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  • Day15

    The gardens of Damascus!

    November 25, 2017 in Kenya ⋅ ⛅ 31 °C

    . Als das formelle Gespräch zu Ende ist und sich die beiden britischen Offiziere nach der höflichen Verabschiedung aufmachen, die Privatgemächer von Prinz Feisal zu verlassen, bittet der arabische Stammesfürst den jungen Leutnant Lawrence noch zu bleiben. "Ich sehne mich nach den Gärten von Damaskus" beginnt der Prinz die Unterhaltung. "Sie sind wunderschön" antwortet der Gegenüber und versetzt damit den Araber ins Staunen. "Waren Sie schon einmal dort"? "Nein", antwortet der Offizier, "aber ich habe gehört das sie es sind"!

    Die Unterhaltung der beiden Männer stammt aus dem Hollywood-Klassiker "Lawrence von Arabien" mit Peter O' Toole und Alec Guinness in einer der Hauptrollen. Als ich diesen Film vor sicherlich dreißig Jahren das erste Mal gesehen habe, fragte ich mich damals als junger Mann, warum diese Gärten so einen Ort der Sehnsucht für Prinz Feisal darstellen. Wenn ich nun jetzt viele, viele Jahre später - man sagt hier in der Landessprache zu einem Mann meines Alters "Mzee Hamekula Chuvi Nyingi" ( Er hat schon sehr viel Salz gegessen ) - durch die wunderschöne Parkanlage im Hotel wandle, kann ich es sehr gut verstehen. Während der Mittagshitze bieten die vielen großen Bäume, durch die am Tag die Affen und in der Nacht die Buschbabys toben, Schatten. Die verschiedenen Grüntöne und exotischen Blüten der üppigen Pflanzen, schaffen einen tollen Kontrast zum stahlblauen Himmel. Es ist wunderbar ruhig im "Hoteldschungel" - eine Wohltat für gestresste Ohren. Einmal treffe ich auf dem Weg zu unserem Zimmer große Ansammlungen von bunten Schmetterlingen, ein anderes Mal streiten sich Eidechsen am Weg. Ein leuchtend gelber Webervogel baut zur Zeit geschickt an seinem Nest. Früh am Morgen trifft sich im Schatten eines alten Baumes meistens der "Affenkindergarten" - zur gleichen Zeit patrollieren die älteren Artgenossen durch die Hotelanlage und "checken" die Lage. Einige Affenmütter haben erst kürzlich Nachwuchs bekommen und mich erstaunt, mit welcher Kraft sich schon jetzt die kleinen Primaten an ihre Mütter klammern.

    Fleißig kümmert sich eine Armada von Gärtnern um die Parklandschaft - gerade vorhin wurden einige große Kokosnusspalmen beschnitten. Eine sehr sportliche Leistung des Landschaftsgärtners, der dazu barfuß und ohne Hilfsmittel die über zehn Meter hohen Palmen hinauf steigt. Es gibt einfach immer etwas Interessantes zu entdecken. Ich bin mir ganz sicher - zurück im Alltag werde ich mich sehnen nach dem Garten vom "Leopard Beach Resort".
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