Ankunft und erste Stadterkundung
April 20 in Spain ⋅ ⛅ 25 °C
Nach gut zwei Stunden Flug bin ich am Flughafen in València angekommen. Nach der Landung habe ich mir zuerst die València Tourist Card für den ÖPNV besorgt. Nach 11 Haltestellen und etwa 30 Minuten Fahrt war ich in Ciutat Vella, dem Herzen von València. Von dort waren es nur noch 10 Minuten zu Fuß bis zum Hotel, wo ich eingecheckt habe. Das Zimmer ist zwar klein, bietet aber alles, was man braucht – zum Glück habe ich ein Doppelzimmer gebucht 😀. Das Highlight des Hotels ist definitiv die Dachterrasse, von der man einen tollen Blick in Richtung des palastartigen Rathauses hat. Da mein Flug erst am Nachmittag ging, bin ich letztendlich erst gegen 17:30 Uhr im Hotel angekommen.
Nach einer kurzen Pause und etwas Zeit zum Ankommen ging es direkt zur ersten Stadterkundung. Vom Hotel bin ich zu Fuß in Richtung El Carmen unterwegs gewesen, einem Viertel, das für seine vielen Restaurants und Bars bekannt ist. Auf dem Weg dorthin kam ich an der Llotja de la Seda, der historischen Seidenbörse, vorbei. Danach weiter in das kleine Restaurant La Pilareta. Spezialität dort sind die Miesmuscheln. Lecker Tapas und natürlich die Spezialität des Hauses gegessen, bevor ich über einen Abstecher zum Plaza de la Virgen zurückging. Von dort aus bin ich durch die Gassen wieder zurück zum Hotel geschlendert. Insgesamt waren das schon viele Eindrücke für den ersten Abend.Read more
Jardín del Turia und Beach
April 21 in Spain ⋅ ☀️ 24 °C
Nach einem klassischen spanischen Frühstück mit café solo, tostada con tomate und frisch gepresstem zumo de naranja ging es los zu den Torres de Serranos, einem der imposantesten historischen Stadttore Valèncias, das einst Teil der mittelalterlichen Stadtmauer war.
Von dort aus bietet sich auch direkt der Einstieg in den Jardín del Turia an – ein rund 9 Kilometer langer, ehemaliger Flusslauf des Río Turia. Nachdem der Fluss nach einer verheerenden Überschwemmung umgeleitet wurde, entstand hier eine weitläufige Grün- und Freizeitanlage, die sich heute wie eine „grüne Lunge“ durch die gesamte Stadt zieht und bei Einheimischen wie Besuchern gleichermaßen beliebt ist.
Ich habe allerdings nicht den gesamten Park erkundet, sondern mich für eine persönliche „Best-of“-Route entschieden: flussabwärts mit einem ersten Stopp am Palau de la Música. Der 1987 eröffnete Konzert- und Veranstaltungssaal liegt direkt am Rand des Parks und ist bekannt für seine hervorragende Akustik sowie die markante Glasfassade mit dem vorgelagerten Springbrunnen.
Von dort ging es weiter zur Ciutat de les Arts i les Ciències. Die futuristische Architektur bildet einen starken Kontrast zur historischen Altstadt und zeigt eindrucksvoll, wie València Tradition und Moderne miteinander verbindet. In der weitläufigen Anlage befinden sich unter anderem das Hemisfèric (ein IMAX-Kino und Planetarium), das Museu de les Ciències (ein interaktives Wissenschaftsmuseum), das Oceanogràfic (das größte Aquarium Europas mit verschiedenen Meeresökosystemen), der Palau de les Arts Reina Sofía (ein Opernhaus) sowie die spektakulären Außenanlagen mit Wasserflächen und moderner Architektur.
Zum Abschluss ging es noch weiter bis zum Strand und entlang der Promenade von València, um etwas Meeresluft zu schnuppern und den Tag entspannt ausklingen zu lassenRead more
València Stadtführung
April 22 in Spain ⋅ ☁️ 18 °C
Heute stand eine deutsch geführte Stadtführung durch Valencia auf dem Programm. Der Rundgang begann bei den beeindruckenden Torres de Serranos. Diese beiden gewaltigen Türme stammen aus dem 14. Jahrhundert und waren Teil der mittelalterlichen Stadtmauer. Sie dienten ursprünglich als Verteidigungsanlage, später zeitweise auch als Gefängnis für Adlige. Heute zählen sie zu den bekanntesten Wahrzeichen Valencias und bieten von oben einen großartigen Blick über die Altstadt.
Von dort ging es hinunter in Richtung Süden durch die historische Altstadt, vorbei an prächtigen Gebäuden und alten Herrenhäusern, die den einstigen Reichtum der Stadt widerspiegeln. Ziel war die Plaza de la Virgen (Plaça de la Verge), einer der ältesten und stimmungsvollsten Plätze Valencias. Hier befand sich bereits zur Römerzeit das Zentrum der Stadt. Heute ist der Platz ein lebendiger Treffpunkt, geprägt vom Turia-Brunnen (Fuente del Turia) mit der Flussgottfigur und umgeben von bedeutenden Bauwerken wie der Kathedrale, der Basilika Basílica de la Virgen de los Desamparados und dem Palacio de la Generalitat.
Anschließend stand der Besuch der Catedral de Valencia (Catedral de Santa María de Valencia) auf dem Programm. Die Hauptstruktur der Kathedrale wurde zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert errichtet und ist damit mehrere Jahrhunderte alt. Architektonisch dominiert die valencianische Gotik, doch durch die lange Bau- und Umbauzeit finden sich auch Elemente der Romanik, der Renaissance, des Barock und des Neoklassizismus, was der Kirche einen sehr vielschichtigen Charakter verleiht. Besonders auffällig sind die drei unterschiedlichen Portale: die spätromanische „Puerta de la Almoina“, das gotische „Puerta de los Apóstoles“ und die barocke Hauptfassade zur Plaza de la Reina.
Ein weiteres markantes Merkmal ist der achteckige Glockenturm El Micalet (El Miguelete), der im 14. Jahrhundert begonnen wurde und mit seiner Höhe als eines der Wahrzeichen Valencias gilt. Im Inneren führt der Rundgang durch verschiedene Kapellen und Stilepochen – von gotischen Strukturen bis hin zu barocken und neoklassizistischen Umgestaltungen – bevor man schließlich zur Kapelle mit dem Heiligen Gral (Santo Cáliz) gelangt. Der Überlieferung nach handelt es sich dabei um den Kelch, der beim letzten Abendmahl Jesu verwendet wurde. Später soll er nach Rom gelangt sein, während der Christenverfolgungen auf die Iberische Halbinsel gebracht worden sein und über mehrere Stationen in spanischen Klöstern und Königshöfen schließlich nach Valencia gekommen sein, wo er seit dem Mittelalter aufbewahrt wird.
Danach führte die Tour weiter zum Mercado Central (Mercat Central), einem der größten und ältesten überdachten Märkte Europas. Die eindrucksvolle Markthalle im Jugendstil beeindruckt mit ihrer Architektur aus Glas, Eisen und bunten Keramikkacheln. Im Inneren findet man eine riesige Auswahl an frischen Produkten: Obst und Gemüse aus der Huerta rund um Valencia, Fisch und Meeresfrüchte, iberische Schinken, Käse, Gewürze und lokale Spezialitäten.
Zum Abschluss standen noch die Lonja de la Seda (Seidenbörse, spanisch: La Lonja de la Seda bzw. Lonja de los Mercaderes) und die Kirche San Nicolás (Iglesia de San Nicolás de Bari y San Pedro Mártir) auf dem Programm. Die Lonja, ein UNESCO-Weltkulturerbe, zeugt vom wirtschaftlichen Aufschwung Valencias im 15. Jahrhundert und gilt als Meisterwerk der valencianischen Gotik mit ihrem beeindruckenden Säulensaal. Die Kirche San Nicolás wird wegen ihrer vollständig ausgemalten Decken und Wände oft als „Sixtinische Kapelle Valencias“ bezeichnet. Die üppigen Barockfresken erzählen das Leben der Heiligen und lassen den gesamten Innenraum wie ein einziges großes Gemälde wirken.Read more
Paella Kochkurs 🥘
April 22 in Spain ⋅ ⛅ 21 °C
Heute Abend habe ich an einem Paella-Kochkurs teilgenommen – ein echtes Highlight! Insgesamt waren wir 13 Personen: neben mir ein deutsches Pärchen und zehn Amerikaner aus Boston, eine große Familie mit Großeltern, Tochter, Enkelkindern und Freunden. Eine wirklich sympathische und offene Truppe.
Zu Beginn konnte man wählen, welche Art von Paella man zubereiten möchte: klassisch nach valencianischer Art, mit Meeresfrüchten oder vegetarisch. Für mich war klar: Wenn man schon in der Geburtsstadt der Paella ist, dann gehört die Originalvariante auf den Tisch. Also habe ich mich für die klassische Paella Valenciana entschieden. Diese traditionelle Version wird übrigens ganz ohne Meeresfrüchte zubereitet und besteht typischerweise aus Reis, Hähnchen, Kaninchen, grünen Bohnen, weißen Bohnen (Garrofón), Tomaten, Olivenöl, Safran und Gewürzen – also genau so, wie sie ursprünglich aus der Region Valencia stammt.
Organisiert wurde der Kurs von „Sea Saffron“, und unser Koch und Guide Daniel hat sofort für eine entspannte und gesellige Atmosphäre gesorgt. Nach einem Glas Cava und ein paar Snacks zum Einstieg ging es in die Küche, wo bereits alle Zutaten vorbereitet waren.
Die anderen haben ihre Paella in Zweierteams gekocht – ich als Einzelgast habe meine allerdings ganz alleine zubereitet. Das hatte sogar den Vorteil, dass ich jeden Schritt selbst in der Hand hatte.
Dabei habe ich schnell gemerkt, dass ich meine Paella zu Hause bisher eher wie ein Risotto gekocht habe – aber ich muss sagen, geschmeckt hat meine Version trotzdem immer 😋. Während des Kochens wurde immer wieder Wein ausgeschenkt, was die Stimmung zusätzlich aufgelockert hat. Dazu kleine Häppchen, damit niemand verhungert und die Wartezeit bis zum Essen zu verkürzen.
Als die Paellas fertig waren, haben wir uns alle gemeinsam an eine lange, schön gedeckte Tafel gesetzt und unsere selbstgemachten Werke genossen – begleitet von Wein, Dessert und guter Gesellschaft.
Alles in allem ein rundum gelungener Abend, den ich absolut weiterempfehlen kann!Read more
València bei Nacht
April 22 in Spain ⋅ 🌙 19 °C
Valencia zeigt sich am Abend von einer besonders angenehmen Seite. Wenn die Temperaturen sinken, füllen sich die Plätze und Straßen, und das Leben verlagert sich nach draußen.
Der Rathausplatz (Plaza del Ayuntamiento) ist dabei einer der zentralen Treffpunkte. Die großen Gebäude sind beleuchtet, und auf dem weiten Platz sitzen viele Menschen, unterhalten sich oder genießen die Atmosphäre. Rundherum haben Cafés und Restaurants geöffnet, was dem Platz eine lebendige, aber entspannte Stimmung gibt.
Die Plaza de la Virgen wirkt am Abend etwas ruhiger, aber nicht weniger eindrucksvoll. Die Kathedrale und die historischen Gebäude sind angestrahlt, und viele Menschen sitzen am Brunnen oder auf den Stufen. Der Platz eignet sich gut, um kurz innezuhalten und die Umgebung auf sich wirken zu lassen.
Die Plaza de la Reina verbindet diese beiden Orte und gehört zu den bekanntesten Plätzen der Altstadt. Von hier hat man einen direkten Blick auf den Miguelete-Turm der Kathedrale. Abends ist der Platz gut besucht, mit vielen kleinen Lokalen, Eisdielen und Restaurants in der Umgebung. Er wirkt etwas offener und touristischer, ist aber ein idealer Ausgangspunkt, um durch die Altstadt zu gehen.
Insgesamt ist Valencia bei Nacht geprägt von einer lockeren, offenen Atmosphäre. Vieles spielt sich draußen ab, und die Stadt bleibt auch am Abend lebendig, ohne hektisch zu wirken.Read more















































































































TravelerSchöne Altstadt und herrlich Terrasse!