• Kirmesstraße und Küchenstopp

    April 8 in Guadeloupe ⋅ ☀️ 28 °C

    In Mahaut spuckt uns der Dschungel wieder aus und übergibt uns direkt an die Küstenstraße. Von „alles wächst wild“ zu „alles fährt kurvig“ – denn geradeaus ist hier eher ein Gerücht. Es geht rauf, runter, links, rechts, und wir mittendrin, irgendwo zwischen Rallyegefühl und stillem Vertrauen darauf, dass der nächste Hügel nicht das Ende der Straße ist.

    Die Landschaft zieht vorbei wie ein Film, der sich nicht entscheiden kann, ob er Meer oder Dschungel sein will. Dazwischen: Bananenplantagen, endlos und ordentlich, als hätte jemand dem Chaos kurz Struktur verordnet. Und plötzlich Häuser – modern, groß, geschniegelt. Alles wirkt überraschend aufgeräumt, fast gelassen.

    Die Straße bleibt verspielt. Rauf, runter – huiii – und wir lassen uns einfach mitnehmen. Kurz nach Malendure landen wir eher zufällig bei Chez Mème. Ein kleines Familienrestaurant am Straßenrand, unscheinbar, aber genau richtig. Bokits und Accras, heiß, knusprig, würzig – kein großes Tamtam, einfach verdammt lecker.

    Zurück im Auto geht es weiter Richtung Grande-Terre. Die Straße denkt gar nicht daran, sich zu beruhigen. Eher Kirmes als Küstenfahrt, nur ohne Sicherheitsbügel.

    In Vieux-Habitants legen wir noch einen kurzen Stopp ein, bei La Maison du Chef. Ein alkoholfreier Drink, mehr Hoffnung als Lösung. Denn die Hitze ist nicht einfach da – sie klebt. Die Luft steht, wir auch fast, und schwitzen um die Wette.

    Die Insel fährt mit. Und wir fahren einfach weiter.
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