• Erholung und Abenteuer in Gambia

    November 23, 2024 in Senegal ⋅ ☀️ 29 °C

    Nach den Strapazen des gestrigen Tages, als unser Camper im Schlamm im Dschungel stecken blieb, gönnen wir uns zunächst eine wohlverdiente Pause. Wir fahren zu einer nahegelegenen Lodge direkt am Gambia-Fluss. Die Lage ist idyllisch, und die schwül-warme Luft lässt uns schnell das Tempo drosseln. Wir nutzen die Zeit und das Frischwasser, um Wäsche zu waschen und uns zu erholen. Ein Bad im Fluss sorgt für eine angenehme Erfrischung, ebenso wie die frische Dusche im Anschluss. Die Lodge selbst ist charmant: Das Restaurant sowie die Bungalows sind auf Stelzen gebaut und bieten einen wunderbaren Blick auf den Fluss. Zwar hat der Ort etwas Touristisches, denn wir treffen auch auf andere Reisende – Niederländer, Franzosen und Deutsche – doch die Atmosphäre ist sehr entspannt. Beim Abendessen lassen wir den Tag ausklingen und beobachten die Vögel, die hier zahlreich und exotisch anzutreffen sind.

    Am nächsten Morgen führt uns die Reise weiter in den Pirang-Bonto community Forest Park, einen der letzten erhaltenen Regenwälder Gambias. Mit zwei einheimischen Guides machen wir eine Wanderung durch den dichten Urwald. Die Hitze ist drückend, und die feuchte Luft lässt uns ordentlich schwitzen. Hier leben zahlreiche Tiere, darunter Affen wie der Guinea Pavian und die beeindruckende Red Colobus-Affen, die sich geschickt in den Baumwipfeln bewegen. Außerdem sichten wir eine grüne Mamba, was besonders Regina sehr erfreut. Leider ist sie so schnell wieder weg, wie sie gekommen ist. Im grünen Dickicht finden wir sie nicht mehr.
    Marie läuft die erste Hälfte der Wanderung selbst, bevor sie es sich in der Kraxe bequem macht und den Rest der Tour getragen wird. Trotz der Anstrengung genießen wir die Einblicke in die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt. Nach etwa einer Stunde kehren wir erschöpft, aber glücklich, zum Camper zurück.

    Nun trennen sich Franks und unsere Wege. Er fährt nun auf einen Campingplatz in Serrekunda. Wir wollen lieber an den Strand. Dort möchten wir eigentlich den berühmten Monkey Forest besuchen, doch die hohen Eintrittspreise schrecken uns ab. Spontan entscheiden wir uns, weiterzufahren und suchen einen Stellplatz direkt am Strand. Nach einigen Versuchen finden wir einen Stellplatz für die Nacht. Ne en uns liegen Muschelhaufen. Diese werden hier für den Hausbau genutzt, indem sie mit Zement vermischt werden. Die Frauen, die diese mühsam am Stand sieben und sammeln erklären uns geduldig den Prozess und sind unglaublich freundlich. Da hier englisch gesprochen wird, können wir uns auch gut verständigen. Für 50 kg Muscheln bekommen sie 2€. Da geht es uns in Deutschland doch sehr gut.
    Zwei junge Männer, Seaboy (echter Name) und Abul, besuchen uns und erzählen viel über die Kultur Gambias. Ihre Geschichten und ihre Herzlichkeit machen den Aufenthalt besonders.

    Das warme Wasser des Atlantiks lädt zu einem ausgedehnten Bad ein den Abend lassen wir toll ausklingen und bewundern den leuchtenden Sternenhimmel. Und dann sehen Marie und Regina eine Sternschnuppe am Himmel. Marie hat ihre erste Sternschnuppe gesehen. Wir freuen uns. Der Tag endet friedlich, und wir schlafen mit dem Rauschen der Wellen ein.
    Am Morgen nutzt Regina die Gelegenheit, am Strand joggen zu gehen und anschließend sich im frischen Ozean abzukühlen. Marie kommt natürlich mit ins Wasser. Anschließend kommen Seaboy und Abul vorbei. Wir verabschieden uns von ihnen herzlich, bevor wir unsere Reise in Richtung der senegalischen Grenze fortsetzen.
    Unser Aufenthalt in Gambia war eine Mischung aus Abenteuern, Begegnungen und Erholung – ein unvergessliches Erlebnis.
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