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- Day 101
- Thursday, November 28, 2024
- ☀️ 35 °C
- Altitude: 71 m
GuineaSambailo12°40’6” N 13°33’30” W
Guinea-Korruption beginnt an der Grenze
November 28, 2024 in Guinea ⋅ ☀️ 35 °C
Heute verabschieden wir uns von Eva und Dani auf dem Campingplatz. Sie warten noch auf die Lieferung einer neuen Lichtmaschine und planen danach eine Fahrt in den Süden Senegals nach Cap Skirring. Stefan, Frank und wir machen uns hingegen gemeinsam auf den Weg zur Grenze nach Guinea. Der Weg zur Grenze ist alles andere als komfortabel – wir holpern über eine staubige Sandpiste. Schließlich erreichen wir die senegalesische Seite der Grenze, wo wir freundlich empfangen werden. Die Grenzbeamten stempeln unsere Pässe aus, und schon geht es weiter in Richtung Guinea. Auf der gambischen Seite läuft zunächst alles nach Plan: Wir melden uns bei der Immigration, wo die Formalitäten schnell erledigt sind. Danach jedoch wird es komplizierter, als wir zur Polizeistation müssen. Hier wird eine Hotelreservierung verlangt, ohne die keine Einreise möglich ist. Wir waren schon vorgewarnt: Laut der Overlander-App hat der Polizeichef eine Vorliebe dafür, Übernachtungen im Hotel seiner Verwandten zu vermitteln. Da wir zwar ein Hotel herausgesucht, aber nicht vorab gebucht haben, geben wir einfach an, ein Zimmer reserviert zu haben. Das führt zu einem endlosen Hin und Her: Die Polizei ruft schließlich in dem Hotel an und bucht für uns drei Zimmer. Der Polizeichef selbst – entspannt in einer Hängematte in einer Bambushütte nebenan – überprüft noch unsere E-Visa und besteht darauf, dass die Reservierung bestätigt wird. Anschließend erhalten wir die Stempel in unseren Pässen. Dann dürfen wir weiterfahren. Der Zoll ist allerdings an dieser Grenze geschlossen, sodass wir in den nächsten Ort fahren müssen, um die Fahrzeugabfertigung zu erledigen. Dort warten weitere Formalitäten auf uns: Pässe, Fingerabdrücke und sogar ein Foto. Alles wird penibel geprüft, bevor wir endlich die Erlaubnis erhalten, nach Guinea einzureisen. Nach knapp drei Stunden ist es geschafft – wir sind in Guinea! Die Sonne neigt sich allerdings bereits dem Horizont, und anstatt ins gebuchte Hotel zu fahren (wir haben ja nicht vorab bezahlt) suchen wir uns einen nahegelegenen Übernachtungsplatz. Zum Glück klappt das problemlos. Das Hotel hat sich ohnehin nicht mehr gemeldet, also hat niemand nach uns gefragt.
Nach einem langen, aufregenden Tag genießen wir die Ruhe und sitzen noch entspannt zusammen in der Dunkelheit. Guinea hat uns willkommen geheißen, und wir sind gespannt auf die Abenteuer, die hier auf uns warten.Read more















Travelerabenteuerliches Polizeiverhalten in Guinea. Man muss offensichtlich flexibel sein und kann die Umstände nicht mit europäischen Verhältnissen messen.
TravelerJa, das stimmt. Hier tickt die Uhr anders.
TravelerTja,das ist schwarz Afrika. Ständig die "Schmiergeldfettpresse" im Anschlag.😎😎
TravelerJa, das stimmt wohl. Da kommt man nicht drumherum. Aber das ist ja auch Abenteuer. 😄