• Festgefahren im Dschungel von Gambia

    November 18, 2024 in Gambia ⋅ ☀️ 36 °C

    Wir fahren zusammen mit Frank und seinem Land Rover Defender in den Kiang West National Park auf, der am Gambia Fluss liegt. Unser Ziel ist ein von anderen Reisenden empfohlener Übernachtungsplatz direkt am Fluss. Doch das letzte Stück des Pfades zum Platz ist unpassierbar, denn es ist zugesichert. Wir kämpfen uns zu einem anderen Platz durch hohes Gras und dichtes Buschwerk, schneiden Äste weg und bahnen uns mühsam den Weg. Schließlich erreichen wir den Fluss – und bleiben mit unserem Sprinter direkt am Ufer stecken. Der Boden wirkt oberflächlich trocken, doch darunter ist er schlammig. Das linke Hinterrad sinkt tief ein. Zwei Stunden lang versuchen wir es mit schaufeln, Luft ablassen, Sandbleche – ohne Erfolg. Nach 2 Stunden ackern geben wir auf. Es ist dunkel und wir sind erschöpft. Die Nacht verbringen wir festgefahren am Fluss. Regina schläft unruhig, da sie vermutet, dass wir ohne fremde Hilfe nicht rauskommen und die nächste Zivilisation weit entfernt ist.
    Am Morgen nehmen wir die Bergung erneut in Angriff – diesmal mit Franks Plan. Er konnte ebenfalls nicht schlafen, weil er fieberhaft überlegt hat, wie wir dort rauskommen. Wir heben den Sprinter mit seinem speziellen Wagenheber an, stützen ihn mit Baumstämmen und füllen die Löcher mit Ästen, Blättern auf und schieben dann die Sandbleche drunter. Die Aktion dauert fast drei Stunden und fordert all unser Bergematerial und unsere Kräfte. Schließlich befreien wir den Sprinter aus dem Morast.
    Da wir noch gar nicht richtig die Natur genießen konnten, beschließen wir hier noch zu frühstücken. Wir genießen die beeindruckende Natur am Fluss und erholen uns von der Anstrengung, bevor wir unsere Reise fortsetzen. Dieses Abenteuer war schweißtreibend, lehrreich und bleibt uns noch lange in Erinnerung.
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