• Nach Chiang Mai lockt uns das weitere Umland mit seinen Orten Lampang, Chiang Rai und Pai. Um etwas flexibler und freier zu sein, mieteten wir für ein paar Tage am Flughafen einen Wagen. Peter ist den Linksverkehr von Neuseeland ja schon gewohnt, also los. Der Stadtverkehr war zuerst etwas gewöhnungsbedürftig aufgrund der vielen Zweiräder, die aus allen Himmelsrichtungen auf die Strasse drängen. Aber mit etwas Umsicht funktionierte alles einwandfrei und relativ schnell waren wir aus der Stadt raus.

    Unser erstes Ziel war eine Tempelanlage nördlich der Stadt Lampang auf einem felsigen Gipfel. Wir entschieden uns für den kürzesten Weg, welcher auf grösstenteils schmalen Strässchen durchs Landesinnere über gefühlt 20.000 Kurven führte (ein Hoch auf die Servolenkung!). Somit waren wir schnell mitten im ländlichen Thailand. Dort begegneten uns nicht nur motorisierte Fahrzeuge, sondern auch entspannte Hunde und Hühner auf den Strassen. Im Hochland wird Kaffee und in der Ebene Reis und Mais angebaut. Auffallend ist, dass im Gegensatz zu den Touristen, sich die Einheimischen, welche auf den Feldern und auf den zahlreichen Baustellen arbeiten und vielfach mit Zweirädern unterwegs sind, mit langer Kleidung, Geschichtsmasken und Hüten sehr vor der prallen Sonne schützen.

    Nach rund 2,5 Stunden Fahrt waren wir angekommen. Direkten Zugang zum oberen Teil der Anlage gibt es nicht. Angesichts der unglaublichen Steigung braucht man für die 3,5 km einen Shuttle mit geländegängigem Allradantrieb. Vom Endpunkt der durchaus abenteuerlichen Fahrt sind es noch einige Meter und etliche, teilweise sehr steile Stufen zu Fuss nach oben. Doch die Mühe lohnt sich!

    Die Treppen und Leitern erinnern ein wenig an den Aufstieg zum Löwenfelsen in Sri Lanka, die Tempel und Chedis sehr entfernt an die Meteora-Klöster in Griechenland. Es ist ein sehr schöner Ort mit wunderbaren Ausblicken ins Umland und die Talebene, in der wir zwischen Reisfeldern die Unterkunft für die heutige Nacht fanden.
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