• Hitze, Humor und ein letzter Rum

    March 24 in Guadeloupe ⋅ ⛅ 26 °C

    Der Tag explodiert mit Sonnenschein und sofort guter Laune. Wir frühstücken wie hungrige Piraten, springen ins Dingi und düsen an Land.

    Wow. Terre-de-Haut Iles Saint ist ein echtes Schmuckstück – ein winziges Karibik-Juwel, das sich selbst nicht ganz sicher ist, wie es eigentlich heißt. Egal. Es ist schon brütend heiß, deshalb werfen wir 15 Euro in den Touristen-Topf und besteigen Bedes rollenden Comedy-Club.

    Bede ist ein Genie am Steuer: Er schlängelt uns durch die Gassen wie ein Aal durch Tang, erzählt mit Witz und Charme Geschichten, die selbst die Palmen zum Schmunzeln bringen, weicht Mofas, Autos und Golfbuggys aus, als wäre es ein Videospiel auf höchstem Schwierigkeitsgrad, und plaudert gleichzeitig mit jedem zweiten Freund durchs Fenster – Multitasking auf karibischem Niveau.

    Die Küstenstraße malt sich wie ein Aquarell vor uns aus: türkis blitzendes Wasser, Palmen, die lässig winken, bunte Häuschen wie hingetupfte Bonbons. Terre-de-Haut ist malerisch bis zum Anschlag.

    Nach einer Stunde spuckt uns Bede am Fort Napoleon aus. Warum es so heißt? Weil irgendwer irgendwann beschloss, es ihm zu Ehren umzutaufen. „Hmm… so einfach geht’s also“.

    Das Fort selbst ist pure Magie: der Garten ein grünes Paradies, die Aussicht so grandios, dass sie einem glatt den Atem klaut. Im Museum erfährt man alles – nur nicht über Napoleon. Dafür umso mehr über die Inseln. Passt irgendie, irgendwie auch nicht.

    Zurück im Ort plündern wir einen kleinen Früchteladen, bis die Tüten platzen, und tuckern mit dem Dingi wieder zum Schiff.

    Der Nachmittag? Reines Überlebensprogramm: Baden, faulenzen, Hafenkino deluxe. Die Hitze macht uns zu weichgekochten Nudeln mit Sonnencreme.

    Abends geht’s nochmal raus. Dingi ins Wasser, Beiboot fix an der Anlegestelle vertäut wie ein braver Hund. Im Le Perchoir lassen wir uns bei feuerrotem Sonnenuntergang einen kühlen Apero schmecken – die Stimmung ist so entspannt, man könnte sie glatt in Flaschen abfüllen und als „Karibik-Glück“ verkaufen.

    Danach schlendern wir ins Restaurant und lassen uns richtig verwöhnen.

    Im samtschwarzen Dunkeln tuckern wir zurück zum Schiff, fallen in die Cockpit-Sessel und krönen den Tag mit einem köstlichen Rum als süßem Nachtschmaus – warm im Bauch, salzig auf den Lippen, pure Karibik-Seeligkeit.

    Perfekter Tag.

    Ende.

    Rum.

    Gute Nacht, ihr Lieben.
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