• Lost in Fés

    September 28, 2024 in Morocco ⋅ ☀️ 29 °C

    Am Morgen am Stausee trafen wir das reisende Paar Eva und Dani, die mit ihrem Landrover Defender neben uns geparkt hatten. Wir erfahren, dass sie ebenfalls auf dem Weg nach Kapstadt sind. Eva ist Französin, Dani kommt aus Argentinien, und wir verstehen uns auf Anhieb gut. Nachdem wir unsere Nummern ausgetauscht haben, fahren wir weiter nach Fès, wo wir die beiden auf dem Parkplatz wiedersehen. Die Stadt erkunden wir jedoch getrennt.

    Unser erster Halt ist ein wunderschöner Garten mit Teichen, Springbrunnen und prachtvollen Pflanzen. Auf merkwürdige Weise weisen uns die Wachleute mit Trillerpfeifen den Weg. Anschließend begeben wir uns in die Medina, die älteste und verwinkelste Altstadt Marokkos, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Hier funktioniert das GPS kaum, und als wir hungrig werden, führt uns ein junger Mann in ein Restaurant. Leider stellt sich dieses als Touristenfalle heraus: Die Preise sind hoch, die Portionen klein und das Essen eher mittelmäßig. Da alles scharf gewürzt ist, kann Marie leider nichts davon essen. Zum Glück hat Regina ein paar Snacks für sie dabei.

    Nach dem Essen erkunden wir weiter die verwinkelten Gassen und verlaufen uns schließlich. Ein unbehagliches Gefühl macht sich breit. Ein Junge erkennt unsere Orientierungslosigkeit, ist aber freundlich und hilft uns gegen ein wenig Kleingeld, den Weg zurück zur Hauptstraße zu finden. Die Menschen sind hier sehr nett, aber sie wissen auch, dass weiße Touristen Geld haben – und davon wollen sie alle ein Stück abhaben. Zurück am Auto gönnen wir uns eine Pause. Regina geht noch einmal zu Eva und Dani hinüber und unterhält sich eine Weile mit ihnen.

    Am Abend möchte Marie etwas spielen. Da es keine Spielplätze gibt, suchen wir eine freie Fläche und kicken ein bisschen mit dem Ball. In der Nacht bekommt Regina kaum Schlaf, da die Straße lauter ist als erwartet. Marie und Jens schlafen glücklicherweise tief und fest.

    Trotz kleiner Hindernisse war es ein spannender Tag in Fès, und wir sind gespannt, was Marokko noch für uns bereithält.
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