• 1. Übernachtung

    September 11 in Portugal ⋅ 🌙 29 °C

    Nach einer, wie schon erwähnt, nicht so tollen Nacht, sind wir mit dem Uber zum Abholounkt vom Indie Camper gefahren. Wir waren noch ein bisschen früh dran, deshalb sind wir zuerst noch Einkaufen gegangen. Wir hatten ja noch nichts gefrühstückt und unser Blutzucker war schon ziemlich tief, so kurz vor "hangry", deshalb war es sicher sinnvoll noch kurz etwas zu frühstücken.
    Am Abholpunkt haben wir eine Schranke gesehen, jedoch stand nirgend irgendetwas von Indie Camper, worauf wir uns auf das Navi verlassen haben und dem erwähnten Abholpunkt gefolgt sind. Dort angekommen sahen wir die Camper, jedoch kam ein Typ mit fragendem Blick auf uns zu... Als wir ihn dann angesprochen haben, stellten wir fest, dass wir doch bei der Schranke vorne hätten warten sollen. Also alles wieder zurück. Bei der Schranke sah man immer noch nichts, aber einmal ums Eck geschaut und aha da waren wir richtig. Vor uns waren noch 3 Personengruppen am warten. Man konnte virtuell in einer Warteschlange "anstehen" und dann hiess es warten, warten, warten. Irgendwann haben wir ausgerechnet, dass unter 1 Stunde hier gar nichts passieren wird. Es ging Schlag auf Schlag und war spannend zuzuschauen, welche Leute, welches Wohnmobil gebucht hatten. Mit dem VW California waren mir definitiv die Gruppe mit dem kleinsten Wohnmobil. Ein kurzes Check-in und dann kamen die grosse Neuigkeit. Wir hatten uns sehr auf unsere 2 Klappvelos gefreut, weil wir dadurch natürlich noch mobiler sein könnten. Dann kam die Nachricht, dass das nun leider nicht ging, sie hatten Probleme mit dem Lieferanten und den Grill, denn gibts auch nicht. Na toll. Sehr schade... der Gill war nicht unbedingt das Problem, sondern die Velos, die wären wirklich toll gewesen. Was solls, kann man nichts machen. Einen kurzen Blick durchs Auto, schien alles in Ordnung zu sein.
    Dann, die nächste Verzögerung, der Wassertank war natürlich leer. Die Frau vom Camper-Verleih hat uns erklärt, wo wir den befüllen könnten. Alles gut, gehen wir noch kurz dorthin.
    Nun fuhren wir also los. Sogleich die erste Challenge mit den vielen Kreiseln. Sie sind alle doppelspurig, aber so nach dem Dritten hatte ich den Dreh bereits raus wo ich einspuren musste. Bei dem Ort, den sie uns angegeben hat, hatte es noch einen Supermarkt, perfekt so konnte wir noch kurz einkaufen gehen. Danach wollten wir das Wasser auffüllen, jedoch passte der Schlauch nicht, sehr merkwürdig, denn sie hat uns extra diese Tankstelle angegeben? Was soll's.
    Noch ein kurzer Blick auf die Tanksanzeige und siehe da kurz vor rot, also auch noch schnell tanken.
    In der Zwischenzeit war es bereits nach 17:00 Uhr und wir wussten, wir haben circa 2 Stunden Autofahrt bis zu unserem Übernachtungsplatz. Zum Glück kann man heutzutage schnell eine Nachricht schreiben und der Besitzer des Hofs auf welchem wir übernachten ist informiert über unsere verzögerte Ankunft.
    Nun ging es endlich los! Die Fahrt durch Lissabon war noch etwas anstrengend, war natürlich gerade Feierabendverkehr, ging aber sehr gut, nur einmal wurde gehupt. Ich hatte die falsche Spur erwischt und habe mich spontan um entschieden noch die andere zu nehmen... was soll's, eine Verzögerung von 10 Sekunden, glaube das sollte drin liegen?
    Sobald wir aus der Stadt waren, wurde es schön und gemütlich. Man kommt nicht so ganz draus, wie schnell man fahren darf. Es hat schon Tafeln und dann plötzlich fahren alle um einen herum wieder 90km/h, man hat aber nie eine Tafel gesehen, wo dies angegeben war... Bei einem Kreisel haben wir plötzlich in der Kurve so etwas Rotes gesehen, was ist das? Beim genaueren Hinschauen haben wir festgestellt, dass es Tomaten sind. Scheinbar hat jemand ein bisschen von seiner Ladung verloren. Die Tomaten haben uns dann weiter begleitet, immer wieder bei jedem Kreisel. Mehrere Kilometer lang haben wir immer wieder Tomaten gesehen, eine richtige Spur.
    Kurz vor dem Ziel gings nochmals durch eine etwas grössere Stadt Evora. Die haben wir auch auf unserer Must-See-Liste und werden wir morgen anschauen gehen.
    Die Erste Abfahrt zum Camping hatten wir verpasst. Es war so eng, da hätte ich mit unserem Bus wahrscheinlich sehr zirkeln müssen damit wir überhaupt abbiegen konnten. Egal, das Navi findet sofort einen neuen Weg.
    Vor uns fuhr ein junger Typ mit seinem Roller. Da wir soweiso gleich rechts abbiegen mussten, überholte ich ihn nicht und siehe da, auch er musste in die gleiche kleine Schotterstrasse rein. Der Rollerfahrer ging um die Kurve, dann machte es Zack und er schlitterte über das Kies . Bum und da lag er. Oje, hoffentlich hat er sich nichts getan. Der Junge stand aber zum Glück ziemlich schnell auf. Mit unserem Mix aus Englisch, Portugiesisch und Spanisch fragten wir ob alles in Ordnung sei? Er meinte Ja, und so fuhren wir dann weiter. Ich hatte ein bisschen ein schlechtes gewissen, ich fragte mich ob er sich durch uns verfolgt gefühlt hätte? Wie auch immet er ist aufgestanden, er wird ein paar blaue Flecken und Schrammen haben, ansonsten war aber nichts weiter passiert und er setzte sich wieder auf den Roller und fuhr davon.
    Über eine schotterpiste gings dann ein paar Minuten landeinwärts bis zu dem Camping. Vor einem braunen Tor konnten wir eine Glocke läuten und der Besitzer machte uns auf. Ein Deutscher mit seiner spanischen Frau hatte hier einen schönen kleinen Platz erschaffen, mit nur ca. 6 Stellplätze und ein Wohnwagen, den er als Airbnb vermietet und ein Clamping Zelt, mehr nicht. Eine gemütliche Outdorküche, ein Pool, Dusche/WC und alles sehr sauber und gepflegt. Den Pool musste Nico natürlich gleich kurz testen.
    So waren wir endlich Angekommen. Jetzt hatten wir ein bisschen Zeit unseren Camper ein bisschen einzurichten, alles ein wenig zu sortieren und mal zu schauen, was wir überhaupt alles an Ausrüstung hatten und was wir eventuell noch organisieren mussten.
    Die Zeit lief und lief, es war schon bald dunkel. Dann mussten wir uns noch überlegen, wo es als nächste Hin gehen soll und was der Plan für Morgen war.
    Wir wollten irgendwo noch ein Weingut anschauen und vor allem ein Tasting machen. Wir fanden ein Weingut, auf welchem man auch mit dem Camper übernachten konnte, perfekt für uns und schnell gebucht.
    Nun konnten wir endlich zu Abend essen. Wir haben uns für leckeres Brot, ein bisschen Parmaschinken, Käse und Oliven entschieden.
    So haben wir gemütlich mit einem Glas Rose auf unsere Ferien angestossen.
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