• Bayard WasserfallNatürlicher HockerUnerwartet schöner Ausblick

    Ein Glückstag

    June 28 in Switzerland ⋅ ☀️ 20 °C

    Wenn die Einkaufstour 2 Stunden dauert und man extra viel zum gleich Essen einkauft, weil es dann wieder 900m den Berg hoch geht.

    In der Nacht kommt irgendwann ein Milchlaster, der die Käserei beliefert, an der wir zelten und steht für 10min gefühlt direkt neben meinem Zelt, wo dieser wahrscheinlich Milch in einen Tank pumpt. Ansonsten fühle ich mich nach dem Aufstehen ausgeschlafen und wir starten mit einem guten Anstieg, bevor es ganz bis ins nächste Tal runter geht. Es gibt wieder Walderdbeeren und in La Chapelle d'Abondance gibt es eine kleine Überraschung.

    Wir laufen zum Geldautomaten, falls wir doch mal Bargeld in den Alpen benötigen und direkt daneben steht ein Stand von einer Mountainbike Veranstaltung. Wir schauen beide den Herrn bemitleidenswert und sehnsüchtig an, bis er uns frägt, ob wir einen Kaffee haben möchten. Anne frägt, ob wir nicht stattdessen ein Croissant haben können, wobei der Herr erstmal auf den Kaffee/Tee beharrt. Anne nimmt einen Tee, ich den Kaffee und kurz darauf bekommen wir doch noch jeweils ein Croissant und Orangensaft.

    Nachdem wir uns vielmals bedankt haben, geht es weiter, bis wir zu einer Straße kommen, von der aus wir versuchen möchten, zum Supermarkt zu trampen. Direkt an der Ecke zur Hauptstraße lassen wir uns von einer Käserei ablenken und besuchen den Laden. Vor uns drei Männer, die kiloweise Käse wahrscheinlich für mit in die Heimat einkaufen. Anne frägt nach und die Mitfahrgelegenheit ist gesichert. Wir holen uns ein Stück Abondance aus der Region und auf der Fahrt (2km) stellt sich heraus, dass die Männer aus dem Elsass kommen und auch deutsch sprechen.

    Wir sitzen mindestens eine halbe Stunde vor dem Supermarkt auf einer Bank, sortieren unsere Einkäufe, packen um und Essen unser zweites Frühstück, bestehend aus Apfel, Kiwi, Banane, Schokolade, Walderdbeeren, Erdnussbutter und Himbeerjoghurt. Auf dem Rückweg dauert es etwas länger, bis ein Auto anhält, während wir die Straße entlang laufen, aber immerhin für einen Kilometer werden wir mitgenommen.

    Der größte Anstieg des Tages beginnt, wobei wir nach wenigen Metern an einem Wasserfall stoppen. Erst als Anne mich frägt, ob ich nicht baden gehen möchte, stehe ich eine Minute später im Becken unter dem Wasserfall. Erfrischt geht es nun knapp 2 Stunden bergauf. Auf dem Weg finde ich ein Stück Harz, was schon wie ein Bernstein aussieht. Oben auf dem Sattel begegnet uns eine unglaubliche Aussicht und es geht über bunte Wiesen wieder den Berg runter. Weiter unten finden wir einen schattigen Platz mit einer Bank neben einer verlassenen Hütte zum Mittagessen. Soweit wie gewohnt, wobei die neue Pistazien-Schokolade von Lindt sehr enttäuschend schmeckt.

    Etwas später geht es ein Stück die Mountainbike Strecke entlang, die hier sehr angenehm am Berg entlang führt. Anne und ich scherzen, dass sie wohl immer nur diese Strecke hin und her fahren und dann berichten, wie viele Kilometer sie in den Bergen geschafft haben. Kurz darauf kommen die MTB Radler, die uns entgegen gekommen sind, genau die Strecke wieder zurück. Zum nächsten Restaurant geht es über mehrere Holzstege und zwei MTB Radler probieren diesen aus. Anne wundert sich, ob wir schneller sind, weil diese immer wieder absteigen und da sie dann auf halben Wege stehen bleiben, überholen wir sie wieder.

    Eine kurze Pause bei einem Restaurant, um sich zu erleichtern und anschließend das letzte Stück leicht steigend weiter am Berg entlang, bis wir am Lac Vert ankommen. Dort finden wir unfern einer bewirteten Hütte einen Platz für unsere Zelte und genießen die ruhige Abendstimmung. Ein kleiner Abstecher ins Wasser ist natürlich auch dabei erfrischt geht es nach einer warmen Mahlzeit in den Schlafsack.
    Read more