• Fast am untersten Zipfel

    14 Januari, New Zealand ⋅ 🌬 16 °C

    Unser heutiger Weg führte uns zum Cape Palliser mit einem weiteren Leuchtturm. Die Fahrt dahin auf der Cape Palliser Road ist malerisch und abwechslungsreich zugleich. Die teilweise, nicht asphaltierte und enge Strecke meisterten Peter und Murphy mit Bravour und wir erreichten ein Highlight nach dem anderen.

    Rollen wir das Feld von hinten zuerst mit dem Leuchtturm auf. Wer ihm nahekommen will, muss Treppen steigen. 253 steile Stufen. Kein Problem, das schaffen wir locker. Auf dem Weg nach oben begrüsste uns das eine oder andere vorbeihoppelnde Häschen und im angrenzenden Meer schwammen in der Ferne einige Delphine vorbei. Es war ein Fest fürs Auge! Man wusste gar nicht wo hinschauen. Der erhabene Leuchtturm thront dabei herrschaftlich über allem und ist ebenfalls eine reine Augenweide.

    Davor passierten wir den Ort Ngawi, welcher tatsächlich mehr Bulldozer und Traktoren als Einwohner hat. Diese werden für das Wassern und Einholen von Fischerbooten verwendet, da der Ort als Wasserzugang nur den Beach nutzt und die See mitunter sehr wild ist. Die grosse Flotte an Zugfahrzeugen steht mit den Booten aufreiht am Strassenrand und gibt ein fast gespenstisches Bild ab.

    Unwiderstehlich sind die vielen kleinen und zuckersüssen Robben der Seebärenkolonie am Kap, der größten Kolonie der Nordinsel. Mit ihren Knopfaugen sind sie einfach nur putzig und wir könnten stundenlang zusehen, wie sie spielen oder einfach nur, auf den vom Meer umspülten Felsen rumlümmeln.

    Und nun kommen wir mal wieder zu einem Schauplatz von "Herr der Ringe". Es handelt sich dabei um die spektakuläre Felsformation "Putangirua Pinnacles", welche als Drehort für die "Pfade der Toten" in "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" diente. Hier ritten Aragorn, Legolas und Gimli die unheimliche Dimholt-Straße entlang, um die Armee der Toten zu rufen. Klingt düster und im Film ist es das auch. "In echt" beeindrucken die Zinnen einfach durch ihre mächtige Schönheit. Und der eine oder andere Tourist auf dem Wanderweg dahin sorgt schon dafür, dass man sich nicht einsam fühlt.

    Der, für den Tag vorhergesagte Regen begann dankenswerterweise erst dann, als wir auf den Camping einfuhren. Somit war es alles in allem wieder ein gelungener Tag mit einem uns sehr wohlgesonnenen Wetter.
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