• Si Si Sisimiut

    April 10 in Greenland ⋅ 🌙 -7 °C

    Unser Heimweg beginnt heute. Wobei keiner von uns echtes Heimweh hat. Wir fliegen Richtung Süden.
    Ziel: Sisimiut, rund 300 km entfernt.
    Vorher zieht es Ino und mich natürlich noch ein letztes Mal zu unserem Lieblingsspot, dem Kangia Eisfjord. Stefan kommt zwar bis zum Icefjord Centre mit, entscheidet sich dann aber klugerweise fürs Zuschauen. Irgendjemand muss ja dokumentieren, wie zwei vermeintliche Profis erstmal konsequent in die falsche Richtung laufen. Aber gut – wenn der Kopf noch im Standby ist, müssen die Füße halt Überstunden machen.
    Der Tag startet windig, kalt, grau. Kaum gehen wir los, dann plötzlich Bilderbuchwetter – stahlblauer Himmel, Sonne, verdächtig perfekt.
    Die Kulisse bleibt absurd spektakulär. Gestern noch Eisberge aus nächster Nähe vom Boot, heute übernimmt die Drohne den Job. Ino schickt das Ding mal eben 2,5 km Richtung „Eismonster“ – kommt zurück mit Shots, die so aussehen, als hätte jemand ein Naturdoku-Team engagiert.
    Für den Rückweg lassen wir uns Zeit, nehmen alles mit: Luft, Licht, Landschaft. Müde, zufrieden und leicht überfordert von so viel Schönheit erreichen wir das Arctic Hotel.
    Unser Flug nach Sisimiut wird derweil zum x-ten Mal verschoben. Irgendwann – gegen 20 Uhr – fliegen wir dann doch los. Ein entspannter 40-Minuten-Hüpfer. Draußen natürlich taghell, Sonnenuntergang gibt’s erst nach 22 Uhr. Wir fliegen wieder über den Kangia Eisfjord, den wir ein paar Stunden zuvor noch zu Fuß erkundet haben. Air Greenland liefert nebenbei einen kostenlosen Sightseeingflug: Schneeteppiche, Fjorde, Eismassen. Wahnsinn.
    Gegen 21 Uhr sind wir in Sisimiut. Gibt’s noch irgendein Restaurant, dass auf hat. Alles zu. Bis auf unsere Bar. Reicht: Bierchen. Chips. Und jede Menge Spaß.
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