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Thailand 2021/22

Eine Reise nach Thailand, die acht Wochen währte. Wegen der Corona-Pandemielage war die Einreise durch zahllose behördliche Restriktionen stark erschwert. Leider war dadurch auch ein Abstecher nach Laos - wie eigentlich geplant - nicht möglich. Leia mais
  • Ubon - Khorat Tag 29 - 1

    10 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute ist unser letzter voller Tag im Isan. Es geht 372 km nach Nakhon Ratchasima, kurz Khorat genannt, das dem gesamten Gebiet hier den Namen gegeben hat.

    Was ich jetzt ausführen werde, enthält eine Reihe von Stereotypen und baut darauf auf - das ist mir durchaus bewusst!

    Vom Naturell her sind die Thais freundlich, aufgeschlossen und entgegenkommend, dabei stets höflich und haben sich irgendwie etwas Kindliches bewahrt. Das heißt, sie leben für den Tag, sie sind verspielt, lieben es gerne bunt, laut und süß. Außerdem besitzen sie eine angeborene Begabung für Dekorationen und feines Kunsthandwerk.

    Die Chinesen sind hingegen nüchtern, realistisch und kalkulierend. Deshalb befindet sich auch der Großteil des thailändischen Handels in chinesischer Hand.

    45 minuten westlich von Ubon kamen wir am Big Buddha Khueang Nai vorbei und legten einen Fotostop ein.
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  • Ubon - Khorat Tag 29 - 2

    10 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ ☀️ 26 °C

    Ulrike
    Gerade haben wir eine kurze Rast an einer Tankstelle gemacht und sind nun wieder auf der Strecke. Wir passieren gerade Straßenbauarbeiten mit umfangreichen Aushubmengen. Dabei fällt mir wieder auf, dass die Erde hier in den Tropen nicht braun oder schwarz wie bei uns ist, sondern rot bis rotbraun.

    Christian
    Das sind die für die Tropen charakteristischen Lateritböden (von lateinisch later = Ziegelstein). Die Gesteine an der Erdoberfläche werden unter dem Einfluss der hohen Temperaturen und Niederschläge der Tropen tiefgründig zersetzt, wobei die in den Ausgangsgesteinen auftretenden Minerale weitgehend gelöst und Sande herausgewaschen werden.

    Bei dieser chemischen Verwitterung wird ein hoher Anteil der leichter löslichen Elemente Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Silicium (Kieselsäure) im durchsickernden Niederschlagswasser fortgeführt, wodurch es zu einer starken Rückstandsanreicherung der schwerer löslichen Elemente Eisen und Aluminium kommt (Ferrallitisierung).

    Laterite bestehen neben dem aus dem Ausgangsgestein stammenden, nur schwer löslichen Quarz vor allem aus den bei der Verwitterung neu gebildeten Mineralen Kaolinit, Goethit, Hämatit und Gibbsit (Hydrargillit). Die Eisenoxide Goethit und Hämatit bedingen die meist rotbraune Farbe der Laterite, welche zumeist nur wenige Meter mächtig sind, jedoch auch wesentlich höhere Mächtigkeiten erreichen können.
    Quelle: Wikipedia

    Nimmt der Eisenoxidgehalt ab, der von Aluminiummineralien jedoch signifikant zu, spricht man von Bauxit. Die Übergänge sind fließend.

    Bodenfeuchte Laterite sind relativ weich und können deshalb leicht mechanisch in Blöcke geschnitten werden. Diese Blöcke härten dann an der Luft aus und werden in historischen Zeiten darum gern als Baustoffe verwendet.
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  • Ubon - Khorat Tag 29 - 3

    10 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ ☀️ 29 °C

    Am Straßenrand fallen uns jetzt zunehmend wieder grünsprießende bestellte Reisfelder auf. Die Provinzen, die wir gerade durchfahren, sind stark vom Reisanbau geprägt. Hier in Thailand wird Reis überwiegend im Nassverfahren angebaut.

    Man kultiviert u.a. den sogenannten Jasmin- oder Duftreis, den man auch in Deutschland vorwiegend in Asienläden kaufen kann. Ihn benutzen wir zu Hause ausschließlich.
    Weitere Informationenzum Thema Reis findet man bei Wikipedia.
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  • Ubon - Khorat Tag 29 - 4

    10 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ ☀️ 32 °C

    Nach Dreiviertel der Tagesfahrstrecke erreichen wir das "Angkor Wat von Thailand", die Stadt Phimai. Sie ist unter dem Namen Vimai oder Vimayapura („Die Stadt Vimais“) eine Gründung der Khmer. Mit ihrer Befestigung im 11. Jahrhundert bauten sie die Khmer zu einem geistigen Zentrum ihres Reiches aus.

    In einer Inschrift aus dem Jahr 1082 im Prasat Hin Phanom Wan nicht weit entfernt südlich von Phimai, die in Sanskrit und in Khmer verfasst ist, wird die Stadt zusammen mit dem König des Khmerreiches Jayavarman VI. genannt. Etwa ein Jahrhundert später wird Phimai in der Inschrift von Preah Khan (bei Angkor) als Endpunkt einer 225 Kilometer langen Straße beschrieben, die die Stadt mit der Hauptstadt Angkor verband.

    Als der chinesische Botschafter Zhou Daguan (auch Chou Ta-Kuan) sich 1296–1297 in Angkor aufhielt, verfasste er einen detaillierten Bericht, in dem er P'u-mai als eine von rund 90 Provinzen des Khmer-Reiches erwähnte.

    Phimai wurde an einer natürlich gesicherten Stelle gegründet, an der der Mae Nam Mun (Mun-Fluss) einen scharfen Bogen nach Süden macht und der Chakrai-Kanal (Khlong Chakrai) einmündet. Hier ist das Land ein wenig erhöht und an drei Seiten von Wasser umgeben. Das Land bietet nicht nur genügend Platz für einen Tempel, sondern auch für eine Siedlung. Östlich der Stadt wurde ein Baray angelegt, eines der typischen Khmer-Staubecken, das „Sa Pleng“.

    Die ganze Anlage ist nach Süden ausgerichtet, mit einer geringen Abweichung nach Südsüdost. Historiker führen diese Abweichung auf die Hinwendung nach Angkor zurück. Man betritt die Stadt durch das Haupttor im Süden, das Pratu Chai (Siegestor) genannt wird. Es ist so hoch, dass man es auf einem Elefanten reitend durchqueren kann. Weitere Stadttore befinden sich in der nördlichen und westlichen Stadtmauer, die ein rechtwinkliges Gebiet von 655 Metern Breite und 1.033 Metern Länge umschließt.

    Ein östliches Tor sowie die östliche Stadtmauer sind nicht vorhanden: sie sind wahrscheinlich durch den Mun-Fluss erodiert worden. Die Stadtmauern und die Tore wurden in der Regierungszeit von König Jayavarman VII. (Erbauer des Bayon und von Tha Prom in Angkor) errichtet.

    Der Tempelbezirk von Phimai ist so wie der von Angkor Wat konzentrisch angelegt: der innere Bereich ist ein Rechteck von 83 Metern × 74 Metern. Er ist vom Zentrum des äußeren Bereichs aus etwas nach Norden versetzt. Dieser hat eine Größe von 274 x 220 Metern. Der äußere Bereich ist ebenfalls vom Zentrum des dritten Bereichs aus nach Norden versetzt und wird durch die Stadtmauer begrenzt.

    Wenn man den Stadtgraben hinzunimmt, der vor der Stadtmauer angelegt war und durch den Mun-Fluss gespeist wurde, sowie die vier Teiche des inneren Bereichs, so stellt die Gesamtanlage ein ehrgeiziges Modell des Universums dar: mehrere Bergketten und Ozeane umgeben das Zentrum der Welt, den Berg Meru.
    Quelle: Wikipedia
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  • Ubon - Khorat Tag 29 - 9

    10 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ ☀️ 32 °C

    Während der Indochina Konflikte, insbesondere während der Zeit der Terrorherrschaft der Roten Khmer in den 70er Jahren war Phi Mai die einzige Möglichkeit, Khmerarchitektur in Ruhe und von Nahem zu besuchen.

    Unweit der Khmerruinen findet man nahe des Flusses einen Banyanbaum, einen Ficus bejamini, der die riesige Fläche von rd. 3.200 qm (35.000 Quadratfuß) , damit also knapp 1/3 ha, bedeckt. Dieses über 350 Jahre alte Naturgebilde entsteht dadurch, dass die waagerecht wachsenden Zweige des Baumes immer wieder Luftwurzeln bilden, die sich bis zur Erde erstrecken, dort wiederum Fuß fassen und als Zwischenhalt für weitere Ableger dienen. Alle diese Ableger sind durch Zweige und weitere Luftwurzeln untereinander verbunden: ein einziger Organismus.

    Auch hier hat die Bevölkerung wiederum Geisterhäuschen und andere Andachtsstätten eingerichtet. Das Ganze dient als Naherholungsgebiet und Ausflugsziel für Familien. Im benachbarten großen Restaurant kann hinterher dann ausgiebig gefeiert werden.
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  • Ubon - Khorat Tag 29 - 11

    10 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ ☀️ 33 °C

    Die "Zivilisation" hat uns wieder. Internet spurt, wie es soll, das zum Hotel gehörende Einkaufszentrum nebenan ist belebt, die Shops haben geöffnet und das Ganze ist nicht nur fieselig beleuchtet. Im Hotelzimmer ist voll Japan ausgebrochen, zumindestens soweit es das WC betrifft. Man sehe sich die Bilder an!

    Im Shoppingcenter ist jede Ebene einer anderen internationalen Metropole gewidmet - und wir finden auch hier Swensen's den Eisladen unseres Vertrauens vor! Während wir nach einem guten Abendessen bei MK nun noch ein Eis genießen, dudelt im Hintergrund fröhlich immer noch amerikanische Weihnachtsmusik (All I Want For Christmas Is My Two Front Teeth, Last Christmas usw.).
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  • Ubon - Khorat Tag 29 - 12

    10 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ 🌙 27 °C
  • Khorat - Bangkok Tag 30 - 1

    11 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ ☀️ 23 °C

    Bei einem leckeren Frühstück mit sehr reichhaltiger Auswahl wurden wir fröhlich wiederum von weihnachtlichen Weisen beschallt, und es erklangen, während wir ergriffen kauend lauschten (oder kauten wir nun ergriffen lauschend - wer löst das Dilemma??) , "Jingle Bells", "We Wish You A Merry Christmas" und ähnliche Hits.

    Ulrikes Spruch des Tages: "Laß uns mal losgehen, WIR haben heute noch VIEL ZU ERLEDIGEN!"

    Sie sagt das, weil sie heute im Laufe des Tages unbedingt noch einmal zum Schneider zwecks Anprobe will, denn das Outfit für morgen Abend soll ja noch fertig werden!

    Wir treten die Rückreise nach Bangkok voller neuer Eindrücke an, und diese müssen nun erst verarbeitet werden und sacken.

    Zwei allgemeine Beobachtungen und Bemerkungen:
    Asiaten haben gewöhnlich wenn überhaupt nur einen sehr schwachen Bartwuchs. Das erklärt, warum manche männliche Chinesen beispielsweise einzelne aus Warzen sprießende Haare meterlang kultivieren.
    Asiaten haben mangels ausreichender Anschauung Schwierigkeiten, das Alter von Europäern realistisch einzuschätzen. Aber das geht uns mit ihnen ja umgekehrt ebenso!

    Unterwegs versorgten wir uns, die alle Tage vorher auch schon an einer der zahlreichen Tankstellen am Wegesrand mit angesiedelten Amazon-Café (das nichts mit dem Handelsgiganten Amazon zu tun hat) mit einem vernünftigen Eiskaffee, der wie immer lebensrettende Wirkung zeitigt.

    Außerdem werden in dieser Gegend Rahmäpfel (custard apples, thai: noi naa) angebaut und auch gleich vor Ort verkauft. Das Kilo kostet 1,84 €.
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  • Khorat - Bangkok Tag 30 - 2

    11 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ ☀️ 30 °C

    Sowohl Schale als auch Fruchtfleisch des Rahmapfels sind essbar, die Kerne jedoch nicht. Man kann ihn einfach halbieren und auslöffeln oder schälen und in einzelnen Stücken verzehren. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig und gekühlt besonders aromatisch.

    Direkt unterhalb der Schale ist die Frucht so kalk-griesig, wie man es manchmal von Birnen her kennt.
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  • Bangkok Tag 30 - 3

    11 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ ⛅ 34 °C

    Mitten in der quirligen Metropole Bangkok eingekreist, ja, man möchte fast sagen umzingelt, von Hochhäusern befindet sich ein verstecktes Kleinod: Wang Suan Pakkad - der Suan Pakkad-Palast (wörtlich: Kohlgarten-Palast).

    Es ist das erste Museum in Thailand, dessen Besitzer, Prinz und Prinzessin Chumbhot von Nagara Svarga, sich entschieden haben, ihre private Residenz der Öffentlichkeit als Museum zur Verfügung zu stellen. Es wurde im Jahre 1952 eröffnet.

    Das Museum besteht aus mehreren Gebäuden, die ganz aus Teakholz in traditionellem thailändischen Stil erbaut sind. Sie enthalten die Antiquitäten-Sammlung des Prinzen und der Prinzessin, die sich zum Teil bereits seit Generationen im Familienbesitz befand. Darunter traditionelle Malereien auf Tuch und auf Holz, Buddha-Statuen, antike Möbel, eine Sammlung von Khon-Masken und auch wieder Keramik aus der Ban-Chiang-Zeit.

    Das Fotografieren im Innern ist eigentlich untersagt........
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  • Bangkok Tag 30 - 4

    11 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ ⛅ 34 °C

    Bronzetrommeln, auch Kesselgongs, englisch bronze kettledrums, bilden eine Gruppe von Kultobjekten. Ihr gemeinsamer Ursprung um die Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. oder früher wird im Gebiet des heutigen Südchina und Vietnam angenommen, von wo sie sich mutmaßlich mit der Dong-Son-Kultur zwischen den Bergen Myanmars, den Inseln Ostindonesiens und im Norden bis zur Inneren Mongolei verbreitet haben.

    Die Bronzetrommeln des Volkes der Karen, im Grenzgebiet von Myanmar und Thailand entsprechen verschiedenen Typen von sogenannten Dong-Son-Trommeln. Die Karen unterscheiden dabei zwischen den männlichen Froschtrommeln, deren „Trommelfell“ von vier Froschfiguren umrahmt ist und weiblichen Trommeln ohne Frösche.

    Beim Froschtrommeltanz, der im myanmarischen Kayah-Staat von verschiedenen Ethnien, wie den Kayah, Yin, Baw, Padaung und Bayeh, praktiziert wird, bitten die Tänzer um Regen, während die Trommeln geschlagen werden. Auch bei anderen Zeremonien, die für die Landwirtschaft Bedeutung haben, werden bei den Karen Bronzetrommeln gespielt.
    Quelle: Wikipedia
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  • Bangkok Tag 30 - 8

    11 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ ⛅ 33 °C

    Der Glanzpunkt des Museums ist der Lack-Pavillon. Dieses einzigartige Gebäude wurde im Jahre 1958 von Prinz und Prinzessin Chumbhot entdeckt. Es befand sich damals im Wat Ban Kling, einem buddhistischen Tempel am Ufer des Mae Nam Chao Phraya (Chao-Phraya-Fluss) zwischen Ayutthaya und Bang Pa-in.

    Das genaue Alter konnte bisher nicht ermittelt werden, es scheint jedoch sicher zu sein, dass dieses Gebäude zunächst Teil der königlichen Residenz in Ayutthaya war. Erst später wurde es auseinandergenommen und im Wat Ban Kling wieder zusammengesetzt.

    Es handelte sich ursprünglich um zwei einzelne Gebäude, das eine war ein Hor Trai, eine Bibliothek, das andere ein Hor Khian, ein Raum mit Wandgemälden. Der Hor Trai war ein einzelner Raum von einer offenen Galerie umgeben, er war zum Schutz vor Überschwemmungen auf hohen Stelzen errichtet.

    Der Hor Khian war ein etwas größerer Pavillon, der nur an drei Seiten Wände besaß. In den 1940er Jahren war der Hor Khian dem Zerfall nahe. Gläubige aus den umliegenden Dörfern nahmen daher beide Gebäude auseinander, restaurierten die Einzelteile so gut sie konnten, und bauten anschließend daraus ein einziges Gebäude: einen Hor Trai mit einem Raum in der Mitte, der von einem schmalen Gang umgeben war.
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  • Bangkok Tag 31 - 1

    12 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ ⛅ 26 °C

    In Bangkok findet man an einer großen Kreuzung den Erawan-Schrein (thailändisch San Thao Maha Phrom Rongraem Erawan = Schrein des Gottes Brahma am Erawan-Hotel). Er ist dem hinduistischen Gott Brahma geweiht.

    Während der Bauarbeiten des Erawan-Hotels im Jahre 1956 ereigneten sich zahlreiche Unglücksfälle, Arbeiter starben auf der Baustelle und ein Schiff, das Marmor für das Hotel transportierte, sank auf hoher See. Die abergläubischen Arbeiter weigerten sich, weiter zu arbeiten; sie fürchteten durch die Bauarbeiten erboste Geister. Ein Astrologe wurde um Rat gefragt und um eine Lösung für das Problem gebeten.

    Er stellte fest, dass die Grundsteinlegung des Hotels an einem nicht verheißungsvollen Tag erfolgt sei und entschied, da auch der Name des neuen Hotels bereits feststand, dass ein Schrein zu erbauen und der Gottheit Brahma zu weihen sowie zusätzlich ein Geisterhäuschen auf dem Gelände des Hotels zu errichten sei. Als Standort wurde die nordwestliche Ecke des Grundstücks gewählt. Als der Schrein fertiggestellt und am 9. November 1956 (das Jahr 2499 nach der buddhistischen Zeitrechnung) eingeweiht worden war, hörte die Unfallserie auf, und das Hotel konnte in kurzer Zeit fertiggestellt werden. Na sowas aber auch!

    Im Jahre 1987 wurde das alte Erawan-Hotel abgerissen, an seiner Stelle 1991 das Grand Hyatt Erawan Hotel errichtet.

    Die Gottheit Brahma ist der Gott der Schöpfung. Es wird gesagt, er habe sowohl sich selbst, als auch die Welt, den Himmel und die Menschen erschaffen. Er wird in Thailand respektvoll Thao Maha Phrom oder kurz Phra Phrom genannt. Die Statue des Gottes wurde aus vergoldetem Gips hergestellt, sie ist nach Norden ausgerichtet und sitzt auf einem etwa 1,5 m hohen rechteckigen Sockel in einer entspannten Pose: ein Bein angewinkelt, das andere locker nach unten hängend. Der Erawan-Brahma hat vier Köpfe mit vier Gesichtern, die in alle vier Himmelsrichtungen blicken.

    Der Erawan-Brahma hat außerdem eine heilige Schnur um den Oberkörper geschlungen, die von der linken Schulter zur rechten Hüfte reicht. Diese Schnur wird von Brahmanen getragen, sie ist aber auch das Kennzeichen eines hinduistischen Gottes.

    Der Schrein ist keinem Kloster zugeordnet, es befindet sich kein Priester auf dem Gelände. Die Reinigungs- und Wartungsarbeiten werden von Laien erledigt. Die Statue erhält (außer zu Songkran) kein zeremonielles Bad. Jeden Morgen wird der ganze Komplex ziemlich unzeremoniell mit Wasser abgespritzt.

    Der Erawan-Schrein hat im Laufe der Jahre eine internationale Berühmtheit erlangt. Er ist dafür bekannt, dass man sich hier vom Erawan-Brahma Geld, Liebe, beruflichen Erfolg aber auch Gesundheit und Erleuchtung erbitten kann. Wird einem der Wunsch gewährt, besucht man den Schrein erneut, um sein Versprechen einzulösen.

    Für größere Wünsche steht eine Tanztruppe zur Verfügung, die zu Klängen eines traditionellen thailändischen Orchesters Tänze aufführt, um den Gott zu erfreuen. Diese Art der Verehrung ist so tief mit dem thailändischen Leben verwoben, dass man statt von Aberglauben schon fast von Brauchtum sprechen kann.

    Gemäß der Anweisung des brahmanischen Experten ist die beste Zeit, dem Gott zu huldigen, die Zeit von sieben bis acht Uhr morgens und von sieben bis acht Uhr abends. Die beste Zeit, ihn um einen Gefallen zu bitten ist die Abendzeit, bevor sich Tao Mahaphrom in den Himmel zur Ruhe zurückzieht.

    Vor dem Schrein entlang der Phloenchit-Straße gibt es 27 Verkaufsstände, die Blumen, Girlanden und Teakholz-Elefanten in verschiedenen Größen anbieten. Die dem Gott als Opfer dargebrachten Holzelefanten werden nicht von den Verkäufern zurückgenommen, um erneut verkauft zu werden, sondern von der Verwaltung des Schreins in regelmäßigen Versteigerungen verkauft. Der Erlös geht an den „Erawan Hotel Brahma Shrine Fund“, der landesweit Gesundheitseinrichtungen unterstützt.

    Auf diesen bei Einheimischen undTouristen beliebten Ort Ort wurden 2006 und 2015 Anschläge verübt:
    2006 zertrümmerte ein offensichtlich geistesgestörter Moslem die Brahmastatue mit einem Hammer. Er wurde wenige Minuten später von einem Mob gelyncht.

    Der Anschlag von 2015 erfolgte mit einer Rohrbombe und forderte 20 Menschenleben und 125 z.T. schwer Verletzte. Die Hintergründe sind offenbar bis dato nicht abschließend geklärt worden. Es scheint, daß möglichweise militante Uiguren in die Angelegenheit verwickelt sein könnten.

    Als ich den Schrein im Jahre 1980 zum ersten Mal besuchte, gab es hier weder das große Einkaufszentrum, noch die diversen den Himmel verdunkelnden Betontrassen der Hochbahn. Die Straßenkreuzung war allerdings auch damals schon so quirlig wie heute.
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  • Bangkok Tag 31 - 2

    12 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ ☀️ 31 °C

    Ulrike hatte sich als Mitglied der weltumspannenden Rotarierorganisation als Gast beim Deutsch-Österreichisch-Schweizer (DACH) Rotaryclub Bangkok angesagt und für das heutige Dinner-Clubmeeting einen Vortrag zum System des Deutschen Sozial- und Rentenversicherungssystems angeboten, den man gerne akzeptierte. Die interne Umgangssprache des DACH-Clubs ist zwar allgemein Deutsch, sind jedoch, wie heute z.B., weitere intenationale Gäste zugegen, wechselt man sofort ins Englische. Ulrike hatte sich für beide Eventualitäten präpariert und paßte sich problemlos den Gegebenheiten an.

    Der von ihr abwechslungsreich und lebendig gestaltete, mit Schaubildern untersetzte Vortrag über das an sich trockene und eher langweilige Thema fand lebhaftes Interesse und Resonanz beim Auditorium.

    Anschließend wurden Geschenke ausgetauscht und vorbereitete Wimpel der Rotaryclubs Stralsund und Bangkok (DACH) wechselten den jeweiligen Besitzer.
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  • Bangkok Tag 31 - 3

    12 de janeiro de 2022, Tailândia ⋅ ⛅ 30 °C

    Angepaßt an den Versammlungsort 5Sterne-Hotel war das Essen zwar von guter Qualität und schmackhaft, jedoch im Großen und Ganzen sehr übersichtlich, was die Portionierung betraf...... 😳😳

    Sintemalen noch nachträglich Fragen zu den ausgetauschten bzw. überreichten Dingen auftauchten, habe ich den erhaltenen Clubwimpel und die gerahmte Dankesurkunde zusätzlich fotografisch dokumentiert.
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