• Ein regnerischer Tag

    16. januar, New Zealand ⋅ 🌧 15 °C

    Unser 16. Januar war so gut wie durchgehend von Regen geprägt. Morgens nahmen Silas und ich die am Vortag aufgesammelte Anhalterin Johanna noch bis in das nächste Örtchen Hokitika mit. Hier machten wir uns den Plan für diesen Tag, an dem es viel, beziehungsweise konstant Regen geben sollte – dementsprechend entschlossen wir uns, viele Kilometer im Auto zu machen, sodass wir am nächsten Morgen da sein würden, wo man wieder wandern könnte. Dennoch gab es interessante Haltepunkte unterwegs.

    Zuerst besichtigten wir die historische Brunner Mine, etwas abseits der Küste von Greymouth, ein kurzes Stückchen aufwärts des Grey River. Es nieselte leicht, aber den etwa 45-minütigen Rundweg inklusive vieler gut gemachter Schautafeln zur Erläuterung und Geschichte der Mine gingen wir trotzdem an.

    Die Brunner Mine Historic Area ist so besonders, weil sie ein Relikt des einstigen sehr prägenden Kohlebergbaus darstellt und an Neuseelands schlimmstes industrielles Unglück erinnert. In dieser Kohlemine kamen durch Gasansammlung und Explosion im März 1896 etwa 65 Bergleute ums Leben.

    Als wir durch Reefton im Landesinneren fuhren, goss es weiter, teilweise sehr stark, und so beschlossen wir, das Wetter auszusitzen und bei der Gelegenheit einen Waschsalon aufzusuchen. Hier schmissen wir eine Maschine Wäsche an. In der örtlichen Bibliothek warteten wir und ergötzten uns am gratis Wifi und der kleinen Ausstellung über lokale Geschichte, inklusive des Bergbau-Booms und des ersten Wasserkraftwerks Neuseelands.

    Am Nachmittag wanderten wir über die längste Hängebrücke des Landes (Buller Gorge Swing Bridge) und die dahinter liegenden Wanderwege zu den Ariki Falls, die mehr Stromschnellen als Wasserfall sind. Es regnete weiter leicht bis mittelstark.

    Abends und zur Übernachtung parkten wir bei den Maruia Falls. Ein kleines Lagerfeuer beim Fluss auf den Steinen aus Treibholz war möglich, kochen und draußen sitzen beim Camper auf Grund des später wieder stärkeren Regens und der vielen Sandmücken leider nicht.
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