• Wer von Euch kennt Burt Munro?

    December 20, 2025 in New Zealand ⋅ 🌬 13 °C

    Oder "The World's Fastest Indian"? Menschen mit Benzin im Blut werden jetzt hellhörig und unruhig. Und das mit Recht, denn diesen Footprint widmen wir einem Mann, den man ohne jeden Zweifel als Legende bezeichnen kann und muss.

    Burt Munro war ein neuseeländischer Motorradrennfahrer und ein Sohn der Stadt Invercargill. Er besass eine Indian Scout aus dem Jahr 1920, welche er über etliche Jahrzehnte selbst umbaute und teilweise sehr abenteuerlich modifizierte. Mit diesem Motorrad stellte er mehrere Geschwindigkeitsrekorde auf, den Wichtigsten sicherlich im Jahr 1967 in den Bonneville Salt Flats in den USA. Munro selbst war damals schon 68 Jahre alt, seine Indian 47 Jahre. Dieser Rekord von 184.087 mph (inoffiziell gar 205.67 mph) ist bis heute ungeschlagen.

    In Invercargill ist das Original ausgestellt - in einem Baumarkt namens E Hayes and Sons, einem motorsportbegeisterten Familienunternehmen. Dazu etliche Details aus dem Leben von Burt Munro, nebst noch einigen anderen Zweirädern. Als öffentliche Ausstellung, inmitten ihrer Artikel, welche dort für den Baubedarf ganz normal erworben werden können. Ein sehr aussergewöhnlicher Markt, welcher in einer wunderbaren Ausstellung diesen Ausnahmesportler auf ganz eigene Weise weiterleben lässt.

    2005 wurde ihm mit dem Streifen "The World's Fastest Indian" (deutscher Titel: Mit Herz und Hand) ein weiteres Denkmal gesetzt. Der grossartige Anthony Hopkins verkörpert Burt Munro als liebenswerten und charmanten alten Mann, der sich nicht unterkriegen lässt, seinen Traum lebt und das erreicht, was er sich immer erträumt hat. Sehr sehr sehenswert!

    In Invercargill gibt es noch zwei weitere Museen, die sich mit Zwei- und Vierrädern befassen: die "Bill Richardson Transport World" und das "Classic Motorcycle Mecca". Das erste ist eine riesige Sammlung von über 300 Oldtimern, insbesondere Lastwagen und Traktoren, aber auch Relikte wie z.B. Tanksäulen und Jukeboxen aus mehreren Jahrzehnten. Alles wird mit einer unglaublichen Liebe zum Detail zur Schau gestellt - aussergewöhnlich und hochinteressant, auch für Nicht-Technikfreaks. Im zweiten Museum waren wir nicht.
    Read more