• Zwangspause in Gazipasa

    January 20 in Turkey ⋅ ☀️ 11 °C

    Gazipasa
    Pasa Apart Hotel bei Leila

    Heute bleiben wir in Gazipasa und werden mit Leila einen Plan schmieden, wie es weitergeht. Die Sonne scheint, es ist angenehm warm. Der starke Wind von gestern Abend hat sich gelegt. Doch der Wetterbericht sagt jetzt noch stärkeren Sturm in den Bergen für übermorgen voraus.

    Wir sind zur Mall gelaufen. Schließlich möchte ich sie mir auch von innen ansehen. Bei Starbucks ist nicht viel los. Burger King gibt es auch, nur wo ist McDonald's? Es gibt ein Geschäft von Yves Rocher. Soviel ich weiß, werden diese Läden in Deutschland geschlossen. Uns wundert, dass die Mall weihnachtlich geschmückt ist. Aber man muss nicht alles verstehen. Die oberste Etage ist höchstens zur Hälfte vermietet. Subway will noch eröffnen, Deichmann auch.

    Wir essen dort, wo Werner gestern Köfte geholt hat. Mit Blick auf die schneebedeckten Berge. Eine junge Frau kümmert sich rührend um uns. Allerdings spricht sie wie hier kaum jemand Englisch. Vor und nach dem Essen gibt es Tee. Einige Frauen verpacken Essen und Taxifahrer warten darauf es auszufahren. Uns sind die Paket Taxi Mopeds schon aufgefallen.

    Wir laufen zurück und Leila zeigt uns auf der Karte, wo der Busbahnhof ist. Jede Stunde fährt ein Bus nach Anamur. Sie will anrufen und uns für morgen mit den Rädern ankündigen. Ein bisschen Geld für den Busfahrer hilft meist, meint sie. Sollte es nicht klappen, kommen wir zurück. Sie hat auf jeden Fall ein Zimmer für uns.

    Uns fiel auf, dass in Gazipasa viele Apartmenthäuser gebaut werden. Dazwischen stehen Bauruinen und Gewächshäuser. Es liegt erstaunlich wenig Müll rum, im Vergleich zu Mexiko zum Beispiel. Wir gingen auf einen Friedhof. Dort gab es ein Gebäude mit Trinkwasserspender und Toiletten. Eine Frau bot uns Tee an, wir lehnten höflich ab. Unter einen großen Schleppdach stehen viele Bänke. Die Grabstätten sind klein und eng beieinander.

    Ältere Frauen tragen meist Kopftuch. Eine hielt sich die Hand vor den Mund und drehte sich weg, als sie Werner sah. Mich lächelte sie an. Eine Frau mit Niqab sahen wir auch. Die jüngeren Frauen sind oft geschminkt und verstecken ihre Haare nicht.

    Alkohol gibt es nur in zugelassenen Geschäften. Nichts mit Bier im Laden um die Ecke wie in den touristischen Gebieten.

    In den letzten Tagen sahen wir viele Rennradfahrer. Auch heute wieder eine Gruppe mit Begleitfahrzeug. Mehrmals sausten auf der viel befahrenen Hauptstraße Rennradfahrer hinter einem Moped her. Übrigens auch einige Frauen.
    Read more