• Orthoklas on tour
  • Ulrike Strobel

Thailand 2021/22

Eine Reise nach Thailand, die acht Wochen währte. Wegen der Corona-Pandemielage war die Einreise durch zahllose behördliche Restriktionen stark erschwert. Leider war dadurch auch ein Abstecher nach Laos - wie eigentlich geplant - nicht möglich. Read more
  • Chiangmai Tag 14 - 8: Neues vom König

    December 26, 2021 in Thailand ⋅ ⛅ 22 °C

    DER THAILÄNDISCHE KÖNIG MACHT SICH NUN AUCH IN DEUTSCHLAND SEHR UNBELIEBT

    Todesurteile aus Tutzing?: Bayerns Dauerärger mit dem Thai-Monarchen

    König Rama X. residiert in einer Luxusvilla am Starnberger See. Steuern zahlt er dafür nicht. Auch seine Machenschaften auf deutschem Boden rücken weiter in den Fokus.

    Von Patrick GUYTON (Der Tagesspiegel)

    21.12.2021, 14:07 Uhr

    Stefanie Knittl reichte es. Der thailändische König Rama X. lebt seit Jahren mit seiner Entourage in einer Luxusvilla in Tutzing – und bezahlt bisher keinen Cent an Zweitwohnsteuer? Er regiert offenbar sein Land vom noblen Starnberger See aus auf äußerst umstrittene und autoritäre Weise, aber niemand will offiziell seinen Aufenthalt in Bayern und seinen Villenbesitz bestätigen?

    Und so fragte Knittl, die einzige SPD-Gemeinderätin in Tutzing, in der vergangenen Sitzung nach. „Skandalös“ sei es, dass man von der Verwaltung keine Informationen bekomme und „mit dem Argument des Steuergeheimnisses vertröstet“ werde. Schließlich gehe es um viel Geld, die Rede ist von einem höheren sechsstelligen Betrag.   

    Der König, der Maha Vajiralongkorn heißt, und seine Liebe zu Oberbayern – das ist für die Verwaltungen, die Bürger, den Staat eine leidige Geschichte. Als „exzentrisch“ wird der 69-Jährige beschrieben, mit einem geschätzten Vermögen von rund 60 Milliarden Euro ist er weltweit der reichste Monarch. 2018 hat er offenkundig die „Villa Stolberg“ an der Hauptstraße in Tutzing mit Seezugang gekauft. Nicht mal den Namen des denkmalgeschützten Hauses nimmt die Gemeindeverwaltung in den Mund – Steuergeheimnis! – und spricht nur von dem „besonderen Objekt“. Im Internet hingegen lässt sich mit wenigen Klicks die genaue Adresse des Anwesens ermitteln. 

    Bei der Sitzung ließ Stefanie Knittl nicht locker, die Behandlung des Königs verstoße „gegen die Steuergleichheit“. Und so stimmte die Verwaltung zu, zum Beginn kommenden Jahres ein Gutachten über den Wert der Villa erstellen zu lassen, damit man zum 1. Februar die Zweitwohnsteuer erheben kann, auch rückwirkend bis 2018. „Normale Bürger bekommen in wenigen Tagen ihren Steuerbescheid“, sagt Knittl. Nun könnte es sein, dass auch Rama X. erstmals zahlen muss.

    In einem Luxushotel in Garmisch arbeitet der König

    Neben Tutzing verbringt der Monarch auch regelmäßig seine Zeit in einem Luxushotel in Garmisch-Partenkirchen, das er für seine Aufenthalte komplett anmietet. Bekannt wurde das überhaupt erst durch Corona. Denn da fragten sich die Bürger, wie denn das Hotel vermietet sein könne, wenn im Lockdown doch ein touristisches Beherbergungsverbot bestehe. Das Landratsamt habe entschieden, so sagt der Sprecher Stephan Scharf gegenüber dieser Zeitung, dass die Thai-Gruppe nicht zu Urlaubszwecken am Alpenrand weilte, sondern dass der König von dort aus arbeitet.

    Ansonsten ist man beim Landratsamt verschlossen wie eine Auster. Wie oft der König sich in Garmisch im Grandhotel Sonnenbichl aufhält, will der Sprecher nicht wissen. „Das ist uns relativ egal.“ Auch ist ihm unbekannt, ob er derzeit dort ist. „Das ist höhere Politik, Sache des Bundes“, meint Scharf. 

    Die Bundesregierung hat das Problem offenbar erkannt. Einem ausländischen Politiker oder Staatsmann ist es nach deutschem Recht untersagt, hierzulande seiner Arbeit nachzugehen, wenn er damit gegen die deutschen Gesetze verstößt. Rama X. aber unterzeichnet thailändische Todesurteile oder verhängt drakonische Gefängnisstrafen über mehrere Jahrzehnte wegen Majestätsbeleidigung. Eine verstoßene Ex-Frau soll er ins Kloster gesteckt und ihr eine Glatze scheren lassen haben. Von Amnesty International und anderen Organisationen gibt es unzählige Berichte über massive Menschenrechtsverletzungen in dem asiatischen Land.

    Baerbock positioniert sich klar

    Die neue Außenministerin Annalena Baerbock erhöht nun den Druck auf den Monarchen. Ungewöhnlich undiplomatisch teilt das Auswärtige Amt in dieser Causa mit: „Wir gehen davon aus, dass auf deutschem Boden von ihren Vertretern keine Entscheidungen getroffen werden, die der deutschen Rechtsordnung, dem Völkerrecht oder den international verbrieften Menschenrechten wiedersprechen.

    Seit längerer Zeit schon befasst sich Lucie Vorlickova vom Verein „Tutzinger Liste“ mit dem König und den Steuern. Schreiben an die Gemeindeverwaltung bleiben ihrer Darstellung nach in der Regel unbeantwortet. Vorlickova hat zur Höhe der bisher entgangenen Steuern recherchiert und bei Immobilienmaklern nachgefragt. Demzufolge liegt die Miete für ein solches Luxusanwesen bei 30 bis 50 Euro pro Quadratmeter und Monat.

    Steuerschuld beträgt wohl rund eine halbe Million Euro

    Diese Häuser sind gesucht, und bei potentiellen Mietern oder Käufern spielt Geld keine Rolle. Die Villa hat 1400 Quadratmeter Wohnnutzungsfläche, die Jahreskaltmiete könnte also bis zu 840000 Euro betragen. Zwölf Prozent davon müssen jährlich versteuert werden, das wären rund 100 000 Euro. Von 2018 bis 2022 käme man auf eine Steuerschuld von 500 000 Euro.

    Sehen das die Tutzinger Bürgermeisterin Marlene Greinwald von den Freien Wählern und die Gemeindeverwaltung auch so? Greinwald sagt auf Anfrage, dass sie nichts sagen kann - wegen des Steuergeheimnisses. Alles laufe aber „nach Recht und Gesetz“.               

    Derzeit ist der König offenbar nicht in seiner Tutzinger Villa. In der Abenddämmerung brennt kein Licht, niemand von seiner so zahlreichen Entourage ist zu sehen. „Die fahren sonst immer mit vielen schwarzen Kleinbussen herum“, hat Stefanie Knittl beobachtet. „Die Bediensteten fallen im Ort schon auf, die wohnen ja nicht in der Villa, sondern woanders.“

    Von vorne ist das Anwesen durch eine breite, drei Meter hohe Hecke vor Blicken geschützt. Auf dem Klingelschild steht kein Name, die Laternen leuchten nicht. Viele große Bäume stehen auf dem Grundstück, die ockergelbe Fassade der oberen Geschosse ist über das Stahltor an der Einfahrt zu sehen. In den 1920ern wurde die Villa Stolberg errichtet, sie steht unter Denkmalschutz. Hinten muss man nur über einen kleinen öffentlichen Uferweg, um an die große private Bootsanlegestelle zu kommen.

    Sisi, Maffay – Pudelnarr?

    Mächtig ruht der See in der Dunkelheit, die Alpen-Skyline ist aber noch zu erkennen. Tutzing und der Starnberger See – für viele war und ist das ein Sehnsuchtsort. Die spätere österreichische Kaiserin Sisi hat auf Schloss Possenhofen, ganz in der Nähe von Tutzing, ihre Jugend verbracht. Auf der Roseninsel hat sich der „Märchenkönig“ Ludwig II. immer wieder mit ihr getroffen. Heute ist die Promi-Quote in Tutzing weiterhin hoch. Der Musiker Peter Maffay lebt dort ebenso wie der Musikproduzent Leslie Mandoki.    

    Teilweise gibt es Berichte, dass der thailändische König nicht mehr nach Bayern zurückkehren werde. Allerdings ist er in Thailand in weiten Teilen der Bevölkerung ziemlich verhasst, weshalb er sich dort nur ungern aufhalten soll – ganz im Gegensatz zu seinem Vater, dem König Bhumibol, den die Menschen geliebt und verehrt hatten. In Tutzing kursiert das Gerücht, dass Rama X., der ein Pudel-Narr ist, sich gerade mit 30 Hunden im Schlepptau auf der Anreise befindet.

    Christian ergänzt:
    Seiner Exzentrizität beliebte es beispielsweise - damals noch als Kronprinz zu Lebzeiten seines Vaters - seinen Lieblingspudel "FuFu" zum "Air Chief Marshall" (Luftwaffengeneral) zu ernennen und mit dem entsprechend uniformierten Köter in der Öffentlichkeit aufzutreten.

    Ergänzend seien auch noch die Ereignisse vor einigen Jahren erwähnt, als der Deutsche Fiskus den Jumbojet seiner Majestät in Bayern solange pfandmäßig an die Kette legen ließ, bis seine Hoheit seine angehäuften Schulden beglichen hatte.
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  • Chiang Mai Tag 15 - 1

    December 27, 2021 in Thailand ⋅ ⛅ 22 °C

    Guten Morgen an alle!

    Hier nur ein Situations-Schnappschuss von unserem heutigen Frühstück. Der abgebildete Müll war ca. ein Drittel der gesamten von uns heute verursachten Menge. Schrecklich, oder? 😱😡 Das Personal ist aber immer so fix mit dem Abräumen, dass es uns einfach nicht gelingt, mal die Gesamtmenge zu dokumentieren.

    Dank der absoluten Glanzleistung der Thailändischen Botschaft in Berlin, man erinnert sich: Epi-Lepsiusstraße in Steglitz, habe ich zunächst bei meiner Einreise nur eine Aufenthaltserlaubnis bis zum 11. Januar 2022 erhalten (Visa on arrival). Das zwingt uns nun, hier im Lande eine Verlängerung zu beantragen, damit ich bis zum 5. Februar bleiben kann. Also strebten wir heute zum Immigration Office hier in Chiang Mai um Entsprechendes zu erreichen. Die Behörde befindet sich unmittelbar am hiesigen Flugplatz.

    Eiwei geschrieen!

    Wer sich jetzt noch über einen Bürokratismus in Good Old Germany aufregen möchte, sollte sich das verdammt gut überlegen! Desorganisation scheint hier erfunden worden zu sein.

    Man sollte doch meinen, zwei Jahre Coviderfahrung sollten ausgereicht haben, um entsprechende Verfahrensroutinen und Einrichtungen entwickeln zu helfen. Aber nichts dergleichen! Verlorene Seele, hilf dir selbst! Alles Roger in Kambodscha, aber Chaos in Laos....

    Man muss ein zweiseitiges Formular TM 7 ausfüllen und sein Passbild hinten draufkleistern. Es werden Wartenummern ausgereicht, an deren Einhaltung bzw. zumindestens schon mal Aufruf kein Schwein denkt (keine Nummernanzeige, keine Lautsprecher zwecks allgemein wahrnehmbarer Durchsagen) . Plexiglasabschirmung: Fehlanzeige. Anstelle dessen ein improvisierter Rahmen, der mit Plastikfolie bespannt ist und am unteren Rand einen Spalt zwecks Kommunikation offen lässt .

    Ist man dann endlich zur bearbeitenden Beamtenschaft vorgedrungen wird geprüft:
    1.) Pass
    2.) Kopie der ersten Seite des Passes (bitte mit Unterschrift!)
    3.) korrekt mit BLAUEM (!) Kugelschreiber ausgefülltes Formular TM7
    4.) Vorliegen des Stempels vom Visum on arrival
    5.) Existenz des abgetrennten Abschnitts vom Einreiseformular
    6.) zusätzliche Kopie der beiden letzterwähnten Erfordernisse (diese Kopie bitte ebenfalls unterschreiben!)
    7.) Existenz des Formulars TM30
    ❓❓❓❓❓❓❓❓❓❓❓❓
    Was ist DAS denn?! Das hören wir ja zum ersten Mal, darüber hat uns ja bislang noch niemand unterrichtet!

    Ja, dann gehen Sie mal um die Ecke in das Gebäude hinten über den Hof. Da kann man dieses Formular erhalten. Also Marsch! dorthin.
    Auch in diesem neuen Büro muss eine Wartenummer gezogen werden und wiederum ein doppelseitiges Formular ausgefüllt werden, das die hiesige Aufenthaltsadresse verifiziert. Endlich hat man auch dieses Formular ergattert und muss das dann noch einmal fotokopieren - bitte nicht vergessen, auch diese Kopie zu unterschreiben!

    Mann taumelt leicht dehydriert und entkräftet zum ursprünglichen Schalter zurück und erfährt dort zu seiner unendlichen Begeisterung, dass inzwischen das gesamte Computersystem zusammengebrochen ist und dessen Wiederinbetriebnahme nicht vor morgen zu erwarten ist.

    Ach, und übrigens: auch die beiden weiteren Formulare TM2 und TM3 müssen ebenfalls noch ausgefüllt und unterschrieben werden. Diese beiden Formulare liegen gottseidank in der Kiste 2 und 3 dahinten leicht zugänglich. Und, welche Gnade der systemimmanenten Erfordernisse: Es sind keine weiteren Kopien mehr nötig. UFF!

    Der nüchtern beobachtende Zeitgenosse fragt sich indes: wenn Thailand derart vom Tourismus abhängend, wie es der Fall ist, derartige Chaos-Hürden aufrichtet, sollte es eigentlich nicht mehr auf hohem Niveau ob des Ausbleibens besagter Touristen jammern dürfen, oder?

    Es fällt einem dann doch spontan nur noch Reinhard Mey ein:
    "Einen Antrag auf Erteilung eines Antragformulars
    Zur Bestätigung der Nichtigkeit des Durchschriftexemplars
    Dessen Gültigkeitsvermerk von der Bezugsbehörde stammt
    Zum Behuf der Vorlage beim zuständ'gen Erteilungsamt."

    Das Ganze hat durchaus Potential, um daraus einen Slapstick zu machen bzw. eine Satire, die aus der Feder von Ephraim Kishon stammen könnte.......
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  • Chiangmai Tag 15 - 2

    December 27, 2021 in Thailand ⋅ ☀️ 27 °C

    Wir haben letztendlich nur noch ein homerisches Gelächter übrig gehabt, sind unserer Wege gezogen, haben uns des Sonnenscheins und der hiesigen Vegetation erfreut und sind ins Central Plaza Einkaufszentrum gegangen, wo wir uns bei der Eisdiele unseres Vertrauens, nämlich Swensen's, unsere erhitzten Gemüter mit einem großen Eisbecher abkühlten.Read more

  • Chiangmai Tag 15 - 4

    December 27, 2021 in Thailand ⋅ 🌙 25 °C

    Die quadratische nach den Himmelsrichtungen orientierte Altstadt von Chiangmai besitzt an jeder der vier Flanken jeweils mittig ein Tor. An den vier Ecken des Quadrats liegt ein kleines Fort.

    Unser (christliches) Jahr 2022 entspricht dem Jahr 2565 nach buddhistischer Zeitrechnung.Read more

  • Chiangmai Tag 15 - 5

    December 27, 2021 in Thailand ⋅ 🌙 24 °C

    Voilà unser favorisierter Nightcup, wenn wir uns hier im Lande aufhalten: Thairum (der hier seltsamerweise als "Thai-Whisky" gehandelt wird) mit Cola und Limettenscheiben auf Eis. Dieses Getränk schmeckt uns nur in Thailand gut - wir haben verschiedentlich mittels Eigenimport des Rums versucht, es bei uns daheim anzusetzen - immer vergeblich. Es schmeckt seltsamerweise nur hier!
    Den Rum gibt es in den Marken Mekong (billig), Sangsom und Hongthong (Goldener Adler). Er hat 35 bis 40% Alkoholgehalt und ist abgefüllt in flachen Flaschen ("ben") zu 375 ml bzw. runden Flaschen ("glomm") zu 0,7 bzw. 1 Liter.

    Das Eis, mit dem uns unser Hotel aus Infektionspräventionsgründen nicht versorgen wollte/konnte, brachten wir uns von einem 7/11-Shop aus der Altstadt mit. Der sagenhafte Preis, den es dafür zu bezahlen galt: 20 Cent.
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  • Chiangmai Tag 16 - 1

    December 28, 2021 in Thailand ⋅ ⛅ 22 °C

    Man kann immer und überall Mitmenschen beobachten. Dieser Gast - begleitet von Frau und Sohn - tritt morgens mitten im Speisesaal mit Pyjama und den Hotelschlappen zum Frühstück an.

  • Chiangmai Tag 16 - 2

    December 28, 2021 in Thailand ⋅ ⛅ 23 °C

    Weil es dringend nötig wurde, habe ich heute Morgen einen Termin zur Pediküre gemacht. Der Laden bietet - wie könnte es auch anders sein - ebenfalls Fingernagelmodellage an.

    Nach kurzer Pause also wiederum zur immigration! Indessen aber nicht, ohne dass wir zuvor das Hotel baten, telefonisch abzuklären, dass die Systeme hier heute auch störungsfrei und zuverlässig arbeiten. Wir hatten nämlich keine Lust, unter Umständen noch ein drittes Mal hier antanzen zu dürfen! Mit dem Hinweis auf unser gestriges vergebliches Bemühen drängten wir uns nun einfach durch das System nach vorne und wurden auch mit Vorzug behandelt. Immerhin das hat geklappt.

    Was mit dem gesamten Formularkram geschieht, weiß der liebe Himmel..... Jedenfalls sind wir jetzt im eigentlichen Amtsgebäude, wiederum mit einer Wartenummer versehen. Nach deren Aufruf - man staunt: mit zweisprachiger Lautsprecherdurchsage UND Bildschirmanzeige! - dürfen wir erst einmal 1.900 THB (Cash please! Cards NOT accepted!), ergo 50€ für die fortgesetzte Alimentation der unfähig-debilen Thailändischen Botschaftsbürokratie in Deutschland zahlen; zusammen mit den verfallenen 35€ für den abgelehnten Visumsantrag macht das 85€. Aber Thailand benötigt ja gerade jetzt so unbeschreiblich viele Touristen..........
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  • Chiangmai Tag 16 - 3

    December 28, 2021 in Thailand ⋅ ☀️ 28 °C

    Verbringen wir nun also den restlichen Teil des Tages mit einer kleinen Tempeltour und fangen wir mit dem Wat Chedi Luang an!

    Der Wat Chedi Luang, etwa Tempel der königlichen Stupa, eine buddhistische Tempelanlage (Wat) ist ein Königlicher Tempel Dritter Klasse. Er liegt im Zentrum von Chiang Mai. Ursprünglich standen hier drei Tempel: der Wat Chedi Luang, der Wat Ho Tham und der Wat Sukmin.

    Der Wat wurde im 14. Jahrhundert begonnen, als König Saen Mueang Ma von Chiangmai hier die Asche seines Vaters aufbewahren wollte. Nach zehn Jahren Bautätigkeit blieben die Gebäude jedoch unvollendet. Erst als der König selbst starb, führte seine Witwe den Bau fort.

    Wahrscheinlich aufgrund von Statikproblemen vollendete König Tilokaratcha die Anlage erst in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Das Bauwerk war seinerzeit 82 Meter hoch und hatte an der Basis einen Durchmesser von 54 Metern, somit war es seinerzeit das höchste Gebäude von Lanna.

    1468 wurde der Smaragd-Buddha (höchstes Buddhist. Heiligtum Thailands, jetzt im Wat Phra Keo am Königspalast in Bangkok) in der nach Osten gerichteten Nische aufgestellt.

    Nach einem Erdbeben im Jahr 1545 brach die Struktur der obersten 30 Meter zusammen. Kurz darauf, 1551, verbrachte man den Smaragd-Buddha nach Luang Prabang in Nordlaos.

    In den frühen 1990er Jahren wurde der Chedi mit Hilfe der UNESCO und der Regierung von Japan rekonstruiert. Das Ergebnis war etwas umstritten, da die neuen Elemente in zentralem Thai-Stil gehalten sind und nicht im typischen Lanna-Stil.

    Zur 600-Jahr-Feier des Chedi im Jahr 1995 wurde eine Kopie des Smaragd-Buddha aus schwarzer Jade in der östlichen Nische aufgestellt. Diese Ikone wird offiziell Phra Phut Chaloem Sirirat, von den Einheimischen aber kurz Phra Yok genannt.
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  • Chiangmai Tag 16 - 4

    December 28, 2021 in Thailand ⋅ ☀️ 28 °C

    Aus welchen Gebäuden setzt sich denn nun ein thailändischer Tempel zusammen?

    Nun, da haben wir zunächst den UBOSOT oder auch BOT genannt. Er ist das heiligste Gebäude in einem Wat. Der Begriff stammt von dem Wort uphosathagara aus der Pali-Sprache, meistens wird es zu „Bot“ verkürzt. Hier halten die Mönche ihre wichtigen Zeremonien ab, wie zum Beispiel die Mönchsweihe oder auch die regelmäßige Bekenntnis aller Mönche zu den 227 Ordensregeln. Diese letztere Zeremonie wird zweimal monatlich durchgeführt, nämlich am 15. Tag des abnehmenden und am 15. Tag des zunehmenden Mondes. Sie wird in Thailand suat patimok genannt. Laien sind dabei nicht zugelassen.

    Der BOT wird von acht BAI SEMA genannten Grenzsteinen eingehegt. Diese stehen senkrecht und haben oft die Form von länglichen Blütenblättern. Vier Bai Semas markieren die Gebäudeecken und jeweils vier weitere stehen jeweils in der Mitte der Seitenwände.

    Ein weiteres Klostergebäude ist das WIHAN (auch: Vihan oder Viharn) meint die gemeinsame Versammlungshalle der Ordensmitglieder und Laien. Der Wihan ist wie ein Bot geschmückt (unter anderem auch mit Buddhastatuen), meist jedoch nicht so reichhaltig. Hier werden Sutta rezitiert und vorgeschriebene Zeremonien abgehalten, an denen Laien teilnehmen dürfen.
    Architektonisch unterscheiden sich Wihan und Bot nur durch die acht Grenzsteine (Bai Sema), die den Bot als geweihten Bereich kennzeichnen.

    Als MONDOP (von Sanskrit Mandapa – „Pavillon“) bezeichnet man ein würfelförmiges Gebäude in einem Wat. Ein solches Gebäude kann benutzt werden, um besonders heilige Objekte zu beherbergen. Eine weitere Verwendungsmöglichkeit für einen Mondop ist die Bibliothek (Hor Trai) in einem Wat, wie zum Beispiel im Wat Phra Kaeo in Bangkok oder der Phra Mondop im Wat Pho, ebenfalls in Bangkok.

    Als HOR TRAI bezeichnet man ein Bibliotheksgebäude in einem Wat.

    Jeder Raja Khana (Vorsteher eines Teils der Mönche) besitzt seinen Hor Trai; hat ein Wat mehrere Raja Khana, so finden wir entsprechend viele Bibliotheksgebäude.
    Die Verwaltung eines Hor Trai obliegt dem Bannarak, dem Bibliothekar. Hor Trais können unterschiedliche Größen und Bauformen aufweisen.
    Die heiligen Schriften des Tripitaka wurden jahrhundertelang auf Palmblättern geschrieben. Da es schwer ist, die empfindlichen Palmblattbündel der Handschriften vor Feuchtigkeit und Termiten zu schützen, stellt man die Gebäude auf Pfähle, so dass der Raum mit den Bücherschränken etwa 3 m über dem Boden liegt.

    Wegen der Ameisen bevorzugt man Ziegelmauerwerk, mitunter verlegt man die Bibliothek sogar in künstlich angelegte Teiche.

    Die einzelnen Blätter einer heiligen Schrift, ungefähr 50 cm lang und 4 bis 6 cm breit, sind perforiert, sodass etwa 20 bis 40 Seiten mit einer Kordel aufgefädelt werden können. Das gesamte Werk wird zwischen zwei Teakholz-Brettern zusammengepresst und mit einem Tuch eingewickelt in besonderen Bücherschränken aufbewahrt. Diese Bücherschränke sind meistens künstlerisch ausgestaltet, mit Perlmuttintarsien oder Zeichnungen in Gold auf schwarzem Lack.

    Zuletzt kommen wir zum CHEDI. Dieser entspricht dem Stupa in der Sakralarchitektur anderer buddhistischer Länder. Diese Pagoden sollen jeweils eine Buddhareliquie enthalten, jedoch kann man davon ausgehen, dass das in den meisten Fällen heute nicht mehr zutrifft, betrachtet man nur einmal die astronomische Anzahl aller im Lande erbauten Chedis. Somit kann man wohl als realistisch annehmen, daß die meisten Chedis nur mehr Kopien derjenigen seien dürften, die tatsächlich eine derartige Reliquie enthalten (enthielten).
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  • Chiangmai Tag 16 - 7

    December 28, 2021 in Thailand ⋅ ☀️ 26 °C

    Der Kanonenkugelbaum (Couroupita guianensis) ist eine Baumart aus der Familie der Topffruchtbaumgewächse (Lecythidaceae). Er gehört zu der nur drei Arten umfassenden Gattung Couroupita. Er ist ein aus Süd- und Mittelamerika nach Südostasien importiert worden.

    Der meist halbimmergrüne Kanonenkugelbaum erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 30–35 Metern. Die Borke ist braun-gräulich und relativ glatt und etwas texturiert bis leicht rissig bis schuppig. Der Blütenstand entspringt am Stamm oder an älteren Ästen. Er ist zumeist unverzweigt und traubig, wächst aber über einen langen Zeitraum, verzweigt sich dann und wann rispig, und kann nach mehreren Jahren einige Meter lang werden.

    Die Früchte können gegessen werden, sind aber wegen des fauligen Geruchs stark gewöhnungsbedürftig. Das weiche und leichte Holz ist nicht besonders wertig.
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  • Chiangmai Tag 16 - 12

    December 28, 2021 in Thailand ⋅ ☀️ 27 °C

    Der dritte besuchte Tempel ist Wat Phra Singh. Im Wihan fand gerade eine Zeremonie statt, bei der in Pali, der Hochsprache des Buddhismus, rituelle Texte im Sprechgesang rezitiert werden.

    Pali ist auch heute noch im südostasiatischen Raum eine Sakralsprache und ähnelt in seiner Bedeutung dem Kirchenlatein Westeuropas oder dem Kirchenslawisch Russlands. Auch heute noch verfassen gebildete Mönche religiöse Texte auf Pali, um sie der internationalen Mönchsgemeinde (vor allem in Myanmar, Thailand und Sri Lanka) zugänglich zu machen.

    Wat Phra Singh (vollständiger Name: Wat Phra Singh Woramahawihan ist ein Königlicher Tempel Erster Klasse. Phra = Herr, Herrscher, Singh = Löwe

    Seine überregionale Bedeutung erhält der Tempel durch den Phra Phuttha Sihing, eine Buddha-Statue, deren genaue Herkunft ungewiss ist. Einer Legende nach soll er dem „Löwen der Shakyas“ ähneln, einer verlorenen Statue aus dem Mahabodhi-Tempel in Bodhgaya in Indien. Er soll dann über Sri Lanka nach Ligor (das heutige Nakhon Si Thammarat) gelangt sein, von dort aus nach Ayutthaya bevor er nach Chiang Mai gebracht wurde.

    Jedes Jahr zum Songkran-Fest wird Phra Sihing aus dem Wihan hervorgeholt und in einer prächtigen Prozession durch die Straßen der Stadt getragen, wo ihn die Gläubigen mit Wasser begießen, um ihm Ehre zu erweisen.

    Songkran markiert im Jahreslauf das Ende der heißen und trockenen Jahreszeit, etwa Ende April/Anfang Mai. Mit dem dann einsetzenden Monsun beginnt die Regenzeit. An Songkran liefert sich die Bevölkerung, insbesondere die Kinder, auf den Straßen regelrechte Wasserschlachten. Jedes vorbeikommende Fahrzeug, jeder Fußgänger wird mit Unmengen Wasser begossen, was in der Hitze natürlich zusätzlich erfrischt.

    Im thailändischen Volksglauben wird der Wat Phra Singh mit dem chinesischen Tierkreiszeichen des Drachen in Verbindung gebracht. Im Jahr des Drachen Geborene pilgern daher gerne hierher.
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  • Chiangmai Tag 16 - 15

    December 28, 2021 in Thailand ⋅ 🌙 26 °C

    Abendessen:
    Beim traditionellen Nordthailändischen Kantoke-Dinner sitzt man mit einer Rückenstütze auf der Erde an niedrigen Tischen. Die Speisen werden auf einem runden Tablettischchen arrangiert serviert. Dazu gibt es Klebreis, der mit einer Hand zu kleinen Bällchen geformt und vor dem Verzehr in die Speisen gedippt wird. Gegessen wird dabei (bis auf die Suppen) ohnehin überwiegend mit den Händen.Read more

  • Chiangmai Tag 17 - 1

    December 29, 2021 in Thailand ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute machen wir einen Tagesausflug mit einem persönlichen Fahrer in das Bergdorf Mae Kampong, das ca. 60km südöstlich von Chiangmai liegt.

    Die idyllische Ortschaft schlängelt sich in einem schmalen, schattigen Tal, das ein Fluss durchrauscht, bergan. Die Straße ist entsprechend schmal und der rege Verkehr staut sich vor allem auch wegen des auf beiden Seiten lebhaften Fußgängeraufkommens. Da die Thais nichts so sehr lieben, wie ab und zu einen Snack zu sich zu nehmen, sind die reichlich vorhandenen Garküchen am Straßenrand eng umlagert.

    Wir sind vor Ort die einzigen Farangs weit und breit.

    Eines der Bilder zeigt eine Akanthuspflanze. Die Erstveröffentlichung von Acanthus erfolgte 1753 durch Carl von Linné. Der Gattungsname leitet sich vom altgriechischem Akanthos („der Dornige“) ab.

    Die bekannten 20 bis 30 Akanthusarten sind hauptsächlich in tropischen bis subtropischen Gebieten der Alten Welt verbreitet. Wenige Arten kommen in den warm-gemäßigten Gebieten des Mittelmeerraumes vor. Zentren der Artenvielfalt sind der Mittelmeerraum und Asien.

    Der Akanthus stand mit der Form seiner Blätter Pate bei der Herausbildung der korinthischen Kapitelle griechischer Säulen.
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