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  • Day47

    Salkantay Trek - Machu Piccu

    October 18, 2016 in Peru ⋅ ⛅ 11 °C

    Welcome back!

    Erstmal ein großes Sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe! In der letzten Zeit hatten wir so viel vor, da bin ich nicht dazu gekommen...

    Dieser Blogeintrag dreht sich hauptsächlich um unser zweites großes Abenteuer nach dem Amazonas: der 5-Tagewanderung zur berühmten Inkastadt Machu Piccu!

    Wir sind am ... von unserem geliebten Hostel aus Huacachina los, um über Nacht nach Cuzco zu gelangen. Dort trafen wir dann auf unsere inzwischen gewordenen Freunde, die Schweizer!
    Außerdem war eine weitere Deutsche dabei, die Andy, wie auch uns, aufgegabelt und eingeladen hat, mit seinen Freunden aus der Schweiz, die ihn für 2 Wochen besuchen wollten, zusammen den Trail zu laufen.
    Bei einem Abendessen im Hostel haben wir uns kennengelernt und haben uns alle von Anfang an gut verstanden.
    Mit der Zeit ist bei uns das Eis schnell gebrochen, wir haben alle so lieb gewonnen und hatten einen heiden Spaß!
    Für drei Tage haben wir uns in Cuzco akklimatisiert, wobei wir die Stadt erkundigt, die letzten wichtigen Dinge wie Handschuhe, Mütze & Snacks für den Trek besorgt und dauerhaft unter einem Mix aus Aufregung und Angst gelitten haben.
    Dann ging es schließlich am 11.10. um 5 Uhr morgens los, indem wir 3 h in einem kleinen Bus zum Frühstück gefahren sind und noch einmal 1 h, bis wir die Route starteten.
    Mir war ganz mulmig im Magen, weil ich keine Ahnung hatte, was so auf mich zukommt. Insgesamt war der erste Tag als gemütlicher Tag gedacht, sodass man sich ans wandern gewöhnt. Somit war es zu Beginn einige Stunden wie ein Spaziergang durch eine atemberaubende Landschaft!
    Nach dem Lunch bei unserem Basecamp sind wir dann zu einer Lagune hochgelaufen, die direkt neben dem Camp lag. Allerdings ging es super steil bergauf und war Mega anstrengend, aber als wir nach 1 1/2 h endlich ankamen, war jede Anstrengung wieder vergessen. Es war unbeschreiblich. Das war wirklich der schönste Ort bisher, den ich je in meinem Leben gesehen habe! Bilder können zwar vieles zeigen, aber in Wahrheit war es noch 10000 mal schöner!
    Obwohl wir das nicht geplant und nichts dabei hatten, sind wir am Ende alle in Unterwäsche in die Lagune in das Gletscher-kalte Wasser gegangen. Naja, eher hineingerannt und schnell wieder heraus!
    Jeder Tag endete dann mit Teatime, also heisser Schokolade, Ter, salzigem Popcorn und noch einer süßen Kleinigkeit und dem anschließenden Abendessen.
    Wir wurden wirklich gemästet, es gab so viel Essen! Aber es war jedes Mal wahnsinnig lecker, sodass man sich auf die kleine Pause gefreut hat :-)
    Der zweite Tag war mit der Härteste.
    Wir sind 3 h lang steil bergauf gelaufen, bis wir am höchsten Punkt der ganzen Reise ankamen. Die Luft verdünnt sich wirklich schnell, sodass Lina, Alina und ich die letzten 15 Minuten alle 50 m Pause machen mussten. Aber wir haben es geschafft und waren auf 4.800m Höhe! Es war wunderschön, die beschneiten Gipfel waren fast zum Greifen nah! Danach ging es dann 3 h wieder bergab zum Lunch - ich muss sagen, mir ist bergauf viel lieber als bergab. Meine Knie tun immer noch sehr weh, wenn ich nach unten laufe, seit wir am zweiten Tag diese lange Strecke bergab zurückgelegt haben. Aber das war nur eine der Dinge, die wir Mädels mit uns rumschleppen mussten, aber das kommt noch.
    Die Schweizer waren wirklich genial. Immer top ausgerüstet mit reichlich Wasser und Snacks, hatten wir vor allem abends eine gute Zeit, da sie 1 1/2 Flaschen Rum dabei hatten. Mit Tee oder heißer Schokolade gemischt, hat das zum Abschluss des Tages die Seele gewärmt!
    Der dritte Tag dann war relativ entspannt, ein wenig auf und ab, viel flach, was gut war, weil wir ein bisschen kaputt vom vorigen Tag waren. Schon um 1 war die Wanderung vorbei & wir sind mit dem Bus zu den Hot Springs mitten in den Bergen gefahren, das war wirklich ne schöne Belohnung!
    Am vierten Tag dann kam nochmal die Herausforderung!
    Wir befanden uns am Rande des Dschungels, wodurch es sehr warm war und viel geregnet hat. Ca. 2 h sind wir einen Berg ziemlich steil hochgelaufen. Ich weiß nicht, warum, aber an diesem Tag war ich besonders motiviert & gelang als Erste an den höchsten Punkt. Ich wäre gerne noch weiter hochgelaufen, aber leider ging es dann wieder zurück nach unten, wobei mein Knie sich wieder bemerkbar machte. Alina hatte noch viel schlimmer zu kämpfen. Seit dem zweiten Tag bildeten sich bei ihr Blasen an den Füßen, weil Lina und sie sich neue Wanderschuhe in Cusco gekauft hatten, ohne sie einzulaufen. Es würde jeden Tag schlimmer und unsere Blasenpflaster reichten irgendwann nicht mehr aus, sodass sie auf normale umsteigen musste.. Trotz der Schmerzen hat sie aber alles durchgestanden.
    Nach dem Lauf durch den Dschungel, haben wir das erste Mal in einem Restaurant gegessen & sind dann an den Schienen entlang 3 h nach Aguas Caliente gelaufen. Diese 3 h waren die schlimmsten auf der ganzen Reise. Bei den Hot Springs haben uns die Moskitos alle völlig zerstochen & leider habe ich allergisch reagiert und meine Beine sind angeschwollen und die Stiche haben bei jedem Stich so gebrannt, dass ich nur humpeln konnte. Dazu kamen meine Knieschmerzen und Alina mit ihren Blasen neben mir. Wir waren bestimmt 1 h später da als die Anderen, völlig am Ende...
    Unser Guide war so nett, mit uns in die Apotheke zu gehen und hat mir ein Antiserum empfohlen und eine Creme mit Kortison gegen die Stiche.
    In Aguas Caliente übernachteten wir nach 2 Tagen Zelt in einem für Backpacker luxuriösen Hotel mit heißer Dusche, was uns allen wirklich gut tat.
    Am nächsten Tag war das Ziel in Sicht. Alina und ich mussten mit Bus hochfahren, um unsere Verletzungen zu schonen. Bei mir haben die Creme und Tabletten wirklich Wunder gewirkt, für Alina war der Letzte auch der Schlimmste Tag. Wir sind aufgewacht in unserem Zimmer und eine der vielen Blasen hatte sich entzündet. Sie konnte fast gar nicht laufen...
    Die anderen mussten eine Stunde lang Treppen hochsteigen, super anstrengend!
    Angekommen, haben wir alle die letzten Tage gespürt. Wir waren völlig fertig und sind bei der abschliessenden Tour mit unserem Guide fast eingeschlafen. Danach haben wir erstmal gefrühstückt und uns ein schattiges Plätzchen gesucht zum Schlafen. Dann haben wir ein wenig Machu Piccu erkundet, was wirklich atemberaubend war! Es hat alle Erwartungen übertroffen. Wir hatten das beste Wetter und freie Sicht, es war, also würde diese Stadt inmitten von riesigen Bergen schweben. Das war das zweite große Highlight nach der Lagune. Den Rest des Tages haben wir in Aguas Caliente verbracht und sind dann mit dem Zug und Bus nach Hause gefahren.
    Damit war auch diese Reise wieder zu Ende.

    Was ich als Fazit auf jeden Fall sagen kann:
    Gebt für diesen Trek lieber etwas mehr Geld aus. Wir haben dafür nun 370$ bezahlt + 40 S für die Hot Springs, die waren optional, und waren super zufrieden!
    Wir würden mit Coca-Tee geweckt, hatten tolles Essen, jeden Tag eine kleine Snacktüte, gute Schlafsäcke und überdachte Unterkünfte, nette Leute um uns herum, alles wichtige inklusive, wie der teure Bus zurück und den Eintritt zum Machu Piccu. Also es lohnt sich, dort nicht jeden Cent zu sparen!

    Leider kann ich pro Eintrag nur 6 Bilder posten, die natürlich nicht im Ansatz alles wirklich zeigen & viele Bilder haben auch noch andere Kameras gemacht. Aber es gibt immerhin einen kleinen Eindruck, denke ich! :-

    Ich hoffe, euch gefallen diese Blogeinträge!

    xx,
    Jojo
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