• Martin M
  • Martin M

Travel The World. Expedition.

Es ist wieder an der Zeit! Ein ganzes Jahr auf Reisen rund um den Globus. Dieses Mal nicht mit dem Motorrad, stattdessen auf dem Fahrrad, mit dem 4x4 Offroad-Bus, dem Mietwagen oder die letzten fünf Monate auch komplett zu Fuß. Læs mere
  • Sydney - das andere Ende der Welt

    29. september 2017, Australien ⋅ ☀️ 32 °C

    Also ich habe ja etwas gebraucht, um mich mit Sydney anzufreunden. Wahrscheinlich weil ich auch etwas komplett anderes erwartet habe. Aber die Metropole mit 5 Millionen Einwohner hat wahnsinnig viel Charme und gibt einem eher das Gefühl in einer hippen Kleinstadt zu sein. Alles ist zu Fuß erreichbar, es gibt unglaublich viele gemütliche Bars und die Skyline ist sowieso unübertroffen. Zum berühmten Bondi Beach war es auch nur eine Jogging Stunde. Dort ist dann natürlich noch mal alles viel cooler.

    Highlight war jedoch der Harbour Bridge Climb at night!! mit obligatorischem Alkoholtest vor der Tour. Es war gut windig, aber der Ausblick auf die Stadt in 144 m Höhe ist schon besonders.

    Wie schon angekündigt werde ich die nächsten Tage nun nicht mit dem Zug "The Ghan" durch den Süden und hinauf in das Red Center fahren. Auch wenn das bedeutet, dass mein bereits gekauftes Ticket wohl verfällt. Stattdessen treffe ich mich mit Brittaney in Banff, Canada wo wir eine Woche in die Rocky Mountains zum Hiking gehen werden. Brittaney, Minnesotian durch und durch, hatte ich auf der Rafting Tour auf dem Colorado River kennengelernt. Sie war sicher auch ein Grund, warum die Tour so klasse war. Ich kenne keinen, der so lebenslustig und dabei so unerschrocken durchs Leben geht wie Brittaney. Da können die Bären einpacken. Ich freu mich.
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  • Most wonderful time!

    8. oktober 2017, Canada ⋅ ⛅ 3 °C

    Banff, Alberta/ Canada!! So wirklich hatten wir ja keinen Plan was wir in der Woche machen wollen. Hinzukommt, dass die Saison gerade am ausklingen und alles schon mehr oder weniger zu war. Das gute daran, es waren kaum bis gar keine Touris unterwegs. Und ab dem Sentinel Pass auf 2.600 m waren wir sowieso komplett auf uns gestellt. Zumindest das wollten wir ja.

    Vor Bären wurde zwar überall gewarnt, aber das Bärenspray haben wir zum Glück nicht gebraucht. Ein schon ziemlich nahes Brüllen von etwas "Großem" neben uns hatte aber schon ausgereicht, um kurz Schnappatmung zu bekommen. Brittaney hat das in ihrer besonderen Art einfach weggequatscht. Ein Traum!
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  • Alice Springs

    11. oktober 2017, Australien ⋅ ⛅ 28 °C

    Und wieder zurück, ab jetzt im Northern Territory - am anderen Ende der Welt. Hier in Alice Springs bin ich in einem super chilligen Hostel, wo ich mich erstmal ein wenig sortiere und einen neuen Plan aufstelle. Auch müsste ich mich langsam auf den Te Araroa Trail in Neuseeland vorbereiten. Aber ich habe mich entschieden, dass ich das auf mich zukommen lasse und dann live vor Ort manage.

    Alice Springs wurde 1872 als Telegraph Station gegründet. Es war die erste Verbindung Australiens zur Außenwelt. Heute ist die Stadt mit 25.000 Einwohnern für viele Touristen das Tor ins Outback, jeweils etwa 1.300 Kilometer von den nächsten Großstädten (Adelaide, Darwin) entfernt. Von der hohen Kriminalitätsrate und dem hießigen Alkoholproblem bekomme ich in meiner Oase hier nicht wirklich etwas mit. Das erinnert mich aber daran, dass ich erst einmal los und noch Bier holen muss.
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  • Unterwegs im Red Center

    13. oktober 2017, Australien ⋅ ☀️ 34 °C

    Als Red Centre wird die charakteristische Halbwüste mit rotem Sand im Zentrum des australischen Kontinents im Outback des Northern Territory bezeichnet. Es erstreckt sich auf einer Fläche von zirka einer Million km² - also ein super Sandkasten für mich. Die Fahrt ging zunächst ziemlich einsam auf dem Namatjira Drive und dem Mereenie Loop gute 400 km immer in Richtung Red Center.

    Unterwegs stoppte ich dann auf eine Limo in Hermannsburg (Deutsche Siedlung und Missionarsstation) und kreuzte wenig später den world famous Larapinta Trail. Auf dem Trail gibt es über die gesamte Länge von 200 km so gut wie kein Wasser, so dass ich mich bei der Hitze auch nur auf eine Tagestour beschränkt habe.
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  • Uluru und Kata Tjuta

    16. oktober 2017, Australien ⋅ ☀️ 35 °C

    Wer kennt es nicht, das Foto mit dem Felsblock mitten in der australischen Steppe. Es war ein wenig wie im Autokino, als sich am Abend alle mit Ihren Trucks eingefunden haben, um vom Heck aus mit Beer und BBQ den Sonnenuntergang zu beobachten. War wirklich schön, insbesondere als die vielen Tagestouristen dann schon wieder weg waren. Ich hatte ehrlich gesagt auch lange überlegt, ob ich auf den Berg steigen sollte, weil er ja nun auch einmal da ist. Aber bei den Anangus, einen Stamm der Aborigines gilt dies als unerwünscht, so dass ich dann weiter zu den Kata Tjuta ("viele Köpfe") gefahren und dort durch die roten Sandsteinfelsen gestiegen bin.Læs mere

  • On Bike

    19. oktober 2017, Australien ⋅ ☀️ 36 °C

    Wie kann man am besten nach Dingos suchen? Ich organisierte mir also erst einmal ein Bike. Bevor ich allerdings los konnte, musste ich erstmal einen Schlauch wechseln. Ich vermute, dass freundliche Kerlchen auf dem Foto unten hatte sich an meinem Rad einmal kurz angelehnt. Also, auf dem Plan standen 60 km feinste Single Trails im Outback. Es stellte sich allerdings schnell heraus, dass es wohl auch für Dingos mit knapp 39 Grad im Schatten viel zu heiß ist ... dagegen war auf kreuzende Kängurus immer aufzupassen! Hätte nie gedacht, dass die so schnell sind.

    Heute abend mache ich mich mit dem Windhund auf die 1.500 km Strecke nach Darwin, NT. Damit beginnt leider auch schon die letzte Etappe in Australien.
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  • Am Top End Australiens

    24. oktober 2017, Australien ⋅ ☀️ 36 °C

    Mittlerweile bin ich jetzt schon ein paar Tage in Darwin, am Top End Australiens. Und es ist so gar nichts los hier!! Außer, dass es richtig heiß ist.

    Leider finden auch die meisten Ausflüge und Aktivitäten nicht statt, da zu wenige Teilnehmer. Bestätigt ist für Donnerstag aber "The Territory's Ultimate Tour"! Bis dahin stromer ich weiter von einer BBQ - Burger Bar zur nächsten. Die sind so klasse. Hier oben lässt es sich wirklich aushalten.Læs mere

  • The Territory Ultimate Tour

    26. oktober 2017, Australien ⋅ ☁️ 31 °C

    Start war heute 6:30am mit noch warmen Brötchen und dem Wasserflugzeug in Richtung Finnies Floodplains. Dort angekommen gab es ersteinmal bestes Aussie Brekki auf dem Pristine Billabong mit zauberhafter Aussicht! Im Anschluss wechselten wir auf das Airboat und machten uns in den Wetlands auf die Suche nach Crocos. Ein richtig feines Vergnügen. Und bevor es mit dem Floatplane zurück nach Darwin ging, folgte noch der Helikopter Flug kreuz und quer durch den Busch. Definitiv nichts für einen empfindlichen Magen.

    Morgen dann die Fahrt mit dem Windhund weiter nach Broome, Western Australia. Ich dachte ja immer ich bin fix unterwegs, aber die machen die 1.823 km in weniger als 24 Stunden.
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  • Willi Creek Pearl Farm

    29. oktober 2017, Australien ⋅ ☀️ 40 °C

    Gestern war ich zu Besuch auf einer Perlenfarm. Der wohl schönste Arbeitsplatz ever!! Aber auch das mit der Perle ist nur geschummelt. Den Muscheln wird ein Perlmuttkern eingesetzt, der dann von der Muschel mit Perlmuttschichten überzogen wird. Im Grunde ist dieser Kern ein Fremdkörper, vor dem sich die Muschel nur selbst schützt. Und als Schutz vor dem Rest der Welt vertraut die Muschel dann dem Dutzend Salzwasserkrokodile, die den Creek ihr Zuhause nennen.Læs mere

  • Exmouth

    31. oktober 2017, Australien ⋅ ☀️ 34 °C

    Exmouth - ist der Hammer! Zwar hat man gefühlte fünf Tag Anreise aus jeder Richtung, aber es ist richtig Klasse hier. Und irgendwie auch keinerlei Menschen unterwegs. Von Touristen ganz abgesehen.

    Das Küstenörtchen ist direkt am Ningaloo Reef, dem größten Saumriff der Welt und zugleich UNESCO-Weltnaturerbe gelegen! Die nächsten drei Tage bin ich dann also unter Wasser zu finden.
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  • Tauchen im Pardies

    2. november 2017, Australien ⋅ ☀️ 35 °C

    Es gab den Wunsch nach mehr Bilder vom Meer. Hier ist ein Anfang. Auf dem Weg hinaus zum Reef wurden wir heute zudem von Humpback Whales begleitet. Diese Tiere sind so majestätisch, das kann man gar nicht im Foto festhalten. Und manchmal ist es wahrscheinlich besser den Moment einfach nur zu genießen.

    Zwischenstop machten wir am Turquese Bay zum Snorkeling. Absolut ein Traum. Das Reef verläuft hier teilweise direkt am Strand. Wassertemperatur sind angenehme 25 Grad.

    Und weiter ging es dann zur Blizzard Ridge und Labyrinth zum Tauchen. Hier hatte ich das erste Mal dann auch eine Seeschlange gesehen. Der Anblick ist schon etwas gewöhnungsbedürftig.
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  • Exmouth Navy Pier

    4. november 2017, Australien ⋅ ☀️ 34 °C

    Tauchen im militärischen Sperrgebiet - Exmouth Navy Pier. Mit Pass- und Personenkontrolle und unter Aufsicht durch das Departement of Defense. Man fühlte sich gleich etwas besonders.

    Am nächsten Tag steuerte das Boot in Richtung Munro Islands. Auf dem Weg dorthin folgte uns plötzlich ein Schwarm Manta Rays. Wir ließen uns nicht zweimal bitten und im Nu waren alle im Wasser auf einen Plantsch mit den Mantas. Es ist schon ein skuriles Gefühl, wenn diese Riesen auf dich zukommen und mit dir interagieren wollen.Læs mere

  • Monkey Mia - Cheers Australia!

    6. november 2017, Australien ⋅ ☀️ 34 °C

    Zum Abschluss folgte noch ein Abstecher nach Monkey Mia, WA. Hier ist es so ruhig und entspannt, da kommen sogar die Delfine zum Frühstück. Zurück auf der Straße bog ich mit meinem recht "unauffälligem" Wagen dann noch in die Dünen vom Nambung National Park ab. Aber irgendwie war nach den acht superschönen Wochen hier in Australien mein Entdeckerdurst vorerst gestillt, so dass ich mich recht schnell auf direktem Weg nach Perth aufmachte.

    Es bleibt festzuhalten, dass Australien unbeschreiblich ist, auch weil so komplett anders!!! Tiere, Planzen, Lifestyle der Aussies ... es ist einfach alles viel viel cooler. Und das ist keine Untertreibung. Ich komme auf jeden Fall wieder. Jetzt heißt es aber ersteinmal Rucksack packen und hinüber auf die Nachbarinsel. Die einfachen Zeiten sind ab jetzt vorbei!
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  • Mae govannen Ennorath!

    9. november 2017, New Zealand ⋅ ⛅ 17 °C

    Willkommen auf Mittelerde! Und ich bin auch gleich sehr nett empfangen worden.

    Ohne mich in Auckland groß aufzuhalten, organisierte ich mir noch fix die letzten fehlenden Ausrüstungsgegenstände und steige bereits morgen in den Bus nach Cape Reinga, den nördlichsten Punkt der Nordinsel Neuseelands. Von da an beginnt das Abenteuer "Te Araroa Trail" - 3.000 km zu Fuß von der Nordspitze Neuseelands bis an den südlichsten Punkt der Südinsel nach Bluff. Ich hatte mir zwar im Vorfeld ein Buch organisiert, allerdings kam ich so überhaupt nicht dazu, mich mit dem Trail auch nur ansatzweise zu beschäftigen. Ich habe also keine Ahnung was da auf mich zukommt. Das wird ein richtiger Spass werden!!

    In diesem Sinne. kia haere tatou!
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  • Auf dem Ninety Mile Beach

    15. november 2017, New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    So wirklich trau ich mich ja gar nicht die Bilder von den ersten Tagen hier zu zeigen. Die Landschaft ist ein Traum! So schön es ist, so hart muss man aber auch dafür arbeiten. Der Track folgte der gesamten Länge vom Ninety Mile Beach. Die Tasman Sea vor Augen, den Sand unter den Füßen und von Früh bis Abends den Wind direkt von vorne ins Gesicht. Aber ich bin unterwegs, und nur das zählt.

    Eigentlich komme ich mit den Tages-Distanzen auch gut zurecht, aber die Füße machen sich schon bemerkbar. Es wurde auch sehr schnell deutlich, dass ich viel zu viel Gepäck dabei habe. Die ersten drei vier Tage ging es daher eigentlich auch nur darum immer wieder zu schauen, auf was man noch verzichten könnte. Laufe ich mit diesem Gewicht weiter, ist definitiv in wenigen Tagen Schluss.

    Aktueller Standort: Ahipara / Km 110
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  • Northland Forests

    24. november 2017, New Zealand ⋅ 🌧 20 °C

    Northlands Forests! Das waren 60 Kilometer Schlamm pur!! Und ich war das erste Mal froh nicht mit Trail Running Schuhen unterwegs zu sein. Auch der Tag Zwangspause in Ahipara hatte meinen Füßen gut getan, so dass ich mehr oder weniger okay weiter gehen konnte. Es war aber verdammt anstrengend. Hinterher stellte ich fest, dass ich fast keine Bilder gemacht habe. Das sagt bei mir auch immer eine Menge aus.

    So langsam stelle ich zudem mehr und mehr fest, dass dies hier keine Standard Wanderung wird, so wie wir das aus Europa kennen. Gestern verlief der Trail beispielsweise mehrere Kilometer einfach nur mitten im Flussbett. Den Fehler, dass ich ohne Wasserfilter los bin, habe ich auch bereits korrigiert. Man muss sich schon selbst versorgen können, in der Regel auch für mehrere Tage.

    Ich komme aber mittlerweile gut voran. Aktueller Standort: Paihia / Km 230
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  • Tide Times

    1. december 2017, New Zealand ⋅ ☁️ 19 °C

    Die letzten Tage waren alles, nur nicht langweilig! Am Morgen läufst du noch über die endlosen Schafweiden die Hügel hoch und runter, bist Mittag mitten im Regenwald und suchst den Weg durch das Dickicht, um am Abend schließlich am Strand anzukommen und dein Zelt in den Dünen aufzubauen. Das Wichtigste der letzten Tagen war aber immer bei der Streckenplanung auch die Tide Times im Auge zu behalten. Es gibt Abschnitte durch die Buchten, da ist bei Flut an ein Durchkommen rein gar nicht zu denken.Læs mere

  • Noch zwei Tage bis Auckland

    6. december 2017, New Zealand ⋅ ☀️ 23 °C

    Dieser Trail-Abschnitt wurde von keinem geringeren als Sir Edmund Hillary eröffnet. Ihm gelang am 29. Mai 1953 zusammen mit dem nepalesischen Sherpa Tenzing Norgay die Erstbesteigung des Mount Everest. Es war mir eine Ehre hier entlang laufen zu dürfen.

    Jetzt warte ich gerade wieder auf Low Tide, um an den Felsen an der Küste vorbei zu kommen.... und in zwei Tagen bin ich dann schon in Auckland!
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  • Sky City!

    7. december 2017, New Zealand ⋅ ⛅ 23 °C

    So heute war 4:00am Start zum River Crossing! Low Tide again. So wirklich wohl aber war keinem dabei, da man bis zur Hüfte im Wasser stand und absolut nichts gesehen hat. Auch wenn sonst immer jeder irgendwie für sich läuft, haben wir uns hier zusammengetan bzw. sind zumindest in Sichtweite gelaufen. Das Gute war, einer hatte Rotwein dabei und nach erfolgreicher Überquerung erst einmal eine Runde ausgegeben. Praktisch zum Frühstück.

    Die verbleibenden 37 km bis Auckland zog ich schließlich an einem Stück durch und hatte am Nachmittag dann besten Blick auf Sky City. Nach den ersten knapp 600 km bin ich mittlerweile auch im Laufen angekommen und habe zum ersten Mal das Gefühl, die Strecke bis nach Bluff kann ich gut und locker schaffen... auch wenn die ein oder andere Grusel-Geschichte, von dem was noch vor uns liegt, bereits die Runde macht. Aber warum sich darüber jetzt schon Gedanken machen?

    Aktueller Standort: Auckland / Km 595,3
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  • Back into the Bush

    14. december 2017, New Zealand ⋅ ⛅ 34 °C

    Back into the Bush! Der Zero Day in Auckland war schnell vorbei. Hier und da ein wenig was geräumt, Pizza gegessen und wieder zurück auf den Trail. Dieser führte dann raus aus Auckland direkt über den Golfplatz und am Flughafen vorbei. Das war witzig.

    Der ein oder andere im Hostel war noch unschlüssig wie mit der Sperrung des Trails aufgrund von Schlammlawinen in den letzten Tagen umzugehen ist. Ich entschied mich für den 80 km langen Umweg immer die Straße entlang. Das war nicht so schlimm. Bei Motocrossern konnte ich im Garten, zwischen einer Bulldogge und eine Handvoll Hühner mein Zelt aufschlagen. Da gab es dann sogar Bier ans Zelt.

    Die ersten kleinen Hügel auf der Nordinsel liegen nun auch bereits hinter mir und ich muss sagen... ich bin im Flow. Laufen - Essen - Schlafen und wieder von vorne. In den nächsten Tagen komme ich auch immer näher in Richtung Mordor. Ich freu mich. Nur so am Rande - es ist teilweise viel zu heiß!

    Aktueller Standort: Hamilton / Km 800,6
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  • Trampers High

    23. december 2017, New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C

    Die letzten Tage war es tatsächlich schwer, genügend Wasser zu finden. Hat man einmal eine Quelle gefunden, trinkt man so viel wie man kann. Da geht schnell mal eine Stunde drauf. Aber der Wasserfilter ist sowieso bereits schon seit längerer Zeit eines der wichtigsten Utensilien geworden.

    Mittlerweile habe ich nun den Timber Trail hinter mir gelassen. So langsam trifft man auch kaum noch andere Tramper (so wie der Hiker hier in Neuselland heißt). Aufgrund der Distanzen war es auf diesem Trail-Abschnitt notwendig für sechs Tage Essen im Rucksack zu haben. Am Ende war ich schneller durch und hatte noch einiges an Essen übrig. Das bringt Selbstvertrauen für zukünftige Aufgaben.

    Morgen starte ich auf die 42. Traverse immer in Richtung Tongariro Nationalpark. Die Vulkanüberquerung plane ich, wenn das Wetter mitspielt, dann für den 1.1. Euch allen wünsche ich schon einmal schöne Weihnachten.

    Aktueller Standort: Taumarunui / Km 1.074,2
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  • Tongariro Alpine Crossing

    28. december 2017, New Zealand ⋅ ⛅ 4 °C

    Es ist schon ein wenig wie Lotto, ob es einem möglich ist die 19.4 km durch hochalpines Vulkangebiet in Angriff zu nehmen oder nicht. Der Trail zählt zu einem der schönsten Day Hikes in Neuseeland... vorausgesetzt das Wetter passt. Ich war schon zwei Tage bei Sturm und Dauerregen im Camper Park und hatte die Hoffnung fast aufgegeben. Für den nächsten Tag waren erneut Sturm und Minusgrade angekündigt. Das klang ungemütlich, aber ich wollte es trotzdem wagen, solange es nicht regnet oder schneit.

    Oben am Red Krater angekommen, pfiff der Sturm dann unerbittlich. Der 20 kg Rucksack war da gar nicht schlecht. Trotz Sturmböen und Kälte war die Aussicht aber top! Und es waren kaum Touristen unterwegs. Normalerweise drängen sich hier an einem Tag bis zu 700 Menschen den Weg hoch und runter. Glück gehabt!

    Über den Kraterrand ging es dann nach Süden zurück ins Tal. Vier Stunden später und man war aus der Felsenwüste zurück im Busch. Ich habe jetzt noch etwa zwei Tage bis nach Whakahoro, von wo aus dann die nächsten 120 km mit dem Kajak auf dem Whanganui River zurückzulegen sind.

    Jetzt bleib ich aber erst einmal glatt noch einen Tag länger hier im National Park Village - die Schnapps Bar ist schließlich Kult! Habe heute auch versucht einen Resupply Plan (Vorausschicken von Lebensmitteln) für die abgelegensten Etappen im Süden aufzustellen, bin allerdings gescheitert. Die längsten Abschnitte ohne Versorgungsmöglichkeit sind etwa acht bis zehn Tage, im Idealfall. Das kann ich auch so schaffen.
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  • Whanganui River Section

    4. januar 2018, New Zealand ⋅ 🌧 18 °C

    Aus Sicherheitsgründen ist die Whanganui River Section nur in der Gruppe möglich. Am Ende war jeder von uns mindestens einmal nicht im Boot, obwohl auf dem Fluss. Eine Stromschnelle heißt 50:50. Für Kajaks 80:20!

    Bevor es aber auf den Fluss ging, feierten wir noch ausgiebig Silvester. Es waren alle, wie jeden Tag, spätestens um neun im Schlafsack. Es gab keinen Grund, da jetzt eine Ausnahme zu machen. Thru Hiker Style eben!

    Wir - das sind im Kern die beiden Engländerinnen Cosmo und Bumble Bee, unsere Chirurgin Gina aus Australien und natürlich Nobu & Kei, das japanische Glück auf Hochzeitsreise - kennen uns alle vom Trail und waren froh, dass es geklappt hat jetzt als Gruppe den Fluss hinunter zu reiten.

    Und wir hatten ordentlich Spass. Insbesondere weil auch unser Kartenmaterial nicht so besonders gut war. Man wusste nie wirklich wo man gerade ist und was als Nächstes kommt. Das war teilweise richtig witzig. Zumal jeder eigentlich nur damit beschäftigt war seine Chips, Wraps und Sweets schnell in Sicherheit zu bringen.

    Die Mãori sagen: "The river flows from the mountain to the sea. I am the river and the river is me." Und nachdem nach fünf Tagen nahezu ALLES nass geworden ist, hatte man tatsächlich das Gefühl Teil des Flusses geworden zu sein. Aber wir konnten alle Boote zurück geben!

    Aktueller Standort: Whanganui / Km 1.397,3 - Damit verlasse ich nun das Heartland und mache mich auf den Weg nach Wellington. Noch elf Tage bis zur Überfahrt auf die Südinsel.
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  • Tararua Ranges

    14. januar 2018, New Zealand ⋅ ☁️ 23 °C

    Mal eben schnell die restlichen Kilometer nach Wellington gelaufen ... da hatte ich mich ja schön geirrt. Nach dem Paddeln ging es zunächst 40 km auf der Straße in Richtung Santoft Beach, der aber wiederum ziemlich skurril war.

    Schließlich führte der Track dann direkt in die Tararua Ranges! Und die sind bekannt für Regen und Wind und von beidem ausgesprochen viel. Aber ich war nicht allein. Unterwegs bin ich auf ein Rescue Team gestoßen, das nach zwei vermissten Jägern gesucht hat.

    Am letzten Tag kam dann tatsächlich auch die Sonne raus. Da war dann schnell vergessen, dass ich mich bei der Verpflegung etwas verkalkuliert habe. Bis in die nächste Stadt nach Otaki Forks, immerhin noch einmal gute acht Stunden, musste ich mit drei Keksen auskommen. War okay! Jetzt aber geht es direkt nach Wellington. Zwei Tage noch.
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  • Wellington

    16. januar 2018, New Zealand ⋅ ⛅ 21 °C

    Da ist es - WELLINGTON! Ich bin jetzt aber ersteinmal auch ziemlich platt. Die heutige Etappe wartete noch einmal mit 40+ km auf. Über die letzten Hügel und plötzlich breitete sich Wellington vor einem aus.. Der Track führte noch durch den Botanischen Garten, an der Cable Car vorbei, über den Friedhof zum Parlament ("Bienenstock") und auf die Main Street bis ins CBD.

    Am Tag zuvor ging es allerdings erst noch über den berühmten Escarpment Track mit seinen tausend Treppenstufen. Da hab ich dann zum ersten Mal auch das Gewicht meines Rucksacks gespürt. Notiz an mich selbst: Ich muss definitiv noch weiter optimieren.

    Morgen werde ich die letzten 10 km zum Ende hier gehen und mich dann ins Abenteuer auf der Südinsel stürzen. Heute Abend wird allerdings erst einmal ausgiebig gegessen. Ein paar Kilogramm habe ich auf dem ersten Teil bestimmt liegen gelassen. Es ist daher wahrscheinlich klug für Teil Zwei wieder ausreichend Reserven anzulegen.

    Aktueller Standort: Wellington / Km 1.721
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