• Der unbekanntere Doubtful Sound

    December 18, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 12 °C

    Neben dem Milford Sound lockt uns auch der etwas weniger berühmte Doubtful Sound. Warum doubtful bzw. zweifelhaft? Nun, der Entdecker und Seefahrer Kaptän James Cook war sich 1770 unsicher, ob ankern hier überhaupt möglich ist. Daher der etwas weniger schmeichelhafte Name. Dabei muss sich dieser Meeresarm überhaupt nicht verstecken. Er ist fast 3x grösser als der Milford Sound und mit 421 Metern der tiefste der örtlichen Fjorde. Mit den Browne Falls (mit 834 Meter der höchste Wasserfall in ganz Neuseeland), seinen steilen Felswänden, dem kristallklaren Wasser, etlichen weiteren Wasserfällen und einer bezaubernden Pflanzen- und Tierwelt verfügt er über seine ganz eigenen Highlights. Ausserdem trägt er den schönen Beinamen "The Sound of Silence" bzw. der Fjord der Stille. Diese tatsächlich unvergleichliche Ruhe, gepaart mit dem melodischen Zwitschern der Vögel, spürt man sehr deutlich, wenn der Kapitän in einem Seitenarm des Fjords für einige Minuten die Motoren stoppt und alle einfach nur lauschen.

    Direkt auf eigener Achse erreicht man den Startpunkt nicht, sondern mit jeweils einstündigen Hin- und Rücktransfers auf dem Manapouri-See und anschliessend dem Bus über den Wilmot-Pass. Die örtlichen Agenturen bieten dafür geschäftstüchtig Tagestouren an, die gerne gebucht werden. Wir starteten am Donnerstag gegen 10:30 Uhr und freuten uns, neben den schon erwähnten Transfers, auf eine 3-stündige Schifffahrt.

    Zwischen See- und Bustransfer erwartete uns ein weniger schönes Empfangskomitee - Sandflys. Hunderte, Tausende, Millionen!!! Klein, schwarz, gemütlich schwebend, als könnten sie kein Wässerchen trüben. Aber: das sind als Insekten getarnte Vampire, denen es nach Menschenblut dürstet! Viecher, die die Welt echt nicht braucht. Zum Glück gibt's entsprechende Mittel und Wege, die einen schützen. Zumindest halbwegs.

    Das Wetter wollte noch weniger mitspielen als gestern. Daher sind die heutigen Bilder etwas düsterer. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Die Tour an sich war abwechslungsreicher und länger als im Milford Sound und hat uns keinesfalls weniger begeistert. Im Gegenteil! Wie können diese Tagestour vorbehaltlos weiterempfehlen.
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