• Byron Bay

    9. februar, Australien ⋅ ☁️ 27 °C

    Von der Gold Coast ging es zunächst zum Springbrook National Park, der für eine hier so genannte Natural Bridge bekannt ist. Es handelt sich um eine natürliche Felsbrücke oder eher einen Bogen, welcher durch Erosion eines kleinen Flusses in einer Basalt-Höhle entstanden ist. Hier führt ein kurzer Rundweg etwa einen Kilometer durch dichten, uralten Regenwald vorbei an spannendem Grün zu diesem Highlight. Tagsüber sieht man den kleinen Wasserfall, der durch die Öffnung im Felsbogen direkt in die Höhle darunter stürzt. In der Höhle leben kleine Fledermäuse die auch Tagsüber hier aktiev sind. Besonders bekannt ist die Höhle aber nachts wegen der Glow-Worms: Tausende leuchtende Fliegenlarven, die ich aus Neuseeland kenne.

    Bis zur Dunkelheit wollten wir ohnehin nicht bleiben, denn unser Tagesziel war Byron Bay, ein für Reisende bekanntes Örtchen, unter anderem wegen des schönen Strandes. Holly suchte uns ein tolles Hostel. Von der Rückbank betreibt sie generell sehr proaktiv Internetrecherche und hat immer gute Vorschläge parat, sei es zu interessanten Orten auf dem Weg oder der nächsten Unterkunft.

    Heute war es die Arts Factory by Nomads, ein richtiges Hippi-Hostel voller cooler Leute. Tagsüber saß immer irgendwo einer mit einer Gitarre und abends entstand sogar eine spontane Band mit verschiedenen Instrumenten und tollen Stimmen. Mein Schlafsal war ein Tipi, recht warm, aber trotzdem komfortabel.

    Nachmittags trieb es uns zum breiten Sandstrand direkt beim Ort. Der Sand hier ist so fein, dass er ganz witzige, quietschende Geräusche macht, wenn man darüber geht. Auf dem Weg zurück sahen wir wieder einen riesigen Schwarm großer Fledermäuse.

    Neben dem Hostel gab es eine Bar, in der heute gute elektronische Klänge aufgelegt wurden. Mir war zunächst nicht danach, doch die Musik zog uns auf ein Bierchen herein. Ein bisschen Spaß beim Tanzen hatten wir, viel länger wollten die anderen beiden auch nicht bleiben.

    Am nächsten Morgen fuhren wir zunächst einen Second-Hand-Store an und dann noch zwei weitere Läden, um uns einfache Campingausrüstung zu holen, denn Holly war schon mal in den Blue Mountains bei Sydney und überzeugte uns mit ihren Schilderungen der Natur und einem wunderschönen Gratis-Campingplatz. Billige Zelte, Luftmatratzen, Kochbesteck und etwas Feuerholz sollte uns für drei Nächte ausreichen.

    Tagsüber waren wir noch am Turners Beach bei Yamba. Zuerst ein kleiner Spaziergang auf dem Wellenbrecher, dann brachen wir selber ein paar Wellen mit den mini Styropor-Surfbrettern, welche wir in der lokalen Strandbibliothek fanden – ein geniales Konzept, wie ich finde, aber seht selbst auf dem Foto.

    Abends ging es in eine Nachtfahrt, denn wir wollten ein bisschen Strecke machen, nicht so viel tagsüber fahren und dafür etwas mehr Zeit zum Campen haben. Axel war hochmotiviert und fuhr mal wieder ziemlich lange, bis er mir um halb drei das Lenkrad überließ.
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