• Ja, wie schaut’ er nun aus, mein Paradigmenwechsel? Mancher wird es wohl schon erraten haben.
    Die Erkenntnis ist: meine Zeit für Fernwanderungen ist vorbei. Nicht mehr erstrebenswert scheint mir, Kilometer für Kilometer zu fressen, um einmal längs, möglichst ohne Lücke, auf eigenen Beinen durch Europa gewandert zu sei.
    Am nördlichen Ende habe ich ja auch bereits Schluss gemacht, dort wurde es mir zu karg und der Pfad zu weglos. Hier im Süden, dachte ich bisher, wird es noch weiter gehen.

    Doch ein Sturz, ein mahnender Hund, der mich aufhaltende Bahnstreik und nicht zuletzt die denkwürdige Begegnung mit dem philosophischen Lebenskünstler Marc sind mir nun genug Zeichen, meine bisherige Form des Fernwanderung aufzugeben. Es wird mir zu beschwerlich, die mentale Kraft dafür ist dahin.
    Mich reizt es nun viel mehr, Land und Geschichte kennen zu lernen. Voller Muße, ohne Hetze. In Ruhe schaun‘, wo es etwas zu entdecken gilt, ohne das Muss, weiter zu wollen. Damit wird mein E1‘ nun Lücken kriegen. Das macht aber nichts.
    Ich nenn‘ mein neues Wanderkonzept E1‘‘, also die zweite Abwandlung eines ursprünglichen Konzeptes. Vom starren Folgen eines Wanderweges E1 über die Erlaubnis, auf dem Weg längs durch Europa eigene Wege (E1’) zu beschreiten, nun also der Paradigmenwechsel hin zum mußevollen Wandern E1‘‘, das mir gewährt, an Orten zu wandern, die schön und interessant sind, ohne dorthin immer zu Fuß gelangt zu sein. Natürlich geht es weiter gen Süden, das Ziel hat mich noch nicht los gelassen.

    So siehts also aus. Und nun weiter.
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