Lucca
July 24, 2022 in Italy ⋅ ☀️ 33 °C
Heute ging es nach Lucca, eine Stadt mit 90.000 Einwohnern, welche durch ihre Textilindustrie bereits im 13. Jahrhundert eine der einflussreichsten Städte war.
Geparkt haben wir im Westen des mittelalterlichen Zentrums der Stadt, kurz vor dem Stadttor Elisa.
Aus dem Auto raus, ging es zu Fuß weiter. Bereits vom Parkplatz aus haben wir Sicht auf das Stadttor Porta San Gervasio (F1). Dieses ist Teil der Stadtmauern, welche 1504 begonnen und 1645 abgeschlossen worden. Hierbei ist das Tor San Gervasio eins von den vier individuellen Toren, da alle anders gestaltet sind. Dieses Tor besteht aus einem Torbogen, welches zwischen zwei 8 Meter hohen Türmen hängt. Hierbei betstehen die Gemäuer aus grauem Sandstein und die Verzierungen aus weißem Kalkstein.
Entlang der Straße Via Elisa gingen wir Richtung Osten, wo wir auch bald schon zum Santa Maria Forisportam (Forispartom (it.): hinter den Toren, also außerhalb der Stadtmauern) gelangten (F2). Dies ist eine katholische Kirche, nachempfunden nach der Kathedrale in Pisa. Das erste Mal wurde sie bereits 768 erwähnt und im 13. Jahrhundert wurde sie neu gebaut. Im 16. und im 18. Jahrhundert folgten dann erhebliche Erneuerungen, wie zum Beispiel dem Glockenturm neben der Kirche (1619).
Wenn man der Straße weiter gen Osten folgt, so kommt bald auf einen kleinen Platz. Rechts von der Straße tront dort die Kirche San Michel in Foro (F3). Dieses ist eine dreischiffige Basilika, welche bereits im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Das besondere ist wohl die Frontseite (F4), welche überproportional hoch im Vergleich mit dem restlichen Kirchenbau ausschaut. Die Kirche wurde erst höher geplant, jedoch sorgten unter anderem Kosten zur Minimierung.
Hinter dem Platz bogen wir rechts um entlang der Straße Via Calderia bis zu den Stadtmauern zu folgen. Wenn man dieser nämlich folgt, erblickt man schon bald die Basilika San Ferdiano. Diese romanische Kirche zeichnet vor allem die streifenartige Fassade aus (F5). Obwohl die Kirche bis in die frühe Vergangenheit außen geändert wurde, so behält das Innere bis Heute die reine Romantik.
Nachdem wir auch dieses Gebäude des Glaubens hinter uns ließen, folgten wir den Stadtmauern bis zum Stadtor Santa Maria. Dort angelangt, machten wir eine 180 Grad Drehung, um über die Via Fillungo zum Piazza dell' Anfiteatro (F6) zu kommen. Das Besondere an diesem Platz ist wohl die Form. Denn ungewöhnlich für Plätze dieser Zeit ist er elipsenförmig. Dies kommt daher, dass es früher tatsächlich ein Amphitheater war (daher auch der Name), welches bereits im späten 1. oder frühen 2. Jahrhundert von den Römern erbaut wurde.
Über die Via Guinigi verließen wir den Platz, um über die Via Elisa zurück zum Auto zu gelangen.Read more






