January - September 2017
  • Day251

    Hamburg - Heimathafen

    September 8, 2017 in Germany ⋅ 🌧 13 °C

    12:15 Uhr - nach 250 Tagen betreten wir das erste mal wieder Hamburger Boden. Komisches Gefühl, wenn auf einmal alle um einen herum deutsch sprechen. Wir holten unsere Gepäckstücke (yeah, beide da) und tauschten unsere Jogginghosen gegen Jeans. David ganz undeutsch direkt am Kofferband, Julia aufm Damenklo.

    Danach ging es durch die Schiebetüren, wo viele Menschen auf ihre Liebsten warten, um sie fest in die Arme zu schließen. Und so war es auch: Julias Papa stand dort mit Blumenstrauß und wurde erstmal fest gedrückt. Julia und ihrem Papa kamen direkt die Tränen und er sagte zu ihr "So einen Quatsch machst du nicht nochmal!" Haha. Na wir werden sehen... Wir 3 waren super happy und sind erstmal beim Arizona Kitchen etwas essen gegangen. Die Bedienung hat wie ein kleiner Pöbel gesprochen und hat einfach genervt. Willkommen in Deutschland. Aber wir hatten eine gute Zeit und haben lecker gegessen. Dazu wurde natürlich Hamburger Schietwetter gereicht, um auch ja direkt das richtige Heimat Feeling zu bekommen. Hamburg, wir haben dich als unsere Heimat schon irgendwie vermisst. Wir bleiben nun erstmal hier.

    Wir haben gelernt, dass es viel mehr Flecken auf dieser Erde gibt, an denen man sich vorstellen kann "Zuhause" zu sein. Wir haben auch gelernt, dass zum "Zuhause" sein nicht nur ein Umfeld gehört in dem man sich wohl fühlt, oder eine Landschaft, die besonders schön ist. Vielmehr sind es die Menschen mit denen man täglich zu tun hat, die Freude, die man teilen kann und ein gehörige Portion Gewöhnung, die einen "Zuhause" fühlen lassen. Es ist wirklich schön bekannte Gesichter zu sehen, Menschen "wiederzuhaben" und zu wissen, wo der Lichtschalter ist, wenn man nachts auf Klo geht. Es ist gleichzeitig schön zu wissen, dass man mit der richtigen Einstellung, gegebenenfalls einem Smartphone in der Tasche und ein klein wenig Unterstützung nicht nur überall auf diesem Planeten hinreisen, sondern sich dort auch wohl fühlen kann. Dorthin zurückzukehren, wo man aufgewachsen ist, ist unsere nächste Station. Mal sehen für wie lange.

    Und da wir auf Daten und Fakten stehen, hier ein paar coole Infos der Reise in der Übersicht:

    Wir haben in 93 verschiedenen Betten geschlafen, in 4 Flugzeugen, auf 2 Schiffen, in 7 Bussen und eine Nacht am Airport verbracht.
    Das macht dann 107 verschiedene Plätze auf denen wir mehr oder weniger gut geschlafen haben.
    251/107 = im Durchschnitt alle 2,3 Tage ein neuer Schlafplatz.

    Wir hatten 5 Leihwagen auf 2 Kontinenten mit denen wir 18.684 Kilometer selbst gefahren sind, davon 12.609 km Linksverkehr in Neuseeland.

    Wir sind 145 Stunden Fernbus in Südamerika gefahren, was uns vollkommen fertig gemacht hat. Danach gab es nur noch Linienbusse in Städten oder Metros/Züge innerhalb von Städten, sowie Cable Cars oder Lifte, Wassertaxis, Boote oder Fähren.

    Wir sind 30 mal geflogen und haben dabei 94 Stunden und 40 Minuten in Flugzeugen verbracht. Dazu kommen pro Flug ja meist noch 3 Stunden, die man vor bzw. nach dem Flug am Airport verbringt.

    Wir sind mit 15,7 kg (David) und 11,7 kg (Julia) nach Haus geflogen. Am Start hatten wir 12,2 kg (Julia) und 16,2 kg (David).
    Die beiden Werte haben allerdings nichts mehr miteinander zu tun, da Julia zwischendurch ja gar nichts mehr besaß, nachdem LATAM ihr gesamtes Gepäck verloren hatte. Sie musste wieder neu anfangen Sachen sowie einen Backpack zu erwerben.
    Außerdem haben sowohl Thies, als auch Stephan und Davids Eltern Sachen von uns mit nach Hause genommen, was eine große Hilfe war. Es ist nicht einfach für 9 Monate und Temperaturunterschiede von 47 Grad zu packen.
    Über das Packen haben wir natürlich einiges gelernt, was wir gerne teilen, falls jemand Fragen hat. Am meisten geholfen haben uns die Kompressionsbeutel von Eagle Creek für Klamotten sowie jede Menge Zipbags und Plastiktüten. So behält man den Überblick und nichts wird nass, egal ob Regen oder wenn mal das Shampoo platzt.
    Klamotten hatte besonders David zu viele mit, aber auch das erledigt sich über die Zeit. Manche Dinge müssen an Orten bleiben, damit man voran kommt. Socken und Schuhe sind z.B. komplett durchgetauscht.

    Doch das Leben aus dem Rucksack ist noch nicht vorbei, da wir nun erstmal in Wakendorf 2 residieren und unsere Inneneinrichtung noch ein paar Tage eingelagert bleibt.
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  • Day251

    Frankfurt - zurück in Deutschland!

    September 8, 2017 in Germany ⋅ ☀️ 14 °C

    Nach einem extrem schnellen und dadurch kurzen Flug sind wir wieder auf deutschem Boden.

    Durch ordentlich Rückenwind erreichten wir zeitweilig über 1000 Stundenkilometer. Die Nacht war mit 2,5 Stunden zwischen den Mahlzeiten also eher nicht erholsam.

    Wir steigen dann mal um in den letzten Flieger der Reise - nach Hamburg. Um 12:05 Uhr sind wir da.Read more

  • Day250

    Fazit Nordamerika

    September 7, 2017 in Canada ⋅ 🌧 17 °C

    Nach 2,5 Monaten verlassen wir Nordamerika, um nach Hause zu fliegen. Unsere große Reise ist damit beendet. Zeit für ein weiteres Fazit. Auch wenn die 3 Abschnitte unserer Reise sehr unterschiedlich waren, versuchen wir das Fazit des Abschnitts wie die vorherigen zu strukturieren, damit eine gewisse Vergleichbarkeit entsteht.
    Anders als zuvor haben wir sowohl in Vancouver, als auch in Alabama und Florida zeitweilig bei Bekannten gewohnt. Eine sehr willkommene Abwechslung zum AirBnB und Hostel Alltag zuvor.

    Route:
    + Vancouver Area/Washington State (18 Tage)
    + Kalifornien (11 Tage)
    + Alabama/Louisiana/Tennessee (16 Tage)
    + Florida (11 Tage)
    + Nova Scotia (10 Tage)

    Kriminalität:
    Sicherlich vorhanden, wie aus TV bekannt, uns ist jedoch weder etwas passiert, noch haben wir etwas gesehen, noch haben wir uns irgendwo unsicher gefühlt. Solange in Nordamerika die Kreditkarte funktioniert, ist sowieso alles gut.

    Pro:
    Die Menschen, wie Dorothy und Nino, Lynne und Barry, Tom und Mel, Davids Eltern, Caroline, David und Julia, Birgit, Ron und Kirsi, sowie Tess und Mike mit Oliver haben unsere Zeit in Nordamerika entscheidend beeinflusst und unsere Unterkünfte in eine Art Zuhause verwandelt. Besonders an die zusammen verbrachten Zeiten erinnern wir uns sehr gern. Auch bringen die Amerikaner eine grundsätzliche Freundlichkeit für ihr gegenüber auf, die man gerne in sich aufnimmt und überträgt. Die Kanadier wiederum übertreffen dies jedoch nochmal deutlich. Hier ist die Welt noch ein bisschen mehr in Ordnung, als in den USA.
    Städte wie Vancouver kennenzulernen, die alle Vorteile einer Großstadt mit den großen Vorteilen der echten und beeindruckenden Natur verbinden, war wunderbar und unvergesslich. Zudem hatten wir unglaublich gutes Wetter und mussten erst am Ende in Nova Scotia wieder Pullover und lange Hosen rausholen, da der Herbst anfing. Davor gab es nur Tshirt, kurze Hose und Flip Flops - wie das Leben halt sein sollte, denn: Life is better in Sommerklamotten!

    Contra:
    Wir haben wenig negative Dinge erlebt. Der übertriebene Konsum und die Größe der Supermärkte in den USA ist am Anfang ja noch ziemlich cool, gibt einem hinterher jedoch zu denken. Die Verschwendung von Ressourcen wie Strom und Benzin auch. Trotzdem haben wir, als wir dort waren den "American way of life" sehr genossen. Es war nicht mehr so einfach sich gesund zu ernähren, jedoch bekommt man für Geld einfach alles und wenn man selbst kocht geht es irgendwie doch. Ein Big Mac Menü für die ganze Familie ist jedoch immer günstiger als selbst kochen. Was man an vielen Familien und deren Bauchumfängen sehen kann.
    Die Leute auf den Straßen von San Francisco bei Nacht sahen zwar übel aus, waren aber ganz nett.
    Als wir dann in Nova Scotia waren, musste das Haus in dem wir vorher in Florida gewohnt hatten aufgrund des Hurricanes Irma evakuiert werden. Harvey hatte bereits zuvor Houston in Schutt und Asche verwandelt, dies ist als Mitteleuropäer schwer nachzuvollziehen. Vielen Menschen wird durch solche Naturgewalt das Ganze Hab und Gut genommen, denn die Häuser werden nicht massiv wie in Deutschland aus Stein gebaut, sondern eher einer Art Presspappe, die starken Hurricanes einfach nicht stand halten kann. Massives Hauswerk wäre in den USA daher sehr angebracht.

    Nenne 3 Dinge die dir zu folgender Area spontan in den Kopf kommen (egal ob pro oder contra):

    Vancouver
    Julia: Schönste Stadt, Orcas, Hammer Natur
    David: Dorothy&Nino, The Chief, Bootstour

    Kalifornien
    Julia: Geile Nationalparks, Obstbäume, viele verschiedene Menschen
    David: Mama&Papa, Yosemite, meine Paula

    Alabama
    Julia: David C's Haus, Sweetwater 420 Bier, Ausflug nach Nashville
    David: David C, Pool, Nashville Bars

    Florida
    Julia: Universal Studios, Fluoreszierende Algen, Raketenstart
    David: Raketenstart, Surfen, Harry Potter Welt

    Nova Scotia
    Julia: Peggys Cove, Dichte/grüne Wälder, Rote Holzhäuser
    David: Ruhe, Tess/Mike/Oliver, geräucherter Fisch

    Folgende Transporte nutzen wir in Nordamerika:
    In Vancouver waren es das Boot von Lynne und Barry, die öffentliche Bahn sowie der Bus und viel Fahrrad.
    Unsere Autos:
    Dodge Journey in Kalifornien: ~1770 km
    Nissan Versa Weiss in Alabama: 2383 km
    Nissan Versa Rot in Florida: 964 km
    Kia Rio in Nova Scotia: 958 km
    Dazu ganze 11 Flüge in Nordamerika und Uber Taxis in LA und Orlando.

    Schlafplätze:
    19 verschiedene Betten bei Freunden und AirBnB's sowie 4 Nächte auf dem Boot MV Lynne Marie.
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  • Day250

    Halifax - Das Ende unserer Reise

    September 7, 2017 in Canada ⋅ 🌧 20 °C

    Tag 250 und damit das Ende unserer Reise. Das sind 8 Monate und 1 Woche. 6.000 Stunden voll mit Abenteuern, Erfahrungen und uns beiden. Wow, ich sags ja ungern, da ich dann wie meine Oma klinge, aber die Zeit vergeht wirklich unglaublich schnell. Aber alles was wir gemeinsam erlebt haben, kann uns keiner mehr nehmen...

    Tja Halifax mal wieder. Die Stadt von der wir gar nicht so sehr begeistert waren. Aber da sie unseren Abflughafen hat, geben wir ihr noch eine Chance. Leider ohne Mietwagen und teilweise bescheidenem Herbstwetter.
    Den Mietwagen mussten wir schon am Mittwoch abgeben, da das Ende der Reise ja eigentlich etwas anders geplant war. Die letzten Male mussten wir den Wagen voll zurückgeben. Heute hieß es den Wagen leer zurückzugeben, da eine Tankfüllung mit drin war. In alter Backpackermanier musste das natürlich ausgereizt werden. Wir rechneten ein bisschen und tankten am letzten Tag für 5 Dollar. Als das Schild mit "Halifax Airport noch 11 km" kam, war die Tanknadel schon längst ganz unten und der Bordcomputer zeigte noch 9 Kilometer Reichweite. Wir waren entspannt, denn wir hatten ja noch großzügige 45 Minuten Zeit bis zur Abgabe. Bei Alamo angekommen waren immer noch 3 km laut Computer drin. Ging also alles klar.

    Auf den letzten Stunden wollen wir auch gar nichts großes mehr reißen. Da wir in dem schönen Haus von Mark wohnen, der eine tolle Terrasse und einen Garten mit vielen Tomaten und Blumen hat, finden wir Halifax gut. Haha. Wir haben mit Absicht ein schönes AirBnB gebucht, um entspannt die Reise ausklingen zu lassen. Und genau das machen wir gerade. Gestern haben wir mit unseren Freunden Anna-Laura und Timo sowie Davids Schwester Bella gefacetimed. Waren im Garten, haben Wäsche gewaschen und lecker Wraps gegessen. Zwischendurch haben wir uns den verrückten Kater angeguckt. Der mauzt ständig, als will er einem etwas erzählen. Aber Mark meinte schon "he is a very vocal cat", also scheint das normal zu sein. Kater heißt übrigens Mango. Warum weiß Mike auch nicht, hat sein Ex entschieden. Dass er auf Männer steht, wusste Julia bereits als sie das Haus betreten hatte. Hat ziemlich viel Geschmack und ist toll eingerichtet.

    Halifax hat uns gestern richtig schönen Sonnenschein beschert, sodass wir den grünen Garten mit einem kleinen Ausblick auf das Wasser genießen konnten. Wir hatten zum Feierabend ein nettes Gespräch mit Mark, der an Flugzeugen schraubt. Da hatten er und David natürlich ein Gesprächsthema. Als Betthupferl guckten wir "The Breakfast Club", ein Klassiker von 1985.

    Heute zeigte Halifax, dass es auch anders kann. Es goss in Strömen. Als würde Kanada wissen, dass wir heute gehen. Oder als Vorbereitung auf den Herbst in Hamburg. Haha. Man wartet da scheiss Wetter auf uns. "But this is life", würde David aus Alabama sagen. Wo er recht hat. Also Leute, das wars dann mit unserer Reise, heute Abend springen wir um 22 Uhr in den Flieger nach Deutschland und dann gehen wir euch allen wieder auf den Sack. Wir freuen uns drauf!
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  • Day247

    Lunenburg - Sonya's Home

    September 4, 2017 in Canada ⋅ ☀️ 18 °C

    Das Frühstück bei Tess & Mike war wie gestern. Einfach göttlich. Es gab genau das Gleiche und es war wieder mit eben so viel Liebe hergerichtet. Der Tag fing also gut an.

    Da wir uns bei den beiden total wohl gefühlt haben, merkten wir beide innerlich wie wir die Abfahrt nach Lunenburg ständig weiter herauszögerten. Tess und Mike halfen dabei auch mit. Keiner wollte so richtig, dass die Runde aufgelöst wird.

    Julia half das Aquarium sauber zu machen und war dabei sehr ordentlich. Die Fische werden sich freuen. Wir hörten Musik von Zack, Tessa's Sohn. Tess zeigte Julia wie man Lippen Balsam herstellt und schenkte ihr einen.

    Dann nahmen wir Oliver noch einmal mit zum Strand und machten eine große Runde mit ihm. Er ist so gut erzogen. Was für ein ruhiger, lieber und beherrschter Hund. Am Strand war die Tide draußen, sodass es genug Platz zum Spielen gab.

    Gegen 16:30 Uhr machten wir uns dann wohl oder übel auf den Weg nach Lunenburg und wurden erneut überrascht. Die ganze kleine Stadt sieht aus wie eine Filmkulisse aus besseren Zeiten. Es ist wirklich stilvoll und ruhig dort. Die meisten Einwohner gucken direkt auf den Atlantik. Dieser ist, durch die Lage in einer Bucht, sehr angenehm.

    Bei Sonya angekommen waren wir direkt von dem Haus begeistert. Es war aus dem 19. Jahrhundert und wurde erst im April von ihr erworben. Innerhalb von 6 Wochen hat sie mithilfe ihrer Familie das Haus komplett neu hergerichtet, da es ziemlich verwohnt war. Nun glänzt alles auf seine ganz eigene Weise im Vintagelook. Die Farbkombinationen sind super und versprühen echten Charme.

    Danach haben wir erstmal ausgiebig mit Miri und Jann telefoniert, unseren Lieblingsnachbarn aus Hamburg, die zur Zeit im Camper durch Kanada unterwegs sind. Den Beiden scheint es hier auch richtig gut zu gefallen. Die Natur hier begeistert halt einfach.

    Danach war die Sonne gerade untergegangen und wir machten uns auf einen Abendspaziergang am Hafen auf. Dort entdeckten wir neben der schönen Architektur auch eines der Wahrzeichen Nova Scotia's. Die Bluenose 2 ist ein Replika der Nummer 1, die Anfang des 20. Jahrhundert einige Rennen gewinnen konnte. Das zweimastige Segelschiff ist wirklich schön mit dunklem Echtholzdeck und blau goldenem Look.

    Zurück bei Sonya haben wir noch bis spät mit ihr und ihrem Schwiegersohn in der Küche gesessen und gequatscht. Die Beiden sind richtig angenehme Menschen und wir hatten viel Spaß.
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  • Day246

    Port Joli - Tessa's & Mike's Home

    September 3, 2017 in Canada ⋅ ☀️ 13 °C

    Endlich mal wieder ein Bed and Breakfast, welches seinem Namen gerecht wird. Frühstück ist inklusive - yeah! Bereits den Abend zuvor wurden wir gefragt, ob Rührei, Würstchen und Frenchtoast nach unserem Geschmack wären. Na und wie! Und genau das, plus lecker Dips und Tee sowie Orangen gab es heute morgen für uns. Das Ganze an einem wunderschön gedeckten Tisch, gemeinsam mit Tessa und Mike. Fühlte sich super an. Wir vier sind voll auf einer Wellenlänge und verstehen uns prima. Daher saßen wir auch noch eine Weile zusammen und quatschten über alles mögliche. Beispielsweise darüber was für tolle handwerkliche Dinge Tessa herstellt. Viel Holz vom Strand, sowie Steine und Glas. Alles hier aus der Gegend. Daraus entstehen Regale oder Bilder. Richtig toll und sehr abwechslungsreich. Zudem ist Tessa auch richtig gut im Fotografieren (hat unteranderem 9 unterschiedliche Kolibris im eigenen Garten aufnehmen können) und macht himmlische Seife. Da wir von der Seife in Ihrem Bad geschwärmt haben, hat sie uns einfach mal eine Lavendelseife geschenkt und eine Eukalyptus Version selbst gemacht, während wir unterwegs waren. Ein Engel.

    Als wir dann unser Gespräch vor die Tür auf die Veranda verlagerten, sahen wir im Garten zwei Kolibris. Für uns der absolute Hammer, und erst 3 Mal dieses Jahr vorgekommen, für Tessa Alltag. Beeindruckende Tiere. Fun fact: Männchen haben eine rötliche Kehle, weibliche Kolibris eine weiße.

    Unterwegs waren wir heute im naheliegenden Kejimkujik Nationalpark Seaside. Passend zum Inland Nationalpark haben wir heute den zweiten Teil davon am Wasser erkundet. Wir wanderten einen Track durch einen Wald und dann viel am Strand entlang. Es war etwas grau und rau heute, aber trotzdem sehr schön anzusehen. Wir sahen Robben in der Ferne auf einem großen Felsen im Wasser faulenzen und eine tote Babyrobbe am Strand an der sich 4 große möwenartige Vögel vergriffen. Das war gar nicht schön anzusehen. Da die Todesursache eher nach einem sehr starken Lebewesen aussah, fragten wir Tessa und Mike, welche Feinde die Robben hier haben. Da sie eigentlich keine auf dieser Ecke haben, könnte es ein Fischer gewesen sein, da die Robben viele Fische fressen und damit den Fischern das Leben schwer machen. Ziemlich bitter und traurig zu hören. Der gute alte Profit lässt grüßen.

    Wir wanderten ca. 8 km und es fing währenddessen etwas zu regnen an, war aber noch ok. Zu unserem Erstaunen sahen wir heute das erste Mal violetten Sand. Warum? Keine Ahnung. Es war auch nur ein Abschnitt am Strand. Bei näherer Betrachtung sahen wir, dass der Sand aus roten, weißen und schwarzen Sandkörnern bestand.

    Wir fanden am Strand einen sehr schönen, großen Ast, bei dem wir direkt an Tessa's Bastelherz denken mussten. Wir entschieden uns, den Ast mitzunehmen. Also eigentlich sagte Julia, der Ast soll mit und David hat ihn getragen, aber im Endeffekt waren wir beide happy beim Überreichen des Mitbringsels.

    Nachdem wir zurück bei Tessa und Mike waren und sich über den Ast gefreut wurde, haben wir uns Oliver den Hund geschnappt und sind mit ihm spazieren gegangen. Ein super süßer und lieber Hund. Wird sogar zur Therapie in Krankenhäusern eingesetzt. Er ist ein Berner Sennen/Border Collie Mix. Wir waren gemeinsam beim Strand um die Ecke und Oliver war unersättlich mit Stöckchen holen. Selbst wenn man den Stock einfach nur unauffällig fallen lassen wollte, freute er sich wie wild und rannte umher.

    Zum krönenden Abschluss des Tages waren wir im Quarterdeck Restaurant direkt am Wasser in Summerville Center, 11 Kilometer vom AirBnB entfernt. Es gab hammermässigen Lobster, denn das hatten wir uns vorgenommen, mindestens einmal in Nova Scotia zu essen. Dazu einen leicht säuerlichen Weißwein (Gaspereau Riesling) aus der Region für Julia und ein lokales Pale Ale für David. Wein und Bier können die hier also auch. Wir entschieden uns dazu, auch noch einen Nachtisch hinterher zu schieben. David hatte eine Holzplatte mit Käse, Blaubeeren, Brot und Honig und Julia hatte Chocolate Stout Kuchen mit Blaubeeren. Ja war genau so geil wie es klingt. Dazu einen super freundlichen Kellner namens Chris. Der hatte gute Geschichten auf Lager und wir 3 hatten Spaß zusammen. Er brachte Julia sogar eine Kostprobe des Stouts mit dem der Kuchen gebacken wurde. Der Mann weiß, wie man sie glücklich macht.

    Super glücklich und satt ging es zurück zu unserer Unterkunft und es wurde noch eine Runde mit Tessa und Mike geredet und mit Oliver gekuschelt. Dazu gab es selbstgemachten Kuchen und Weißwein - hatten wir ja heute auch noch gar nicht.
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  • Day245

    Annapolis & Kejimkujik Nationalpark

    September 2, 2017 in Canada ⋅ ☀️ 10 °C

    Heute morgen hieß es mal wieder Rucksäcke packen und ab ins Auto. Die 2 Nächte in Kentville waren bereits um und wir fuhren an der Nordküste entlang Richtung Annapolis Royal. Klingt königlich, ist aber "nur" ein kleines süßes Dorf am Wasser.

    Da Samstag ist und anscheinend viele Menschen in Nova Scotia Krempel haben, den sie nicht brauchen, sahen wir ständig kleine und große Garten/Garagenflohmärkte. Bei einigen standen alte Türen und Fenster zum Verkauf, bei anderen Golftaschen und Golfschläger und bei den meisten einfach Ramsch. Was da teilweise an Mengen in den Gärten angeboten wurden...damit könnte man ganze Häuser einrichten. Unglaublich.

    Trotz der ganzen kleinen, privaten Flohmärkte wirkten die Dörfer sehr verschlafen. Der graue Himmel tat sein übriges. Wir hatten uns die Gegend irgendwie anders vorgestellt. Nun gut, angekommen in Annapolis Royal fanden wir direkt einen kostenlosen Parkplatz am Wasser. Wir spazierten ein bisschen umher, liefen über einen großen Dorfflohmarkt mit Gemüse, Obst und handgemachten Gütern. Es spielte eine Band, bestehend aus 3 bärtigen, älteren Herren. Das Gitarrengeklimper passte perfekt zur Stimmung. Sie schlenderte angenehm und nicht zu laut mit uns an den Ständen vorbei.

    Danach gingen wir die Einkaufsstraße mit schönen alten Läden und bunten Blumen in Kübeln. Ja, genau so haben wir uns das in Nova Scotia vorgestellt. Dankeschön. Damit die Musik auch nicht verstummt, spielte ein paar Meter weiter ein netter älterer Herr mit grauen Kringellocken. Diese schauten unter seiner Ledermütze heraus und hüpften, wenn er sich im Eifer der Musik bewegte. Caleb Miles hieß der gute Mann, der konnte vielleicht singen und Gitarre spielen. Eigentlich wollten wir nur mal einem Lied lauschen, blieben dann jedoch vier. Er freute sich über den Applaus und war ein sympathischer Kerl. Wir sahen das als schönen Abschluss des kleinen Ortes und fuhren weiter.

    Nun ging es mit unserem weißen Kia (sieht übrigens aus wie ein aufgemotzter Leichenwagen) in Richtung Süden. Denn mitten in der Mitte des Landes liegt der Kejimkujik Nationalpark. Klingt eher nach Ostblock, als nach Kanada. Da Kanada dieses Jahr seinen 150 Geburtstag feiert, sind alle Nationalparks kostenlos. Und wir profitieren direkt davon. Also keinen Eintritt zahlen und rein ins Grüne. Das Witzige: Der Weg zum Park ist eigentlich genauso grün wie der Park. Wir entschieden uns für insgesamt 4 Tracks. Mersey Meadow, Mill Falls, Beech Grove und Rogers Brook. Zudem schauten wir am Ende auch noch am Merrymakedge vorbei, wo wir uns auf Steine setzten und auf den ruhigen Kemjikujik Lake schauten. Eine enorme Stille umgab uns dort, denn wir waren komplett alleine. Von den ganzen Wanderwegen und der frischen Luft waren wir dann um 17:30 Uhr müde und verließen den Nationalpark. Es war schön, aber überhaupt nicht vergleichbar mit Wanderwegen in Neuseeland. Ja man soll ja nicht immer alles vergleichen, aber so wisst ihr, was uns danach durch den Kopf gegangen ist. Daher hat der Park auch nur eine 3 von uns bekommen. Wir haben einfach schon zu viele geile Sachen gesehen.

    Von der Mitte des Landes ging es nun in den Süden, denn unser nächster Stop ist Port Joli. Dort werden wir die kommenden 2 Nächte schlafen. Wir haben also heute mal wieder richtig Strecke gemacht. Ganze 250 km, das ist schon eine Menge in Nova Scotia. Unsere letzte so lange Fahrt mit einem Mietwagen. Alles kommende wird kürzer bzw. wir sind dann nicht mehr Fahrer.

    Unser AirBnB liegt ganz versteckt auf einem der südlichen Zipfel. Es ist ein wirklich schönes Haus mit ganz vielen bunten Blumen. Wir fühlen uns auf Anhieb sehr wohl und willkommen. Die Hausbesitzerin und ihr Sohn sitzen auf der Veranda und begrüßen uns direkt. Den Hausherrn und den hübschen Hund lernen wir wenig später kennen. Wir saßen auf der Hollywoodschaukel draußen, bis die Sonne hinter den Bäumen verschwand und es etwas kühler wurde. Dann bekamen wir eine Hausführung. Das Haus ist maritim eingerichtet und super sauber. Ein paar Minuten später kam eine Nachbarin vorbei und brachte Marshmallow-Karamell-Brownies vorbei. Klingt pervers, war es auch. Gemeinsam vernichteten wir die Zuckerbomben. Dann musste der Sohn Zac zurück in "The City". The City ist in diesem Fall Halifax, so nennen die Einwohner Nova Scotia's ihre Hauptstadt. Als gäbe es keine andere. Darüber machen sie sich selbst lustig.

    Wir erzählten noch etwas mit unseren Hosts Tess und Mike, krauelten den Hund und dann gab es zum Abendbrot Süßkartoffeln. Mike half uns noch in seinem Lieblingsrestaurant (dort hat er seiner Frau einen Antrag gemacht) einen Tisch für morgen Abend zu bekommen, um einmal richtig schön Lobster essen zu gehen. Das muss man ja schließlich einmal in Nova Scotia getan haben. Mit Süßkartoffeln im Bauch freuen wir uns jetzt schon auf unser morgiges Abendbrot.
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  • Day244

    Bay of Fundy - Endlich wieder wandern!

    September 1, 2017 in Canada ⋅ ☀️ 10 °C

    Bereits gestern ging es aus Halifax Richtung Westen auf die andere Seite der Nova Scotia Halbinsel. Die Fahrt erinnerte ein wenig an den Weg aus Alabama nach Nashville, war allerdings deutlich kürzer. Die Straßen sind eher leer und wir glitten mit Tom Petty Radio auf den Ohren dahin. Gegen Mittag brachten wir dann unsere Sachen ins neue AirBnB für die nächsten 2 Nächte und aßen etwas.

    Dann ging es zum Cape Split, eine Landzunge die die Bay of Fundy von dem Minas Basin teilt, in dem man den Tidenhub sehr gut sehen kann. Bereits auf dem Weg gab es einen Aussichtspunkt mit Eisladen, der einen bis nach New Brunswick schauen ließ. Dazu später mehr.

    Am Cape Split angekommen waren wir überrascht, dass doch so viele Autos auf dem Parkplatz standen. Nach dem parken ging es zügig zum Wanderweg. David war schon ganz hibbelig, da das Wandern in den letzten Wochen doch gefehlt hat. Julia war eher mäßig aufgeregt. Aber sie musste natürlich mit.

    Der Weg entpuppte sich dann viel leichter als gedacht. Statt der geplanten 5 Stunden, waren es mit Pause nur 3, was allerdings nicht nur von unserer Form abhängt, sondern ganz klar an der großzügigen Berechnung der Parkranger. Wie schon in Neuseeland kann man den Zeiten nicht trauen. Wir hatten ca. 8 km Weg mit angenehmen 130 Höhenmetern zurück zu legen. Einmal hin und dann wieder zurück.

    Schade war, dass man auf dem gesamten Weg zur Spitze der Landzunge das Wasser nur durch die Bäume durchscheinen sah. Ebenfalls schade war, dass es kein Rundkurs war. Der Blick am Ziel auf die riesige Bucht, die zusammenlaufenden Strömungen und Küstenlinie des Capes war den Weg allerdings wert. Das sah echt gut aus.

    Da unser Tag noch nicht spannend genug war, nahmen wir auf dem Rückweg einen Menschen mit. Er stand etwas verwahrlost am Straßenrand. Im Gesicht hatte er ein Tränentattoo, allerdings nicht auf Instagram-cool, sondern eher so auf Inzest-uncool. Er hat wohl englisch sprechen wollen, verstehen konnte man jedoch wirklich nichts. Unsere interne Kommunikation hätte auch besser laufen können, dann wären wir nämlich ohne ihn weitergefahren. Nun gut, es ist nichts passiert. Er hat zwar gestunken, ist aber nach 10 km raus und wir haben eine gute Tat getan. Das wars jetzt aber mit Anhaltern.

    Abends gab es dann noch ein Gespräch beim Farmer Market mit einer deutschen Auswanderin, die mit ihrer Familie hier in Wolfville lebt. Sie hat uns dringend abgeraten Anhalter mit mitzunehmen und uns einige weitere Tipps gegeben. War cool. Zum Abendbrot gab es einen riesigen Lachs aus dem Ofen. Geil war das.

    Am nächsten Morgen haben wir dann ausgiebig mit Bella gefacetimt, Davids Schwester. Das war ein top Start in den Tag. Erste Station der heutigen Ausfahrt war dann Kingsport, wo wir schon mal einen super Eindruck der Tide hatten. Es liegt direkt am Minas Basin und es sind ein paar schöne Bilder entstanden. Geweht hat es auch ordentlich. Das Outfit der Wahl beinhaltet nach den Wochen in den USA nun auf einmal wieder lange Hose und Pulli. Erinnert einen aber an Schleswig-Holstein die Brise.

    Nach Kingsport ging es mit der Zac Brown Band und dem neuen Headcrime Album auf der Anlage die Küste entlang. Es war einfach schön so ganz ohne Plan die kleinen Häuser und Gärten anzuschauen. Wir sind bis zum Blomidon Park gefahren. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Hier sahen wir dann auch die ersten auf dem Grund liegenden Boote.

    Weiter ging es wieder am Aussichtspunkt vorbei und heute gönnten wir uns dann jeder ein leckeres Eis und schauten in die Ferne. Das war top.

    Nächster Stop war Hill's Harbour, einer der Orte mit dem höchsten Tidenhub der Welt. 16 m. Es ist unglaublich zu sehen. Wir waren genau in der Low Tide da und alles lag auf dem Grund. Das sah schon eigenartig aus, besonders bei den größeren Schiffen. Dabei passiert es zwei mal am Tag. Wir haben kein vorher nachher Bild für euch, welches wir selbst geschossen haben, aber unsere Bilder geben trotzdem einen guten Eindruck. Wir fanden es ziemlich cool und sind ein bisschen die Gegend erkunden gewesen.

    Nach einigen Feldwegen und weiteren schönen Ecken und Aussichten ging es nach Haus, wo wir uns aus einer riesigen Zuchini Nudeln geschnitzt haben, die es mit lecker Tomatensoße gab. Nun wird entspannt.
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  • Day242

    Peggy's Cove - Tagesausflug

    August 30, 2017 in Canada ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute hieß es früh aufstehen, um das Gepäck entgegen zu nehmen. Wecker also auf 7 Uhr, das ist ja immerhin besser als gestern auf 4 Uhr. Julia hat sich noch bis 9:30 Uhr ausgeruht. Alles soweit ok, nur das Gepäck kam nicht. Nach einem 30 minütigen Anruf bei Air Canada hatten wir auch nicht mehr Infos.

    Da wir nicht den Tag verschwenden wollten, stiegen wir ins Auto und fuhren eine große Runde durch die Stadt. Es ging zum Fort und zum Wasser. So richtig Charme konnte die Stadt nicht entfalten. Es war eher so mittel. Viel grauer Beton an der Wasserfront. Hatten wir uns anders erhofft.

    Sind dann Richtung Peggy's Cove gefahren. Dieses beschauliche Nest mitsamt eines pittoresken Leuchtturms liegt ca. 35 km südlich der Stadt. Bereits die Fahrt war wunderbar. Durch Nadelwälder und viele kleine Orte mit schönen kleinen Häusern, vorbei an vielen Seen mit Booten und kleinen Pieren, führte die Straße Richtung Meer. So stellt man sich Kanada vor.

    Der Ort selbst hat der schönen Fahrt die Krone aufgesetzt. Es ist schon fast zu schön, um echt zu sein und vor allem so ruhig. Hier scheint die Welt noch in Ordnung. Ein lecker geräucherter Fisch auf die Hand und ein kleiner Weg zum Turm. Ein Foto jagt das nächste. Dazu leichter Wind. Der wiederum wurde bei David durch ein umgehängtes Handtuch bekämpft, mehr als kurze Hose und Shirt hat er ja nicht gehabt. Der Fischhändler hat derweil für die Lacher gesorgt.

    Als nächstes schauten wir uns das Denkmal für die Opfer von Swiss Air Flug 111 an, der hier vor 19 Jahren abgestürzt ist. Dieses erinnert auch an die Menschen, die sich von ihrer schönen, steinigen Küste aufgemacht haben, um zu helfen.

    Auf dem Rückweg fuhren wir noch nach Prospect, quasi Peggy's Cove ohne Turm und noch ruhiger. Man fährt bis man bei einem der Anwohner im Garten steht. Herrlich. Und total ruhig, hatten wir das schon erwähnt?

    Bei einem kurzen Einkauf zurück in Halifax und der dortigen Wifi-Zone hörten wir, dass das Gepäck derweil bei unserem AirBnB angeliefert wurde. Perfekt. Erstmal duschen und neue Klamotten. Nach einem César-Salat gehts nun ab ins Bett.
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  • Day241

    Déjà-vu in Halifax - Koffer weg!

    August 29, 2017 in Canada ⋅ ⛅ 20 °C

    Diesmal ist nicht ein Koffer weg, nein zwei Koffer sind weg. Und es sind auch keine Koffer, sondern Rucksäcke, aber nun gut. Wir haben ca. 6 Stunden gespart, indem wir den früheren Flug bekommen haben (wieder mit der Miss und dem Dicken aus Toronto). Unser Gepäck nimmt aber wohl den späteren Flug. So der Plan. Morgen wissen wir mehr.

    Ansonsten haben wir ein von innen schönes Auto, einen Kia und sind gut in unserem AirBnB angekommen. Halifax sieht von oben gut aus, viel Wasser, viel Nadelwald. Hier in der Wohnung wohnen zwei Brasilianer. Außerdem sind zwei weitere Brasilianer hier, die gerade die kanadische Aufenthaltsgenehmigung beantragt haben und nun einen Job suchen.

    Déjà-vu 2: die Brasilianer fühlen sich zuhause unsicher und wollen daher woanders wohnen (hatten wir in Neuseeland auch schon mit geflüchteten Brasilianern erlebt). Und wir haben uns in Brasilien ja auch unsicher gefühlt.

    Déjà-vu 3: Autos halten auf der Straße an um einen rüber zu lassen. Leute im Supermarkt entschuldigen sich, obwohl sie nicht Schuld waren. Wir sind zurück in Kanada. Hier ist man nett zueinander.

    Déjà-vu 4: Sprit ist immer noch super günstig (wie in USA).

    Neuigkeit 1: der Brasilianerin wurde das Handy geklaut: in Deutschland! (Berlin, was ist da los?!)

    Neuigkeit 2: wir sind Bombardier Q400, also eine Propeller Maschine, geflogen. War stark.

    Déjà-vu 5: nach müde kommt doof, es ist nun 20:48 Uhr und wir sind um 3 Uhr aufgestanden.
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