#01 - Hinfahrt: Köln - Lennartsfors
July 10 in Germany ⋅ ☀️ 29 °C
Auf in ein neues Abenteuer. Schwedens Wildnis ruft und wir testen einen Reiseanbieter, der seit vielen Jahren Kanutouren in Schweden anbietet. Die Bewertungen im Internet sind so lala: Von Massentourismus bis unvergessliches Erlebnis ist alles dabei. Wir lassen uns mal überraschen.
Heute ging es um 8:20 Uhr mit dem Zug nach Köln und nun warten wir auf den Shuttelbus, der uns bis nach Schweden bringt. In einer Stunde ist Check-In.
Mit über einer Stunde Verspätung fahren 20 Menschen in einem Reisebus in Richtung Schweden. Nächster Stopp Dortmund und Hannover bevor es nach Puttgarden zur Fähre geht.
Die Truppe ist gemischt: Freundesgruppen, Pärchen und Familien mit Kindern. Die Freundesgruppen überwiegen, die meisten Männer. Laut Angaben des Reiseanbieters sind Alkohol und Drogen während der Fahrt verboten. Dosenbier wird trotzdem im Bus verkauft und auch getrunken. Finden wir weniger cool.
Die Möglichkeit etwas warmes zu Abend zu essen, gab es beim Autohof Bispingen. Bei Hamburg standen wir nochmal 15 Minuten in einer Vollsperrung. Mit der Fähre um 1:45 Uhr fahren wir von Puttgarden nach Rødby. Hallo Dänemark.
Zwei Stunden und eine weitere Fährfahrt in den Sonnenaufgang später waren wir in Schweden. Es war ca. 6 Uhr und weitere 5h Fahrt lagen vor uns. Wir versuchten noch so gut wie möglich zu schlafen.Read more
#02 - Ankunft in Lennartsfors und DANO 10
July 11 in Sweden ⋅ ⛅ 27 °C
Um halb 12 haben wir mit ein bisschen Verspätung das Camp des Reiseanbieters in Lennartsfors erreicht. Wir wurden wirklich nett begrüßt und haben einen Laufzettel in die Hand gedrückt bekommen. Hier gab es einen groben Zeitplan von Ausrüstungsausgabe, Paddelschulung und Kanuvergabe. Gleichzeitig mit unserer Anreise fällt nämlich auch die Abreise der letzten Gruppe und so ist das Camp ein ziemlicher Ameisenhaufen, aber alle wissen eigentlich schon, was der nächste Step ist. Sehr spannend.
Ich hab nicht auf die Uhr geschaut, als wir los sind, aber es müsste vielleicht 13:30 Uhr gewesen sein, als wie in See stachen. Die Sonne brannte ganz schön. Doch wir kamen gut vorran und entschieden uns Richtung Stora Le zu paddeln. Wir merkten schnell, dass wir ein eingespieltes Team sind.
Wir waren nicht lange unterwegs. Vielleicht 2h bis wir den ersten freien Campspot erreichten. Die sogenannten DANOs (steht für die Region Dalsland-Nordmarken) sind Campspot mit Feuerstelle, Schelter und Komposttoilette. Wir haben im Vorfeld die Naturpflegekarte erworben, womit diese Infrastruktur instand gehalten wird. Abgesehen von geschützten Inseln und Privateigentum dürfen wir natürlich auch vom Jedermannsrecht gebrauch machen.
Da wir auch hier in Schweden fast die 30°C geknackt haben, waren wir erstmal Baden und das tat nach der Wärme und vor allem auch der langen Busfahrt sehr gut. Danach haben wie uns was zu Essen gekocht - vegetarischer Linseneintopf. Mit Blick auf den See hatten wir ein schönes Abendessen und genossen die Ruhe.
Vogel des Tages: Flussuferläufer 🥰Read more
#03 - DANO 7
July 12 in Sweden ⋅ ☁️ 23 °C
Wir hatten eine gute Nacht im DANO 10. Wir haben uns einfach mit unseren Isomatten und Schlafsäcken in die kleine Schutzhütte/Shelter gelegt und hatten durch ein Mosquitonetz für den Kopf auch einen stressfreien Schlaf.
Generell sind Mücken weniger das Problem. Es sind die Bremsen, die fies beißen und bei mir rießige Quaddeln hinterlassen.
Zwischen 8/9 Uhr sind wir aufgestanden. Unser Wecker war das süße Piepsen vom Wasseruferläufer, der aufgeregt um die Feuerstelle hopste. Zum Frühstück gab es Kaffee und Müsli. Außerdem haben wir Brote zum Lunch geschmiert.
Anschließend haben wir zusammen gepackt und weiter auf dem Stora Le gen Süden gepaddelt. Bei DANO 8 haben wir eine Mittagspause eingelegt und sind vom Westufer zum Ostufer gewechselt. Der Wind frischte auf und wir paddelten ordentlich übern See.
Wir waren nicht die einzigen, die unterwegs zu DANO 7 waren. Zum Glück gab es da genug Platz sodass wir einen ruhigen Platz für unser Zelt finden konnten.
Zum Abendessen versuchten wir Pizza übern Feuer zu backen, aber uns fehlte die Hitze von oben. Von unten war sie fast verbrannt, aber der Versuch war trotzdem ein spaßiges Experiment. Auch der vegetarische Kartoffelgullasch brauchte über dem Kocher sehr lange, bis die Kartoffeln halbwegs durch waren. Unseren Versuch Popcorn übern Feuer zu machen haben wir dann vertagt.
Als das Essen fertig war, haben wir uns an den See gesetzt. Was für ein schönes Esszimmer.
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#04 - DANO 6
July 13 in Sweden ⋅ ☀️ 25 °C
Die Nacht im Zelt war gut und nicht kalt. Vielleicht sogar eher zu warm. Wir sind wieder zwischen 8/9 Uhr wach geworden. Kaffee, Müsli, Zusammenpacken. Allmählich stellte sich eine Routine ein. Gegen 10:30/11 Uhr waren wir auf dem See - weiter Richtung Süden mit dem Ziel DANO 6.
Auf halber Strecke gab es nochmal eine kleine Pause. Mit neuer Energie steuerten wir unser Ziel an und waren bereits um 13 Uhr dort. Kurz nach uns kamen noch zwei weitere Gruppen an. Doch auch auf dieser Insel gab es genug Platz für alle. Wir bauten unser Lager wieder in der DANO-Hütte auf.
Wir waren im See schwimmen und starteten den Versuch Popcorn zu machen. Hier ist das Ergebnis:
1. Versuch: Öl + Zucker heiß machen und Maiskörner dazu -> Zucker brennt zu schnell an
2. Versuch: viel Öl + Maiskörner heiß machen und nachträglich zuckern -> war der beste Versuch, aber sehr fettig
3. Versuch: weniger Öl + Maiskörner und nachträglich Zuckern -> angebrannt, weil zu wenig Öl
Hauptmahlzeit war übrigens eine Bohnenpfanne namens Terence Hill - Pfanne. Unser liebstes Gericht, das wir aus den Zutaten unserer Essenstonne zaubern konnten. Wir haben noch ein paar Steine über den See ditschen lassen. Also Marius - meine Versuche sind gescheitert. Mit Krümmel-Eistee und Blaubeertee haben wir den Abend am See ausklingen lassen.
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#05 DANO 7
July 14 in Sweden ⋅ ☁️ 24 °C
Nachdem wir unsere Morgenroutine erledigt hatten, ging es heute wieder zurück nach Norden. Gegen 11 Uhr starteten wir. Heute war der See bisschen voller und viele Motorboote waren unterwegs. Hier waren wir bisschen gefordert die Wellen zu managen, aber alles kein Hexenwerk bei dem vergleichsweise ruhigen Wasser.
Wir strebten wieder den selben Platz wie vorgestern an. Den Nachmittag nutzten wir um die Insel zu Fuß zu erkunden. Zum Abend gab es Couscous mit Möhrchen und einen ersten Versuch Bratkartoffeln in der Pfanne übern Kocher zu machen. Aber auch das brannte zu schnell an. Der zweite Versuch im Topf war auch nicht cool. Erst in der Pfanne übern Feuer war erfolgreich. Wir zogen schon an diesem Tag das Fazit, dass der gemietete Kocher nicht so geil ist. Dann waren wir noch motiviert Stockbrot zu machen. Das war auch sehr gut. Generell haben wir sehr viel Zeit in der Outdoorküche gemacht.
Am Abend im Zelt ist dann leider meine Isomatte kaputt gegangen und die Luft entwich durch ein großes Loch an der Seite - aufgeplatzt. Wir flickten es sporadisch mit dem Reperaturset für Marius' Isomatte. Das bewirkte zumindest, dass ich nur 3x die Nacht Luft nachpusten musste. In dem Moment super nervig, aber ich entschied mich, mir den Urlaub dadurch nicht vermiesen zu lassen.
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#06 Geheimer Spot ;)
July 15 in Sweden ⋅ ⛅ 30 °C
Wir durchbrechen unsere Tagesroutine und stehen heute später auf. Es ist fast 10 Uhr, als wir das Zelt verlassen. Gemütlich bereiten wir Pancakes zu, als eine Horde Kinder mit ihren Betreuern unsere Insel entert. Es ist ein Ruderverein aus Deutschland mit über 30 Kindern plus Betreuern, die früh aufgebrochen sind, um einen Platz für ihre große Gruppe beim DANO 7 zu bekommen.
Wir lassen uns davon nicht beirren und packen in Ruhe zusammen. Gegen 10 Uhr stechen wir schließlich in See und peilen DANO 9 an.
Eigentlich wollen wir hier übernachten, aber der Platz liegt mitten in der Sonne und ist von meterhohem Gras umgeben. Es summt, brummt und sticht mich, während ich das DANO erkunde. Zudem liegen Patronenhülsen in der Hütte herum. Hier wollen wir nicht bleiben und machen stattdessen nur eine Mittagspause am Ufer, wo zumindest ein paar Bäume Schatten spenden.
Gestärkt geht es nach der Pause weiter. Schließlich finden wir einen „geheimen Spot“ und machen vom Jedermannsrecht Gebrauch. Ein Kiesstrand lädt zum Anlanden ein, und ein schmaler Pfad führt in einen schönen Kiefernwald, in dem wir unser Zelt aufschlagen können. Dort entdecken wir auch eine inoffizielle Feuerstelle. Diese dürfen wir in der Sommersaison allerdings nicht nutzen. Es herrscht überall Feuerverbot – außer an den offiziellen DANO-Feuerstellen.
Also gibt es Reis mit Gemüse, den wir auf unserem Kocher zubereiten. Gegen 22 oder 23 Uhr liegen wir wieder im Zelt und schlummern gemütlich ein.Read more
#07 DANO 19
July 16 in Sweden ⋅ ☁️ 31 °C
Wir stehen gegen 8:30 Uhr auf und frühstücken Kaffee und Müsli. Um 10:30 Uhr sind wir bereits abfahrbereit – mindestens eine halbe Stunde früher als sonst. Für uns geht es weiter nach Norden und wir peilen DANO 17 an.
Schon auf der Hinfahrt sind wir durch eine schmale Passage zwischen dem Ufer und zwei Inseln am „Eingang“ des Stora Le gepaddelt und fanden sie wunderschön. Jetzt auf dem Rückweg wirkt sie noch magischer: Links vor uns erhebt sich eine Felswand, die uns den Weg in den Foxen weist. Ich summe die Musik aus Der Herr der Ringe, und wir stellen uns vor, den Anduin entlangzupaddeln. Hoffentlich lauern keine Orks am Ufer.
Um DANO 17 zu erreichen, müssen wir den Uferbereich verlassen und ein Stück über den Foxen paddeln. Dort angekommen ist es uns allerdings zu voll. Also paddeln wir zurück zum Ufer und schauen bei DANO 18 nach einem freien Plätzchen. Doch auch hier ist bereits alles belegt, und abseits finden wir ebenfalls keinen geeigneten Spot zum Zelten. Wir beschließen deshalb, erst einmal Mittagspause zu machen. Heute knallt die Sonne ordentlich – bei über 30 Grad tragen wir bereits die zweite dicke Schicht Sonnencreme auf.
Schließlich entscheiden wir uns, den Foxen komplett zu überqueren und unser Glück bei DANO 19 zu versuchen. Auf der Hinfahrt haben unsere Fledermausohren schon aufgeschnappt, dass dieser DANO besonders schön gelegen sein soll. Als wir ankommen, liegt nur ein Kanu am Ufer. Dafür tummeln sich zahlreiche Einheimische mit ihren Motorbooten am Strand, sonnen sich und gehen schwimmen.
Gerade laden zwei Paddler ihre Lebensmitteltonnen an einem wunderschönen Sandstrand aus ihrem Kanu. Sie laufen links den Strand hinauf in den Wald. Wir folgen ihnen und stellen fest, dass der Platz erstaunlich weitläufig ist. Hier würden wir problemlos einen schönen Zeltplatz finden. Doch wo ist die DANO-Hütte? Wir erkunden auch den rechten Teil des Waldes – und entdecken sie schließlich etwas abgelegen auf einem Hügel. Das zusätzliche Geschleppe nehmen wir dafür gerne in Kauf.
Später treffen wir noch auf eine größere Gruppe, die sich einfach an den Strand legt und dort übernachtet – mega!
Am Abend versuchen wir erneut, Bratkartoffeln über dem Feuer zuzubereiten. Diesmal haben wir allerdings wieder weniger Glück: Sie brennen schnell an. Als wäre das nicht genug, passiert auch noch ein Missgeschick, und die zweite Portion landet auf dem Waldboden. Mist.
Für mich gibt es zum Glück noch genug Nudeln mit Erbsen und Möhren aus der Dose. Marius mag allerdings keine Nudeln, und wir sind beide zu müde, um noch etwas anderes zu kochen. Also muss eine Portion Stockbrot aushelfen.
Trotzdem lassen wir den Abend mit einer Tasse Tee und dem Blick auf den See ausklingen, bevor wir zufrieden in unserer DANO-Hütte einschlummern.Read more
#08 DANO13
July 17 in Sweden ⋅ ☁️ 27 °C
Heute ist unser letzter ganzer Paddeltag, und wir sind schon ein bisschen traurig, dass unsere Zeit hier in Schweden morgen vorbei ist. Da für morgen bereits früh am Morgen ein schweres Unwetter angesagt ist, versuchen wir, möglichst nah an unseren Ausgangspunkt – dem Camp in Höglund – heranzukommen. Unser Ziel ist die Insel Getön.
Am Westufer finden wir den freien DANO 13, der allerdings „nur“ ein Zeltplatz ist. DANO 12 liegt nur zwei Inseln weiter, und aus der Ferne sehen wir eine DANO-Hütte, die unbewohnt zu sein scheint. Also paddeln wir hin.
Leider hat uns unser Auge getäuscht. Die Hütte ist bereits belegt. Der Dude schaut uns etwas verwundert an, als wir sagen, dass wir auf die Hütte gehofft hatten. Er meint, dafür seien wir viel zu spät dran. Pah, in den meisten Fällen hatten wir um diese Uhrzeit noch Glück. Rund um die Hütte gibt es leider auch keine geeigneten Zeltplätze, also paddeln wir zurück zu DANO 13 und schlagen dort unser letztes Lager auf.
So können wir noch einmal ein Feuer machen. Diesmal gelingen auch die Bratkartoffeln, und zum letzten Mal gibt es Stockbrot.
Anschließend erleben wir noch einen richtig schönen Sonnenuntergang. So romantisch.
Danach sortieren und packen wir bereits alles für den nächsten Morgen, damit wir im Camp unsere geliehenen Sachen schnell zurückgeben können. Anschließend versuchen wir möglichst früh einzuschlafen, denn der Wecker klingelt schon um 5:30 Uhr. So wollen wir noch vor dem Unwetter wieder im Camp ankommen.Read more
#09 Ankunft Höglund und Abreise
July 18 in Sweden ⋅ 🌧 14 °C
Wie ihr auf der Wetterübersicht sehen könnt, hatten wir heute einen rapiden Temperatursturz: von rund 30 °C auf gerade einmal 14 °C. Unsere dicken Pullis kamen also doch noch zum Einsatz. Aber alles der Reihe nach.
Der Wecker klingelt bereits um 5:30 Uhr – schon ein bisschen fies. Doch der Gedanke an das bevorstehende Unwetter lässt uns schnell aufstehen und zusammenpacken. Bereits kurz nach 6 Uhr sind wir auf dem Wasser.
Zwischen den Inseln ist es noch halbwegs ruhig, doch der Wind nimmt immer mehr Fahrt auf. Als wir schließlich den Foxen überqueren müssen, um ans andere Ufer zu gelangen, wird es richtig wild. Der Wind drückt das Wasser in den schmalen Teil des Sees, und die Wellen werden immer höher. Wir müssen ordentlich paddeln, um das Boot auf Kurs zu halten. Zum Glück liegt das Camp Höglund in einer geschützten Bucht, wo das Wasser deutlich ruhiger ist. Wir sind sehr froh, dass wir nicht später losgefahren sind. So erreichen wir unseren Ausgangspunkt bereits kurz nach 7 Uhr – trocken und sogar noch bei den letzten Sonnenstrahlen, bevor das Wetter endgültig umschlägt.
Wir reinigen das Kanu, geben unsere geliehene Ausrüstung zurück und gönnen uns sogar noch eine heiße Dusche. Danach heißt es, ein trockenes Plätzchen zu finden, an dem wir die nächsten zwölf Stunden verbringen können, bis am Abend unser Bus fährt.
Eigentlich hätten wir die Zeit gerne genutzt, um uns Lennartsfors anzusehen oder noch ein wenig die Gegend zu erkunden. Doch bei diesem Wetter haben wir dazu überhaupt keine Lust. Eine Handvoll anderer Paddler hat denselben Plan wie wir. Als der Himmel schließlich aufreißt und der Regen herunterprasselt, sind wir umso glücklicher, dass wir nicht mehr auf dem Wasser sind. Später hören wir von vielen, wie heftig es draußen tatsächlich war: Wellen schwappten in die Kanus, und sogar einige Boote kenterten.
Der Abreisetag ist gleichzeitig auch Anreisetag im Camp Höglund. Die Gäste, die heute ankommen, dürfen aufgrund des Unwetters nicht nach Norden aufbrechen und ausnahmsweise im Camp übernachten – normalerweise ist das nicht erlaubt. Da das Wasser in der geschützten Bucht vergleichsweise ruhig aussieht, können viele die Entscheidung zunächst nicht nachvollziehen und reagieren frustriert.
Irgendwann sind aber alle Neuankömmlinge mit Material versorgt, und nach und nach treffen die Rückkehrer ein, die mitten in das Unwetter geraten sind. Es werden Geschichten und Erlebnisse ausgetauscht. Zwischendurch kuscheln wir uns sogar in unsere Schlafsäcke, weil es inzwischen wirklich kalt geworden ist.
Am späten Vormittag lernen wir ein junges Pärchen aus Koblenz kennen. Zu unserer eigenen Überraschung verstehen wir uns so gut, dass wir tatsächlich den ganzen Tag miteinander verquatschen. Dabei sind wir alle vier eigentlich eher introvertiert und nicht besonders gesprächig. Vielleicht harmonieren wir gerade deshalb so gut.
So vergeht die Zeit bis zum Abend wie im Flug. Um 19:30 Uhr steigen wir schließlich in den Bus, der uns zurück nach Köln bringt. Die Fahrt geht durch die Nacht.
Wir fahren über die Öresundbrücke, sodass uns nur noch eine Fährüberfahrt nach Puttgarden bevorsteht. Gegen 6 Uhr morgens sind wir wieder in Deutschland. Tatsächlich kann ich danach noch einmal bis zur großen Frühstückspause gegen halb neun weiterschlafen. Am frühen Nachmittag erreichen wir Köln. Gegen halb drei erwischen wir den Zug nach Koblenz und von dort geht es weiter nach Trier.
Ein langer Reisetag liegt hinter uns, und wir sind froh, endlich wieder im eigenen Bett zu schlafen. Schweden vermissen wir trotzdem jetzt schon sehr. Uns hat diese Reise wirklich gut getan.
Unser Fazit:
Auf der Hinfahrt waren wir ehrlich gesagt ziemlich skeptisch, wie dieser Urlaub werden würde. Er hat uns deutlich mehr gekostet, als wir normalerweise für eine Woche Urlaub ausgeben. Außerdem haben wir uns gefragt, ob wir bei den vielen Menschen überhaupt die Ruhe finden würden, die wir uns erhofft hatten. Zum Glück hat sich die Gruppe aber gut verteilt, sodass wir die meiste Zeit ungestört unterwegs waren.
Wir hatten bewusst das Komplettpaket gebucht, weil wir das Material testen und herausfinden wollten, was wir für zukünftige Touren wirklich brauchen. Das war bequem und praktisch, hatte aber auch seine Nachteile. Mit dem alten, stark genutzten Kocher sind wir zum Beispiel überhaupt nicht zurechtgekommen. Auch unser Entschluss, von Anfang an unser eigenes Zelt mitzunehmen, hat sich als richtig erwiesen. Das Zelt des Veranstalters war deutlich schwerer und ließ sich nicht so schnell auf- und abbauen.
Im Nachhinein würden wir einige Ausrüstungsgegenstände aussortieren und nur noch das mitnehmen, was wir wirklich benötigen. Mittlerweile würden wir uns auch zutrauen, bei einem lokalen Kanuverleih ein Boot zu mieten und die Anreise selbst zu organisieren – zum Beispiel mit dem FlixBus oder der Bahn. Durch unsere Rad- und Wandertouren achten wir ohnehin schon darauf, nach und nach möglichst leichte Ausrüstung mit kleinem Packmaß anzuschaffen. Das macht beim Kanufahren mindestens genauso viel Sinn – vor allem, wenn wir künftig einmal mit einem Kanuwagen unterwegs sind und längere Umtragestellen bewältigen müssen.
Für den Einstieg und zum Kennenlernen des Kanuwanderns können wir den Reiseanbieter aber durchaus empfehlen. Wir ärgern uns zumindest nicht, dass wir so viel Geld für diese Reise ausgegeben habe. Wir haben allerdings auch von einer Konkurrenz gehört, die ähnliche Leistungen für etwa den halben Preis anbietet. Beim nächsten Mal würden wir deshalb wahrscheinlich eher individuell planen.
Anbei noch ein paar Fotos von Marius. Der nächste Urlaub steht im September an, wobei wir überlegen, dass dieser mal ruhiger werden wird. Hab aber auch überlegt, demnächst ein paar Micro Adventures hier zu teilen, weil wir ja auch häufiger von Trier aus Tagesausflüge machen. Doch bis dahin bleibt mir nur zu sagen: Dankeschön für alle Herzchen, Kommentare und das stille Mitlesen ❤️Read more


































































WildWortWechselWünsche euch eine schöne Zeit!
TravelerDankeschön 😊
Wandermaus 2020Wünsche euch eine gute Zeit
TravelerDankeschön ❤️