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- Day 3
- Monday, December 9, 2024
- ☀️ 23 °C
- Altitude: 16 m
New ZealandUmungata Bay41°15’8” S 173°56’27” E
Tag 69 - Bay o.m.C - Davies Bay

Eine durchzechte Nacht sollte man meinen - viel Schlaf gab es trotz frühen 05:45 Uhr Wecker nicht. Der Wind blies unaufhaltsam laut bis ca. zwei Uhr und bedeckte das Außenzelt mit kleinen, feinen Nadeln der Bäume. Aus diesem praktisch natürlichen Kokon grub ich mich nachdem Schlafsack und Isomatte verpackt waren heraus und stellte überraschend fest, dass das Außenzelt absolut trocken war. Der Wind in der Nacht hatte es trocken gepustet. Ich konnte also die ganzen Nadeln mit dem Lappen ganz leicht vom Zelt entfernen und das Zelt trocken verpacken. Das sparte mir schon mal ein Kilo Gewicht und meine Laune hob sich. Der wunderbare Sonnenaufgang über dem Sound machte den Rest.
Nach dem Frühstück und dem finalen Packen, ging es gegen 7:10 Uhr los, denn es standen 32 km auf dem Plan.
Unterwegs gab es wunderschöne Ausblicke auf die verschiedenen Sounds, die ich hier leider nicht alle namentlich benennen kann. Zwischendurch musste ich noch daran denken, an der Blackrock Campsite mein Wasser aufzufüllen, da es ungefähr 15 km keine Wasserquelle mehr geben würde.
Im Grunde kein Problem, aber sicher ist sicher und aufgefüllt habe ich vollständig. Auch hier unter dem wachsamen Blicken der Wekas, der dreisten football-artigen und flugunfähigen Diebe.
Heute war kein einziges Wölkchen am Himmel und ich hätte durchaus mehr Wasser haben können, aber all meine Flaschen gaben nur 2,25 l her, was bei der Neuseeland Hitze eigentlich zu wenig war.
Insbesondere, weil es heute wieder 1100 Höhenmeter waren, die es zu bewältigen galt. Einige der Anstiege waren so heftig, dass ich nur mit vielen Pausen oben ankam.
Zwischendurch traf ich auch Collin, der sich mitten auf dem Weg unter einen schattigen Baum gelegt hatte und Mittag gemacht hatte, ohne zu wissen, dass 100 m weiter den Berg hoch in der große Bank im Schatten stand. Als wir zusammen nach einem Plausch weiter liefen, mussten wir uns natürlich kurz auf die Bank setzen, denn auf die Bank setzen ist wichtig.😉
Unsere Wege trennten sich nach wenigen Kilometern, da Collin eine Erkältung hatte und nichts riskieren wollte, bog er ins Misteltoe Camp ab.
Gegen circa 16:00 Uhr erreiche ich das Camp Davies Bay, reichlich spät für den Tag und ziemlich fertig, baute ich das Zelt im Wind auf. Auch nur paar Minuten Windstille reichen und die Sandfliegen fielen über mich her.
Das Camp lag circa 100 m vom Strand entfernt, also schnappte ich mir das Handtuch und meine Wertsachen und ging an den Strand, wo Nicola gerade ihr Zelt aufbaute. Nach einer herzlichen Umarmung und einem Plausch zog ich mir die Klamotten bis auf die Unterhose aus und ging in das Meer hinein. Ca. 100 oder 150 m, bis es halbwegs knietief wurde, rückwärts fallengelassen und untergetaucht. Herrlich erfrischend! Nach einem salzigen Waschgang und noch einigen untertauchen mit dem Kopf ging es wieder zurück an den Strand und Richtung Camp.
Auf halber Strecke gab es einen Trampelpfad nach rechts hinein an den kleinen Fluss, der ins Meer führte. Ein natürlicher 2 × 2 m großer 'Pool' lud dazu ein, das Salzwasser auf der Haut gegen Süßwasser einzutauschen und auch hier noch einmal im eiskalten Bergwasser unterzutauchen.
Unendlich erfrischt und mit sauberer Unterhose ging es nun an die Zubereitung des Abendessens, Zelt aufräumen und Footprint schreiben.
Gute Nacht sagt
Christian 🪅Read more
TravelerTraumhaft schöne Bilder😍 Danke! Dort bin ich im Dezember 1993 auch schon mal gewandert - leider im Regen🙁
Traveler
so friedlich 🏞️🐦
Traveler
Grandios! 🥰
Traveler
Wow!!!