Vom Souvenir-Flop zum Bade-Himmel
April 9 in Guadeloupe ⋅ ⛅ 28 °C
Sainte-Anne ist genau so, wie man sich eine charmante kleine Karibik-Stadt vorstellt: bunte Häuser, die in der Sonne leuchten wie frisch lackierte Bonbons, nette Restaurants und dieser typisch guadeloupische Mix aus entspannter „Alles-wird-schon“-Haltung und echtem Leben.
Der Name geht übrigens auf Anne von Österreich zurück (Mutter von Ludwig XIV.), aus der Zeit, als Sainte-Anne noch ein wichtiger Hafen für Zucker und Rum war. Heute ist davon nur noch der Charme übrig geblieben.
Nach der langen Autofahrt gestern und dem anstrengenden Tag beschlossen wir, Sainte-Anne endlich richtig zu erkunden. Dort soll es einen Markt geben und angeblich den schönsten Strand der ganzen Insel. 15 Minuten später waren wir da – und fanden sogar sofort einen Parkplatz. Ein kleines Wunder!
Es ist heiß. Sehr heiß. Wir schwitzten wie in einer finnischen Sauna mit defekter Lüftung, liefen aber trotzdem tapfer zum Markt.
Welche Enttäuschung.
Der Markt bot exakt dasselbe wie der vor zwei Tagen: Früchte, Gewürze, Rum und denselben Touristenkram, den niemand wirklich braucht.
„Plan B!“, sagten wir und steuerten direkt den Strand an – und wurden absolut positiv überrascht.
Plage de la Caravelle (oder einfach „der schönste Strand der Insel“) ist ein echter Traum: feiner, weißer Sand, türkisblaues Wasser, das durch ein vorgelagertes Riff besonders ruhig und flach bleibt. Man kann hier gefühlt 100 Meter weit ins Meer laufen, ohne dass es tiefer als bis zur Brust wird. Kokospalmen spenden großzügig Schatten, und das Ganze sieht aus wie eine Postkarte, die jemand extra für Instagram entworfen hat.
Besonders nach dem Algenteppich-Drama von Porte d’Enfer und eigentlich fast überall, war es fast schon verdächtig, wie sauber und klar das Wasser hier war.
Räumt da jemand heimlich nachts auf? Egal – wir stürzten uns ins kühle Nass und ein tiefes, erleichtertes „Aaaahhh“ entwich unseren Lippen. Pure Wohltat.
Der Strand füllte sich nach und nach, aber es blieb angenehm. Nach drei Stunden beschlossen wir, zurückzufahren und bei uns am Pool weiterzumachen. Dort war es ruhiger, weniger Leute, und wir hatten unseren eigenen kleinen Karibik-Himmel ganz für uns.Read more







