• Ein perfekter Tag – bis Nuuk kam

    April 14 in Greenland ⋅ ☀️ -6 °C

    In Grönland ist Fliegen eher wie Busfahren. Kurz bevor der Flieger kommt, gibt man sein Gepäck ab und besteigt die Maschine – ohne Sicherheitskontrolle. Da geht nicht der ganze Tag drauf. So konnten wir auch heute vor unserem Flug noch einen kurzen Adventure-Trip einschieben. Mit einem All-Kettenfahrzeug ging es hinauf in die Berge. Darf ich sagen „selbstverständlich“ bei perfektem Wetter: nur -6 Grad, kein Wind, strahlend blauer Himmel. Auch diesmal war es wieder Carolin, die uns sicher zu einem Aussichtspunkt fuhr. Hier gab es neben Tee und Cookies eine fantastische Aussicht auf Sisimiut und die umliegenden Berge.

    Wir verlassen Sisimiut voller Wehmut in der leisen Gewissheit, dass wir nun die größte, aber eben auch die hässlichste Stadt Grönlands ansteuern.

    In Nuuk dann erwartungsgemäß Tristesse: -1 Grad verwandeln die Straßen in eine Mischung aus Schneematsch und Enttäuschung. Die weiße Pracht ist zu einer Art grau-brauner Fahrbahn-Dekoration mutiert. Auch der Himmel zeigt sich großzügig. Er gibt alles - außer Sonne. Am Abend sogar Regen, der der ohnehin wenig fotogenen Stadt den letzten ästhetischen Rest nimmt.
    Wir retten den Tag mit einem Süppchen beim Thai gegenüber und sind danach so erschöpft, dass wir alle vor 22 Uhr im Bett liegen – vermutlich die klügste Entscheidung, die man in Nuuk treffen kann.
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