Philippinen - große Liebe oder ...
Jan 10–16 on the Philippines ⋅ 🌧 28 °C
... doch nur eine Affäre? 🌴
Man kann sich schnell verlieben. In Menschen, in Orte, in Bilder.
Seit Jahren trug ich den Traum von den Philippinen mit mir: Palmen, Meer, Leichtigkeit. Ein Punkt auf meiner Bucket List, der lange wartete, endlich abgehakt zu werden. Und ja, ich habe ihn mir erfüllt – aber natürlich war alles ein kleines bisschen anders, als ich es mir ausgemalt hatte.
Die Ankunft war erst einmal perfekt: moderner Flughafen, alles reibungslos, freundliche Menschen, die fast alle Englisch sprechen. Man fühlt sich sofort willkommen.
Dann das Taxi – und der erste kleine Schock: Müll. Überall. An den Straßenrändern lag alles, was man nicht mehr brauchte: Essensreste, Verpackungen, Flaschen. Ich kenne Südostasien, aber das hier war… intensiv. Ein bisschen verstörend, ehrlich gesagt. 🙈
Ich war auf Mactan, bewusst wegen eines Strandhotels. Cebu City selbst ist groß, laut und hektisch, mit Strand eher Fehlanzeige. Das Hotel dagegen war wie ein kleines Paradies ✨
Große Pools, direkt am Meer, riesiges Zimmer, freundliches Personal. Drinnen Ruhe, draußen die Realität der Insel. Ein krasser, faszinierender Kontrast.
Mein erster geplanter Strandtag? Sollte ein reiner Relax-Tag werden. Doch die Natur hatte andere Pläne: Ebbe. Nach gefühlt hundert Metern reichte mir das Wasser gerade mal bis zu den Knien. Am Strand liegen wunderbar, Baden? Eher symbolisch. Irgendwie passend: Man bekommt eben nicht immer genau das, was man sich ausmalt.
Und das Wetter trug sein Übriges bei: Grau, Regen, kein klassisches „Wow, ich bin im Paradies“. Die Philippinen haben mich nass empfangen – und, wenig überraschend, auch wieder nass verabschiedet 🌧️
Zu Fuß unterwegs, Geld gewechselt, kleine Läden besucht – als Fußgänger braucht man hier wirklich Nerven. Der Verkehr ist… kreativ. Vietnam überlebt, hier war es das erste Mal, dass ich ernsthaft aufpassen musste, heil über die Straße zu kommen.
Trotz allem: Die Natur ist einfach umwerfend ❤️
Auf Ausflügen quer über Cebu zeigte sich, was die Insel kann: tropisches Grün, weite Landschaften, einsame Strände. Die Menschen sind überall freundlich.
Cebu City selbst ist ein krasser Mix: moderne Hochhäuser, Casinos, große Hotels – direkt daneben einfache, heruntergekommene Viertel. Luxus und Armut liegen extrem nah beieinander. Nachts lebt die Stadt: junge Menschen auf den Straßen, laut, lebendig, ein bisschen surreal, aber faszinierend.
Essen? Überall etwas zu finden. Hähnchen, Schwein, Schweinebauch. Nicht meine Lieblingsküche, aber man wird satt. Andere lieben sie total – besonders die Amerikaner, die ich getroffen habe, waren Feuer und Flamme 🔥
War es die große Liebe? Nein. Dafür fehlte ein Stück Tiefe, die Brüche zwischen Traum und Realität waren zu groß. Aber es war eine ehrliche Affäre: intensiv, lehrreich, voller kleiner, schöner Momente, die ich nicht missen möchte.
Und wer weiß: Die Philippinen bestehen aus über 7.000 Inseln. Vielleicht sieht man sich wieder. Manchmal braucht Liebe eben einen zweiten Anlauf 😉Read more




















