Vorbereitungen, etc.
July 16, 2022 in Germany ⋅ ⛅ 21 °C
Italien war schon sehr lange ein Reiseziel auf unserer Liste.
Diese Sehnsucht hatte sich bei mir nur noch erweitert, nachdem ich „Call me by your name“ gesehen habe 😅.
Letztendlich war unser Fokus jedoch auf Norditalien, vor allem der Region Lucca.Read more
Kufstein
Jul 17–18, 2022 in Austria ⋅ ☀️ 26 °C
Am ersten Tag ging es für uns in die Perle Tirols - Kufstein.
Kuftstein, beziehungsweise Kuftschtåa/Kopfschtåa im bayrischen Dialekt, ist eine Stadtgemeinde in Tirl an der Grenze zum Freistaat Bayern. Früher war diese auch unter Caofstein, Kopfstein oder Kuefstein bekannt.
Mit fast 20.000 Einwohnern ist Kuftstein nach Innsbrück die zweitgrößte Stadt im Bundesland Tirol.
Außerdem ist es mit Funden , welche mitunter schon 30.000 Jahre alt sind, wohl das älteste besiedelte Gebiets Tirols.
Nachdem das Gebiet 15 vor Christus von den Römern eingenommen wurde, hielten sie diesen für 500 Jahre bevor es von den Bayern besetzt wurde.
Durch die heutige Nähe zu dem Freistadt Bayern wurde es auch himmer wieder Teil der Grenzstreitigkeiten zwischen Bayern, Tirol und Österreich bevor es 1505 endgültig an Österreich abgegeben wurde.
Seit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Kufstein-Innsbrück gelang es der Stadt auch erweitert auf den Tourismus zu greifen.
Nach sechs Stunden Fahrt, kamen wir am Hotel Gisela in Kufstein an und konnten auch sofrt einchecken.
Dies ist ein relativ kleines, stilvolles Hotel, dass seit 1877 bereits bekannt ist und liebevoll von der Familie Bric geführt wird.
Zum Abend hin haben wir noch eine kleine Runde zu Fuß gemacht, da Mo mindestens zwei Mal täglich ein bisschen Außlauf braucht.
Apropo: Mo ist das erste Mal mit auf Tour, unser (relativ) neuer Beagle :).
Vom Hotel aus ging es runter auf den Radweg welcher uns entlang des Inns nach Norden führte. Bei nächster Möglichkeit überquerten wir den Fluss über eine Brücke, um den Weg wieder zurückzulaufen.
Nach der Wasserbastei bogen wir nach links, um auf die Fischergries zu kommen, welcher uns zum unteren Stadtplatz führte. Dort haben wir später auch im Purlepaus Abendbrot gegessen, wobei Maximilian schön Österreichisch Schnitzel mit Pommes bestellt hatte.
Den Stadtplatz entlang, bogen rechts ab, um über die Kirchgasse zurück zum Inn zu kommen. Von dort aus hat man einen schönen Ausblick auf die Festung Kuftstein und kann auch das Denkmal von Karl Ganzer begutachten.
Dieser war ein österreichischer Komponist, welcher von 1920 bis 1988 lebte und hat das Kufsteinlied gedichtet, was Christina prompt vor der Statue anfing zu trällern - nur um zu realisieren, das es keiner sonst kannte.
Von der Burg aus ging es wieder gen Norden, um über die Münchner Straße zurück zum Hotel zu laufen.Read more
Ambra
July 18, 2022 in Italy ⋅ ☀️ 35 °C
Nach einem augiebiegen Frühstück im Hotel, ging es für uns endlich nach Italien.
Von Kuftstein aus folgten wir größtenteils dem Inn bis nach Innsbruck, wo es für uns gen Süden ging. Auf der E45 fuhren wir dann bis nach Bologne bevor wir auf die E35 wechselten. Auf der Höhe von San Giovianni Valdarno fuhren wir dann auf die ländlicheren Straßen, um nach Bucine und von dort aus in den Süden von Ambra zu gelangen.
Ambra ist ein kleiner Ortsteil von Bucine in der Provinz Arezzo, Toskana.
Mit ein bisschen mehr als 1.000 Einwohnern, ist das Örtchen relativ überschaubar.
Vom Hauptplatz aus folgten wir der Via Triste bis wir zu einer klein, fast übersehbaren Straße ankommen. Dort biegen wir rechts ab, um einen kleinen Hügel hinaufzugehen wo uns bald unsere Ferienwohnung auf der linken Seite begrüßt.
Umrandet von einem "Zaun" aus Weihntraubenstäben, welche aufgrund von der Höhenlage und der daraus resultierenden Insektenplage, leider nicht für die Weinproduktion geeignet sind, führt ein Schotterweg uns auf das Grundstück.
Die Ferienanlage, welche früher ein altes Gut oder Bauernhof war, besteht aus drei oder vier Ferienhäusern, plus ein Haus für den Besitzer. Weiterhin gab es auch einen Pool (ein sehr gutes Extra bei Temperaturen von bis zu 38°C) und unter anderem auch Grillzubehör.
"Unser" Häuschen war das Letzte vom Grundstück, hinten versteckt zwischen einem kleinem Wäldchen.
Innen war es wollig warm, wobei dies eher metaphorisch zu verstehen ist, da es, Gott sei Dank, eine Klimaanlage gab.
Nach einem kurzen Gespräch mit dem Besitzer in gebrochenen Englisch, konnten wir auch schon die paar Treppen zur Ferienwohnung erklimmen. Direkt im "Eingangsbereich" befand sich die kleine Küche und und der Essensbereich, welcher aus einem Tisch und mehreren Stühlen bestand. Weiterhin gab es dort auch eine kleine Couch, wo wir zu dritt Platz fanden.
Durch die Tür, welche auch im Bild zu sehen ist, ging es in die zwei Schlafzimmer. Zur linken Seite war das Zimmer von Maximilian und mir mit zwei Einzelbetten und zur Rechten war das Zimmer der anderen drei mit einem Doppelbett. Dahinter befand sich dann das Badezimmer mit Dusche und Toilette.
Viel Zeit war dann nicht mehr vom Tag.
Fast eine Stunde haben wir nach einem Pizza-Restaurant gesucht, wo wir alle was finden konnten. Letztendlich sind wir rausgefahren, um diese dann abzuholen.
Aus irgendeinem Grund hatten die nur Roggenteig - was Maximilian bis heute als die Beste Pizza bezeichnet.
Die eigentlich Beste gab es jedoch erst Morgen :).Read more
White Night
July 19, 2022 in Italy ⋅ ☀️ 36 °C
Unseren ersten vollen Tag in Italien nahmen wir ganz entspannt.
Mit der Hitze in Italien war dies auch gar kein Wunder.
Wer kommt auch auf die Idee im Juli nach Südeuropa zu fahren 🤦♂️.
Mit Temperaturen, die weit die 30°C überschritten, lagen wir eigentliche die gesamten Vormittage nur im Bett unter der Klimaanlage oder im angenehmen Wasser des Pools.
Zur heutigen Abendunterhaltung mussten wir nicht mal weit raus - beziehungsweise gar nicht erst fahren.
Stattdessen ging es leicht bepackt, also eigentlich nur mit Geld und Powerbank, den Hügel wieder runter bevor wir den einen Kilometer ins Zentrum von Ambra gelaufen sind.
Dort war heute nämlich White Night.
White night ist Teil von "Notti d'Ambra", dies ist eine Sammlung an Veranstaltungen für sieben/acht Dienstage im Sommer. Dieses Jahr ging es vom 28. Juni bis 09. September, also ein bisschen mehr als zwei Monate.
Diese Dienstage sind gefüllt voller Programm, um die regionale Musik, Essen und Kultur zu zeigen - sowohl für Touristen, als auch für die Einwohner*innen.
Dabei gibt es jedes Jahr ein ein Thema, diesen Sommer drehte sich alles um die Farben.
Am 28. Juni startete Notti d'Ambra 2022 mit der blauen Nacht, darauf folgte am 05. und 12. Juli die grüne und lila Nacht. Heute, am 19. Juli, fand die weiße Nacht statt. Nächste Woche würden wir die rote Nacht erleben. Leider verpassten wir die gelbe Nacht am 02. August und die "multicolor Night", welche am 09.08. diese wundervollen Tage beendete.
Wie gesagt, war heute die weiße Nacht. Das heißt, dass die Straßen und Geschäfte in weiß dekoriert worden sind und am Hauptplatz eine Bank mit einem weißen Luftballon-Tor.
Auch gab es musikalische Beiträge von Rachele De Corso, einem Singer-Songwriter aus der Gegend, auf dem Hauptplatz, wo wir auch heute starten.
Über die Hauptstraße ging es dann Richtung Theaterplatz, die Flame Parade spielte.
Dort hat man auch einen super Ausblick auf die Castelvecchio. Diese wurde im 12. Jahrhundert von der Familie Ubertini, welche über das Gebiet herrschte, gebaut.
Auf dem Weg zurück hielten wir in der Straße an, um Abendbrot zu essen. Wer hätte es ahnen könnne - es gab Pizza. Die Läden haben nämlich an diesen Tage bis Mitternacht auf, damit Touristen und Bewohner die traditionellen Gerichte probieren können. Man muss aber sagen, dass die meisten Restaurants einfach nur einen Straßenverkauf gemacht haben.Read more
Siena
July 20, 2022 in Italy ⋅ ☀️ 37 °C
Nach einem sehr heißen Tag in Ambra, ging es kurz nach 16 Uhr nach Siena.
Trotz des späten Nachmittags, waren auch um diese Zeit noch über 30°C.
Mit ihren etwa 53.000 Einwohnern gilt Siena als eine der schönsten Städte der Toskana und war somit auch unser erstes Ziel während unseres Urlaubs.
Schon seit Jahren steht die Stadt in politischer, wirtschaftlicher und künstlerischer Sicht in Rivalität mit Florenz, welche ja für die Renaissance bekannt ist, während Siena eher die mittelalterliche Gotik beherbergt.
Bereits im 12. Jahrhundert standen die beiden Städte auf verschiedenen Seiten im Streit der Guelf und Ghibelline. Während Florenz die Guelf, und somit den Papst, unterstützte, stellte sich Siena auf ghibellinischer Seite und erhielt durch die Befürwortung des Kaisers verschiedene Privilegien.
1555 wurde Siena nach langer Belagerung von den Spaniern eingenommen, wurde jedoch bereits zwei Jahre später an Cosimo I. als Lehen gegeben, wodurch die Stadt Teil des Großherzogtums Toskana wurde.
Die Altstadt zählt übrigens seit 1995 auch zu den UNESCO-Welterben.
Und dort ging es heute auch hin.
Geparkt haben wir auf der Straße Via Roma, welche uns Blick auf die erste Sehenswürdigkeit bot: La Porta Romano.
Dies ist eines der Stadttore in Siena und entstand bereits in 1310 im Zuge der Stadtmauererweiterungen.
Entstanden auf den Gelände des zerstörten Klosters Santa Barnaba ersetzte es das vorherige Tor Porta San Martino.
Nach jahrhundertelanger Vernachlässigung wurde es 1932 restauriert. Dabei wurde auch das mittlere Tor vergrößert, um es dem Verkehr anzupassen.
Durch das Tor, folgten wir der Straße für ungefähr einen Kilometer bevor wir am San Martino angelangten.
Dies ist eine Kirche, welche dem heiligen Martin von Tours gewidmet ist. Sie ist eine der ältesten Kirchen in Siena und wurde erstmals im 8. Jahrhundert dokumentiert.
Wir folgten der Straße weiterhin in einem leichten Bogen bis wir am Dom zu Siena ankamen. Dieser wird auch Duomo di Siena oder Duomo Santa Maria (beziehungsweise offiziell: „Cattedrale Metropolitana di Santa Maria Assunta“).
Mit dem Bau dieser Kathedrale wurde bereits Anfang des 13. Jahrhunderts begonnen. Jedoch sorgten die Pest von 1348, eine Wirtschaftskrise und statische- beziehungsweise Baugrundprobleme zur Einstellung aller Arbeiten um 1357. Heutzutage deuten nur das Nordseitenschiff und die Fassade des Duomo Nuovo (dt.: neuer Dom) die Größe des Plans.
Dennoch ist der Dom eines der bedeutendsten Beispiele der gotischen Architektur von Italien, vor allem durch sein charakteristisches Aussehen. Wie man auf dem Foto sehen kann, hat das Bauwerk nämlich einen gestreiften-Look, welcher aus dem dunkelgrünen Serpentinit und weißen Marmor verblendeten Ziegelstein entsteht.
Vom Dom aus ging es wieder zurück Richtung San Martino, jedoch diesmal eine Gasse weiter rechts, wo wir auf den Piazza del Campo treffen, der bedeutendste Platz der Stadt.
Dieser ist nicht nur durch die Architektur bekannt, sondern auch durch das hier jährlich Weimar ausgetragene Pferderennen Palio di Siena (dt.: Wettlauf von Siena). Dieses findet auch bereits seit dem Mittelalter statt.
Ursprünglich war das Gebiet vom Platz gar kein Besitz der Stadt Siena, jedoch entwickelte sich bald ein Marktplatz aufgrund der Nähe zur Fernstraße.
Auch auf dem Platz steht das Rathaus, dieses wurde ungewöhnlicherweise an der tiefsten Stelle des Platzes erbaut, um eine neutrale Lage zu zeigen.
Das hatte zur Folge, dass der Turm „Torre del Mangia“ sehr hoch werden musste, damit er trotz seiner niedrigen Lage die Stadt überragen konnte. Letztendlich ist der Turm 102 Meter hoch, oder 87 ohne den Blitzableiter.
Als die Brüder Rialdi, die Erbauer, den Entwurf im 14. Jahrhundert zeigten, mussten sie alle Risiken aufgrund des waghalsigen Idee selbst tragen — aber der Turm wurde über 10 Jahre erbaut und ist bis Heute eine der berühmtesten Türme der Toskana und der dritthöchste in Italien.
Den Namen hat der Turm übrigens von seinem ersten Glöckner, Giovanni di Balduccio. Er hatte zu seiner Zeit wohl viel Geld für gutes Essen verschwendet und bekam deshalb den Namen Mangiaguadagni (dt.: Einnahmenfresser). Trotz seiner relativ kurzen Zeit als Glöckner behielt der Turm seinen Namen und wurde später in Mangia abgekürzt.Read more
il Pozzone
July 21, 2022 in Italy ⋅ ☀️ 36 °C
Heute gibt es nicht viel zu berichten.
Aufgrund der Hitze, ging es Heute nach il pozzone.
Dies ist ein Wasserbecken, was aus mehreren kleinen Wasserfällen zusammenfließt.
Da es eher zur Kategorie Geheimtipp gehört, gibt es dort auch keine asphaltierten Wege oder so und manchmal musste man auch die Flüsse mit der Hilfe von Steinen überqueren.
Letztendlich fanden wir aber das Becken und konnten den Nachmittag im kühlen Wasser verbringen.Read more
Meer und Pisa
July 22, 2022 in Italy ⋅ ☀️ 33 °C
Heute verlief der Vormittag zum ersten Mal nicht am Pool ab.
Stattdessen ging es ans Meer. Da es an den öffentlichen Stränden häufig ein Hundeverbot gibt, mussten wir erstmal einen suchen, der Mo erlaubte — und so kamen wir auf den Single Fin Dog Beach in Livornio.
Direkt am Strand gibt es einen Parkplatz, wo auch unser Auto seinen Sitz für die nächsten paar Stunden fand.
Da wir die erste Hälfte des Tages dort verbringen wollten, hat Christina einen der 22 Gazebos vor Ort gemietet. Diese sind neben Strandschirmen eine Möglichkeit, um sich vor der Sonne zu schützen.
Mo hatte hier seine erste Möglichkeit, das Lebewesen „Qualle“ zu erkunden und hat eine bereits verstorbene glatt durch den Sand geworfen. Dahingegen hatte er an Meer an sich jedoch nicht so viel Spaß, aber er mochte noch nie Wasser, wenn es höher als sein Bauch ist.
Währenddessen hatten Maximilian und ich keine Scheu ins Wasser zu gehen, auch wenn das Mittelmeer zum Sommer schon fast eklig badewannenwarm war.
Eigentlich war der Ausflug zum Meer jedoch nur ein Mittel zum Zweck. Das eigentliche Tagesziel war ja Pisa.
Maximilian sollte nämlich einen Vortrag über seine Italienreise halten und da wat dieses Landmark natürlich ein Muss.
Es bedeutete jedoch auch eine dreistündige Autofahrt, welche für „erst im Nachmittag losfahren“ zu lange gewesen wäre, somit entschieden wir uns für für die Zwischenstation am Meer.
Nun aber zu Pisa.
Auch wenn die Stadt so einige andere Schönheiten besitzt, sind wir lediglich für den schiefen Turm von Pisa gekommen.
Auch wenn dieser bei fast jedem bekannt sein sollte, werde ich trotzdem ein paar Fakten bringen. Der schiefe Turm von Pisa, oder auch Torre pendente di Pisa in italienisch, ist ein 56 Meter hoher Turm aus Carrara-Marmor. Dieser war ursprünglich als freistehender Glockenturm für den Dom in Pisa gedacht, welcher jedoch durch die Schieflage nach den ersten drei Stöcken auf Eis gelegt worden sind. Daraufhin ruhte der Bau für hundert Jahre. Nachdem die nächsten vier Stockwerke fertig waren, wurde erneut pausiert, bis dann letztendlich 1372 das Glockengeschoss den Abschluss signalisierte. Der Grund dieser Neigung von 4°C liegt im Untergrund aus lehmigen Morast und Sand, welche sich durch das Gewicht des Turmes verformten.
Außerdem kann man auf der Fläche, wo auch der schiefe Turm von Pisa steht, auch den Dom und den Battistero (Baptisterium) von Pisa begutachten.Read more
San Gimignano
July 23, 2022 in Italy ⋅ ⛅ 34 °C
Heute ging es zum mittelalterlichen Manhatten oder auch zur Stadt der Türme: San Gimignano.
Der mittelalterliche Stadtkern ist seit 1990 ein UNESCO Kulturerbe - und dies nicht ohne Grund. Denn während andere Städte in der Toskana größtenteils nur noch Stümpfe ihrer Geschlechtertürme besitzen, sind in San Gimignano noch einige dieser erhalten. Dies sind Wehrtürme, welche von reichen Adelsfamilien errichtet wurden, jedoch auch immer mehr als Zeichen von Macht und Status galten. Heute stehen von den einst 72 Türmen noch 15, wobei der Torre Grossa mit 54 Metenr und der Torre della Rognosa mit 51 Metern die zwei Höchsten sind, welche man schon von weiter weg erblicken kann.
Ein weiteres Highlight in San Gimignano ist das wohl beste Eis der Welt in der Gelateria dell Olmo. Wir fanden es verhältnismäßig okay, gerade in Gegenüberstellung zum Preis und der Größe der Eisbecher. Ein gutes Eis war es dennoch, aber ob es das Beste war?
Die Eidiele befindet sich übrigens auf dem Piazza della Cisterna (dt.: Platz der Zisterne, das Etwas auf dem letzten bild wo wir drauf sitzen), welcher eine dreieckige Form hat. Allein fünf der 15 Geschlechtertürme befinden sich hier beziehungsweise grenzen daran an.Read more
Lucca
July 24, 2022 in Italy ⋅ ☀️ 33 °C
Heute ging es nach Lucca, eine Stadt mit 90.000 Einwohnern, welche durch ihre Textilindustrie bereits im 13. Jahrhundert eine der einflussreichsten Städte war.
Geparkt haben wir im Westen des mittelalterlichen Zentrums der Stadt, kurz vor dem Stadttor Elisa.
Aus dem Auto raus, ging es zu Fuß weiter. Bereits vom Parkplatz aus haben wir Sicht auf das Stadttor Porta San Gervasio (F1). Dieses ist Teil der Stadtmauern, welche 1504 begonnen und 1645 abgeschlossen worden. Hierbei ist das Tor San Gervasio eins von den vier individuellen Toren, da alle anders gestaltet sind. Dieses Tor besteht aus einem Torbogen, welches zwischen zwei 8 Meter hohen Türmen hängt. Hierbei betstehen die Gemäuer aus grauem Sandstein und die Verzierungen aus weißem Kalkstein.
Entlang der Straße Via Elisa gingen wir Richtung Osten, wo wir auch bald schon zum Santa Maria Forisportam (Forispartom (it.): hinter den Toren, also außerhalb der Stadtmauern) gelangten (F2). Dies ist eine katholische Kirche, nachempfunden nach der Kathedrale in Pisa. Das erste Mal wurde sie bereits 768 erwähnt und im 13. Jahrhundert wurde sie neu gebaut. Im 16. und im 18. Jahrhundert folgten dann erhebliche Erneuerungen, wie zum Beispiel dem Glockenturm neben der Kirche (1619).
Wenn man der Straße weiter gen Osten folgt, so kommt bald auf einen kleinen Platz. Rechts von der Straße tront dort die Kirche San Michel in Foro (F3). Dieses ist eine dreischiffige Basilika, welche bereits im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Das besondere ist wohl die Frontseite (F4), welche überproportional hoch im Vergleich mit dem restlichen Kirchenbau ausschaut. Die Kirche wurde erst höher geplant, jedoch sorgten unter anderem Kosten zur Minimierung.
Hinter dem Platz bogen wir rechts um entlang der Straße Via Calderia bis zu den Stadtmauern zu folgen. Wenn man dieser nämlich folgt, erblickt man schon bald die Basilika San Ferdiano. Diese romanische Kirche zeichnet vor allem die streifenartige Fassade aus (F5). Obwohl die Kirche bis in die frühe Vergangenheit außen geändert wurde, so behält das Innere bis Heute die reine Romantik.
Nachdem wir auch dieses Gebäude des Glaubens hinter uns ließen, folgten wir den Stadtmauern bis zum Stadtor Santa Maria. Dort angelangt, machten wir eine 180 Grad Drehung, um über die Via Fillungo zum Piazza dell' Anfiteatro (F6) zu kommen. Das Besondere an diesem Platz ist wohl die Form. Denn ungewöhnlich für Plätze dieser Zeit ist er elipsenförmig. Dies kommt daher, dass es früher tatsächlich ein Amphitheater war (daher auch der Name), welches bereits im späten 1. oder frühen 2. Jahrhundert von den Römern erbaut wurde.
Über die Via Guinigi verließen wir den Platz, um über die Via Elisa zurück zum Auto zu gelangen.Read more
Arezzo
July 25, 2022 in Italy ⋅ ☀️ 36 °C
Heute ging es in das Juwel mittelalterlicher Architektur und Kultur: Arezzo.
Geparkt haben wir in der Nähe des Bahnhofes in Arezzo und sind dann zur Straße Via porta buia gelaufen. Von dort aus geht es einen kleinen Berg nach oben, um dort das Rathaus von Arezzo (F2) und den Dom von Arezzo (F3) zu bestaunen. Zweiteres wurde bereits 1278 gebaut (jedoch erst 1511 fertig gestellt).
Von diesem kleinen Platz aus geht es gerade aus weiter zum Parco Il Prato (dt.: Park des Rasens). Diesen streiften wir jedoch nur bevor wir rechts abbogen, um zum Piazza Grande (F4), auch bekannt als das Herz Arezzos, zu gelangen. Dieser ist vor allem dafür bekannt, dass er auf einem leichten Anstieg gebaut worden ist, fungierte jedoch in der Renaissance das Zentrum für das zivile Leben.
Direkt am Platz gibt es übrigens auch die Kirche Santa Maria della Pieve (F4).
Folgt man der Straße Corso Italia trifft man bald auf die Kirche von St. Michele e Adriano (F6). Diese Kirche stammt aus dem 8. Jahrhundert, erhielt jedoch erst im 14. Jahrhundert ihr heutiges Aussehen. Auffallend ist wohl das große Mosaik über der Eingangstür.
Von dort aus geht es nur noch nach Süden, bis wir zum Piazza Guido Monaco kommen. Dies ist ein Kreisverkehr auf welchem eine Statue von Guido Monaco (F7) steht. Dieser war ein italienischer Musiktheoretiker und Pädagoge hochmittelalterlicher Musik. Als Benediktinermönch gilt er als Erfinder – oder von manchen als Entwickler – der modernen Notensystemnotation. 1025 zog er nach Arezzo, um an der Kathedrale von Arezzo andere Sänger zu unterrichten.Read more
Red Night
July 26, 2022 in Italy ⋅ ☀️ 35 °C
Heute gibt es ein bisschen anderen Content.
Und zwar wollte ich die Zeit mal nutzen, um euch über unsere Vormittage in Italien zu berichten. Mit Temperaturen bis über 40°C kann man da nämlich gar nicht so viel machen.
Christina und Robert sind bereits vor um 8 Uhr eine kleine Hunderunde gegangen, da es danach zu heiß für Mo war.
Wir Kinder schliefen zu diesem Zeitpunkt meist noch.
Gefrühstückt wurde gemeinsam und danach wurde die Zeit entweder im Haus mit der Klimaanlage überlebt oder im Pool am Ferienhaus (F1, 2).
Zum Mittag gab es die Woche jeden Tag eine große Wassermelone (F3), da es war zu warm um irgendetwas festes (oder gar warmes) zu sich zu nehmen.
Als hätten wir es so geplant, gab es Heute auch nochmal einen besonderen Sommertag: Die Red Night (F4). Mehr darüber habe ich ja bereits in meinem Footprint zu der White Night berichtet. Es war im Prinzip dasselbe, nur in rot.
Zum Abendbrot sind wir in das Nebendorf Pietraviva gelaufen, um dort im (lokal empholenen) Lokal La Loccanda Dei Gruli zu essen (F5). Tagsüber ist das wohl wie ein kleiner Laden und gegen Abend ist es ein sehr gutes Restaurant. Es war vielleicht sogar das beste Essen, was wir in Italien generell hatten - definitiv weiter zu empfehlen!
Außerdem hatte Maximilian (13) hier seinen ersten Shot (unabsichtlich). Wir dachten, es sei Limonade, dabei war es Limonchello.
Auf dem Weg zwischen unserer Unterkunft und dem Nebendörfchen gab es übrigens auch einen abgezäunten Bereich mit zwei Wachhunden (für Schafe höchstwahrscheinlich). Auf dem Hinweg meinte Robert noch, die kämen da nicht rüber. Auf dem Rückweg standen sie auf dem Weg :), aber wir haben es ja alle wieder wohl nach Hause geschafft.
Trotzdem ein schöner Abschlusstag für unsere Italien Reise.Read more
Kufstein
Jul 27–28, 2022 in Austria ⋅ ⛅ 23 °C
Heute ging es wieder zurück nach Deutschland (beziehungsweise erstmal nach Kufstein und dann am nächsten Tag zurück in die Heimat).
Aber, vorher nochmal ein kleiner Nachtrag: Toskanisches Brot.
Das war die Hölle.
Es ist nämlich ungewürzt.
Ohne Salz.
Dies hat natürlich einen historischen Grund.
Die toskanische Küche im allgemeinen ist sehr bodenständig und einfach, geprägt von ländliche Traditionen und der Armut, welche einen Großteil der Bevölkerung belastete.
Aber nun zum Hauptgrund: Papst Paulus der III erhobt 1531 eine Salzsteuer. Diese sollte die Einwohner*innen der Toskana dazu bringen, das Salz aus den päpstlichen Salzminen zu einem unbezahlbaren Preis. Der Gedanke dahinter war, Einnahmen generieren zu können, um den Kamp gegen die lutheranischen Ketzer zu finanzieren. Stattdessen bracht der guerra del sale (dt.: der Salzkrieg) aus, in welchem die Toskaner streikten und stattdessen das Salz bei der Brotherstellung wegliesen.
Also, leiden aufgrund der Geschichte des Landes und weiter essen!Read more
































































