• 23. Etappe-Belgioioso-Orio Litta

    July 30, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 20 °C

    Alle Krimifans muss ich jetzt enttäuschen: Kein Drogendeal, keine Pablo Escobar Party und keine Schießerei im Geisterhotel. Nein, auch kein Spuk. Es war fast schon langweilig ruhig gestern Nacht. Aber eins steht fest: Wer zahlt 350€ für ein Hotel, obwohl er 20km weit weg wohnt? Wer braucht soviele Zigaretten und Mozzarella? Da wird jedenfalls noch was laufen oder ist woanders gelaufen.
    Ich konnte trotzdem nicht gut schlafen. Es war mir zu dunkel und zu heiß in dem Zimmer. Obwohl ich den Wecker auf fünf gestellt hatte, schlief ich dann gerade gut und stand um halb sieben erst auf. Ein Drittel des Weges waren wirklich vergleichsweise mal schön, an Baggerseen vorbei. Das erste Mal habe ich Bienenfresser gesehen, die gibt es zwar auch im Kaiserstuhl, gesehen habe ich aber noch nie welche. Und viele schöne, riesige Königskerzen. In Santa Catarina war ich froh, auf die Toilette gehen zu können, denn ich konnte wirklich einen Kack-Euro einsetzen! Wer nicht weiß, was das ist, möge kurz auf meiner Homepage nachlesen. https://mayauramowicz.wixsite.com/mayas-reiseblog
    Da das Leben in Europa zwar als Pilger etwas billiger, aber dennoch regelmäßig über mein Budget hinaus geht, freue ich mich sehr über Spenden, mit oder ohne Aufgabe (ja, das gibt es auch!) oder Verwendungszweck (Kack-Euro, Bier, Aperol...) auf mein PayPal-Konto paypal.me/mayaontour
    Danke!
    So, nach dieser kurzen Werbeeinheit geht's weiter mit der Erzählung.
    Der Weg danach war wieder mit viel Asphalt bestückt und es wurde sehr heiß. Viele gehen deswegen schon um sechs los oder noch früher. Aber eigentlich macht es nicht so viel Unterschied. Ob es heiß ist oder noch heißer. Es ist heiß. Und mittags irgendwo schon anzukommen ist, ne nach Ortschaft, ziemlich unnötig. Duschen, waschen, Bier trinken. Und dann? Schlafen? In der Hitze das Kuhdorf angucken? Nachdenken? Ja, das funktioniert besser im Laufen.
    In einem Dorf stand da ein einzelnes, sehr reich mit Kitsch überladenes Haus (zweites Bild). Heute gab es wieder mehr Reisfelder, aber kaum Moskitos.
    Auf dem Weg habe ich dann einen weiteren, jungen Italiener getroffen, der heute von Pavia gestartet ist (also 45km!) und bin mit ihm ein Stück gelaufen. Nach 30 min ging er weiter, da ich nach 20km für die letzten 8km ein isotonisch-alkoholisches Motivationsgetränk brauchte. Kurz vor der Ortschaft stand auf dem Feldweg ein Traktor ohne Person, der aus dem Bach das Maisfeld bewässerte. Ich überlegte, ob ich die Schuhe ausziehen und darüber klettern sollte, entschied mich aber dagegen. Nachher rutsche ich aus und alles ist nass, auch meine Technik und mein Handy.... haha, drei versenkte Handys in einem halben Jahr, nein danke.
    Also wurden aus den 28km 30km.
    Das Hostel liegt sehr schön in einem alten Ziegelgebäude (letztes Foto).
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