• Kein Aprilscherz

    April 1 in Greenland ⋅ ☁️ -22 °C

    Mein Wecker klingelt um vier Uhr. Morgens!
    Air Greenland hatte unseren durchaus angenehmen 12 Uhr Flug auf 7:05 Uhr verlegt. Wir fühlen uns alle müde und platt. Dabei liegt ein langer Tag erst noch vor uns. Sicherlich steckt auch noch die Anreise bis hierhin in den Knochen.
    Unser Taxi war für 5 Uhr bestellt… kam aber nicht. Aprilscherz oder Inuit Humor? Bisher hatten wir die Locals als sehr entgegenkommend und freundlich empfunden. Aber vielleicht änderte sich das gerade in dieser Sekunde. Um 5:05 Uhr wurde die Stimmung leicht nervös, um 5:10 Uhr leicht verzweifelt – die Taxizentrale hatte lediglich einen hochmotivierten Anrufbeantworter.

    Um 5:10 Uhr rollte das Taxi undramatisch an. Der Fahrer kompensierte die Verspätung mit einer Fahrweise, irgendwo zwischen Rallye und Existenzkrise. Die Locals drücken ohnehin gerne mal aufs Gas. Können sie sich auch erlauben bei einem Spritpreis von ca 1€/L
    Jedenfalls waren wir pünktlich am Flughafen.
    Der neue Flughafen präsentiert sich angenehm minimalistisch: vier Check-in-Schalter und ich habe die leise Frage im Hinterkopf, ob hier eher ein Dorf oder ein internationales Drehkreuz geplant war.
    Um 7:05 Uhr hebt die Dash 8 ab. Draußen -11°, klare, trockene Luft – fast schon kuschelig, wenn man bedenkt, was uns in Kangerlussuaq erwartet: sportliche -24°.

    Nach der Landung betreten wir die „Ankunftshalle“, die gleichzeitig auch die Kantine des Ortes ist. Effizienz wird hier gelebt. Ein Gang weiter führt direkt in unser Hotel und zu unserem Zimmer – alles unter einem Dach, alles praktisch, alles im unverwechselbaren Container-Stil: funktional, robust und optisch eher schwierig.

    Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Lake Ferguson. Bei -24° ist der natürlich zugefroren.
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