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Portugal - Roadtrip

A 17-day adventure by NadineLovesTravelling & Nico Read more
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    🇵🇹 Sines, Portugal

    Unerwartet witziger Schlafplatz

    Yesterday in Portugal ⋅ ☀️ 25 °C

    Die Schlafplatzsuche gestaltet sich nicht immer ganz einfach, Anfragen bleiben unbeantwortet oder man wird im ungewissen gelassen und erhält auf Nachfrage trotzdem eine Absage. Unser heutiger Stellplatz ist nicht unsere erste Wahl, aber wir wollen nicht auf einen Camping oder Carpark, sondern etwas mit mehr Privatsphäre.

    Bereits die Kommunikation im Vorfeld ist etwas speziell. Zuerst heisst es wir können kommen wann wir wollen, hauptsache vor 22.00 Uhr, als wir mitteilen, das wir zwischen 17.00 und 18.00 Uhr ankommen werden, heisst es plötzlich, 17.30 sollen wir dort sein 🤷🏼‍♀️. Typisch schweizerisch sind wir 10 Minuten zu früh. Als wir das Eingangstor nicht auf Anhieb finden werden wir angeschnauzt, den per Whatsapp geschickten Standort anzupeilen und nicht derjenige von Park4Night... Da die beiden Standorte nur wenige Meter auseinander liegen ist das Ziel schnell gefunden und wir werden auf den Platz eingewiesen. Die Vermieterin scheint etwas im Stress zu sein. Auf der App war der Platz für 10-15 Euro ausgeschrieben, als Nadine ihr einen Zwanziger in die Hand drückt, bedankt sich die Gastgeberin und verschwindet mit dem Hinweis sie müsse nun los...

    Wir haben weder Strom noch Wasser, noch wissen wir welchen Teil des Grundstücks wir nun mitbenützen dürfen. Der Pool unterhalb des Stellplatzes sieht verlockend aus, aber wir wissen nicht so recht ob dieser bereits zur nächsten Hütte weiter unten gehört.

    Zu unserem Glück, kommt wenig später ein Herr heraufspaziert, wie sich herausstellt ein Schweizer, der in der Hütte weiter unten zu wohnen scheint. Er versichert uns wir sollen ruhig alles benutzen, auch der Pool stehe uns zur Verfügung. Wir bedanken uns für die Info. Er scheint seine Nachbarin darauf aufmerksam gemacht zu haben, dass sie uns etwas gründlicher hätte einweisen sollen, denn sie kommt einen Augenblick später zurück, entschuldigt sich, versorgt uns mit Strom und versichert uns den Pool und Gartenschlauch ruhig benutzen zu dürfen. Sie müsse los und ihre Mutter abholen und sei desswegen etwas im Stress.

    Nach den ersten Verwirrungen, die unsere Gastgeberin und den Schlafplatz in einem eher schlechten Licht erscheinen liesen, hat sich nach der Aufklärung unsere Stimmung wieder aufgelockert. Das erquikende Bad im Pool, die erfrischende Openair Dusche und der leckere Apéro tun ihr übriges. Nun sind wir ready für das Abendessen im Dorf unten.

    Nach einem wiedermal sehr leckeren Tapas-Abendessen (es wird nie langweilig) spazieren wir gemütlich zu unserem Schlafplatz zurück. Schon auf dem Hinweg ist uns das grosse Feuerwehrlokal aufgefallen. Erstens weil man die ganze Wäsche der Crew aufgehängt sah und zweitens weil sie gerade einen Einsatz hatten und mit 3 Feuerwehrautos mit heulenden Sirenen los fuhren. Auf dem Rückweg klang nun laute Musik aus dem Raum oberhalb der Eingangshalle. Zuerst dachten wir es sei eine Aufnahme. Nadine erkannte das Lied sofort und blieb stehen. Das Stück spielen sie auch im MVR und als wir ein paar Sekunden dort verweilen, stellen wir fest, dass es doch tatsächlich "live" ist und die Feuerweh-Musik wohl gerade probt. Da müssen wir doch glatt ein paar Minuten zuhören und Nadine schickt mit Freude einen Video-Gruss per Whatsapp an ihre MusikkollegInnen. 😊
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  • Brunch with a view

    Yesterday in Portugal ⋅ ☀️ 23 °C

    Neben der Müllhalde zu frühstücken hat uns nicht so angemacht, wesshalb wir relativ früh zum nächsten Aussichtspunkt gefahren sind und uns dort verpflegt haben. Eine fantastische Entscheidung, solch ein athemberaubender Ausblick hatten wir bisher noch nie zum essen.Read more

  • Sagres

    September 18 in Portugal ⋅ 🌙 20 °C

    Heute sind wir in Sagres. Der Camping ist in einem Pinienwäldchen gelegen, nahe der Ortschaft. Da wir einen Platz mit Stromanschluss wollen und unser Kabel nicht so lang ist fragen wir an der Reception wo es noch geeignete Plätze hat. Die Dame am Schalter versichert uns es habe noch etliche freie Parzellen, sie zeigt uns das Gebiet mit den Stromkästen auf der Karte und meint wir sollen uns einfach etwas aussuchen. Also fahren wir mit dem Plan des Campingplatzes los und suchen ein Plätzchen, das uns gefällt. Die von ihr angegebenen Parzellen sind aber praktisch alle bereits belegt... Da hinter uns am Schalter noch weitere Camper angestanden sind, sputen wir uns den letzten freien Platz noch zu ergattern. Erst im Nachhinein sehen wir den ganzen Müll am Rand unserer Parzelle und erst als wir bereits fertig eingerichtet sind und in Ruhe eine Runde um den Camping spazieren, sehen wir, dass es noch andere freie Plätze mit Stromanschluss gehabt hätte... Naja jetzt wieder alles abbrechen und umstellen ist uns auch zu blöd...

    Wir nehmen den Uber ins Dorf und suchen uns ein Restaurant um zu Abend zu essen. Die Auswahl ist recht überschaubar und so landen wir beim Italiener. Mit Pizza und musikalischer unterhaltung vergeht der Abend im nu. Bis wir wieder zurück wollen hat es keine Uber mehr in der Nähe, aber ein Verdauungsspaziergang ist gar nicht so schlecht nach all dem Essen.
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  • Kurze Abkühlung

    September 18 in Portugal ⋅ ☀️ 21 °C

    Auf dem Weg zu unserem nächsten Campingplatz fahren wir soweit als möglich der Küste entlang. Eine richtige Küstenstrasse gibt es nicht, wir speichern uns auf dem Navi aber 2-3 Dörfchen an der Küste um nicht den ganzen Weg im landesinnern fahren zu müssen. Zwischendurch zweifeln wir, ob das wirklich so eine gute Idee war, die Strassen sind zwar schon asphaltiert, teilweise abet relativ holprig mit vielen Schlaglöchern. Die "Fischerdörfchen" entpuppen sich eher als Feriendörfchen, weshalb wir ohne Zwischenhalt weiter unserem Ziel Sagres entgegenfahren.

    Auf einmal taucht ein Schild am Strassenrand auf, welches uns vor 16% Gefälle warnt. Zum Glück ist dieser Strassenabschnitt gut ausgebaut und gut befahrbar. Die Strasse schlängelt sich einen Hügel runter ans Meer, wo es einen kleinen Parkplatz mit dünn bevölkertem Badestrand hat. Wir entschliessen kurzerhand hier eine kleine Verpflegungspause einzugelen und halten an. Der Aussicht wegen, laufen wir ein Paar Meter die Klippe hoch und geniessen unser Gebäck aus Lagos. Das Meer sieht hier sehr verlockend aus, es hat keine Algen wie sonst überall, was uns dazu verleitet unsere Pause auszudehnen und in unserem Van unsere Strandausrüstung zu holen.

    Nach etwa einer Stunde ziehen wir weiter, schliesslich möchten wir den Camping in Sagres nicht allzuspät erreichen und 2-3 Sachen müssen wir unterwegs auch noch einkaufen. Also fahren wir los, respektive hoch, auf der anderen Seite des kleinen Tals geht es mit 20% Steigung wieder hinauf, zum glück hat unser Gefährt genug "pfupf" und meistert die Herausforderung problemlos.
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  • Lagos

    September 18 in Portugal ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute besichtigen wir Lagos, ein relativ touristisches Städchen an der Küste. Wo es viele Menschen hat, hat es auch viele Autos, Nadine sucht uns im Vornherein einen grossen Parkplatz, nahe dem Zentrum. Vor Ort angekommen sind jedoch viele Parkplätze bereits besetzt. Sofort eilt ein Mann herbei um uns zu den noch freien Parkplätzen zu manövrieren, natürlich gegen einen kleinen "freiwilligen Beitrag". Wir sind froh noch einen Parkplatz gefunden zu haben und geben dem Mann ein paar Euro für seine Dienste.

    Das Städtchen ist schön und ziemlich lebendig, es hat viele Strassenmusiker. Unten am Hafen hat es einige Marktstände, bei denen einige von uns schwach werden und das eine oder andere Kleidchen erstehen... 🙈 In der Markthalle kaufen wir uns noch ein wenig Proviant für unterwegs.

    Sightseeing macht hungrig und durstig, also stärken wir uns mit ein paar Tapas und Wein, resp. Cola für diejenigen die noch fahren müssen. Auf dem Weg zurück zum Van laufen wir per Zufall (oder ist es Schicksal?) an eine Bäckerei heran mit vielen süssen Versuchungen. Hier kaufen wir noch einen Zvieri und Brot für den nächsten Tag.
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  • Abend in Silves

    September 17 in Portugal ⋅ ⛅ 23 °C

    Da das Städchen doch ein Stück weit entfernt ist, sind wir froh, dass wir von unseren Gastgebern zwei Fahrräder ausleihen können. In wenigen Minuten sind wir rüber geradelt, pünktlich zur Abendstimmung, um die Ortschaft zu erkunden. Wir flanieren durch die Gassen, dann die Treppen hoch zur Burg von Silves. Da diese in einer halben Stunde bereits schliesst, hat es praktisch keine Touristen mehr. Wir geniessen die romantische Stimmung und die herrliche Aussicht von hier oben, bevor wir wieder Absteigen und in einem gemütlichen Restaurant den Abend ausklingen lassen.Read more

  • Eine Nacht auf der Orangenplantage

    September 17 in Portugal ⋅ ☀️ 27 °C

    In der Nähe von Silves entdecken wir auf Park4Night eine idyllische Orangenplantage zum übernachten. Eigentlich hatten wir auf einem anderen Bauernhof in der Gegend geplant zu übernachten, da sich die anderen aber etwas Zeit gelassen haben mit Antworten ob sie noch Platz haben, sind wir auf die Orangenfarm ausgewichen.

    Der erste Eindruck vor Ort ist weniger gemütlich, als es die Fotos sugerieren, direkt neben dem Gelände verläuft die Strasse und die Stellplätze sind alle einer Mauer entlang... Da wir aber die ersten auf dem Platz sind haben wir noch freie Wahl, wo wir unseren Van hinstellen möchten. Wir nehmen den besten Platz, zuhinters um die Ecke, somit sind wir wenigstens etwas für uns.
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  • 3. Strand - Baden schwierig

    September 17 in Portugal ⋅ ☀️ 21 °C

    Der dritte und letzte Strand, den wir für heute ausgesucht haben, hat laut unserer Google Recherche viele kleine Pools um darin zu baden. Vor Ort merken wir aber, dass diese allesammt absolut unzugänglich sind. Wir nehmen also mit dem kleinen Sandstrand vorlieb den es hier hat. Wegen der vielen schroffen Felsen im Wasser ist das Baden hier allerdings nicht sonderlich angenehm. Aber sonnenbaden kann man trotzdem.Read more

  • Mittagessen am Strand

    September 17 in Portugal ⋅ ☀️ 21 °C

    Unseren zweiten Zwischenstop machen wir in einer kleinen Bucht in der Nähe von Albufeira. Abgesehen von den vielen angespühlten Algen ist es ein malerisches Plätzchen, perfekt um sich mit Sandwiches und Natas für die weiterreise zu stärken.Read more

  • Unser eigenes mini Benagil

    September 17 in Portugal ⋅ ☀️ 24 °C

    Unser heutiges Ziel ist Silves, auf dem Weg dorthin möchten wir aber noch ein paar Strände und Buchten abklappern. Unser Campingbeach der letzten zwei Tagen hat uns schon ganz gut gefallen, wir bevorzugen aber etwas weniger Menschen um uns herum. Darum haben wir auf Google Maps mal vorsondiert und uns drei Orte herausgepickt, welche dieses Kriterium besser erfüllen könnten.

    Der erste Strand den wir besuchen erinnert uns an die berühmte Höhle von Benagil, einfach ohne 100 andere Touristen und ohne Eintritt zu bezahlen. Über einen schmalen Pfad gelangen wir zum Meer hinunter, eine gute halbe Stunde wandern wir den Klippen entlang bis wir zum nächsten Badestrand gelangen. Eigentlich hätte es einen schönen Wanderweg, welcher dem Meer entlang zurück zu unserem Ausgangspunkt führen würde. Leider ist dieser gesperrt, darum bleibt uns nichts anderes übrig als durch das Wohnquartier zurück zu kehren.
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  • Camping-Life

    September 16 in Portugal ⋅ ☀️ 25 °C

    Für heute haben wir nicht sonderlich viel geplant. Erst mal frühstücken und dann ab an den Strand. Um unser Notfallbrot vom ersten Tag mal aufzubrauchen machen wir Fotzelschnitte.

    Da es am Strand vorne keinen Schatten gibt besorgen wir uns im nächsten Shop noch einen Sonnenschirm. Auf dem Weg zum Meer kommen wir noch an einem Stand vorbei mit Strandtüchern. Wir erwerben uns spontan ein grosses, blau gemustertes Tuch, auf dem wir gemeinsam Platz haben. Perfekt ausgerüstet gehts endlich richtung Strand.

    Dort angekommen installieren wir uns erst mal und springen sogleich ins erfrischende Meer. Die erste Windböhe erfasst unseren nigelnagelneuen Sonnenschirm und wirbelt ihn davon. Zum Glück kommen wir genau in dem Moment aus dem Wasser und schaffen es gerade noch den davonfliegenden Schirm einzufangen... Wir stecken den Schattenspender erneut und diesmal besser ein und legen uns darunter. Etwas später realisieren wir, dass unser Strandtuch bei Nässe ziemlich abfärbt 😅. Nadines Po ist schon ganz blau. 🤭 Egal, die Farbe lässt sich ja bestimmt abwaschen. Wasser alleine reicht dafür aber nicht ganz, also rubbeln wir uns die Farbe nach dem Strandtag in der Campingdusche mit viel Seife wieder weg. Schlussendlich werden wir wieder sauber, dafür ist die Campingdusche jetzt halt etwas blau... 🙈 Upsiii 🤭
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  • Camping am Meer

    September 15 in Portugal ⋅ ☀️ 29 °C

    Am späteren Nachmittag treffen wir im Algarve Motorhome Park Falésia ein. Der Park gehört zur selben Kette wie unser letzter Stellplatz in Tavira. Ursprünglich wollten wir mehr auf abgelegenen Parkplätzen übernachten und weniger auf überfüllten Campingplätzen. Da es an der Südküste aber kaum solche Plätze gibt auf denen man legal übernachten kann, entscheiden wir uns erneut für einen Motorhome Park. Der in Falésia ist wenigstens nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt. Für uns, die ja keine Klappräder dabei haben 🙄, ein nicht unwichtiger Pluspunkt.

    Wir schauen uns zuerst nach einer geeigneten Parzelle um und entdecken im hintersten Teil der Anlage ein Plätzchen das uns ganz gut gefällt. Möglichst weit weg von der stinkenden Abwasser-Entsorgungsstelle, diese Lektion haben wir in Tavira gelernt und möglichst nahe am Strand. Erst als wir uns auf der Parzelle einrichten wollen, merken wir, dass unser Stromkabel gar nicht bis zum Verteilerkasten reicht... 🤦‍♂️ Da sämtliche Verlängerungskabel bereits vergeben sind müssen wir wohl oder übel umdisponieren und uns einen anderen Platz suchen. Wir sputen uns, den Platz zweiter Wahl zu beziehen, denn bereits machen die nächsten Gäste ihre Runde um einen möglichst guten Platz zu ergattern.

    Da wir bereits etwas Übung haben im Errichten unseres Nachtlagers, hüpfen wir schon bald in unser Bade-Tenue und watscheln richtung Strand. Wir sind beeindruckt von den orange leuchtenden Klippenformationen, lassen uns aber nicht zu lange davon aufhalten, zu verlockend ist das erfrischende Meer... Nachdem wir uns von Sonne und Wind haben trocknen lassen, geniessen wir noch den Sonnenuntergang, bevor wir langsam wieder zu unserem Van zurück gehen um Apéro und Abendessen vorzubereiten.
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  • Faro

    September 15 in Portugal ⋅ ☀️ 27 °C

    Unseren zweiten Zwischenhalt machen wir in Faro, die Anfahrt erfolgt diesmal ohne weitere Zwischenfälle 😬. Das Städtchen ist deutlich touristischer als wir erwarten. Wir schlendern durch die Gassen und essen einen kleinen Happen bevor wir die Chapel of Bones besichtigen, eine kleine Kirche mit angrenzendem Beinhaus. Nach gut zwei Stunden haben wir es gesehen und ziehen nach einem Fahrerwechsel weiter unserem heutigen Endziel entgegen.Read more

  • Kurzer Stopp in Olhão

    September 15 in Portugal ⋅ ☀️ 27 °C

    Es geht weiter richtung Westen der Küste entlang. Wir machen zwei kurze Zwischenstops unterwegs, einer in Olhão und einer in Faro. Heute sitzt wieder Nico am Steuer. Die Pakrplatzsuche in Olhão ist mühsamer als gedacht, enge Strassen und reger Strassenverkehr vordern beinahe ihren Tribut, glücklicherweise bleibt es bei einem touchierten Rückspiegel (keine Sorge unser Wagen ist noch ganz und wir sind ja typisch schweizerisch gut versichert... 🙈). Heil angekommen erkunden wir das Städtchen und versorgen uns in der ansässigen Markthalle mit lokalen Spezialitäten. Lange bleiben wir aber nicht, schliesslich haben wir noch weitere Ziele für heute eingeplant.Read more

  • Tavira

    September 14 in Portugal ⋅ 🌙 24 °C

    Nachdem wir uns von unseren neuen Freunden verabschiedet und bei Raymond noch mit Rosé eingedeckt haben, sind wir losgefahren richtung Tavira, dem nächsten Ziel auf unserem Roadtrip. Heute sass wieder Nadine am Steuer, sie hat uns wie immer souverän durch die kurvigen Strassen und teilweise extrem engen Brücken gelotst, das Navi berechnet zum Teil recht abenteuerliche Routen... 🙈 Um so besser, wenn man eine fähige Steuerfrau an board hat 😅. Gegen Mittag kommen wir an unserem Zielort an. Da wir nach 2 Tagen autarkem campen wieder Strom brauchen entscheiden wir uns für einen Womo-Park, eigentlich nicht so unser Ding aber was solls.

    Wir richten uns kurz ein und besprechen unseren Plan für heute Nachmittag. Da wir keine Fahrräder haben 🙄 entscheiden wir uns gegen den Strand, der eine gute halbe Stunde zu Fuss entfernt ist. Wir gehen stattdessen direkt ins Städtchen auf Entdeckungstour. Ein Bisschen flanieren, ab und zu etwas essen und trinken, hier und dort eine Kleinigkeit shoppen. So verfliegt die Zeit im nu und schon bald müssen wir uns überlegen, wo wir unser Abendessen einnehmen möchten. Den Tag durch ist uns kein Restaurant wirklich aufgefallen, im Zentrum hat es einige Lokale welche uns aber nicht so recht zu überzeugen vermögen. So bestellen wir zunächst mal einen Apéro und googeln nach geeigneten Speisemöglichkeiten. Wir entdecken relativ schnell ein vielversprechendes Etablissement. Lustigerweise sind wir ganz am Anfang unseres Stadtrundgangs genau an diesem Lokal vorbei gelaufen. Die paar um die kleine Kirche aufgestellten Tische mit den verblichenen Wachstischtüchern haben jedoch nicht den Eindruck erweckt hier kulinarisch verwöhnt zu werden... Aber "never judge a book by its cover" und zum glück gibt es Google Rezensionen. Der Laden entpupt sich als absoluten Geheimtip, nur mit Glück ergattern wir uns einer der letzten freien Tische. Wir geniessen verschiedene unkonventionelle aber absolut fantastische Tapas an diesem Abend.
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  • Wine-Experience

    September 13 in Portugal ⋅ ☀️ 34 °C

    Nach dem ersten ernüchternden Eindruck gestern sind wir gespannt auf die kulinarische Erfahrung, die uns heute erwartet. Wir haben einen Frühstückskorb gebucht und die Wine-Expirience, insbesondere das Tasting wird auf Park4Night sehr gelobt und ist der Grund für die hervoragenden Bewertungen in der App. Wir erwarten mal nicht zu viel aber irgendwo müssen die guten Bewertungen ja herkommen...

    Das Frühstück sieht auf den ersten Blick schon mal nicht schlecht aus. Wir kriegen eine liebevoll hergerichtete Platte mit Aufschnitt, Käse, hart gekochten Eiern, Früchten und Confitüre. Dazu je zwei Brötchen und Croissants, eine Thermoskanne Kaffee und eine Flasche Birnensaft. Leider weicht auch hier die Freude des Ersteindrucks bald der Ernüchterung. Die Schälchen mit den Sachen drauf sind noch in Plastikfolie eingewickelt, welche wir selber entfernen müssen. Der Käse ist billiger Industriekäse, der Aufschnitt einfache Salami aus dem Supermarkt, ebenso das Ei ist gekocht eingekauft, das Croissant ist frischback aber war zu kurz im Ofen und daher noch teigig... Wenigstens ist der Kaffee gut und die Früchte frisch. Sehr schade, wir können nicht sagen mehr erwartet zu haben aber sind trotzdem etwas enttäuscht, man könnte doch mit wenig Aufwand so viel mehr bieten...

    Nun gut so sei es, wir haben jetzt ein paar Stunden zum tot schlagen bis die Führung und das Tasting beginnen. Es werde noch ein Paar dazu stossen und mit uns die Wine-Expirience machen. Wir werweisen was das für Leute sein könnten, Franzosen oder Holländer in ihren 50ern mutmassen wir. Wir verbringen die Zeit im Schatten unseres Vans, ab und zu schlendern wir zum Pool und gönnen uns eine erfrischende Dusche. Als die Sonne um die Mittagszeit ihren Zenit erreicht und unserem Gefährt seine schattenspendende Funktion nimmt, zügeln wir unter das Vordach der Hütte hinter unserem Wagen. Irgenwann am frühen Nachmittag hören wir Stimmen und Schritte näher kommen. Unsere Weingenossen sind offenbar angekommen und kriegen gerade von Raymond, einem unserer Gastgeber, das Gelände gezeigt. Noch sehen wir die Neuankömmlinge nicht aber sie scheinen spanisch zu sprechen. Also machen wir uns langsam bereit und begeben uns nach vorne wo uns die Führung und das Tasting erwarten.

    Die anderen haben ihr Wohnmobil vor dem Haus im Schatten der Bäume abgestellt. Ein älteres Pärchen kommt uns entgegen und stellt sich als Guy und Margoti vor, er kommt ursprünglich aus Manchester und sie aus Madrid, inzwischen leben sie aber in Südspanien, wie wie später erfahren. Wir sind uns auf anhieb sympatisch, beste Voraussetzungen also für einen geselligen Nachmittag.

    Raymond übernimmt die Führung durch das Anwesen und bringt uns dessen Historie näher. Das Haupthaus wurde bereits im 17. Jahrhundert errichtet und diente als residenz eines Freimaurers. In den 1920ern wurde das Haus umgebaut zum Teil wurden Wände eingezogen und ein Teil wurde 1.5 Meter hoch mit Beton aufgefüllt, warum ist heute schwer nachvollziehbar. In den Nullerjahren wurde das Anwesen zu einer Hotelanlage ausgebaut, kurz vor deren Eröffnung machte 2008 die Finanzkriese sämtliche Pläne der Besitzerin zunichte. Das praktisch fertig gebaute Hotel wurde von den wütenden, weil unbezahlten Handwerkern ausgeschlachtet. Raymond und Nelson haben das Gebäude relativ günstig erworben und wollten es fertig stellen und eröffnen. Aufgrund von Schwierigkeiten mit Stromnetzbetreiber und Wasserversorgung verzögert sich ihr Plan jedoch nun schon seit einigen Jahren. Nun wissen wir auch warum die ganze Anlage so heruntergekommen ist, was es aber nicht besser macht...

    Raymond und sein Geschäftspartner Nelson werden uns gemeinsam durch den Nachmittag führen. Raymond erklärt uns die Weine und schmückt hier und da mit spannenden Anekdoten aus, es gibt drei Runden mit jeweils drei bis vier sehr unterschiedlichen Weinen. Am Ende jeder Runde entscheidet jeder welcher Wein ihm am besten gemundet hat, von diesem kriegt man dann nochmal ein Glas, dazu wird von Nelson etwas zu Essen kredenzt. Wir starten mit den Weissweinen, von leicht und fruchtig über trocken bis spritzig ist alles dabei. Als die ersten Häpchen serviert werden wird klar woher die guten Bewertungen kommen. Olivenpaste auf Cracker, Schinken vom feinsten, frisches Brot und Cotfish-Sardinen-Aufstrich... Alles regionale Spezialitäten, frisch zubereitet, mit viel Liebe angerichtet und mit Hingabe von Nelson persönlich erläutert. So schlemmen wir uns durch den Nachmittag, die Stimmung wird mit jeder Runde ausgelassener und wir unterhalten uns immer angeregter mit unseren neuen Freunden. Irgendwann kommen wir auf das Thema Beziehung zu sprechen, auf unsere Frage wie man es schafft über 40 Jahre zusammen zu bleiben meint Guy "don't listen", worauf Margoti sogleich erwiedert "just don't give a fuck". Das "don't listen" beherrscht Nico bereits aus dem Effeff, am "don't give a fuck" arbeitet Nadine noch... 😅
    Am Schluss sitzen wir allesammt draussen in der Lounge, von unserem Lieblingsrotwein nehmen wir die angebrochene Flasche noch mit. Ein paar Freunde von unseren Gastgebern verweilen bereits dort und so lassen wir in geselliger Runde den Abend ausklingen bis wir uns irgendwann müde und etwas angesäuselt zurück zu unserem Van begeben.

    Schlussendlich war unser Aufenthalt hier ein unvergessliches Erlebnis. Mit Guy und Margoti haben wir noch die Nummern ausgetauscht, wenn wir mal in ihrer Nähe sind sollen wir sie unbedingt besuchen in Spanien.
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  • Übernachtung auf dem Weingut

    September 12 in Portugal ⋅ ☀️ 36 °C

    Nach ca. 2 Stunden fahrt kamen wir auf dem Weingut an.
    Wir waren extrem gespannt, da auf der App der Platz sehr gelobt wurde und auch die Bilder, sowie die Beschreibung viel Gutes versprachen. Natürlich sind die Feedbacks immer mit Vorsicht zu geniessen, jedoch gibt es doch ein bisschen ein Anhaltspunkt. Das Weingut wurde sehr gelobt für das gute Weintasting, die Tapas und den herzlichen Service durch die Besitzer.
    Auf den Bilden sah man ein schönes altes Haus mit Pool und in der Beschreibung stand, dass es Bademöglichkeiten hat. Es wirkte alles ein bisschen edler, wir hatten noch befürchtet, dass wir als Camper ein bisschen under-dressed sind. Weil es aber auch ein Campingplatz ist, kann es ja sicher nicht zu Schicki Miki sein.
    Die Idee, dass Camper ein Weintasting machen können, finden wir genial. Oft ist es auf den Weinguten eher etwas schick, deshalb fanden wir dieses Angebot extrem sympathisch.
    Nun gut, wir wurden leider eines Besseren belehrt....
    Bei der Ankunft, auf den ersten Blick alles Tipp Topp, der Garten, der Parkplatz, alles schön. Jedoch beim genaueren hinschauen sah man schon die ersten Mängel. Wir wurden sehr herzlich von den Gastgebern begrüsst, wir seien die einzigen Gäste, wir können frei wählen, wo wir übernachten möchten. Kurz zeigte er uns die Anlage. Eine Toilette, ein ausgetrockneter Pool und die Aussenduschen gleich neben dem Pool. Welche wir benutzen können, natürlich aber nur mit kaltem Wasser. Zum Glück ist es ja warm...
    Das Schöne, wir waren alleine, wir konnten auf dem Platz selbst entscheiden wo wir übernachten. Kurz eingerichtet und bei der genaueren Besichtigung des Platzes fiel uns auf, dass die besten Zeiten dieses Weinguts definitiv vorüber waren. Es sah ein bisschen so aus, als ob das mal sehr schön und edel gewesen war. Sehr schade, denn man könnte mit wenig recht viel machen. Natürlich ist es immer mit Aufwand verbunden, aber es gibt so kleine Dinge, die man einfach mit etwas Fleiss besser machen könnte. Das man nicht das Geld hat die ganze Anlage zu renovieren ist verständlich, aber es sind Kleinigkeiten die machbar wären. Ein gutes Beispiel, was uns, vor allem Nadine, schockiert hat war die Toilette. Als wir am Abend zähne putzten, hat sich Nico mit der Hand an der Wand abgestürzt, kurz darauf zuckte er zusammen und etwas weisse weiches klebte an seinen Finger. Beim genaueren hinschauen sahen wir, dass es ein Nest war aus Spinnweben und auch mit Spinnen drin. Beim noch genaueren hinschauen sah man, dass die ganze Wand, die eigentlich auf den ersten Blick schön verputzt war mit Natursteinen, dass jedes einzelne Loch voll war mit Spinnweben. Wahrscheinlich dahinter auch mit Spinnen. Ich möchte es gar nicht soooo genau wissen. Danach war mir klar, ich geh nicht mehr alleine auf die Toilette. Es war mir echt zu eklig, da man nicht wusste, von wo die nächste spinne vielleicht angekrochen kam. Ja... könnte man vielleicht ändern.
    Das Gleiche auch mit der Poolanlage. So wie es aussieht funktioniert diese schon seit Jahren nicht mehr. Gut, aber dann könnte man rundherum alles etwas in Schuss halten und aufhübschen, einfach ein bisschen mehr Pflege... Wir bereuen schon etwas, dass wir hier 2 Nächte gebucht hatten. Was soll's... Morgen haben wir ein Frühstück und das Weintasting mit Führung über das Gelände gebucht, wir sind sehr gespannt wie das wird!
    Den Abend liessen wir gemütlich ausklingen. Na ja so gemütlich wie es ging mit gefühlt 1000 Fliegen um uns herum (direkt neben unserem Platz ist eine Pferdewiese).
    Zum Glück haben wir unseren Apero, das Hilft für die Stimmung. Als wir mit unserem Plastikbechern unseren günstigen Rosé tranken, kam der Besitzer und und fragte, ob wir gerne eine feine Flasche Wein möchten. Er hat uns ein wenig beraten und wir haben uns erneut für Rosé entschieden. Dieser wurde uns dann gebracht, in einem Weinkühler und mit schönen massiven Gläsern. Keine Ahnung was es kostet, wir nehmen nicht an dass dieser offeriert ist. Das werden wir dann wahrscheinlich alles morgen erfahren.
    Zum Glück hatten wir noch eingekauft, denn irgendwelche Essenmöglichkeiten gibt es hier nicht. So gab es wieder Brot Oliven, Parmaschinken und Käse. Wie gestern, aber was soll man ändern, wenn es gut war?
    Nach dem Abendessen in Kerzenschein, genossen wir noch den ruhigen Abend. Ein absolutes Plus hier, wir sind ganz alleine, kein Mensch weit und breit, keine Lichtquelle um uns herum, nur unsere Kerzen, die vielen funkelnden Sternen, einer wunderschönen Milchstrasse und Zweisamkeit... was will man mehr...
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  • Évora

    September 12 in Portugal ⋅ ☀️ 32 °C

    Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir unsere Sachen zusammengepackt und sind mit dem Camper ca. 10 Minuten zurückgefahren nach Évora.
    Dort haben wir das schöne Städtchen besichtigt und uns bereits mit den ersten Souvenirs eingedeckt.
    Das Städtchen ist sehr gemütlich, es hatte zwar einige Touristen, war jedoch nicht zu überlaufen.
    Nachdem wir durch ein paar Gassen spaziert sind, sind wir in einem kleinen Café eingekehrt.
    Um ca. 15 Uhr ging's weiter, diesmal sass Nico am Steuer. Seine erste Fahrt im Ausland und das noch mit einem Bus, toll hat er's gemacht!
    Nicht immer ganz zur Freude von Nadine, 1-2 mal fanden kleine Diskussionen statt, nichts gröberes, nur ein paar Fronten mussten geklärt werden. 😅
    Wir kamen heil und ohne weitere Beziehungskrise auf dem Weingut an.
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  • 1. Übernachtung

    September 11 in Portugal ⋅ 🌙 29 °C

    Nach einer, wie schon erwähnt, nicht so tollen Nacht, sind wir mit dem Uber zum Abholounkt vom Indie Camper gefahren. Wir waren noch ein bisschen früh dran, deshalb sind wir zuerst noch Einkaufen gegangen. Wir hatten ja noch nichts gefrühstückt und unser Blutzucker war schon ziemlich tief, so kurz vor "hangry", deshalb war es sicher sinnvoll noch kurz etwas zu frühstücken.
    Am Abholpunkt haben wir eine Schranke gesehen, jedoch stand nirgend irgendetwas von Indie Camper, worauf wir uns auf das Navi verlassen haben und dem erwähnten Abholpunkt gefolgt sind. Dort angekommen sahen wir die Camper, jedoch kam ein Typ mit fragendem Blick auf uns zu... Als wir ihn dann angesprochen haben, stellten wir fest, dass wir doch bei der Schranke vorne hätten warten sollen. Also alles wieder zurück. Bei der Schranke sah man immer noch nichts, aber einmal ums Eck geschaut und aha da waren wir richtig. Vor uns waren noch 3 Personengruppen am warten. Man konnte virtuell in einer Warteschlange "anstehen" und dann hiess es warten, warten, warten. Irgendwann haben wir ausgerechnet, dass unter 1 Stunde hier gar nichts passieren wird. Es ging Schlag auf Schlag und war spannend zuzuschauen, welche Leute, welches Wohnmobil gebucht hatten. Mit dem VW California waren mir definitiv die Gruppe mit dem kleinsten Wohnmobil. Ein kurzes Check-in und dann kamen die grosse Neuigkeit. Wir hatten uns sehr auf unsere 2 Klappvelos gefreut, weil wir dadurch natürlich noch mobiler sein könnten. Dann kam die Nachricht, dass das nun leider nicht ging, sie hatten Probleme mit dem Lieferanten und den Grill, denn gibts auch nicht. Na toll. Sehr schade... der Gill war nicht unbedingt das Problem, sondern die Velos, die wären wirklich toll gewesen. Was solls, kann man nichts machen. Einen kurzen Blick durchs Auto, schien alles in Ordnung zu sein.
    Dann, die nächste Verzögerung, der Wassertank war natürlich leer. Die Frau vom Camper-Verleih hat uns erklärt, wo wir den befüllen könnten. Alles gut, gehen wir noch kurz dorthin.
    Nun fuhren wir also los. Sogleich die erste Challenge mit den vielen Kreiseln. Sie sind alle doppelspurig, aber so nach dem Dritten hatte ich den Dreh bereits raus wo ich einspuren musste. Bei dem Ort, den sie uns angegeben hat, hatte es noch einen Supermarkt, perfekt so konnte wir noch kurz einkaufen gehen. Danach wollten wir das Wasser auffüllen, jedoch passte der Schlauch nicht, sehr merkwürdig, denn sie hat uns extra diese Tankstelle angegeben? Was soll's.
    Noch ein kurzer Blick auf die Tanksanzeige und siehe da kurz vor rot, also auch noch schnell tanken.
    In der Zwischenzeit war es bereits nach 17:00 Uhr und wir wussten, wir haben circa 2 Stunden Autofahrt bis zu unserem Übernachtungsplatz. Zum Glück kann man heutzutage schnell eine Nachricht schreiben und der Besitzer des Hofs auf welchem wir übernachten ist informiert über unsere verzögerte Ankunft.
    Nun ging es endlich los! Die Fahrt durch Lissabon war noch etwas anstrengend, war natürlich gerade Feierabendverkehr, ging aber sehr gut, nur einmal wurde gehupt. Ich hatte die falsche Spur erwischt und habe mich spontan um entschieden noch die andere zu nehmen... was soll's, eine Verzögerung von 10 Sekunden, glaube das sollte drin liegen?
    Sobald wir aus der Stadt waren, wurde es schön und gemütlich. Man kommt nicht so ganz draus, wie schnell man fahren darf. Es hat schon Tafeln und dann plötzlich fahren alle um einen herum wieder 90km/h, man hat aber nie eine Tafel gesehen, wo dies angegeben war... Bei einem Kreisel haben wir plötzlich in der Kurve so etwas Rotes gesehen, was ist das? Beim genaueren Hinschauen haben wir festgestellt, dass es Tomaten sind. Scheinbar hat jemand ein bisschen von seiner Ladung verloren. Die Tomaten haben uns dann weiter begleitet, immer wieder bei jedem Kreisel. Mehrere Kilometer lang haben wir immer wieder Tomaten gesehen, eine richtige Spur.
    Kurz vor dem Ziel gings nochmals durch eine etwas grössere Stadt Evora. Die haben wir auch auf unserer Must-See-Liste und werden wir morgen anschauen gehen.
    Die Erste Abfahrt zum Camping hatten wir verpasst. Es war so eng, da hätte ich mit unserem Bus wahrscheinlich sehr zirkeln müssen damit wir überhaupt abbiegen konnten. Egal, das Navi findet sofort einen neuen Weg.
    Vor uns fuhr ein junger Typ mit seinem Roller. Da wir soweiso gleich rechts abbiegen mussten, überholte ich ihn nicht und siehe da, auch er musste in die gleiche kleine Schotterstrasse rein. Der Rollerfahrer ging um die Kurve, dann machte es Zack und er schlitterte über das Kies . Bum und da lag er. Oje, hoffentlich hat er sich nichts getan. Der Junge stand aber zum Glück ziemlich schnell auf. Mit unserem Mix aus Englisch, Portugiesisch und Spanisch fragten wir ob alles in Ordnung sei? Er meinte Ja, und so fuhren wir dann weiter. Ich hatte ein bisschen ein schlechtes gewissen, ich fragte mich ob er sich durch uns verfolgt gefühlt hätte? Wie auch immet er ist aufgestanden, er wird ein paar blaue Flecken und Schrammen haben, ansonsten war aber nichts weiter passiert und er setzte sich wieder auf den Roller und fuhr davon.
    Über eine schotterpiste gings dann ein paar Minuten landeinwärts bis zu dem Camping. Vor einem braunen Tor konnten wir eine Glocke läuten und der Besitzer machte uns auf. Ein Deutscher mit seiner spanischen Frau hatte hier einen schönen kleinen Platz erschaffen, mit nur ca. 6 Stellplätze und ein Wohnwagen, den er als Airbnb vermietet und ein Clamping Zelt, mehr nicht. Eine gemütliche Outdorküche, ein Pool, Dusche/WC und alles sehr sauber und gepflegt. Den Pool musste Nico natürlich gleich kurz testen.
    So waren wir endlich Angekommen. Jetzt hatten wir ein bisschen Zeit unseren Camper ein bisschen einzurichten, alles ein wenig zu sortieren und mal zu schauen, was wir überhaupt alles an Ausrüstung hatten und was wir eventuell noch organisieren mussten.
    Die Zeit lief und lief, es war schon bald dunkel. Dann mussten wir uns noch überlegen, wo es als nächste Hin gehen soll und was der Plan für Morgen war.
    Wir wollten irgendwo noch ein Weingut anschauen und vor allem ein Tasting machen. Wir fanden ein Weingut, auf welchem man auch mit dem Camper übernachten konnte, perfekt für uns und schnell gebucht.
    Nun konnten wir endlich zu Abend essen. Wir haben uns für leckeres Brot, ein bisschen Parmaschinken, Käse und Oliven entschieden.
    So haben wir gemütlich mit einem Glas Rose auf unsere Ferien angestossen.
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  • Erstes Abenteuer

    September 11 in Portugal ⋅ 🌙 18 °C

    Wir landen mehr oder weniger pünktlich um ca. 23.30 Uhr in Lissabon, wir holen unser Gepäck ab und begeben uns zum Uber pick up point, wo bereits viele Leute am warten sind. Uber App öffnen, Adresse vom Airbnb reinkopieren und warten bis uns jemand mitnimmt. 12 Euro für 10 Minuten Autofahrt. Uber ist schon geil. So warten wir wie alle Anderen und schauen gespannt auf unser Smartphone. Nach etwa einer viertel Stunde merken wir, es hat noch kein einziges Auto angehalten und Leute mitgenommen, unsere Anfrage wird konsequent ignoriert. Uber ist manchmal schon nicht so geil... Also brechen wir die Übung ab und gehen zum 50m entfernten Taxistand, 5 Minuten später werden für läpische 50 Euro zu unserer Unterkunft chauffiert. Der Fahrer ist sehr bemüht und vergewissert sich bei der Ankunft, dass wir wirklich an der richtigen Adresse gelandet sind. Es ist inzwischen etwa 00.40 als der nette Herr wieder in die Nacht verschwindet. Endlich angekommen, wir wollen nur noch ins Bett!

    Nara unsere Gastgeberin müsste uns eigentlich bereits erwarten. Wie im voraus abgemacht, habe ich ihr unsere ungefähre Ankunftszeit angegeben und ihr geschrieben als wir gelandet sind, was sie dankend bestätigt hat. Ich soll ihr nochmal schreiben, wenn wir vor dem Haus stehen, sie werde uns dann rein lassen. Also schreibe ich ihr nun und warte, dass sie uns öffnet. Das kleine Quartier in dem unsere Bleibe lokalisiert ist, befindet sich wenige Meter neben der Startbahn (wir wollten ja schliesslich etwas möglichst nahe am Flughafen), es wirkt etwas heruntergekommen aber abgesehen vom Fluglärm ruhig. Nach etwa 10 Minuten warten hacke ich bei Nara nach, evtl. ist sie ja eingeschlafen? Langsam fragen wir uns ob es das Airbnb überhaupt gibt oder wurden wir etwa verarscht? Die Minuten verstreichen, wir weden langsam ungeduldig und die Umgebung erscheint uns immer unheimlicher. Auf der gegenüber liegenden Strassenseite parkt schon die ganze Zeit ein Wagen mit brennenden Scheinwerfern und laufendem Motor. Was führt der Typ im Schilde? In den umliegenden Häusern scheinen alle zu schlafen, kein einziges Licht brennt und auch in userem Haus ist nur ein Zimmer beleuchtet, aus welchem ab und zu ziemlich eindeutige Geräusche kommen. Evtl. Schläft Nara gar nicht oder nicht allein?

    Nach 20 Minuten warten finden wir eine Telefon Nummer in der Airbnb App. Als Nara ans Telefon geht ist sie etwas überrascht, dass wir schon da sind und öffnet uns per Knopfdruck die Eingangstüre des Gebäudes. Sie lotst uns zum Schlüsselversteck im ersten Stock und weist uns an, das Zimmer Nr. 1 zu beziehen. Wir stecken den Schlüssel ins Schloss, dieses lässt sich jedoch nicht aufschliessen. Wir probieren beide Schlüssel am Bund aber keiner funktioniert. Wir fragen Nara, die wir immer noch am Telefon haben, ob der Schlüssel evtl. bei Zimmer Nr. 2 oder 3 passen könnte, doch sie beharrt darauf, das wir im Nr. 1 einquartiert sind. Auf einmal dringen Geräusche aus dem Zimmer und plötzlich öffnet sich die Tür, 2 junge Mädchen haben das Zimmer bereits bezogen, wir stecken unseren Schlüssel im Nr. 2 ins Schloss und voilà, es lässt sich problemlos öffnen. Nach einer sehr kurzen Diskussion mit Nadine sieht Nara ein, dass wir nun im Nr. 2 statt wie geplant im Nr. 1 nächtigen und wünscht uns einen schönen Aufenthalt.

    Unser Zimmer ist überschaubar aber sauber, auch das Gemeinschaftsbad ist überraschend sauber. Wir machen uns Bettfertig und lassen uns erschöpft in die Federn fallen. Endlich geschaft, endlich schlafen. Wären da nicht die beiden Weiber von nebenan... Alle 5 Minuten geht eine ins Bad und lässt mit caracho die Türe ins Schloss fallen. Irgendwann mitten in der Nacht hören wir ihre Rollkoffer über das Parkett rattern. Über unser offenes Fenster vernehmen wir wie sie von einem Auto abgeholt werden. Etwas eigenartig aber uns solls recht sein, endlich kehrt Ruhe ein im Haus. Langsam schlummern wir erschöpft ein, unsere Ferien können beginnen!
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  • Take Me Away From It All

    September 10 in Switzerland ⋅ ⛅ 18 °C

    Endlich Feierabend!
    Die Ferienstimmung schlummert noch etwas zurückhaltend, aber das ändert sich sicher bald. Spätestens wenn wir portugiesischen Boden erreichen.
    Nach dem Check-in müssen wir unseren Hunger stillen und natürlich auf unsere Ferien anstossen.
    Nun heisst es warten, um 21:30 geht unser Flieger nach Lissabon.
    Dort werden wir in einem Airbnb in der Nähe des Flughafens übernachten und morgen geht's direkt zum Abholen unseres mobilen Zuhause.
    Uuuuuh wir sind sehr gespannt auf unseren Roadtrip und freuen uns sehr!
    Haben wir was geplant...? Fast nicht 😁
    Den Süden Portugals bereisen... mehr haben wir nicht geplant.
    Vielleicht wäre es ratsam die morgige Übernachtungsmöglichkeit zu planen, den Rest machen wir spontan. Möglichst wenig Menschen und Touristen ist das Ziel 😜 Mal schauen wie das klappt.
    Nun warten wir, schlürfen unser kaltes Bier und lassen langsam die Ferienstimmung aufkommen 😊
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    Trip start
    September 10, 2026