#07 DANO 19
July 16 in Sweden ⋅ ☁️ 31 °C
Wir stehen gegen 8:30 Uhr auf und frühstücken Kaffee und Müsli. Um 10:30 Uhr sind wir bereits abfahrbereit – mindestens eine halbe Stunde früher als sonst. Für uns geht es weiter nach Norden und wir peilen DANO 17 an.
Schon auf der Hinfahrt sind wir durch eine schmale Passage zwischen dem Ufer und zwei Inseln am „Eingang“ des Stora Le gepaddelt und fanden sie wunderschön. Jetzt auf dem Rückweg wirkt sie noch magischer: Links vor uns erhebt sich eine Felswand, die uns den Weg in den Foxen weist. Ich summe die Musik aus Der Herr der Ringe, und wir stellen uns vor, den Anduin entlangzupaddeln. Hoffentlich lauern keine Orks am Ufer.
Um DANO 17 zu erreichen, müssen wir den Uferbereich verlassen und ein Stück über den Foxen paddeln. Dort angekommen ist es uns allerdings zu voll. Also paddeln wir zurück zum Ufer und schauen bei DANO 18 nach einem freien Plätzchen. Doch auch hier ist bereits alles belegt, und abseits finden wir ebenfalls keinen geeigneten Spot zum Zelten. Wir beschließen deshalb, erst einmal Mittagspause zu machen. Heute knallt die Sonne ordentlich – bei über 30 Grad tragen wir bereits die zweite dicke Schicht Sonnencreme auf.
Schließlich entscheiden wir uns, den Foxen komplett zu überqueren und unser Glück bei DANO 19 zu versuchen. Auf der Hinfahrt haben unsere Fledermausohren schon aufgeschnappt, dass dieser DANO besonders schön gelegen sein soll. Als wir ankommen, liegt nur ein Kanu am Ufer. Dafür tummeln sich zahlreiche Einheimische mit ihren Motorbooten am Strand, sonnen sich und gehen schwimmen.
Gerade laden zwei Paddler ihre Lebensmitteltonnen an einem wunderschönen Sandstrand aus ihrem Kanu. Sie laufen links den Strand hinauf in den Wald. Wir folgen ihnen und stellen fest, dass der Platz erstaunlich weitläufig ist. Hier würden wir problemlos einen schönen Zeltplatz finden. Doch wo ist die DANO-Hütte? Wir erkunden auch den rechten Teil des Waldes – und entdecken sie schließlich etwas abgelegen auf einem Hügel. Das zusätzliche Geschleppe nehmen wir dafür gerne in Kauf.
Später treffen wir noch auf eine größere Gruppe, die sich einfach an den Strand legt und dort übernachtet – mega!
Am Abend versuchen wir erneut, Bratkartoffeln über dem Feuer zuzubereiten. Diesmal haben wir allerdings wieder weniger Glück: Sie brennen schnell an. Als wäre das nicht genug, passiert auch noch ein Missgeschick, und die zweite Portion landet auf dem Waldboden. Mist.
Für mich gibt es zum Glück noch genug Nudeln mit Erbsen und Möhren aus der Dose. Marius mag allerdings keine Nudeln, und wir sind beide zu müde, um noch etwas anderes zu kochen. Also muss eine Portion Stockbrot aushelfen.
Trotzdem lassen wir den Abend mit einer Tasse Tee und dem Blick auf den See ausklingen, bevor wir zufrieden in unserer DANO-Hütte einschlummern.Read more







Traveler
Das sieht schon alles sehr traumhaft aus :)