• Shopping Day x2

    3. juli, Frankrike ⋅ 🌩️ 23 °C

    Morgens kurz vor Eröffnung des Supermarktes kommen wir in Les Houches an und wollen nur für den Tag und etwas extra für das Frühstück einkaufen. Wir teilen uns eine Banane, vier kleine Himbeer Joghurts und sowie üblich Kiwi und Apfel. Die gekauften Pesto Mozzarella Chips schmecken mir zwar gut, aber mit der Zeit ist mir der Basilikum Geschmack zu intensiv. Hinter einer Kirche an einem Tisch genießen wir das Frühstück und anschließend geht es an einem Holzbogen mit Tour du Mont Blanc vorbei, wo fleißig Bilder gemacht werden.

    Viele Wandernde sind hier unterwegs und wir werden von 2 jungen Männern überholt. Im Anstieg sehen wir sie öfterd, da sie alle paar Meter anhalten und dann im Eiltempo davonlaufen. Erst bei einer Berghütte ziehen wir vorbei und übernehmen die Führung. An Bäumen am Wegesrand sind Zahlen und plus oder minus Zeichen, wobei manchmal die Rechnung nicht funktioniert und sowieso unklar ist, wofür die überhaupt stehen.

    Kurz danach kommen wir an eine Stelle, an der Stahlseile als Haltemöglichkeit befestigt sind und ich gebe mein bestes, diese voll auszukosten, obwohl der Weg einfach begehbar ist. Bei den nächsten, die bisschen mehr Berechtigung haben, springe ich in wenigen Schritten vorbei und halte erleichtert an. Weiter bergab sitzen mal wieder die Leute mitten auf dem Weg, anstelle sich nebendran zu setzen. Es geht mit einer Hängebrücke über einen Wasserfall, wobei sich die Brücke kaum zum Schwingen bringen lässt.

    Als bergauf verfolge ich abseits des HTs den Grat bis auf den Mont Vorassay (2303m), um dann 150 Hm zum eigentlichen Sattel wieder abzusteigen. Dort wartet Anne auf mich und wir genießen in der prallen Sonne das Mittagessen. Ich renne anschließend bis zur nächsten Hütte den Berg runter, und setze mich an einer geeigneten Stelle in den Bach, der mit einer kräftigen Strömung ein schönes Erfrischungsbad gibt. Danach ein bisschen Dehnen und dann weiter nach Les Contamines Mentjoie, wo wir für 3 Tage Verpflegung einkaufen. Leider gibt es kein richriges Brot und so probieren wir mal Kräcker aus.

    Auf dem Weg zu einem möglichen Übernachtungsort telefoniere ich mit zwei Freunden, wobei der HT hier an einem laut rauschenden Fluss entlang geht und ich mir die Ohren zuhalten muss, um überhaupt was verstehen zu können. Es geht durch einen Park mit Sportanlagen und wir stellen fest, dass wir an dem Ort schon vorbei sind, den wir auf der Karte rausgesucht hatten. Zurück ist keine Option also laufen wir bis zu einer Kapelle, wo es neben einer großen Wiese auch sonst alles gibt, was wir für einen schönen Abend benötigen.

    Anfangs haben wir noch etwas entfernt Gesellschaft von einer jungen Männergruppe und wie diese dann auch der Dunkelheit entflohen sind, geht ein Strahler an, der die Kapelle beleuchtet, wobei wir voll mitbeleuchtet werden. Gegen 23 Uhr ist es dann auf einmal dunkel und ich kann in Ruhe auf dem Tisch einschlafen.
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