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Marokko 2026

Roadtrip zu dritt! Weiterlesen
  • Weiter geht’s

    4. Juni in Marokko ⋅ ☀️ 33 °C

    Nach einem herrlichen Frühstück ließen wir die besondere Atmosphäre der Oase noch ein wenig auf uns wirken und verbrachten zwei weitere Stunden am Pool unseres traumhaften Hotels bei Agdz. Anschließend setzten wir unsere Reise fort und machten uns auf den Weg nach Aït Ben Haddou. Die etwa 100 Kilometer lange Strecke führte uns durch die faszinierenden Landschaften des Anti-Atlas, vorbei an kleinen Berberdörfern, kargen Felsformationen und den weiten Ebenen rund um Ouarzazate. Nach rund zwei Stunden Fahrt erreichten wir schließlich Aït Ben Haddou, die berühmte, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Lehmburg, die schon als Kulisse für zahlreiche Filme und Serien diente. (Dazu später mehr).Weiterlesen

  • Aït Ben Haddou

    4. Juni in Marokko ⋅ ☀️ 35 °C

    … ist wohl eine der bekanntesten Kasbahs Marokkos und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die beeindruckende Lehmsiedlung liegt an einer alten Karawanenroute zwischen der Sahara und Marrakesch und wirkt mit ihren ockerfarbenen Türmen und engen Gassen wie eine Reise in die Vergangenheit.

    Viele kennen den Ort sogar, ohne es zu wissen: Hier wurden zahlreiche Filme und Serien gedreht, darunter Gladiator, Die Mumie und Game of Thrones.

    Für uns war es bereits der zweite Besuch. Letztes Jahr konnten wir den Ort kaum genießen, weil Finn krank war. Deshalb haben wir auf unserer Rückfahrt nach Marrakesch noch einmal hier angehalten. Diesmal haben wir die Kasbah in Ruhe erkundet, sind durch die verwinkelten Gassen spaziert und haben bei einem Tee die Aussicht auf die beeindruckende Landschaft genossen.

    Manchmal muss es gar nicht viel Programm sein – ein schöner Ort, gutes Essen und ein wenig Zeit zum Durchatmen reichen völlig aus. 😊
    Pro-Tipp: entweder ganz früh am Morgen kommen oder zwischen 17 und 18 Uhr. Dazwischen zertreten sich die Leute, die sich mit Bussen aus Marrakesch hier her kutschieren lassen.
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  • Home for the last night

    5. Juni in Marokko ⋅ ☀️ 25 °C

    Das Riad ist wirklich wunderschön – aber keine vier Minuten nach dem Aussteigen aus dem Auto hatte mich Marrakesch schon auf die Palme gebracht.

    Wir sind mit dem Navi zu einem Parkplatz gefahren, den es offenbar gar nicht gab. Als wir wenden und wieder zurückfahren wollten, sprach uns ein freundlicher junger Mann an und fragte, wohin wir wollten. Dann meinte er, wir könnten das Auto dort stehen lassen, wo wir gerade waren, um unser Gepäck auszuladen.

    Während er ein wenig herumorganisierte, erklärten wir ihm, dass Stefan gar nicht parken würde, sondern nur auslädt und Finn und ich allein zum Riad gehen. Kaum ausgesprochen, tauchte plötzlich ein zweiter Mann auf. Der schnappte sich direkt zwei unserer vier Koffer, Finn nahm einen, ich den anderen sowie noch zwei Taschen. Der erste junge Mann trug übrigens nichts, sondern lief einfach vorneweg.

    Nach vielleicht 150 Metern standen wir bereits vor dem Riad. Der Kerl hatte sogar schon geklingelt. Kaum waren wir angekommen, verlangte er Geld. Dass ich noch sämtliche Taschen und Koffer in den Händen hatte, interessierte ihn überhaupt nicht.

    Ich wollte beiden jeweils 10 Dirham geben – etwa ein Euro. Daraufhin fing er an zu meckern und erklärte, das sei viel zu wenig. Also kramte ich, mittlerweile ziemlich genervt, zwei 20-Dirham-Scheine aus meiner Tasche. Aber auch das reichte ihm nicht. Stattdessen zeigte er auf meinen 100-Dirham-Schein und begann ernsthaft zu diskutieren!

    Irgendwann habe ich ihm die beiden Zwanziger in die Hand gedrückt und mit einem deutlichen „So, Schluss jetzt – Abflug!“ signalisiert, dass die Vorstellung beendet ist. Daraufhin zogen beide fluchend ab.
    Vermutlich habe ich jetzt den Fluch Allahs an der Backe.
    Mal ehrlich: Geht’s eigentlich noch?!
    Und das Schlimmste ist, dass ich mich seit Stunden darüber ärgere, überhaupt irgendetwas gegeben zu haben.
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  • Strolling around

    5. Juni in Marokko ⋅ ☀️ 28 °C

    Ganz ohne eine letzte Runde durch die Stadt wollte ich Marrakesch dann doch nicht verlassen. Also bin ich mit Finn noch einmal losgezogen. Stefan hat in der Zwischenzeit das Auto zum Flughafen gebracht – der will hier absolut keinen Meter mehr durch diese Stadt laufen. 🤣🤣

    Mein Fazit zu Marrakesch:

    Bunt. Laut. Voller Fashion Victims. Nervig. Gefühlt dreimal teurer als der Rest von Marokko. Im Vergleich zu den anderen Orten wirkt Marrakesch ein bisschen wie Disneyland.

    Klar, es gibt wunderschöne Geschäfte und viele tolle Sachen zu entdecken. Das Problem ist nur: Man kann nirgendwo, wirklich NIRGENDWO, auch nur eine Sekunde stehen bleiben und sich etwas anschauen, ohne sofort angesprochen zu werden.

    „My friend!“
    „Ahhh, schöne Frau!“
    „Mein Freund, hast du schöne Mutter!“
    „Holland?“
    „Deutsch?“

    Dauerbeschallung.

    Einer war besonders hartnäckig. Als er zum gefühlt fünften Mal wissen wollte, woher wir kommen, habe ich spontan geantwortet: „India.“

    Der Gesichtsausdruck war unbezahlbar. 🤣🤣

    Er war so verwirrt, dass er tatsächlich einfach still wurde. Vermutlich hat sein inneres Verkaufsskript an dieser Stelle komplett versagt.
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  • Spa time

    5. Juni in Marokko ⋅ ☀️ 29 °C

    Da Stefan ja wie bereits geschrieben absolut keine Lust hatte, das Riad zu verlassen und ich nach zwei Stunden auch genug hatte, freuten wir uns auf unser vorab gebuchtes Spa-Paket. Die Story dazu in den Videos 🤣. Das kann ich nicht nur mit getippten Worten beschreiben!Weiterlesen

  • Dinner time

    5. Juni in Marokko ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir haben bereits vor ein paar Tagen beschlossen, am letzten Abend im Riad zu essen - aus Gründen 😀. Nach dem Spa Erlebnis hatte ich schon das Schlimmste befürchtet. Aber: es war sehr köstlich. Und das beste: wir waren die einzigen auf der Dachterrasse und konnten den Abend so richtig schön mit gutem Essen, plaudern und Ruhe genießen. Der Service hier ist top, man hat uns sehr liebevoll umsorgt. Ein sehr gelungener Abschlussabend.Weiterlesen

  • Frühstück

    6. Juni in Marokko ⋅ ☀️ 18 °C

    … und los!
    Ich habe über booking einen Transfer für 11 Euro gebucht. Der Fahrer kam pünktlich auf die Minute! Sehr komfortabel und stressfrei, ohne Diskussionen und handeln 😀. I like. Am Airport herrscht entspannte Ruhe! Mögen wir noch mehr 😀!Weiterlesen

  • Zwischenstopp

    6. Juni in Portugal ⋅ ⛅ 25 °C

    … in Lissabon.

    Auch dieses Mal haben wir die Wartezeit mit einem Lunch in der Nähe des Airports überbrückt. Für die Uber-Fahrt hin und zurück haben wir gerade einmal 11 Euro bezahlt.

    Eine klare Empfehlung: Honest Greens! Die Kette überzeugt mit einem wirklich gelungenen Konzept, fairen Preisen und unglaublich leckerem Essen. Vor zwei Wochen waren wir in einer Filiale direkt am Fluss, heute haben wir eine in einer lebhaften Wohngegend besucht.

    Anschließend gab es am Flughafen ein Bier. Das letzte liegt erst fünf Tage zurück (in den anderen Unterkünften hieß es „No alcohol“), aber es fühlt sich deutlich länger an, weil wir in dieser Zeit so unglaublich viel erlebt haben. Ich habe das Gefühl, als wären wir mindestens vier Wochen unterwegs gewesen.
    Das ist ein MEGA gutes Gefühl! 😊✈️🌍
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  • Fazit

    6. Juni in Marokko ⋅ ☀️ 32 °C

    Es war bereits unsere dritte Reise nach Marokko – und trotzdem hat uns das Land erneut beeindruckt und begeistert. Zwei Wochen lang waren wir unterwegs, von der Atlantikküste bis tief in die Sahara, und haben dabei wieder viele neue Facetten dieses unglaublich vielseitigen Landes entdeckt.

    🚗 1.680 km – pannen- und unfallfrei 😍

    🌡️ Die Temperaturen lagen zwischen 35 und 44 Grad. Gut auszuhalten im Schatten, da die Luft angenehm trocken ist.

    🏥 Gesundheit
    Abgesehen von einer leichten Erkältung, die Finn bereits von zuhause mitgebracht hat und die er an mich weitergegeben hat, sind wir gesund und munter geblieben. Zum Glück war sie schnell wieder überstanden. Kleiner nützlicher Helfer in der Hosentasche- bzw Handtasche: Handdesinfentionsmittel
    (Stefan benutzt sowas NIE und blieb trotzdem topfit, selbst unsere Schnupfennase hat ihn nicht interessiert 😀.

    📱 SIM-Karte & Netz
    Direkt am Flughafen haben wir eine SIM-Karte der marokkanischen Telekom gekauft (20 GB für ca. 10 €).
    Das Netz war auf der gesamten Strecke durchgehend sehr gut – Navigation und Internet haben problemlos funktioniert. Nur in der Erg Chegaga waren wir kurzzeitig nicht erreichbar 😀

    🚗 Straßen & Verkehr
    Das Autofahren in Marokko ist insgesamt sehr angenehm:

    * gute Straßen und klare Beschilderung
    * Navi funktioniert zuverlässig
    * auffällig viele Polizeikontrollen
    * wir wurden dieses Mal nur einmal angehalten – als der Polizist merkte, dass wir kein Französisch sprechen, winkte er uns direkt weiter 😀

    Im Straßenbild findet man alles: Mopeds, Hunde, Katzen, Eselkarren, Ziegen- und Kamelherden, Schafe, klapprige Fahrräder, Fußgänger und landwirtschaftliche Fahrzeuge. In Ortschaften ist besondere Aufmerksamkeit nötig, da jederzeit alles Mögliche spontan die Straße überqueren kann.

    🅿️ Parken
    Parken ist nahezu überall unkompliziert. Kaum steht man, erscheinen „Parkwächter“, die für ein paar Dirham auf das Auto aufpassen.

    🥘 Essen & Trinken
    Das Essen war durchweg hervorragend:

    * Restaurants: von sehr günstig bis gehoben in Touristengebieten (Hauptgerichte ca. 7–15 €)
    * frische Säfte (0,50–2 €) waren ein echtes Highlight
    * ebenso der traditionelle Begrüßungstee mit Gebäck oder Nüssen
    * Streetfood (0,50- bis 2 €)

    🛌 Unterkünfte
    Unsere Unterkünfte waren durchweg sehr gut bis hervorragend – die meisten würden wir guten Gewissens weiterempfehlen, alle gebucht über Booking.com (Details am Ende).
    Die Gastfreundschaft war überall außergewöhnlich.

    💴 Geld & Bezahlung
    Marokko ist weiterhin stark bargeldorientiert:

    * tägliche Bargeldabhebungen oft notwendig
    * maximal ca. 2.000 DH pro Abhebung

    👥 Menschen & Alltag
    Die Menschen waren durchweg sehr freundlich (mit Ausnahme von Marrakesch – dort waren viele eher aufdringlich).
    Vereinzelt gibt es auch außerhalb aufdringliche Verkäufer oder Guides, insgesamt überwiegt aber die Herzlichkeit deutlich.

    In manchen Orten ist es durchaus sinnvoll, sich begleiten zu lassen, da man ohne Ortskenntnis kaum durch bestimmte Gassen in den Kasbahs finden würde. In Marrakesch würden wir beim nächsten Mal allerdings konsequent jeden direkten Kontakt vermeiden.

    ✈️ Flughäfen & Einreise
    Die Einreise in Casablanca verlief sehr schnell. Auch die Ausreise in Marrakesch war völlig problemlos – morgens um 9 Uhr war kaum etwas los, Wartezeiten gab es keine.

    Kein Visum erforderlich, der Einreisestempel genügt. Beide Flughäfen waren gut organisiert und angenehm.

    🕌 Kultur & Alltag
    Der Muezzin ruft fünfmal täglich zum Gebet – live und nicht vom Band. Das Leben pausiert kurz, läuft danach aber sofort normal weiter.

    Je ländlicher die Regionen, desto stärker ist die Sprachbarriere – trotzdem funktioniert Kommunikation immer irgendwie.

    🏁 Orte & Eindrücke

    🇲🇦 Casablanca
    Moderne Stadt, Moschee ein absolutes Muss, ursprünglicher Souk, toller Fischmarkt mit Restaurants.

    🇲🇦 Rabat
    Sehr entspannte, moderne Stadt mit schönen Sehenswürdigkeiten, gutem Streetfood und angenehmem Souk.

    🇲🇦 Meknès
    Ruhig und charmant, definitiv zwei Tage wert, schöne Medina und lebendiger Souk.

    🇲🇦 Midelt
    Sinnvoller Zwischenstopp Richtung Süden, landschaftlich traumhaft.

    🇲🇦 Merzouga / Erg Chebbi
    Sehr touristisch, die Nordseite wirkt ursprünglicher und ruhiger. Die Dünen sind beeindruckend, die eigentliche Wüstenfläche jedoch relativ begrenzt.

    🇲🇦 Zagora
    Lebhafter Ort im Draa-Tal, umgeben von beeindruckender Landschaft – gut für entspannte Tage.

    🇲🇦 Draa-Tal (Agdz – Zagora – M’Hamid)
    Wunderschöne Oasenlandschaft mit Palmen, Tälern und Bergen.

    🇲🇦 Erg Chegaga (bei M’Hamid)
    Abgelegen, ursprünglich und sehr eindrucksvoll – echte Wüstenatmosphäre, ein absolutes Highlight.

    🇲🇦 Marrakesch
    Naja, Marrakesch halt 😀. Würde sagen: Muss man mal gesehen haben, einmal reicht aber…

    ⭐ Fazit

    Alles in allem war es eine fantastische Reise – intensiv, abwechslungsreich und voller bleibender Eindrücke.
    10/10 – jederzeit wieder 😍

    Trotz der dritten Reise hat Marokko nichts von seiner Faszination verloren. Im Gegenteil: Wir fühlen uns dem Land inzwischen noch verbundener. Die Mischung aus Landschaft, Kultur, Gastfreundschaft und Vielfalt macht jede Reise aufs Neue besonders. Sicher ist: Es wird nicht die letzte gewesen sein.

    🏨 Unsere Unterkünfte:

    Casablana - ok, gute Lage
    Rabat - herrlich
    Meknes - traumhaft
    Midelt - schön, essen naja
    Merzouga - traumhafte Lage direkt an den Dünen, essen sehr gut, Service naja
    Zagora - 💯
    M‘Hamid - 💯
    Erg Chegaga - einfach, aber tolle Lage
    Agdz- 💯
    Ait Ben Haddou - sehr schön, sehr gutes Essen
    Marrakesch - hübsch, aber da gibt es bessere, Essen sehr gut.
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    Ende der Reise
    7. Juni 2026