Norway
Tingvoll

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18 travelers at this place:

  • Day17

    Im Norden angekommen

    August 18, 2018 in Norway ⋅ 🌧 13 °C

    Die erste Nacht in unserem gemütlichen Hütchen war sehr erholsam. Wir hatten uns am Vortag schon dazu entschieden, es heute sehr entspannend angehen zu lassen. Ein Blick aus den Fenster untermauerte unseren Plan zusätzlich, denn es regnete und eine Besserung schien nicht in Sicht. Alles in allem sah es wirklich ungemütlich draußen aus. Wir machten erstmal Feuer - wobei Phillipp da einige Schwierigkeiten ohne Anzünd-Briketts hatte - und kümmerten uns ums Frühstück, oder eher Brunch. Bei selbstgemachten Crêpes und Obstsalat genossen wir das schöne Ambiente.
    Anschließend statteten wir dem nahegelegenen Supermarkt einen Besuch ab und deckten uns mit Lebensmitteln für Abendessen und das nächste Frühstück ein.
    Zurück in der Hüte testeten wir den übedachten Außenbereich. Phillipp machte es sich in der Hängematte bequem, ich auf der Liege unter einem Heizstrahler - so lässt es sich auch bei Regen gut draußen aushalten. Gegen Abend gingen wir dann doch noch für ein Ründchen raus. Der Rundweg, auf dem wir stießen, führte an Höfen und sehr hübschen Wohnhäuschen vorbei, die vereinzelt rechts und links auftauchten.
    Die Gegend als richtige Siedlung zu bezeichnen geht aber vielleicht ein bisschen weit.
    Unterwegs sehen wir immer wieder rießige Pilze und Himbeersträuche, die offensichtlich niemanden interessieren. Schade, dass wir Pilze so wirklich gar nicht mögen. Wir lassen die schönen Steinpilze also stehen und stecken uns dafür einige der Himbeeren in unsere Münder.
    Nach gut 2 Stunden, 4,5km und einigen Regenschauern später sind wir zurück in unserem gemütlichen Hütchen, bereiten das Abendessen zu und lassen den Tag anschließend bei Kaminfeuer entspannt ausklingen. So ein Faulenzer-Tag muss auch mal sein!
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  • Day19

    Wasser und Feuer

    August 20, 2018 in Norway ⋅ 🌧 13 °C

    Heute hatten wir überlegt, entweder nach Ålesund oder Trondheim zu fahren. Beide Städte liegen etwa 180km bzw. 3h Autofahrt von unserer Hütte entfernt, Ålesund im Westen, Trondheim im Osten. Allerdings verhießen die Wetterprognosen nichts gutes. Immer wieder wurden Regen und dauer-bedeckter Himmel vorhergesagt bei gerade mal 14 Grad. Wer will da schon draußen rumlaufen? Das kannten wir ja schon aus Bergen. Außerdem schreckte uns die lange Fahrt ab. Wir entschieden uns deswegen dafür, heute nochmal unsere Hütte zu genießen und es entspannt angehen zu lassen. Man will ja auch was von der schönen Unterkunft haben.
    Zum Frühstück gab's deswegen auch erstmal Pancakes, Bacon, Rührei und Obstsalat. Was für ein Fest! 😊
    Anschließend verließen wir unser Hüttchen, kauften noch etwas fürs Abendessen ein, informierten uns über die nähere Umgebung und fragten im nahegelegenen Baumarkt nach einem Hot Smoker. Den Smoker bekamen wir zwar nicht, wurden aber auf ein Sportgeschäft in der Hauptstadt Tingvoll verwiesen. Trifft sich gut, denn da wollten wir heute sowieso mal hinfahren.
    Wir machen uns also gleich auf den Weg. Den Smoker bekommen wir dort tatsächlich, samt der Holzspäne, die für das Aroma sorgen. Glücklich über unser bisher einziges Mitbringsel überlegen wir, was wir in Tingvoll noch unternehmen könnten. Viel ist hier nicht los. Ein Versuch, zu einem Aussichtspunkt zu fahren verlief im Sand, als die Straße schlechter wurde und anschließend auch noch durch eine Planierraupe blockiert wurde und dann sowieso kein Durchkommen mehr war.
    Also entschließen wir uns dafür, eine kleine Wanderung zu unternehmen. Als wir am Parkplatz ankamen fing es allerdings ziemlich doll an zu regnen. Wir warteten kurz, sahen uns derweil eine Kirche mit dazugehörigem Friedhof an und liefen zum nahegelegenen Fjordufer. Nun ja, wohin man schaute, waren nur Regenwolken zu sehen. Nicht allzu optimale Voraussetzungen für eine Wanderung. Wir beschlossen daher, es bleiben zu lassen und stattdessen zurück zur Hütte zu fahren - und dass, nachdem ich mich extra in meine Wanderschuhe gequält hatte (Socken und Schuhe anziehen wird allmählich zur echten Herausforderung).
    Zurück in der Hütte machte ich mich gleich ans Abendessen. Es war zwar noch nicht so spät, aber geplant war Kartoffelsuppe und die kann fürs Aroma ja gern etwas durchziehen.
    Phillipp machte sich in der Zwischenzeit auf die Suche nach Spiritus. Wir wollten den Hot Smoker schon an diesem Abend ausprobieren. Irgendwann kam er mit einer kleinen Flasche und einem weißen großen Kanister wieder. Jetzt mussten wir erstmal übersetzen, was da eigentlich drin ist. 🤔 Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns für den weißen Kanister, für "white spirit". Das sollte laut englischer Beschreibung auch für den Smoker verwendet werden. Phillipp kaufte schnell noch etwas Lachs und dann ging's los. Zuerst sollte man den Smoker allein erwärmen, um mögliche Produktionstreste auszubrennen.
    Wir stellten den Smoker auf einen Glastisch auf die Terrasse, um keine Schäden auf dem Holzdielen des Außenbereichs zu verursachen. Alles lief gut, also machten wir es uns auf den Sofas bequem. Als ich einige Zeit später wieder mal einen Blick auf den Smoker warf, traute ich meinen Augen allerdings nicht, denn das Ding stand in Flammen. Wir liefen sofort raus. Ich war total überfordert mit der Situation. Soll man das Feuer jetzt mit Handtüchern ersticken oder Wasser drauf kippen? In solchen Fällen bin ich sehr dankbar, dass Phillipp einen kühlen Kopf bewahrt und eher weiß, was zu tun ist. Er nahm die Smoker-Schale mit ein paar Topflappen erstmal von der Feuerquelle (die Dinger, die man auch beim Fondue hat) und legte dann geschickt die Deckel drauf, um die Sauerstoffzufuhr zu unterbinden.
    Das eine (es waren zwei) ging schnell aus, beim anderen dauerte es etwas länger, bis die Flammen schließlich erloschen. Zumindest hatte nichts sonst weiter Feuer gefangen, aber der Smoker war natürlich total verrußt. Auch die Stelle, auf die Phillipp die Schale abstellte sah nicht grad gut aus. Nachdem alles etwas abgekühlt war, ging es also erstmal etwas ans Putzen. Aber wie das bei Ruß so ist, saut man letztendlich immer etwas mehr ein (Eimer, Lappen, Dusche). 😒
    Danach versuchten wir es aber doch nochmal mit dem Smoker. Ich war ja nicht grad davon begeistert, aber Phillipp wollte sich so schnell nicht geschlagen geben. Dieses Mal dauerte es etwas, bis das Feuer überhaupt anging. Als es schließlich brannte, ließen wir das Ding dann nicht mehr aus den Augen. Nach 15min schauten wir nach unserem Lachs - Suppe und Salat waren schon längst fertig - war noch nichts passiert. Der Fisch war nach wie vor roh. Langsam war ich von diesem Smoker echt genervt. Wir entfernten das Abtropfblech, damit der Lachs mehr Hitze abbekam und ließen das ganze nochmal 20min smoken. Inzwischen aßen wir eben den Rest.
    Aber Wunder geschehen immer wieder, denn nach 20min war der Fisch dann tatsächlich durchgegart. Es schmeckte dann auch fantastisch, das Räucheraroma war nicht so intensiv wie bei Stines Smoker vor zwei Wochen, aber trotzdem ausreichend. Wir nehmen an, dass wir einfach nicht den richtigen Spiritus hatten. Die Flammen waren immer zu groß (keine blaue Flammen), trotzdem wurde der Smoker nicht so heiß, wie es wahrscheinlich angedacht ist. Und das Feuer zu Beginn wurde eventuell durch zu viel Wind verursacht, der den Spiritus rund um den Smoker verteilte. Naja, schlauer wäre es gewesen, das Ganze zu Hause erst auszuprobieren. So wurde aus unserem geplant entspannten Abend nach dem Essen noch ein Putzeinsatz. Neben den Smoker mussten ja auch die Utensilien gesäubert werden, die wir zum Reinigen des Smokers benutzen. 🙈
    Den letzten Abend in unserer tollen Hütte hatten wir uns auch anders vorgestellt.
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You might also know this place by the following names:

Tingvoll, টিঙভোল, Kommun Tingvoll, Tingvoll kommune, Тингволл, Tingvolls kommun, 廷沃爾

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