• Regen, Wind und Abkürzung #02.1

    February 22 in Germany ⋅ 🌧 9 °C

    Der Magen ist gefüllt, die Klamotten trocknen auf den Heizungen der Ferienwohnung, Beine sind hochgelegt, jetzt kommt der nächste Footprint.

    Unsere Nacht im Zellerfelder Hof war ganz oki. Wir hatten am Abend noch gut gegessen (Steakhouse, aber hab auch was vegetarisches gefunden) und das Frühstück war auch sehr lecker. Ganz entspannt checkten wir erst um 10:45 Uhr aus. Wir hatten uns ein Taxi organisiert, dass uns zum Parkplatz am Entensumpf brachte.

    Die Taxifahrerin, wie gefühlt auch alle anderen Menschen, die uns sahen, gaben Kommentate zu unserem Wandervorhaben bei diesem Wetter ab. Mit unseren roten Capes sind wir auch einfach nicht zu übersehen.

    Angesagt war Regen, Regen, Regen, Schmelzwasser, Wind und habe ich Regen schon erwähnt. Die Böden waren gesättigt und aufgeweicht. Dort, wo noch Schnee lag, waren noch Eisrückstände und Schneematsch. Beides sehr rutschig und einmal hat es mich auch voll seitlich weggehauen. Bis auf eine nasse Hüfte ist aber nichts passiert.

    Unser erstes Ziel war nicht weit. Stempelstelle 128, die Huttaler Widerwaage. Danach tauchten wir immer mehr in das UNESCO-Welterbe "Oberharzer Wasserwirtschaft" ein. Der Weg führte entlang schmaler Gräben und entlang des Sperberhaier Damms. Dort oben spürten wir auch den Wind und wir waren froh, um unsere Capes. Inzwischen kam das Wasser von allen Seiten.

    Im Sperberhaier Dammhaus kehrten wir ein. Für unsere Pause wechselte ich in trockene Klamotten, auch wenn das bedeutete, dass ich später wieder in nasse Klamotten musste. Wobei so richtig nass, war nur die Hose und die Socken. Wir wärmten uns mit Käsespätzle, Kaiserschmarn, Cappuchino und Kakao auf.

    Wir trafen die Entscheidung nun auf dem direktesten Weg nach Altenau zu gehen. Wir waren gestern ganz schön k.o. und wollten heute entspannter machen und den Aufenthalt im Regen nicht verlängern. Also kürzten wir um ca. 3km ab, zumal ich 2023 im Sommer diesen Abschnitt schonmal während einer Tageswanderung gegangen bin (siehe Fotos).

    Auch wenn das Wetter echt ungemütlich war, hatten wir trotzdem eine schöne Tour. Der Nebel und der junge Wald, der noch ganz klein ist und neu heranwächst, hat was ganz besonderes.

    Unsere Ferienwohnung befindet sich im "Ferienpark". Ein riesiger Komplex von Hochhäusern aus den 60er/70er Jahren mit vielen Ferienwohnungen. Nicht schön, aber funktionell. Nebenan direkt die Kristall-Therme der wir morgen einen Besuch abstatten werden.

    Erst am Dienstag geht es für uns weiter in Richtung Torfhaus, wo wir die zweite Etappe beenden werden. Denn Mittwoch soll hier der schönste Tag werden. Also perfekt für den Brocken.
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