• Martin M
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Magisches Afrika!

Eine vierzehntägige Reise durch Ghana, Togo, Benin und Ruanda. Read more
  • Trip start
    April 16, 2026

    Akwaaba - Willkommen in Ghana

    April 17 in Ghana ⋅ ⛅ 28 °C

    Der Flug nach Accra, Ghana war unerwartet unspektakulär. Auch wenn Lufthansa es noch einmal spannend gemacht hatte. AirDolomiti und AirItalia sind eingesprungen und haben mich dann zuverlässig nach West-Afrika gebracht. Vom Touchdown in Accra, durch Immigration, Customs und für die Wechselstube habe ich in Summe nicht einmal 15 Minuten gebraucht und so trat ich bei angenehmen 35 Grad und 100 % Luftfeuchtigkeit vor die Eingangshalle vom Flughafen und wurde von meinem Fahrer im Empfang genommen. So stell ich mir das vor.

    Da auf diesem Fleckchen Erde (noch) keine Motorradtouren angeboten werden bin ich dieses Mal mit World of Expeditions und im Minibus unterwegs. Mit an Board sind vier Australier, eine Kanadierin und eine Journalistin aus den USA. Und Aussies sind ja sowieso schmerzbefreit. Also Spass ist garantiert.

    So sind wir am ersten Tag auf direktem Weg raus aus Accra und haben im Shai Hills National Park erstmal einen Berg bestiegen, um uns einen Überblick zu verschaffen. Schon jetzt steht fest, alles ist so ganz anders als erwartet. Jeder Tag wird ein Abenteuer.
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  • Dschungelfieber

    April 20 in Ghana ⋅ ☁️ 24 °C

    First things first: es ist so eine unglaublich hohe Luftfeuchtigkeit, dass einem den ganzen Tag das Wasser läuft. Also so richtig! Man ist am Morgen bereits auf dem Weg zum Frühstück für den Rest des Tages vollständig durchgeschwitzt.

    Ansonsten ist Ghana super interessant. Ähnlich wie damals in Malawi oder Zambia steckt nach meiner Wahrnehmung der Tourismus noch komplett in den Kinderschuhen. Mit Initiativen wie das Green Eco Village, welches aus Plastikflaschen Taschen, Jacken und Duschhauben herstellt oder die Anlage von Hiking Trails in den Bergen (auch wenn es für Hiking eigentlich viel zu heiß ist!!) Versuchen die Communities sich mehr und mehr als Touristenziele zu etablieren.

    Die Natur ist sowieso bezaubernd. Lizards sind in allen Farben und grundsätzlich überall zu finden. Sie begrüßen dich am Morgen von der Decke und leisten dir den ganzen Tag Gesellschaft. 🤣 Und durch Cacao Plantagen mitten im Regenwald zu laufen ist sowieso ein Highlight.

    Heute verlassen wir bereits Ghana über die Bergkette in Richtung Togo weiter auf unserem Weg nach Benin, dem spirituellen Zentrum der afrikanischen Voodoo Kultur.
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  • German Footprints

    April 21 in Togo ⋅ ☁️ 31 °C

    Der Grenzposten in den Bergen zu Togo war relativ schnell passiert. Außer ein paar Hühner und Ziegen war niemand unterwegs. Fotografieren dagegen, wie eigentlich immer, strengstens verboten.

    In Togo selbst stößt man trotz nun offizieller französischer Sprache schnell auf deutsche Wurzeln. Immerhin war Togo von 1884 - 1914 deutsches Schutzgebiet. Straßen und Wasserkanäle wurden gebaut, Kaffee und Teak Bäume angepflanzt und überhaupt besteht bis heute eine enge freundschaftliche Beziehung der beiden Länder zueinander. Von Studenten der Universität aus Lomo werde ich in Deutsch angesprochen.

    Hier in Togo werden wir auch in den abgelegensten Dörfern in den Bergen überall zwar skeptisch aber super freundlich willkommen geheißen. Grundsätzlich ist und bleibt dennoch festzuhalten - Leben ist hart in Afrika! Wir besuchten Agoutodji, ein Dorf welches ausschließlich zu Fuß zu erreichen ist und wurden zur feierlichen Fertigstellung der ersten "Wasserleitung" (von der Kilometer entfernten Wasserquelle kommend) eingeladen. Auch der Besuch der Grundschule erdet ungemein.

    Leider endet damit heute aber auch schon wieder unser Aufenthalt in Togo. Es ist Border Crossing Day. Wir kommen nach Benin.
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  • Von Geistern, Tempeln und Königen

    April 24 in Benin ⋅ ☁️ 29 °C

    Wir sind in Benin, einem Teil des ehemaligen Königreichs Dahomey (1600 - 1894), einem der mächtigsten Staaten Afrikas im 18. und 19. Jahrhundert angekommen. Allein über das Königreich, die verschiedenen Herrscher und die weltweit gefürchteten Amazonen-Kriegerinnen "N'Nonmiton" könnte man hier einen ganzen Footprint füllen. Mit der Kolonalisierung verschwand dann das Königreich und wurde als "Sklavenküste" zum Zentrum des transatlantischen Sklavenhandels. Bereits während der Zeit des Königreichs waren es schon die Könige gewesen, die den Menschenhandel zu einem Geschäft machten. Die Stadt Quidah als zentralen Ort werden wir in den kommenden Tagen noch besuchen.

    Leider lassen sich die ersten Eindrücke von Benin weder beschreiben noch irgendwie in Bildern wirklich festhalten. Mehr als 50% der Einwohner leben in absoluter Armut (weniger als 1,90USD / Tag), über die Hälfte der Erwachsenen sind Analphabeten und nur 20% der Einwohner haben überhaupt Zugang zu Wasser. Das in Verbindung mit der hier allgegenwärtigen Voodoo Kultur (Voodoo gilt in Benin als Staatsreligion) schafft einen Mix, der nur schwer mit unserer westlichen Sichtweise und Denkmustern zu verstehen ist. Beim Besuch eines Voodoo Marktes sind einige aus unserer Gruppe nach nur kurzer Zeit wieder zurück in den Bus. Und auch der Besuch von Tempeln und Dörfern, wo die Reste von Tieren als Opfergaben noch überall sichtbar sind, fühlt sich eigenartig an. Wie müssen wohl die ersten Europäer geschaut haben, als sie hier an die Westküste gekommen sind? Noch heute fühlt es sich so an, als sei man in einer komplett anderen Welt.

    Wir sind jetzt noch drei weitere Tage in Benin und machen uns dann wieder auf den Rückweg über Togo nach Ghana.
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  • Les différents visages du Bénin

    April 26 in Benin ⋅ ☁️ 27 °C

    Ich habe selten ein Land mit so vielen unterschiedlichen Gesichtern und Facetten gesehen. Die Auswahl an Bildern gibt dabei auch nur ein Bruchteil von dem wieder, was wir in den letzten Tagen gesehen haben. Insbesondere die Voodoo Zeremonien (an denen wir dank unseres Guides Isac als Touristen ausnahmsweise und nur durch viel Einfluss teilhaben durften), die Märkte und die praktizierten Rituale sind soweit weg von dem was wir kennen, dass man sie selbst einmal erleben muss um ansatzweise einen Eindruck zu bekommen. Hinzukommen die überall noch deutlich sichtbaren Spuren des Sklavenhandels. Die offizielle Abschaffung erfolgte im Zuge der französischen Kolonialisierung erst Ende des 19. Jahrhunderts, nachdem der Handel zuvor über 400 Jahre andauerte! Auch Isac berichtete am Point of no return von Fällen aus seiner Familie.

    Benin kann man nicht beschreiben! Es ist aber auf jeden Fall eine Reise wert!
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  • Abschied aus Westafrika

    May 1 in Ethiopia ⋅ ☁️ 16 °C

    Zwei Wochen enden, die abwechslungsreicher nicht hätten sein können. Sinnflutartiger Regen, Voodoo Märkte, Sandstrand, chaotischste Grenzübergänge, konstant unregelmäßige Stromausfälle, bunteste Farben und eine immer gut gelaunte Reisegruppe auf den nicht enden wollenden Buckelpisten in Ghana, Togo und Benin. Vielen Dank Westafrika, es hat Spass gemacht.

    Aktuell bin ich bereits in Addis Ababa und warte auf meinen Weiterflug nach Kigali, Ruanda. Auf dem Programm steht noch ein "high five" mit den Berggorillas im Volcano National Park. Derzeit is Dauerregen vorausgesagt. Ich bin gespannt.
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  • Bei den sanften Riesen!

    May 2 in Rwanda ⋅ ☁️ 7 °C

    So, letzter Tag meiner Reise durch Afrika. Und der sollte noch einmal etwas besonderes werden. Ich hatte mir schon weit im Vorfeld ein Permit für den Besuch der freilebenden Berggorillas in Ruanda organisiert und jetzt nun war es soweit.

    Wieder einmal aber war ich so gar nicht vorbereitet. Schließlich muss man auch erstmal hinkommen. Zunächst 4am war Pickup an der Unterkunft in Kigali und dann 3h Fahrt im Allrad und auf besten Bergstraßen durch die "Schweiz von Afrika". Nach einem kurzen Briefing ging es weiter, jetzt im straffen Gelände hinauf bis in die am Rand vom Nationalpark gelegenen Bergdörfer. Nach weiteren 90min mit dem Auto ging es dann nur noch zu Fuß weiter. Und das war ernsthaftes Trekking!! Mit scharfen Waffen (wegen der Büffel hier oben, die manchmal verrückte Sachen machen), Machete (weil Dschungel und da Wege einfach nicht existieren) und natürlich einer Menge Respekt machten wir uns immer den Spurenlesern hinterher auf den Weg in Richtung Gorillafamilie. Die hat sich auf 3000 m Höhe rumgetrieben. Das Auto hatten wir auf ca 2200 m stehen gelassen und so schlugen wir uns mittlerweile im Dauerregen durch den Busch immer weiter den Berg hinauf.

    Und wir waren noch gar nicht richtig vorbereitet, d.h. Rucksack ab, Mundschutz-Maske auf und Waffen und Stöcke weg, kam auch schon der Chef der 14-köpfigen Gorillagruppe (genannt Zusu) auf uns zu. Da weiß man vor lauter Schreck gar nicht wohin mit sich. 🤣 Aber die Tiere waren so sanft und gelassen, da war die Aufregung auch schnell verflogen.

    Hier ein paar Fakten:
    Die Gesamtzahl der weltweit freilebenden Berggorillas liegt aktuell bei mehr als 1.000 Individuen. Die Tiere verteilen sich auf zwei isolierte Populationen im Grenzgebiet von Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo. Dank intensiver Schutzbemühungen konnte der Bestand in den letzten 30 Jahren mehr als verdoppelt werden. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft sie nicht mehr als „vom Aussterben bedroht“, sondern als „stark gefährdet“ ein. Berggorillas essen am Tag Pflanzen und Wurzeln in einer Menge von ungefähr 70% ihres Körpergewichts. Ein ausgewachsener Berggorilla-Silberrücken (Durchschnittsalter zwischen 35 und 40 Jahren) wiegt dabei in der Regel zwischen 150-180kg.... und ist top trainiert, wie ich aus nächster Nähe feststellen durfte.

    Am Ende bleibt festzuhalten. Diane Fossey hat alles richtig gemacht und ohne Zweifel ... Natur ist gewaltig!!

    Bis bald!
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    Trip end
    May 3, 2026