Santiago de Chile
27.–29. dec. 2025, Chile ⋅ ☀️ 30 °C
Dieses letzte Land auf meiner Reise durch Lateinamerika wollte ich eigentlich etwas ausführlicher besuchen und mit Argentinien kombinieren. Nun ist es anders gekommen als gedacht und ich war die letzten zwei Monate viel weiter im Norden unterwegs, auch um Weihnachten in Costa Rica verbringen zu können. So kommt es also, dass ich lediglich zwei Nächte in Chile verbringe und es sich nicht lohnt, die Hauptstadt zu verlassen.
Für zwei Tage gibt es hier allerdings genug zu sehen, auch wenn man die ganzen durchaus spannenden Museen außen vor lässt. Ich schaute mir die interessantesten Plätze und Parks der Stadt an, darunter den langen Parque Forestal, der bei Einheimischen sehr beliebt für Picknicks und zum Entspannen ist – hier war immer viel los. Ich nahm an einer Free Walking Tour teil, die ganze drei Stunden durch die Innenstadt führte. Unser Guide, Augusto, war politisch sehr informiert und berichtete nicht nur zur klassischen Geschichte und Entstehung Santiagos, sondern auch ausführlich zur Militärdiktatur, welche von 1973 bis 1990 das Land beherrschte und daher von der heutigen Elterngeneration miterlebt wurde. Eine gerichtliche und gesellschaftliche Aufarbeitung der verübten Ungerechtigkeiten und Verbrechen geschah danach nur sehr wenig. Nun gab es vor Kurzem Wahlen und man blickt mit Ungewissheit in die Zukunft dieses politisch gespaltenen Landes. Mich haben diese Zusatzinformationen und Einblicke in die Ansichten Augustos sehr interessiert, es war ein toller Zusatz zur Führung und es wurden einige Rückfragen von allen Teilnehmern gestellt.
Nach der Tour gönnte ich mir einen Hot Dog – ein typisches Streetfood hier. Meiner hatte die Variante „Italiano Chileno Completo“, was nichts mit Italien zu tun hat, außer dass die großzügig aufgeschmierten Beläge aus Mayonnaise (Majonese), Tomaten und Avocados an die Farben der italienischen Flagge erinnern.
Zum Sonnenuntergang ging ich auf den Santa Lucía Hügel. Ein schön angelegter Park auf einem kleinen Berg in der Mitte der Stadt. Von der Burg auf dem Gipfel aus hatte man einen tollen Blick auf die Hochhäuser der Innenstadt mit dem Panorama der Wüste und der Berge im Hintergrund.
Dann ging es auch schon wieder zum Flughafen … ein letztes Mal in den Amerikas – fürs Erste.Læs mere















