• matthias.s
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Bike Tour Open End 2.0

Uma 985aventura de um dia na matthias.s. Leia mais
  • Zingrogh

    12 de setembro de 2023, Tajiquistão 🌙 18 °C

    Zweiter Tag mit vielen Baustellen: nach 1 km war am Morgen gleich mal Schluss. Über 1 Stunde habe ich gewartet. Weiter geht es auf dem Pamir Highway, der sich durch die neue Straße sicher sehr verändern wird. Auch das Leben in den Dörfern wird wahrscheinlich nicht mehr so sein, wie es jetzt gerade ist. Am Abend treffe ich einen englischen Radfahrer der einen Platz zum Camping gefunden hat.Leia mais

  • Kalai Chumb

    13 de setembro de 2023, Tajiquistão ☀️ 22 °C

    Am Morgen fahre ich noch die restlichen 10 km bis Kalai Chumb. Ich finde eine schöne Unterkunft und mache für den restlichen Tag Pause. Bin von Mücken total zerstochen und hatte schlaflose Nächte deswegen. Morgen steht eine konditionell schwere Etappe auf dem Programm. Ich ruhe mich den Rest des Tages aus.Leia mais

  • Khaburabot Pass 3255m

    14 de setembro de 2023, Tajiquistão 🌙 12 °C

    Direkt nach dem Ortsausgang beginnt der Anstieg. Zum Glück ist die Straße auf der ersten Hälfte zum Pass größtenteils asphaltiert und ich kann meine Kräfte gut einteilen. Die letzten 500 Höhenmeter waren bei immer schlechter werdender Straße und Gegenwind dann sehr mühsam.
    2000 Höhenmeter am Stück sind immer eine Herausforderung und mit dem voll beladenen Reiserad richtig schwere Arbeit. Auf der Passhöhe werde ich von Nico und André empfangen, die es mit ihrem alten Fiat Panda von Italien bis nach Tadschikistan geschafft haben.
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  • Yozgand

    15 de setembro de 2023, Tajiquistão 🌙 17 °C

    Nach dem Frühstück schraube ich noch ein bisschen an meinem Bike, da plagt sich gerade ein Deutscher Radfahrer die Passstraße hoch. Ich starte am späten Vormittag. Ein Konvoi teurer Geländewagen überholt mich. Mir wird ein vermutlich edler Tropfen aus einer großen Flasche angeboten, was ich ablehne. Eine Einladung zum Essen kurze Zeit später nehme ich an: Eine riesige Portion Fleisch mit Brot. Es geht weiter auf schlechter Straße durch wunderschöne Landschaft.Leia mais

  • Kashkarona

    17 de setembro de 2023, Tajiquistão 🌙 17 °C

    Viele Höhenmeter auf schlechter Straße:
    Ich bin heute nicht richtig fit und muss mich plagen. Hatte eine Durchfallepisode ein ganzes Stück weit mit über den Pamir Highway geschleppt und war froh, als es endlich wieder vorbei war. Jetzt habe ich mir anscheinend wieder etwas eingefangen. Am morgen besuche ich einen Markt. Dann geht es entweder bergauf oder bergab. Der Pamir Highway ist hier anscheinend ein ganzes Stück weit einer großen Umweltkatastrophe zum Opfer gefallen. Neue Straßen wurden in die Berge gesprengt, diese sind steil und nicht befestigt. Bis zum Abend fahre ich noch kurz vor eine letzte Passhöhe, dann gehts morgen (fast) nur noch bergab. So langsam freut es mich sehr, dass es mit dem Pamir Highway geklappt hat.Leia mais

  • Dushanbe

    18 de setembro de 2023, Tajiquistão ☀️ 28 °C

    Ankunft in Dushanbe und damit Ende des Pamir Highway, der zweithöchsten befahrbaren Bergstraße der Welt, den ich von Osch mit einem Abstecher ins WakhanTal komplett mit dem Fahrrad gefahren bin. Zwei Monate hat die Durchquerung des Tianshan Gebirges in Kirgisistan mit dem anschließenden Pamir Highway gedauert. Seit vielen Jahren ganz weit oben auf meiner Wunschliste und schon konkrete Planungen: Einmal ist mir der unbezahlte Urlaub gestrichen wurden, das zweite mal kam mir Corona dazwischen. Jetzt hat es geklappt. Einmal mehr konnte ich mir einen großen Wunsch erfüllen.Leia mais

  • Sechs Tage Pause in Duschanbe.

    23 de setembro de 2023, Tajiquistão ☀️ 23 °C

    Im Green House Hostel treffen sich Radfahrer, Backpacker, Motorradfahrer, Langzeitreisende, Leute, die eine Mitfahrgelegenheit durchs Pamir suchen und viele andere. Es ist auch meine Anlaufstelle. Einige die hier untergekommen sind, hatte ich schon unterwegs getroffen. Entweder man will ins Pamir oder kommt von dort. Die meisten Radfahrer sind am Pamir Highway allerdings auf der Gegenrichtung unterwegs und starten von Dushanbe aus. Ein paar Backpacker kommen aus Afghanistan.

    Dushanbe ist eine moderne Großstadt. Der Unterschied zwischen dem Lebensstandard im Pamir und der Hauptstadt ist riesig. Und es ist ziemlich teuer hier.
    Gerade habe ich mein Zelt vom Schneider abgeholt. Jetzt ist endlich der neue Reißverschluss eingenäht.

    Es standen wieder verschiedene Botschaftsbesuche wegen der Visumbeschaffung an. Das ist wohl der nervigste Teil meiner Reise. Das pakistanische Visum habe ich noch nicht. Habe versehentlich den falschen Reisepasstyp beim online Antrag angegeben. „Offiziell“ statt „Ordinary“ Passport. Die 50 Dollar Gebühr sind futsch und alles startet nochmal. War schon zweimal deswegen auf der pakistanischen Botschaft. Eigentlich sollte ich das Visum spätestens bis gestern haben, wurde mir versichert.
    Wollte das indische Visum hier beantragen, weil es in Islamabad ein paar Wochen dauern kann. Mir wurde auf der indischen Botschaft gesagt, dass es hier in Duschanbe noch viel länger dauert. Ich glaube sie hatten einfach keine Lust.
    War auch auf der afghanischen Botschaft. Der Konsul sagte mir, dass er nicht wisse, ob das Visum, für das ich 150 Dollar bezahlen müsste, auch wirklich akzeptiert wird, weil er keinen Kontakt zu den Taliban hat. Eventuell müsste ich dann nochmals für ein Visum an der Grenze bezahlen. Es könnte auch sein, dass ich kein Visum an der Grenze bekomme und nach Duschanbe zurückgeschickt werde.
    Ich hatte es in Bischkek bereits versucht, dort hätte ich ein Visum am gleichen Tag bekommen, aber nur mit einem „Police clearence Certificate“. Das hätte ich in Deutschland beantragen müssen und nach Auskunft der Deutschen Botschaft hätte das Wochen gedauert, bis es in Kirgisistan eintrifft. In Almaty hatte ich es auf dem afghanischen Konsulat probiert, dort hätte ich eine Woche warten müssen und ich hatte keine Lust noch eine Woche in Almaty zu bleiben. Jetzt ist es wie es ist.
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  • Bokhtar

    24 de setembro de 2023, Tajiquistão 🌙 24 °C

    Das letzte gute Frühstück im Hostel. Nebenan war gleich eine Bäckerei und ein kleiner Supermarkt.
    Eigentlich war ich auf ein Camping eingestellt, aber die Gegend war sehr dicht besiedelt und es war nicht möglich. Ich bin noch mal in ein Hotel gegangen.Leia mais

  • Panji Poyon

    25 de setembro de 2023, Tajiquistão ☀️ 27 °C

    Gerade ist absolute Stille, keine 100 m von der Straße entfernt und 100 % Sichtschutz. Die Fahrt heute über Straßen mit befestigtem Randstreifen, als wolle sich Tadschikistan dafür entschuldigen, was ich in den letzten Wochen in Sachen Straßen erlebt habe. Anders beim Essen: Frühstück im Hotel und auf dem Basar ein Imbiss: Es ist die Katastrophe und kann nur besser werden. Am Vormittag habe ich Daniel wieder getroffen. Er will auch morgen die Grenze nach Afghanistan überqueren. Es sind nur noch knapp 10 km und ich werde morgen ziemlich früh starten.
    Die Fotos sind von mehreren Stopps heute unterwegs. Das letzte von meinem schönen Campingplatz.
    Tagsüber habe ich die Bestätigung für mein Pakistan Visum erhalten. Eine Sorge weniger.
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  • Shir Khan Bandar

    26 de setembro de 2023, Afeganistão 🌙 26 °C

    Daniel, der polnische Radfahrer hat mir am Morgen geschrieben, dass er noch einen Tag mit der Einreise nach Afghanistan warten möchte. Ich hatte darauf gehofft, dass es zu zweit weniger nervig sein würde.
    Um 7:00 Uhr am Morgen war ich an der Grenze. Leider macht diese erst um 9:00 Uhr auf. Aber woher sollte ich das auch wissen. Auf der tadschikischen Seite war es ein leichtes Chaos und irgendwann hatten sie es geschafft den Computer zu starten. Es hat ungefähr eine halbe Stunde gedauert, bis ich ausgecheckt hatte. Dann ging es über die Brücke und ich wurde auf afghanischer Seite sehr freundlich empfangen. Der Grenzbeamte sagte mir, dass ich ein Visum „on arrival“ haben kann. Es gibt ein Haus auf dem Grenzareal, wo die Visa ausgestellt werden. Ein paar andere Reisende kamen nach mir dort an und wurden alle vor mir abgefertigt. Erst am Mittag war ich an der Reihe. Der Beamte kam zu mir und wollte wissen, ob ich einen YouTube Kanal habe. Ich verneinte, gab ihm aber meinen Instagram Account. Außerdem meine Reiseroute und wie viele Kilometer ich gefahren bin. Der Beamte machte noch ein Foto von mir und meinem Fahrrad und leitete das an seinen Vorgesetzten weiter. Wenig später kam das okay. Vermutlich war ich den Taliban suspekt mit meinem Fahrrad und deshalb wussten sie wohl nicht so richtig, was sie mit mir anfangen sollen.
    Jetzt musste ich zur Bank. Mir wurde gesagt, diese sei gleich nebenan. Es waren aber mehr als 2 Kilometer. Ein Stück bin ich mit einem Tuktuk gefahren. Ein zufällig vorbeikommender gut Englisch sprechender Mann spendierte mir die Fahrt.
    Bezahlt werden muss das Visum in Afghani und ich hatte nur Dollar. Normalerweise tauscht die Bank keine Dollar ein. Aber für einen schlechten Kurs wurde eine Ausnahme gemacht. Zurück mit einem Tuktuk. Auch hier sind die Fahrer ziemlich geldgierig. Deswegen bin ich unterwegs ausgestiegen. Der Fahrer wollte immer mehr Geld. Endlich zurück an der Grenzstelle, war dort gerade die Mittagspause beendet. Es dauerte dann nochmals 2 Stunden bis alles fertig war. Meinen Namen haben sieht falsch ins Visum geschrieben. Hoffentlich gibt es keine Probleme bei der Ausreise. Reklamationen von mir wurden überhört. Dann noch die totale Taschenkontrolle. Insgesamt hat das Procedere bei der afghanischen Einreise 7 Stunden gedauert. Ich bin dann in den Ort rein gefahren und hab mir ein „Hotel“ gesucht. Es ist kein Hotel, sondern ein Restaurant. Duschen kann man beim Friseur drei Geschäfte weiter. Toilette ist in einer Ruine über die Straße, es haben schon hunderte dort ihre Notdurft verrichtet. Ich habe schon einiges gesehen, aber der Anblick hat mich schon ziemlich angeekelt.
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  • Kunduz

    27 de setembro de 2023, Afeganistão ☀️ 27 °C

    Afganistan ist eine komplett andere Welt. Bin heute Vormittag nach Kunduz gefahren und habe mir ein Hotel gesucht. An zahlreichen Checkpoints wurde ich von den Taliban kontrolliert. In der Wüste wurde ich zweimal von verschiedenen Autos gestoppt. Es ist gewöhnungsbedürftig, wenn man mitten im nirgendwo von Männern mit Maschinenpistolen angehalten wird. Die Taliban tragen keine Uniformen. Oft sind Sie an den weißen Fahnen zu erkennen, aber nicht immer. Die Begegnungen waren aber ausnahmslos freundlich.
    Ach sonst bin ich hier „das Ding aus der anderen Welt“. In der Stadt wurde ich von einem Wagen angehalten. Im nu gab eine Menschenansamlung von 40-50 Menschen, so dass die Polizei kam.
    Erfan, der Hotel Eigentümer ist mit mir zu einem Amt gefahren. Dort musste ich mein Visum abstempeln. Dann noch in ein anderes Büro. Als Tourist braucht man Permits, für die Distrikte, die man besuchen möchte. Totale Bürokratie. Drei Männer waren beschäftigt, um mir die Formulare auszustellen.
    Am Abend gab es dann noch ein Fußball Match.
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  • Ein Tag in Kunduz

    29 de setembro de 2023, Afeganistão ☁️ 15 °C

    Es ist nicht gerade einfach, wenn man Fotos in der Stadt machen möchte. Kaum ist die Kamera ausgepackt, ziehe ich die Aufmerksamkeit auf mich und (fast) alle wollen fotografiert werden. Am Nachmittag gab eine mühsame Diskussion mit einem Polizisten inklusive riesengroßer Menschenansammlung. Zum Glück war das Hotel nicht so weit entfernt und ich lenke das Gespräch auf meinem Fahrrad und dass ich es ihm zeigen möchte mit dem Hintergedanken, dass Erfan der Eigentümer dann mit ihm redet und alles klärt. Der Polizist konnte kein Wort Englisch. Es hat auch funktioniert, aber er war sehr misstrauisch und ich musste mein ganzes Gepäck auspacken und es wurde begutachtet. Später bin ich noch mit Erfan in die Moschee gefahren. Mir wurde nicht gesagt, dass es das Freitagsgebet ( es war die Nacht auf Freitag) ist mit einer langen, religiösen Veranstaltung. Leider war es dann ziemlich aufdringlich und als es mir zu bunt wurde, bin ich abgehauen. Nicht zur Freude der religiösen Menschen, die mir den Islam „ näher bringen“ wollten.Leia mais

  • Pol-e Khomri

    29 de setembro de 2023, Afeganistão ⛅ 20 °C

    Für heute hatte ich mir eine etwas längere Tour vorgenommen. Wollte nochmal in ein Hotel und bin früh gestartet. Bis Mittag lief es gut. Später wurde ich ständig von Leuten beim Fahren angesprochen und gestoppt, um Fotos zu machen. Manchmal waren es Taliban aber nicht immer. Es ist schwer zu erkennen, wer mich da anhält und so stoppe ich jedes Mal. Am Nachmittag war ich dann in der Stadt. Ein Hotel zu finden, ist das nächste Problem: es steht nirgendswo „Hotel“ angeschrieben. Das Zimmer ist das Geld nicht wert, aber ich hatte keine Nerven mehr etwas anderes zu suchen. Das eingezeichnete Hotel in meine Karte, ist ein Hochzeitshotel. Vor dem Hotel ist der Basar und ich probierte noch verschiedene Streetfood. Es ist ausgesprochen lecker. Bald hatte ich viele Kinder um mich herum und war nicht mehr Herr der Lage. Es blieb nur noch die Flucht ins Hotel.Leia mais

  • Shalizar

    30 de setembro de 2023, Afeganistão ☀️ 19 °C

    Abzweig ins Surkhab Tal.
    Verschiedene Möglichkeiten den Solangtunnel zu umfahren, der sehr gefährlich ist und sich momentan im Bau befindet. Angeblich kommt man aber mit dem Fahrrad durch, oder auch nicht. Habe viele Leute gefragt und die unterschiedlichsten Antworten erhalten. Zum Schluss die Taliban beim letzten Checkpoint. Es haben alle durcheinander geredet und ich habe überhaupt keine Ahnung.
    Habe mich dann entschieden, doch den etwa 200 km Umweg nach Bamyan zu nehmen um nach Kabul zu gelangen. Die Straße ist die absolute Katastrophe. Bisher habe ich stets die Information bekommen, dass die Gegend sicher ist. Im Tal habe ich nun erfahren, dass es anscheinend nur am Tag sicher ist, so dass ich kein WildCamping machen werde.
    Ein Junge zeigte mir kurz vor dem dunkel werden einen Platz, an dem Getränke für vorbeifahrende Autos verkauft werden und demzufolge die ganze Nacht bewacht ist.
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  • Kajgardan

    1 de outubro de 2023, Afeganistão ⛅ 14 °C

    Schlecht geschlafen wegen den vielen vorbeifahrenden LKWs . Diese fahren heute und morgen in meiner entgegengesetzten Richtung. Es kamen mir hunderte entgegen. Oft musste ich warten, weil die Straße zu eng und die totale Katastrophe ist. Meine geplante Strecke konnte ich nur bis zur Hälfte fahren. Hatte halb drei am Nachmittag gerade mal 40 km geschafft. Im Dorf ist ein Bazar und es gibt sogenannte „Hotels“. Die nächste Ortschaft ist 35 km entfernt und ich mag nicht in die Dunkelheit kommen. Dazwischen ist angeblich nichts.
    Privatsphäre ist in Afghanistan schwer zu bekommen. Sofort wurde ich von allen möglichen Leuten befragt und belagert. Auch beim Essen setzen sie sich einfach dazu und haben kein Verständnis, wenn man mal seine Ruhe haben möchte.
    Aber sie sind sehr gastfreundschaftlich und wirklich sehr nett. Heute unterwegs ging das Essen aufs Haus. Hier im so genannten Hotel hat mich am Nachmittag ein anderer Gast zum Essen eingeladen. Unterwegs gab’s mal Obst von einem LKW Fahrer. Den Einkauf am Nachmittag hat mir der Mann aus dem Hotel bezahlt, der mir den Weg zum Friseur gezeigt hat und dort gewartet hat bis ich fertig war. Dort ist die Dusche und das hatte ich heute dringend nötig. Da der Friseur auf 100 Afgani 50 nicht rausgeben konnte, wurden mir gleich noch die Haare geschnitten. (Umrechnung ist 77 Afgani / 1 US Dollar).
    Am Abend kam noch die Taliban zur Befragung. Was ich hier mache? Wieso, weshalb, warum: mit dem Fahrrad, was ich über Afganistan denke. Welche Meinung ich über die Taliban habe usw… ob ich mir vorstellen kann mal in Afganistan zu leben, ob Polizisten in Deutschland Pistolen tragen und warum. Ob ich verheiratet bin, Freundinnen hatte... Warum Afganistan niemand hilft usw.. die Fragen zum Teil kindlich naiv.
    Vermutlich kommen hier sonst keine Touristen vorbei.
    Anschließend gemeinsames Essen mit dem ortsansässigen Arzt als Dolmetscher und dem Talibanchef. Scheinbar herrschte Zufriedenheit über das Gespräch. Der wirklich schwer bewaffnete Leibwächter hat auf der anderen Seite des Restaurants gegessen. Mein Gegenüber hatte ziemlich viel Munition dabei. Solche Anblicke sind gewöhnungsbedürftig. Auch heute Nachmittag beim Friseur war ein schwer bewaffneter Mann anwesend.
    Die Übernachtung hier im sogenannten Hotel ist kostenlos.
    Es schlafen noch vier Knaben hier, die sich anscheinend als Tagelöhner verdienen.
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  • Do Ab-e Mikh-e Zarrin

    2 de outubro de 2023, Afeganistão 🌙 14 °C

    Heute Teil zwei meines geplanten Tagesprogramm von gestern. Viel weniger los. Die meisten LKWs sind durch. Es war relaxt. Kurz nach Mittag war ich an meinem Ziel. Erst hieß es, ich kann im Restaurant übernachten und muss nichts zahlen. Als ich das Essen bezahlt habe, hat der Besitzer wohl mein Geld gesehen und mir das Zimmer gegeben, für das ich 500 Afghani zahlen sollte. Ist ganz okay ich hab meine Ruhe. Ein paar Besucher waren allerdings schon da. Das Zimmer ist direkt vor dem Taliban Stützpunkt.Leia mais

  • Bamyan

    4 de outubro de 2023, Afeganistão ☀️ 8 °C

    Für diesen Tag habe ich mir vorgenommen, gleich die ganze Route nach Bamyan an einem Tag zu fahren und bin direkt zum Sonnenaufgang gestartet. Die Stadt habe ich kurz nach Sonnenuntergang erreicht. Es war wieder extrem staubig. Am Talende standen sicher mehr als 1000 LKWs, die auf die Einfahrt ins Tal warteten. Es war ein kilometerlanges Schauspiel. Teetrinkende LKW-Fahrer, Autos die hupend und mit Lautsprecherdurchsagen die Verpflegung lieferten. Männer, die ihre Scheiben putzen und irgendwelche Reparaturen durchführen.Leia mais

  • Buddha-Statuen von Bamyan

    5 de outubro de 2023, Afeganistão 🌙 13 °C

    Die Buddhas von Bamyan waren einst die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt und eine der kulturellen Höhepunkte jeder Afghanistanreise. Sie wurden 2001 von den Taliban zerstört. Es gibt zahlreiche in die Felsklippen gehauene Höhlen, die als Wohnunterkünfte oder Gebetsstätten genutzt wurden.
    Am Abend treffe ich zufällig Juri auf der Straße in der Stadt. Wir haben uns schon mal im Dezember letzten Jahres in der saudiarabischen Wüste getroffen. Juri trampt seit 4 Wochen durch Afganistan. Das Fahrrad musste er an der pakistanisch-afghanischen Grenze stehen lassen, weil er es nicht mit ins Land nehmen durfte.
    Dass die Einreise nicht immer problemlos funktioniert und sogar unmöglich sein kann, zeigt der Print Screen eines Chats aus der WhatsApp Gruppe „ Afganistan Travel Experience,, aus der ich meine sämtlichen Informationen für diese Reise in Afghanistan entnommen habe.
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  • Yurd

    6 de outubro de 2023, Afeganistão 🌙 6 °C

    Wiedermal ein Frühstück mit Stirnlampe auf dem Zimmer. In der Nacht gibt es anscheinend kein Strom. Gestern Abend hatte ich für mein Frühstück eingekauft, weil ich zeitig starten möchte. Es steht eine anstrengende Bergetappe an. Unterwegs Regen, Schnee und Nebel. Es ist kalt auf knapp 3500 m.
    Mit Juri hatte ich mich in einer Raststätte zum Übernachten verabredet. Am Abend bekommen wir Besuch von den Taliban. Juri hatte bereits die Bekanntschaft mit diesen Menschen bei einer früheren Übernachtung gemacht und ein Dokument vom Kommandanten erhalten, welches uns einen neuerlichen Befragungsmarathon erspart.
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  • Seit drei Tagen in Kabul

    10 de outubro de 2023, Afeganistão 🌙 17 °C

    Juri ist gestern zur pakistanischen Grenze gefahren, weil sein Visum für Afganistan schon ein paar Tage abgelaufen ist. Ich habe das Hotel gewechselt, weil ich etwas besseres gefunden habe. Im Hotel treffe ich Dylan einen irischen Reisenden, der schon zweieinhalb Jahre unterwegs ist. Gemeinsam gehen wir noch mal nach Alt-Kabul und schauen uns einen Aussichtspunkt auf die Stadt an.Leia mais

  • Sarobi

    11 de outubro de 2023, Afeganistão 🌙 24 °C

    Am Morgen Frühstück um sieben im Hotel.
    Danach habe ich mich mühsam über einen Hügel in der Stadt gequält, um den Sakhi Shrine zu besichtigen. Leider war alles abgesperrt und mir wurde nur ein schnelles Foto genehmigt, nachdem ich mich beklagt hatte extra aus Deutschland gekommen zu sein und dann den Sakhi Shrine nicht anschauen zu dürfen.
    Dann war es schon ziemlich spät für eine gemütliche Fahrt aus der Stadt. Man muss jederzeit auf alles gefasst sein. Der Straßenverkehr ist ein Irrsinn.
    Danach kam das Highlight des Tages: Die Fahrt über Kabul-Jalalabad-Highway. Die Bergstraße ist traumhaft, aber auch gefährlich. Unterwegs gab es zahlreiche Begegnungen mit Autofahren, die Fotos von mir und mit mir machen wollten. Ein paar Männer von der Taliban wollten mich noch mit in ihr Dorf einladen. Ein anderer hielt mir plötzlich ein altes Nokia Handy ans Ohr und ich hörte in deutscher Stimme mit starken Akzent: „Hallo, hier ist Ali, brauchst du irgendwas“. Alle sind sehr nett, aber manchmal ist es etwas zu viel.
    Ich bin bis Sarobi gefahren und übernachte wieder in einem Restaurant.
    Wieder wurde ich von allen Seiten belagert. Scheinbar ist wirklich alles interessant, was ich mache und neugierig sind wirklich alle.
    Deswegen hatte ich nur noch Kleingeld im Portmonee. Gerade so viel, wie ich zum Essen und für die Übernachtung brauche. Die Übernachtung hat nur 100 Afghani gekostet und weil alle so neugierig sind und in meinem Portmonee kein Geld mehr war, wurde ich noch gefragt, ob ich Geld brauche. Wenn ich keins mehr hätte, würde mir etwas gegeben.
    Gerade als ich beim Einschlafen war, kam wieder mal Besuch. Die Taliban meinten, es wäre kein sicherer Platz und ich müsste mit auf den nahe gelegten Stützpunkt kommen, um dort zu übernachten. Also packte ich meine Sachen zusammen. Dort angekommen, meinte der Kommandant dann aber, ich könne doch ins Hotel zurück gehen, wenn ich dort lieber schlafen möchte. Einer von den Männern wollte unbedingt meine Telefonnummer, damit ich ihn mit nach Deutschland nehme. Ein anderer fragte, ob ich Geld brauche. Kurz vor Mitternacht war ich dann wieder zurück bei den Männern im Restaurant und war nicht mal genervt, weil die Erlebnisse heute wohl einfach zu diesem Land gehören.
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