• Tag 25 – Elch, Fähre, Tunnel

    August 9 in Norway ⋅ 🌧 10 °C

    Heute ging es nach unserem Pausentag wieder früh los. Die Nacht war durch den immer wiederkehrenden Regen etwas unruhig, aber morgens wurde das Wohnmobil startklar gemacht, entsorgt, frisches Wasser aufgefüllt und um 7:00 Uhr waren wir unterwegs Richtung Süden.

    Und dann kam schon nach einer Stunde unser erstes Highlight!

    Seit Tagen fahren wir an unzähligen Elch-Warnschildern vorbei und haben uns immer gefragt: Wo sind denn nun eigentlich die Elche? 😂

    Heute Morgen um 8:00 Uhr stand sie plötzlich da – eine große, stattliche Elchkuh auf einer Wiese! 🫎❤️ Volker hatte zum Glück blitzschnell das Handy in der Hand und konnte ein paar Fotos und sogar ein kurzes Video machen. Endlich unser erster Elch in Norwegen!

    Danach ging es weiter zum Fähranleger in Skarberget. Wir hatten ja lange überlegt, ob wir diese eine Fähre wirklich nehmen sollen – und dann hatten wir unglaubliches Glück: 8:35 Uhr angekommen, Fähre stand schon da, draufgefahren und um 8:40 Uhr ging es los. Kein Anstehen, kein Warten. Perfekter hätte es nicht laufen können. 😄

    Auf der Fähre gab es für uns einen kleinen Snack und damit gleich unser Frühstück. Henry blieb ganz entspannt im Wohnmobil, wo er sich zum Glück immer sehr wohlfühlt.

    Nach der Fähre ging es wieder durch eine wunderschöne Landschaft: Berge, Kurven, Seen und Fjorde. Leider begleitete uns weiterhin der Regen, sodass wir manches einfach nur aus dem Wohnmobil heraus bestaunt und fotografiert haben.

    Und dann kamen die Tunnel. Viele Tunnel. Und wer saß ausgerechnet am Steuer? Natürlich ich. 🤪 Dunkle und dann auch noch schmale Tunnel gehören nun wirklich nicht zu meinen Lieblingsstrecken. Aber ich bin einfach weitergefahren – bis Saltstraumen!

    Dort machten wir zunächst einen Café-Stopp und fuhren anschließend noch zur Brücke. Von dort konnten wir die Gezeitenstrudel richtig gut beobachten. Unglaublich, welche Kraft Wasser entwickeln kann. Wieder einmal so ein Moment, bei dem man einfach nur dasteht und staunt, was die Natur so alles kann. 🌊

    Weiter ging es durch die Berge Richtung Süden. In Misvær wurde noch einmal getankt und AdBlue aufgefüllt.

    Und dann entdeckte Volker unterwegs plötzlich eine Hängebrücke über einen Fluss. Also spontan angehalten und losgelaufen. Der Weg dorthin war zwar ziemlich feucht und matschig und Henry gönnte sich unterwegs sogar noch ein unfreiwilliges kleines Bachbad 😂, aber der Abstecher hat sich gelohnt.

    Und ich bin tatsächlich über die Hängebrücke gelaufen! 😅 Zum Glück war sie nicht so hoch, dass meine Höhenangst überhaupt richtig Zeit hatte, sich einzumischen.

    Danach ging es weiter zu unserem nächsten Ziel: dem Polarkreis. Am Arctic Circle Centre haben wir einen kurzen Stopp gemacht, sind durch den Shop geschlendert und haben uns das Gelände angesehen. Als der Regen wieder stärker wurde, ging es zurück ins Wohnmobil und auf die letzten Kilometer.

    Nach insgesamt 460,9 Kilometern erreichten wir schließlich das Arctic Circle Camp.

    Und auch hier hatten wir wieder perfektes Timing: Direkt nach der Ankunft konnten wir eine Waschmaschine ergattern – kurz nach uns stand schon die nächste Camperin mit ihrer Wäschetüte da. 😅 Während die Maschine lief, haben wir im Restaurant noch etwas gegessen und anschließend wanderte alles direkt in den Trockner.

    Jetzt ist die Wäsche bald wieder fresh, wir sind satt und können die Beine hochlegen. 😄

    6.266 Kilometer liegen inzwischen hinter uns.

    Und heute waren wieder einige dieser Momente dabei, die man vorher überhaupt nicht planen kann: unser erster Elch in Norwegen , eine Fähre ohne eine Minute Wartezeit, Saltstraumen, eine spontan entdeckte Hängebrücke und der Polarkreis.

    Norwegen macht es uns wirklich nicht leicht, einfach nur Kilometer Richtung Heimat zu fahren. Überall gibt es noch etwas zu sehen. ❤️🇳🇴
    Read more