über Brasilien im Anschluss an meinen letzten Bericht.

    Ich wollte also in die Stadt fahren und anschließend zu den Iguacu Wasserfällen. Nachdem ich eine Ewigkeit auf den Bus gewartet habe (also mindestens 15 Minuten und der Bus sollte alle 15 Minuten fahren), hab ich einfach den nächstbesten Bus genommen. "Die fahren doch bestimmt alle übers Zentrum" dachte ich mir und hab sicherheitshalber nochmal nachgefragt. Also ich hab auf teils Portugiesisch, teils Spanisch, teils irgendwelchen Schwachsinn mit "centro" gefragt. Ja, ja, meint der Busfahrer. Super! (Wenn ich allerdings das Centro von "Foz de Iguacu" meine und er das Centro von "Ciudad del Este" in Paraguay, dann könnte es ein Problem geben...)

    Wir sind dann auch kreuz und quer durch die Stadt gefahren und ich hab mich gefragt, wann er denn endlich am Busbahnhof ankommen würde?! Als wir dann über eine Brücke fahren, finde ich es dann noch komischer. Und als dann da eine argentinische Flagge steht und wir einem einer Grenze sehr ähnelnden Areal immer näher kommen, wird es mir doch immer mulmiger. Wir fahren doch nicht etwa nach Paraguay?? Was hatte ich heute noch im LP gelesen: Man sollte es meiden, über die Brücke nach Paraguay zu fahren, weil man Probleme bekommen kann, wieder zurückzukommen? Oh Gott! Schweißausbruch! "Ich steige sofort aus und laufe zurück" denke ich. Ein Blick aus dem Fenster und ich entscheide mich um. Wir stehen grad in einer tiefen Pfütze, es regnet in Strömen und es ist kein Bus für die Rückfahrt in Sicht. Nicht, dass ich etwa genug Geld gehabt hätte für die rückfahrt, ich wollte ja gleich zur Bank, wenn ich erst mal im Zentrum angekommen bin. Ach, was solls, jetzt bin ich schon so weit. Wenigstens mal einen Fuß auf Paraguayanischen Boden setzen. In meinem Kopf gibt es aber weiterhin ein hin und her und als wir dann in Paraguay ankommen erleide ich erst mal einen Schock! Überall Stände, eng an eng gestellt mit Waren zum Verkauf. Und überall Hochhäuser und sooo viele Menschen und Autos und ein Durcheinander! Und mittendrin die kleine Katha, ganz allein, ohne irgendeinen Plan. Das kann einfach nicht gutgehen. Also doch raus aus dem Bus. Aber wann? Und wohin? Als ich auf der gegenüberliegenden Seite einen Bus Richtung "Foz de Iguacu" entdecke, gebe ich dem Busfahrer ein Zeichen und springe raus. Schnell Seite wechseln, über riesige schlammige Pfützen springen und rein in den Bus nach Brasilien. Aber wie mache ich das mit dem Geld?? Ich gebe den Fahrer meine letzten Pesos und frage dann, ob er auch US Dollar nimmt. Klar. US Dollar nimmt jeder. Ich trage Gott sei Dank immer Euro und US Dollar mit mir rum. Irgendwann zahlt sich das schon aus - heute nämlich. Ich gebe ihm einen Dollar und der Busfahrer ist Happy. Und ich erst!! Jetzt muss es nur noch über die Grenze gut gehen. Als ein paar Beamte einsteigen wird mir nochmal ganz mulmig. Gott sei Dank durchsuchen sie nur die Taschen. Glück gehabt!! Also auch das überstanden. :-))

    Dann endlich im Zentrum von "Foz de Iguacu" angekommen, hole ich "schnell" Geld (es dauert eine Ewigkeit, bis ich eine streikende Bank finde, die trotzdem Geld vergibt) und um 12.30 fahre ich endlich zu den Wasserfällen! Im Bus treffe ich einen Holländer, einen Australier, eine Irin und einen Schotten. Zusammen bestaunen wir die Wasserfälle. Der Rest war dann weniger spektakulär.

    Die Grenzüberschreitung nach Argentinien ist für Deutsche in Klacks. Aussteigen, Pass zeigen, stempeln, weiterfahren. Der Bus wartet sogar, bis das Prozedere abgewickelt ist.

    Bei Fragen jederzeit gerne Rücksprache! :-)
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  • 3 Ländertag

    6. lokakuuta 2009, Argentiina ⋅ 18 °C

    Wenn mich jemand fragen würde, wie mein Tag heute war, wäre die Antwort "einer der aufregendsten in meinem Leben".

    Aber da wir grade hier in Argentinien so gemütlich zusammensitzen und ich von euch auch nur selten Kommentare bekomme (du bist natürlich nicht gemeint, Chris, bist ja immer fleißig, was mich sehr freut :-)), seit ihr wohl gar nicht so sehr interessiert und ich schreibe ein andernmal wieder.

    Zumindest aber ein paar schöne Fotos von Iguacu von der Brasilianischen Seite:

    Morgen gucke in von Argentinien aus und fahre dann mit dem Bus nach Cordoba. Wir werden dort aufs Oktoberfest gehen. Ja, richtig gehört,. Ihr könnt ja mal gucken: http://www.welcomeargentina.com/paseos/fiesta_n…
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