• MistaCootie
July 2024

Nothing but nordisch

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  • Trip start
    July 5, 2024

    July 5, 2024 in Germany ⋅ ☁️ 18 °C

    Nachdem die Waage beim ADAC 3408kg gezeigt hatte, allerdings noch keiner von und an Bord war ging es zunächst wieder nach Hause.
    Dort hieß es dann nach einigen Überlegungen: Auspacken was geht und Gepäck und Proviant reduzieren.

    Vor allem das Weglassen der Räder und der meisten Lebensmittel schmerzt ein wenig.

    Direkt im Anschluss an die 1-2 Niederlage der Deutschen gegen Spanien machen wir uns auf den Weg in Richtung Norden.
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  • Pause 1858

    July 6, 2024 in Sweden ⋅ ☁️ 17 °C

    Ein schönes Fleckchen Erde mit See, Strand, Wald und Frühstück.
    Leider 10km zu früh, aber dafür soll es gleich noch einen Geocache geben.
    Der erste in Schweden und der bisher nördlichste.
    Der erste im Wasser war natürlich...
    Lars und Thomas sind dann auch noch dazu gekommen.
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  • Never ending Sonnenuntergang

    July 6, 2024 in Sweden ⋅ ⛅ 13 °C

    Krasses Abendrot.
    Und ein Stückchen weiter östlich geht die Sonne gleich wieder auf.

  • Polarkreis

    July 7, 2024 in Sweden ⋅ ☀️ 10 °C

    Wir haben den Polarkreis erreicht.
    Das wird hier eher unspektakulär gefeiert. Immerhin gab es ein Schild und ein so genanntes Denkmal.

    Die Gräfin von Bungalien musste sich währenddessen schön schlafen...Read more

  • Endlich Elche...

    July 7, 2024 in Sweden ⋅ ⛅ 10 °C

    ... Oder doch nur Rentiere.
    Ich tippe auf letztere.
    Obwohl ein Tier eher elchig aussah.

  • Mückenhausen

    July 7, 2024 in Finland ⋅ ☁️ 10 °C

    Finnland ist erreicht.
    Ein kurzer Ausstieg würde belohnt mit einem heftigen Mückengeschwader.
    Die Viecher hier sind schnell, penetrant und vor allem zahlreich.
    Schnell noch einen Cache mit viel Bewegung geloggt und dann ging es weiter.
    Auch hier sieht man neben und auf der Straße wieder viele Rentiere.
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  • Bunker Cache

    July 7, 2024 in Sweden ⋅ ⛅ 10 °C

    Bei der Suche nach nem halbwegs gescheiten Cache, bin ich auf einen kleinen Bunker am Straßenrand gestoßen.
    Beim Öffnen der Klappe kamen mir zunächst einige Mücken entgegen und ich befürchtete bereits das Schlimmste.

    Unten im Dunkeln angekommen hatte ich aber keine Begleitung mehr und so konnte ich den kleinen Unterschlupf alleine erkunden.
    Der Bunker hat zwei Räume mit jeweils 9 Betten, eine Luftzufuhr (wahrscheinlich inkl. Filter). Zudem zwei separate Eingänge und Drucklufttüren plus dazugehörigen Tunneln.

    Die Cache Box war eher unspektakulär, dafür überraschend trocken.
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  • Jetzt aber: Elche!

    July 7, 2024 in Norway ⋅ ⛅ 15 °C

    Die Jungs haben schön auf der Straße auf uns gewartet.

    Nachtrag: Wieder nicht...
    Ich nenne die Rentiere nun einfach: Die Elche des kleinen Mannes...

  • Frøkøst

    July 7, 2024 in Norway ⋅ ⛅ 15 °C

    Morgens halb zehn in Deutschland ist viertel nach elf in Norwegen.
    Es weht ne steife Brise, die Sonne scheint und die Aussicht ist einfach Zucker!
    Dazu ein paar perfekt geschnittene Scheiben Brot...

  • Cæmping Mehamn

    July 7, 2024 in Norway ⋅ ⛅ 13 °C

    Gegen 15.00 Uhr und nach knapp 3100km haben wir unser Ziel - der Campingplatz Mehamn - wohlauf erreicht.
    Wahnsinn, dass wir ohne Schwierigkeiten, ohne Staus und vor allem ohne gewogen zu werden durchgekommen sind.
    Nun heißt es erst mal ankommen und dann mal sehen was wird.
    Was wird...

    Lars und ich müssen auf jeden Fall gleich entscheiden, wann wir unsrere Wanderung beginnen. Morgen zwischen 10.00 Uhr und 13.00 Uhr soll es regnen und das Laufen bei diesem Wetter ist dann eher nicht zu empfehlen.
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  • Nothing but stones - Kapitel 1

    July 7, 2024 in Norway ⋅ ☀️ 13 °C

    Prolog

    Der Grund aus dem wir vier hier oben in dieser verlassenen Gegend gelandet sind liegt darin, dass ich im meiner großen Naivität mal Lars gegenüber erwähnt habe, dass der nördlichste Punkt Europas nicht am Nordkap, sondern in der Nähe von Mehamn liegt.
    Diesen Punkt kann man allerdings nur per Boot, Helikopter oder zu Fuß erreichen.
    Er liegt auf einer Klippe.
    Hier liegt der unter Geocachern sehr bekannte Cache "Nothing but Stones".

    Dieser Namen ist sowohl sehr passend, als auch ein Hinweis, vielmehr sogar eine Warnung.

    Nicht nur, dass man als Normalsterblicher nur per Wanderung hier hin gelangt und dabei laut Komoot 1000 Höhenmeter und 48km zurücklegen muss. Ein großer Teil der Strecke ist einfach nur mit Steinen gespickt.
    Schöne Steine, runde Steine, spitze Steine, mannshohe Steine, tellerkleine Steine. Steine, Steine, Steine...

    Das sind also die Voraussetzungen für diese Wanderung, welche man klassisch in drei Etappen absolviert.

    Dieses ist Kapitel 1 - Nothing but Mücken

    Nach zwei durchgefahren Nächten und 3100km in Mehamn angekommen sollte der Wanderspaß beginnen.
    Lars und ich mussten nur die Startzeit festlegen.
    Alternative 1 - wir starten noch am Abend und laufen in die Nacht hinein. Es wird hier oben in dieser Jahreszeit nicht dunkel und wir können den anvisierten Zeltplatz noch vor dem angekündigten Regen erreichen. Dieser sollte am nächsten Morgen gegen 10 Uhr einsetzen und um 13 Uhr vorbei sein.
    Nachteil: Wir gehen nicht wirklich fit und ausgeruht auf die Piste.

    Alternative 2 - Wir starten nach dem Regen am Montag, sind wahrscheinlich ausgeruht und halbwegs fit.
    Nachteil: Wir kommen erst spät los und dementsprechend auch spät wieder zurück.

    Da wir aber auch noch gemeinsame Zeit verbringen wollten und die restliche Zeit begrenzt ist, entschieden wir uns für Variante 1.

    Am Steintor neben dem Flugplatz Mehamn ging es los und nach ein paar hundert Metern war schon klar: Die Wegführung wird nicht einfach werden.
    Zwischendurch sieht man ein rotgemaltes T auf einem Stein. Manchmal in kurzen, oft in viel zu großen Abständen.

    So mussten wir direkt zum Start unnötig durchs Gebüsch kriechen, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen.

    Nach nichtmal einer halben Stunde durften wir dann überraschend die Regenjacke rausholen: Ein norwegischer Landschauer machte sich über und her.
    Regenbogen sind ja immer etwas schönes. Auf einer Wanderung aber nicht unbedingt ein gern gesehener Begleiter.

    Kaum hatte sich der Regen verzogen, kamen die nächsten Begleiter: Mücken.
    Und nicht nur ein paar. Hunderte dieser Blutsauger waren nun ständig um uns herum.
    Lars hatte im Vorfeld Moskitohüte besorgt. Und so liefen wir fortan wie zwei bekloppte Imker durch die Gegend.
    Ohne diese Teile wäre ein Weiterkommen nicht möglich gewesen.
    Für die Hände hatten wir noch ein Skandinavien erprobtes Zeug, dessen Beipackzettel man besser nicht liest.
    Das Zeug haben wir uns auch noch auf den Hut gesprüht.

    So kamen wir mit nur ein paar Stichen davon. Dennoch war durch das Netz die Sicht nicht die beste.

    Die ersten Kilometer kamen wir noch ganz gut voran. Bis zur Durchquerung des Flusses hatten wir noch einen guten Schnitt von 3,5 km/h.

    Danach begannen die ersten kleinen Steinfelder und es ging immer wieder vor allem hoch und zwischendurch runter.

    So langsam machte mir der schwere Rucksack zu schaffen.
    Nach einer kurzen Rast hat Lars mir zum einen den Rucksack besser eingestellt, zum anderen noch etwas von Proviant abgenommen.

    Damit ging es dann etwas leichter zu laufen.

    Nun folgte das erste große Steinfeld. Bis zum Horizont waren einfach nur Steine zu sehen.
    Hier musste jeder Schritt im Vorfeld beachtet werden. Ohne die Wanderstöcke wäre für uns hier Ende im sogenannten Gelände gewesen.

    Mehr als zwei Stunden quälten wir uns durch diese Wüste. Von der Landschaft, die auch nicht besonders abwechslungsreich ist, bekommt man nichts mit.
    Man geht wie ein Zombie mit Blick nach unten immer weiter, immer weiter, immer weiter...

    Mittlerweile waren Lars und ich auch ziemlich durch. Es war kurz vor 3 Uhr, es gab keine Möglichkeit, das Zelt aufzustellen, das Wetter wurde schlechter und die Füße schmerzten.
    Irgendwann war sich auch Lars nicht mehr sicher, ob wir es schaffen. Er brachte schon ins Spiel, dass wir uns am nächsten Tag von nem Boot aus der Bucht abholen lassen können.
    "Scheitern ist auch eine Option", war bereits davor bei mir ein Gedanke, der sich richtig anfühlte.

    Letztlich durchschritten wir noch das Tal der Milliarden Mücken und kamen an der Bucht an, an der wir uns mit Wasser versorgen und in der wir unser Lager aufschlagen konnten.

    Wir schafften es, den größten Teil der Mücken vom Zelt fernzuhalten und schliefen erschöpft ein.

    Im Rückblick ist es ganz schön krass, dass wir diese Strecke zu dieser Uhrzeit, in der körperlichen Verfassung und mit so wenig Pausen geschafft haben.
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  • Nothing but Stones - Kapitel 2

    July 8, 2024 in Norway ⋅ ⛅ 10 °C

    Hier kommt Kapitel 2 - Nothing but stones, stones & stones

    Nach dem großen Regen, den wir beide komplett verschlafen haben, wurden wir von der Sonne wachgeküsst.
    Die Bucht an dieser Stelle ist wunderschön und kann garantiert auch für Filmszenen verwendet werden.
    Nach dem Befüllen der Wasserblasen mit kalten frischen norwegischen Flusswasser nahmen wir unser Frühstück bestehen aus Käse- und Salamidubbeln ein.

    Ich bekam das Teil kaum runter und machte mich besser an die Riegel ran.
    Für Lars war klar: Es geht noch ins Wasser.
    Das war auf dieser Tour sein glücklichster Moment. Das Wasser ist nicht mein Element und bei 8 Grad nicht unbedingt attraktiver. Von daher habe ich Lars bei Genießen zugesehen.

    Wenn man jetzt meint, es geht gemütlich am Strand entlang weiter, der wird eines besseren belehrt...

    Natürlich durften wir auch hier über nothing but stones latschen.

    Mein Highlight der Tour kam dann kurz vor dem Aufstieg zur Klippe: Die Fischer Hütte.
    Diese steht jedem Wanderer oder Gestrandetem zur Verfügung.
    Im Vorraum gibt es eine kleine Küche mit Frischwasser, Kocher, Töpfen, Kaffee etc. bereit.
    Draußen vor der Hütte kann man sich hinsetzen und mal wieder halbwegs gemütlich etwas essen.
    Mit dem Blick in die Bucht bei Sonnenschein hätte ich ewig hier verbringen können.

    Leider war mir das nicht verwehrt und nach kurzer Rast ging es die Klippe hinauf.
    Das hatte dann eher etwas von Bergfeeling und war eine willkommene Abwechslung.

    So standen wir irgendwann in der Nordsenke der Klippe. Hier konnten wir die Rucksäcke stehen lassen und zum finalen Punkt gelangen.
    Es war eine Wohltat, den Berg ohne Gepäck zu besteigen. So frei und so leicht.
    Bei mir klopfte allerdings bereits ein kleiner Hungerast an.

    Der nördlichste Punkt ist mit einem billigen Metallkreuz markiert und spiegelt auch irgendwie den Wert dieser Tour wieder.
    Als Lars dort zum Abklatschen bereit stand, löste der Augenblick in mir so rein gar nichts aus.
    Irgendwie habe ich es einfach so hingenommen und war gedanklich eher darauf gepolt, was denn nun noch kommen mag.

    Das kenne ich sonst gar nicht. Habe ich nach körperlicher oder mentaler Anstrengung ein Ziel erreicht, dann wird doch irgendetwas frei. Ein "YES!" oder zumindest ein "Puh endlich!".
    Hier fühlte ich nichts davon...

    Und unsere Tour war keineswegs hier beendet.
    Zumindest musste noch der Geocache eingesammelt werden, der sich in der Nähe unserer Rucksäcke befand.

    Hier waren wir also an der Wurzel dieser Übeltour angekommen...
    Eine Plastikdose mit einem Zettel zum MistaCootie drauf schreiben. Wow!

    Im Anschluss gab es dann ein Abendessen. Das Brot bekam ich fast gar nicht mehr runter und so versuchte ich mich mal am Energiegel. Dieses sollte man mit Vorsicht genießen. Es könnte evtl. für Durchfall sorgen...

    Vollgepumpt mit Gedöns ging es dann 200 Höhenmeter hinauf über - Überraschung - Steine...
    Oben angekommen auf dem Plateau ging es über das nächste Steinmeier.

    Und wieder wurden wir von einem ausgiebigen norwegian Låndrægån überrascht.
    Im Vorfeld hatten wir gelesen, dass man die Tour bei Regen nicht machen sollte. Nun war auch klar weshalb: Auf den Steinen befinden sich teilweise Flechten oder so ähnlich.
    Dadurch hat der Stein in Kombination mit Wasser kaum noch Grip. Ein Begehen nur noch mit einem Teil des Fußes bewerkstelligte sich dann für uns schwieriger, als es sowieso bereits war.

    Augenblicke, die ich liebe! Und so fluchte ich mal laut, mal leise vor mich her. Zwischendurch suchte ich mir auf meiner Playlist im Kopf passende Lieder aus: "Crying in the rain" oder einfach mal ein "keine Blamage in dieser Passage - Nordisch... uh uh uh...".
    Irgendwie muss an sich ja am Überleben halten.

    Die Suche nach dem nächsten Zeltplatz gestaltete sich etwas schwieriger, da entweder alles zu steinig oder matschig war.
    Immerhin hatten wir durch ständigen Wind keine Probleme mit Mücken.

    Inzwischen Meister des Zeltaufbaus waren wir innerhalb von einer halben Stunde bettfertig und so ging mal vor 1 Uhr ins Bett.

    Diese Nacht war etwas kühler. Ich war froh, den dickeren Schlafsack eingepackt zu haben und konnte relativ gut schlafen.
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  • Nothing but Stones - Kapitel 3

    July 9, 2024 in Norway ⋅ 🌬 11 °C

    Abschließend noch Kapitel 3 - Nothing but aua

    Gegen 9:30 Uhr kam der Zimmerservice freudig vorbei, kredenzte uns Kaffee, ein paar Pfanneküchlein, Rührei mit Speck und frisch gepressten Orangensaft. Die Sonne lachte uns an und wir frohlockten....

    ...und wachten dann mit den Blessuren des Vortages wieder auf. Es gab Wasser und natürlich n Dubbel wahlweise mit Salami oder Käse. Man hätte von mir ein Werbevideo für die korrekte Einnahme von Nahrung drehen können: Kleine Bissen, viel Kauen, langsam Schlucken.
    Ich hatte einfach kein Bock mehr auf Brot.
    Eine Tomate oder Gurke, liebend gerne Möhre - meine Not ist tatsächlich spürbar....

    Nach der sogenannten Mahlzeit ging es dann für uns in den Endspurt.
    Zumindest dachte ich es mir zunächst so.
    Leider hatte ich wohl völlig verdrängt, welche idiotische Leistung wir am Vortag vollbracht haben.
    An manche Streckenabschnitte konnte ich mich nicht mehr erinnern.

    Oft dachte ich mir: Gleich kommt diese Stelle. Nur um kurz darauf enttäuscht zu werden.

    Dazu kamen dann noch die Füße, die mittlerweile einiges mitgemacht haben. Die wollten nicht über noch mehr Steine. Gab es zwischendurch mal ein kleines Stückchen grasbebachsense Erde, war ich dem Freudensprung nah.
    Wenn ich nur hätte springen können.

    Immerhin sorgte der Wind wieder für ein mückenfreies Erlebnis. Auch die kleinen Feste muss man feiern.

    Ansonsten hieß es für uns: Einfach nur durchhalten, halbwegs konzentriert bleiben und irgendwie einen Schritt vor den nächsten tun.

    So vergingen die Stunden und ein großer Meilenstein: Die Durchquerung des Flusses stand wieder an. Dieses Mal ohne Mücken.
    Die damit verbundene Pause tat genauso gut, wie die Fußabkühlung.
    Zudem war klar, dass die Strecke ab hier nicht mehr über Steine gehen wird und es nur noch 3km sind.
    Da wir allerdings nur noch im Schleichtempo unterwegs waren, benötigten wir dafür noch 1,5 Stunden.

    In der Nähe des Flugplatzes - kurz vor dem Ziel - gab es ein kleines Stück asphaltierten Weg.
    Hier drehte ich eine Extra-Runde.
    Man kann sich kaum vorstellen, wie schön es sein kann, einfach mal nur auf gerader Fläche zu laufen. Weder ein Blick auf den Boden, noch die Wanderstöcke waren notwendig. Traumhaft!
    Asphalt: Urlaub für die Füße!

    Nach nicht einmal 24 Stunden waren wir wieder am Start, dem Felsentor, angelangt.
    Hier konnten wir dann auch endlich wieder lachen.

    In Empfang genommen wurden wir von den zwei (anscheinend) vernünftigsten Mitreisenden.
    Aleqs und Thomas holten uns mit dem Reisemobil ab. Zudem wurden wir betüddelt und bekocht. Es gab Burger!

    Und vorher noch eine Toilette und eine Menge warmes Wasser auf den geschundenen Körper.

    Epilog:
    Meine Vorahnung, dass man diese Tour nicht unbedingt machen muss, sollte sich bewahrheiten.
    Hatte ich doch im letzten Jahr nach der Tour zur Vertainspitze mir noch gesagt, dass man nicht allen Statistikpunkten hinterher hecheln muss, bin ich hier nun hoffentlich vollends geheilt worden.
    Diese Tour hatte für mich ausschließlich Strapazen ohne ein schönes Ziel, ohne besondere Ausblicke oder dergleichen.
    Es ging lediglich, diese Koordinaten zu erreichen. Nicht um jeden Preis, aber um einen für mich viel zu hohen.
    Die Gegend hier sieht an so vielen Stellen ähnlich aus. Die Berge sind alle fast gleich hoch. Steine sind ebenfalls überall vorhanden.
    Und eine Plastikdose hat wohl jeder im Küchenschrank stehen.

    Anstrengung und Strapazen nehme ich gerne in Kauf. Aber die müssen nicht unbedingt mit einer statistischen Zahl in Verbindung stehen.

    Der Genuss kommt dann ab jetzt mit der Weiterreise zu den Lofoten.
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  • Kennense Canyon?

    July 10, 2024 in Norway ⋅ ☁️ 14 °C

    Auf zu neuen Koordinaten, NordMænna!
    Wie wäre es denn mit einem Canyon?

    Dieser sprang uns bereits auf der Hochfahrt ins Auge und sollte von uns mal erkundet werden.

    Am Canyon angekommen, war natürlich klar, dass auch hier eine Aktion her muss.
    Klippenspringen stand auf dem Programm.
    Ich halte mich beim Thema Wasser generell abseits.
    Und bei einer Wassertemperatur, in der man auch Schinken und Obazda lagern kann, halte ich höchsten kurz den dicken Zeh rein.

    So haben sich Lars und Thomas die Badeklamotten geholt und sind mit etwas Überwindung und einer kleine Stunteinlage mit einem großen und einem kleine PLUMPS im Wasser gelandet.

    Währenddessen hat Aleqs die Drohne getestet und ich habe ganz Baywatch-like auf meinen Nicht-Einsatz gehofft.

    Das Laufen geht heute schon wieder ein wenig.

    Nun geht es weiter in Richtung Westen.
    Das Wetter soll morgen doof sein und wir nutzen es zum Fahren.
    Am Wochenende soll es auf den Lofoten an einem Tag 24 Stunden Sonne geben.

    Wo kann man so etwas schon erleben?
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  • Navitfoss Camping

    July 11, 2024 in Norway ⋅ ☀️ 9 °C

    Der heutige ÜbernachtungsSpot war auch wieder sehr besonders.
    Neben einem Wasserfall und etwas oberhalb eines Fjords.
    So stellt man sich Norwegen vor...

  • Don't pay the ferryman

    July 11, 2024 in Norway ⋅ ☁️ 14 °C

    ...Zumindest werden wir es heute nicht machen.
    Der eigentliche Plan heute zu den Lofoten rüber zu machen ging nicht ganz auf. Die Fähre fast keine 50 Autos, verkehrt lediglich 3 mal am Tag und ist im Norden die einzige gute Ost-West-Verbindung.
    Wir wussten zwar, dass wir frühzeitig vor Ort sein sollten, 1,5 Stunden vorher sollten allerdings nicht ausreichen.

    Stattdessen haben wir uns die Zeit damit vertrieben, Fish & Chips zu futtern und statt eines Verdauungsschnaps gab es einen Spaziergang.

    Währenddessen konnte ich mal wieder dem Geocachen fröhnen und bin so einmal komplett durchs Dorf gekommen.

    Es herrscht hier eine Mischung aus pitoresk und lostplacig. Ein bisschen Kunst und Vernachlässigung.

    Darüber hinaus merkt man, dass Norwegen die Gemeinden mit Projektorientierten Geldern stützt.

    So gibt es hier eine tolle gemeinschaftliche Grillhütte mit zipp und zapp und einen toll angelegten Kunstrasenplatz.

    Ansonsten hat der Ort nicht viel zu bieten. Selbst die gestrandeten PKW Insassen haben keine Möglichkeit, eine öffentliche Toilette oder einen Ruheraum nach 22.00 Uhr zu nutzen.

    Während Aleqs und Thomas sich schon bettfertig in den Pofen lagen, habe ich mit Lars noch ne Runde Quinto gezockt.
    Natürlich ist Lars bei Würfelspielen dieser Art nicht zu schlagen. Allerdings habe ich auch hier erst gemerkt, dass ich bisher nach falschen Regeln gespielt habe.

    Jetzt geht es ins Bett und ich bin auf morgen gespannt.
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  • Ein Dzi-Stein und eine Fährfart

    July 12, 2024 in Norway ⋅ 🌬 11 °C

    Nach einer Nacht im Fährhafen (oder so) haben wir mit dem Schiff rüber in den Westen gemacht. So sagt man das hier...

    Die See war überschaubar und kurz vor der Einfahrt nach Andenes hatten wir unser eigenes Whalewatching Erlebnis.
    Zwei Walartige schwammen neben der Fähre her.
    Das ist doch mal ne prima TouriServiceLeistung.

    Auf dem Boot habe ich noch etwas mit einem Österreicher geratscht. Mir ist aufgefallen, dass er einen Dzi-Stein um den Hals trägt.
    Die finde ich sehr schön. Dabei erzählte er mir, dass er sich diesen auf einem Trek in Nepal geholt hat.
    Daran war ich natürlich sehr interessiert und so berichtete er ein wenig davon und nebenbei meinte er noch, dass er einen Trek gemeinsam mit Hans Kammerlander unternommen hat.

    Da war ich schon ein wenig baff. Kenne ich Kammerlander doch nur aus Bergsteiger Dokus oder so ähnlich.

    Damit bewahrheitet sich mal wieder das Kleine-Welt-Phänomen, bei dem jeder Mensch einen anderen im Schnitt über sechs Stationen kennt.

    Ach ja: Nach fast zwei Stunden Fahrt sind wir im Hafen angelangt.

    Der Ort Andenes hat uns nicht so wirklich vom Hocker gehauen und so sind wir weiter in Richtung Süden gefahren.

    Davon mehr im nächsten Footprint.
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