Mexico
Tlacolula de Matamoros

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8 travelers at this place
  • Day127

    Pueblos Màgicos in Corona-Zeiten

    August 10 in Mexico ⋅ 🌧 21 °C

    Weit kommen wir nicht bei unserer 2. Runde Überbrückungszeit. Das Auto macht Mucken. In der Nähe von der Stadt Oaxaca de Juarez geben wir die Karre in die Werkstatt. Aber der Bundesstaat Oaxaca, wo wir nun stecken, soll viel zu bieten haben, jedoch sind sie hier auch viel strenger mit Corona. Drei Tage tingeln wir nun also ohne Auto rum und gönnen uns deswegen auch mal wieder ein richtiges Zimmer mit einem richtigen Bett. Mich freut es nicht im Auto schlafen zu "müssen", Kai findet es schade. Aber Kai's Körper ist seltsamerweise nicht mit Insektenstichen übersät, meiner sieht aus wie ein Streuselkuchen. Undefinierbar, welche kleinen blutsaugenden Monster da am Werk waren. Im Dschungel will mich gefühlt alles fressen. Ich liebe den Dschungel, aber der Teil davon ist wirklich anstrengend. Aber ich denke, dass ich nun eine Pause davon habe, denn wir schlafen in einem naturfernen Zimmer komplett ohne Insekten-welch Seltenheit.
    Wir tingeln also ein wenig mit öffentlichen Verkehrsmitteln und nach langer Zeit wieder mit Maskenpflicht in den sogenannten Pueblos Mágicos rum. Das sind besonders sehenswerte (meist kleine) Orte, die eine religiöse oder historische Bedeutung haben und dieses kulturelle Erbe besonders gepflegt wird. Einer dieser Orte ist unter anderem San Pablo Villa de Mitla, wo das indigene Volk der Zapoteken lebt, und welches für seine jahrhundertealte Webetradition berühmt ist, dass bis in die vorspanische Zeiten zurückreicht. Die traditionellen Farbstoffe aus Naturmaterialien wie Indigo, Cochenilleschildläusen und Moos werden noch verwendet und die Designs sind ebenfalls traditionell mit symmetrischen Mustern bis hin zu Zapoteken-Göttern. Ich verfalle einem Shopping-Wahn, da die angebotenen Webwaren und das Kunsthandwerk so sehr meinem Geschmack entsprechen, dass ich mich irgendwann selber zügeln muss. Die Sachen sind einfach zu schön, und ich werde sie per Post nachhause schicken.
    Leider, leider können wir die wirklichen Attraktionen, dieser Pueblos Magicos nicht besuchen, da diese allesamt wegen Covid-19 geschlossen sind. Die antiken, mesoamerikanische Ruinen der Zapoteken nicht, Hierve El Agua, (das sind heiße, natürliche Mineralquellen) nicht, die rustikale Brennerei, in welcher der Mezcal aus Agaven hergestellt wird nicht, und den Arbol del Tule nicht. Der Arbol del Tule (sein Spitzname ist Baum des Lebens) ist eine etwa 1500 Jahre alte Mexikanische Sumpfzypresse. Mit dem Durchmesser seiner Stämme von 15 Metern ist er der dickste Baum der Erde und sogar eines der größten Lebewesen auf unserem Planeten. Zumindest den dicksten Baum der Welt wollte Kai, als Baumpfleger und Gärtner, sich nicht entgehen lassen. Wir sind einfach trotzdem hingefahren, und tatsächlich war es möglich trotz eines riesigen, aufgebauten Sichtschutzes um den Baum, diesen zu erspähen. Irgendwer hat ein Loch in den Sichtschutz geschnitten und dort drängelten sich dann die Menschen davor, um dennoch den Stamm des Baum-Riesens zu sehen. Somit war diese Corona-Schutzmaßnahme irgendwie kontraproduktiv. Auch bei den geschlossenen zapotekischen Ruinen, hatten wir irgendwie Glück. Denn aus dem Fenster unseres Zimmers konnte man genau in die Ausgrabungsstätte reinschauen und hatte somit einen Premium-Blick. Die Brennerei haben wir verpasst, aber dafür haben wir die Felder voller Agaven, aus denen der Mezcal gemacht wird, bewandert. Was aber wirklich ärgerlich ist, ist das die blubbernden Mineralquellen tatsächlich auch nicht annähernd zugänglich waren. Nicht einmal von weitem konnte man sich diese anschauen, denn sie sollen in einer weitläufigen, spektakulären Landschaft an einem Klippenrand liegen. Das Wasser, das seit Tausenden Jahren über den Klippenrand tropft, soll einzigartige weiße Mineralienformationen geschaffen haben, die an riesige gefrorene Wasserfälle erinnern. Aber, die Corona-Schutzmaßnahmen-Verordnung hat es im Bundesstaat Oaxaca tatsächlich bis tief in die Natur geschafft und das gesamte Gebiet ist abgesperrt. Sie wollten uns partout nicht durch die Straßensperre lassen, obwohl wir so lieb gebettelt haben. Einige Tage später haben wir diese widersinnige Maßnahme noch einmal erleben müssen, als wir zu einigen relativ abgelegenen Bergdörfer gefahren sind um dort zu wandern, weil die Natur dort ebenfalls so atemberaubend schön sein soll. Nach stundenlangem Fahren auf haarnadelkurvenreichen, unbefestigten Bergpässen, wurde uns kurz vor dem ersten angesteuerten Bergdorf mitgeteilt, dass Touristen aufgrund von Corona nicht passieren dürfen. Also die gesamte Strecke wieder zurück. So erging es uns noch einige Male, da wir auch nicht wussten was möglich ist und was nicht. Zuletzt wollten wir einen steinernen, gigantischen Olmeken-Kopf (Olmeken waren die ältesten aller mesoamerikanischen Hochkulturen) besichtigen, der auf einem Hauptplatz einer kleinen Stadt steht. Der Olmeken-Kopf selbst war in eine schwarze Plastikfolie gepackt worden, so dass man ihn nicht angucken konnte. Der Markt drumherum, war aber in vollem Gange und mit Menschen vollgestopft die penetrant ihre Waren angepriesen haben. Dies ist für mich kein schlüssiges Konzept, was ich im Kampf gegen die Pandemie verstehen kann. Auch verstößt es scheinbar nicht gegen irgendwelche Corona-Schutzmaßnahmen, dass die öffentlichen Taxi-Collectivos (das sind hier normale Autos, die feste Routen fahren und als öffentliche Transportmittel genutzt werden) mit einer völlig überfüllten Anzahl an Fahrgästen hin und her fahren. Meines Erachtens nach passen maximal 5 Menschen (inklusive Fahrer) in ein Auto. Bei unserer letzten Fahrt waren wir 8 Personen (4 Erwachsene+ 1 Kind auf der Rückbank) und 3 Erwachsene und 1 Hund vorne. Während also die Fahrgäste auf der Rückbank zum Gruppenkuscheln verdonnert waren, haben Kai und ich und unser Hund Nola vorne auf dem engen Beifahrersitz gekuschelt. Scheinbar trägt Zwangs-Gruppenkuscheln im Taxi nicht zu einer Ansteckungsgefahr bei, aber draussen, alleine in der Natur rumlaufen schon.... Verstehe wer wolle.... Wir haben daraufhin beschlossen, dass Reisen in diesem Bundesstaat aktuell keinen Sinn für uns macht und sind deswegen zurück nach San Cristobal um dort ungeduldig auf Kai's Kredit- und EC-Karte zu warten.
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  • Day25

    Days 25 & 26: Cuilapan and Tlacolula

    March 2, 2019 in Mexico ⋅ ⛅ 25 °C

    Oaxaca lies in such a fascinating part of the country that one could spend the best part of two weeks doing just day excursions. Features of New World architecture are "capillas abiertas" which besides ordinary churches, are roofless extensions built hurriedly in the 16th and 17th centuries for the mass conversions of indigenous people. Sadly the Spanish conquest caused the death of millions from European diseases so these monuments soon became redundant, but they remain as romantic ruins resembling ancient abbeys from the Old World. One of these is at Cuilapan, an easy 20-minute bus ride from Oaxaca. I watch a marching band leaving the main church, commemorating the life of a friend who died 10 years ago.

    The state of Oaxaca is not shy either when it comes to street markets and quite apart from the cavernous market in the state capital, there is at least one for every day of the week. They have specialities such as pottery in one, cheese in another; the mainly indigenous population dress up in traditional costumes. Sunday is the turn for another "Tlackers", Tlacolula, about 45 minutes south-east of Oaxaca. Tens of thousands of people gather to browse among the grocery stalls; there are also rugs, crafts and ceramics. The 16th century church has some of the finest gold-leaf covered carvings to be found anywhere.
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    Speak, World

    I’m seriously in love with Oaxaca now.

    4/1/19Reply
    James Collenette

    I don't blame you!

    4/2/19Reply
     
  • Day14

    Sierra Norte, Oaxaca

    December 17, 2019 in Mexico ⋅ ☀️ 22 °C

    Gleich einen Tag nach meinem Ausflug zum Monte Albán breche ich früh morgens um 7h auf in die Sierra Norte, einer Berglandschaft nahe bei Oaxaca Stadt. Die Tour habe ich über eine Organisation der indigenen Bevölkerung gebucht, die in den sogenannten „Pueblos Mancomunados“ leben. Bei den Pueblos Mancomunados handelt es sich um acht kleine Bergdörfer, die sich in einem Ökotourismusprojekt zusammengeschlossen haben und unter Anderem Wanderungen, Mountainbiketouren und Ausritte mit oder ohne Übernachtung in den Bergen organisieren. Die zweitägige Tour ist nicht ganz günstig, aber für mich wirklich jeden Cent wert. Pünktlich um 6:58h morgens werde ich mit einem Pickup am Hostel abgeholt. Der Fahrer ist zunächst völlig verwirrt, weil er dachte, er müsse zwei Personen einsammeln - eine Astrid und eine Helene. Ich versuche ihm zu erklären, dass Helene nur mein Zweitname ist, aber der arme Mann hat Sorge, jemanden zu vergessen. Erst ein Blick in meinen Reisepass sorgt für Beruhigung, wobei er sich unterwegs noch per Funktelefon versichert, ob es sich bei Astrid und Helene tatsächlich um dieselbe Person handelt. Ich beschließe, demnächst nur noch als Astrid in irgendwelchen Anmeldeformularen aufzutreten😆🙈. Nach einer zweistündigen Fahrt kommen wir im Dorf Benito Juárez an, wo ich zunächst mit einem Frühstück begrüßt werde. Sämtliche Zutaten kommen aus dem Garten der Familie, bei der ich esse, inklusive der Avocados und des Mais für die selbstgemachten Tortillas. Nach dieser ersten Stärkung treffe ich meinen Wanderguide Hermanito, der mit seinem Cowboyhut mit viel Goodwill gerade einmal 1,55m misst. Dafür verfügt er aber über beste Kondition und scheucht mich gute vier Stunden lang durch die Sierra Norte. Ich komme ganz schön ins Schwitzen, meine Kondition ist nicht mehr die beste und die Höhe von gut 3.200 Metern tut ihr Übriges. Umso mehr freue ich mich, als ich am frühen Nachmittag im nächsten Dorf ankomme und dort in einem kleinen Restaurant empfangen werde. Wieder gibt es ein sehr leckeres vegetarisches Essen, ebenfalls aus ausschließlich selbst angebautem Gemüse. Nachmittags hat sich die Organisation etwas ganz Besonderes für mich ausgedacht - ich werde zu einer Medizinfrau gebracht, die mich mit Blumen aus dem eigenen Garten einer Art Reinigungsritual unterzieht. Sie lebt mit ihren beiden Töchtern in einem Haus und wir haben allerlei Spaß und machen Fotos. Da ich in etwa so groß bin wie der Weihnachtsbaum der drei Damen, sorge ich unfreiwillig für viel Gelächter😃. Das Ergebnis unserer Foto-Session könnt Ihr unten sehen. Nach einem ebenfalls köstlichen Abendessen schlafe ich in einer Berghütte, die mit einem Kamin beheizt wird. Den Kamin kann ich tatsächlich richtig gut gebrauchen, da auch hier Winter ist und es nachts um die Null Grad ist. Als der Kamin nachts ausgeht, schlafe ich in meiner Jacke und mit Stirnband, was gut funktioniert, jedenfalls bin ich morgens nicht erfroren. Am zweiten Tag wandere ich mit Fabiola, die ebenfalls der indigenen Bevölkerung angehört und mir viel über Heilpflanzen und das Leben in den Bergen beibringt. Während der Wanderung sehen wir unter anderem einen Adler, Kolibris und einen Specht (der auf Spanisch „pájaro carpintero“ heißt, also „Schreiner-Vogel“, weil er immer so hämmert wie ein Schreiner oder Zimmermann😆). Spannenderweise unterscheidet sich die Landschaft in den Bergen nicht so sehr von derjenigen in den europäischen Bergen, es gibt Ziegen und Kühe mit Glocken und teilweise könnte man fast meinen, man sei im Allgäu unterwegs. Wären da nicht die vielen Agaven und bunten Vögel. Überhaupt bin ich total beeindruckt, wie sauber und naturbelassen die Sierra Norte ist. Unterwegs sieht man kaum Müll, zumal alle paar Meter Mülleimer (samt ordnungsgemäßer Mülltrennung 😉 - ich bin begeistert) aufgestellt sind und auch genutzt werden. Das Ökoprojekt scheint also zu funktionieren.
    Nach einem letzten Mittagessen werde ich nachmittags wieder zurück nach Oaxaca Stadt gebracht. Unterwegs sammeln wir noch ein mexikanisches Paar ein, das mit uns fährt und völlig fasziniert davon ist, dass die Grenzen in Europa weitgehend aufgelöst sind und man frei herumreisen kann. In diesem Zusammenhang erzählen sie, wie viele Dörfer in Mexiko ausgestorben sind, weil so viele Einwohner versuchen, in die USA auszuwandern. Das Ökotourismus-Projekt will dazu beitragen, dass die Menschen Arbeit vor Ort haben und nicht auswandern. So freue ich mich, dass ich mit der Wanderung einen kleinen Beitrag zu diesem Projekt leisten konnte und falle abends glücklich in mein Hostel-Bett, um morgens früh nach Mazunte an die Pazifikküste aufzubrechen. Falls ich es vor Weihnachten nicht mehr schaffe, Euch vom Strandleben zu berichten, wünsche ich Euch bereits jetzt ein frohes und geruhsames Weihnachtsfest😘✨.
    Alles Liebe von Eurer Astrid
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    Liebe Astrid Helene ;-), vielen lieben Dank für die tollen Fotos und Deine großartigen, lebendigen Berichte, die mich mitnehmen in eine bunte und interessante Welt! Ich wünsche Dir weiterhin wunderbare Eindrücke und viele freundliche und nette Bekanntschaften, die Dich ein Stück weit auf Deinem Abenteuer begleiten. Liebe Grüße und frohe Weihnachten, Anita

    12/24/19Reply
    Astrid Helene

    Vielen Dank für die lieben Worte, liebe Anita☺️ Ich wünsche Dir auch ganz frohe und geruhsame Weihnachten 🎄 ⭐️ Liebe Grüße von Astrid. Und von Helene natürlich auch😆🙋🏼‍♀️🙋🏼‍♀️

    12/24/19Reply
     

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Tlacolula de Matamoros, Opština Tlacolula de Matamoros, Tlahcolollan Matamoros, MXTDM, Q17377230